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Projektbericht
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(0) Konzeption:
Das im Unterricht eingesetzte Englischbuch "English G A5" knüpft
in den ersten beiden Lektionen an das Vorwissen der Schüler über
England an. In den Klassenstufen 6 und 7 haben sie schon kurz Cornwall, London,
Wales, den Norden Englands und Schottland kennengelernt. Inzwischen haben aber
nicht nur ihre Wortschatzkenntnisse zugenommen, nun sind auch komplexere
Fragestellungen und fachübergreifende Ansätze - etwa zur Geschichte
und Entwicklung der Industrialisierung möglich. In dem Projekt sollten alte
Kenntnisse wieder aufgegriffen werden, aber auch historische, wirtschaftliche,
geographische und touristische Aspekte vertieft werden. Ziel war eine
verlinkte Darstellung verschiedener wichtiger Regionen und Städte Großbritanniens
für eine Präsentation im Internet. Nach der Recherche in
verschiedenen Medien mußten dazu die Texte mit dem Computer verfaßt
und in einem Format gespeichert werden, das eine Verbesserung und
Weiterbearbeitung ins HTML Format leicht zuließ. Daneben sollte jede
Gruppe ein Poster zur Präsentation im Klassenzimmer erstellen. Über
die Bewertungskriterien - das Projektergebnis sollte als eine Klassenarbeit
gewertet werden- waren die Schüler zu Beginn informiert worden.
Projektbeginn war Anfang Oktober 2001.
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(1) Recherchephase:
Über die Vorgängerbände des Schulbuchs hinaus sollten benötigte
Informationen auch noch aus möglichst unterschiedlichen weiteren Quellen
gewonnen werden. Zur Recherche von Fakten im Internet standen jeder Gruppe ein
Rechner mit Internet-Zugang für zwei Doppelstunden zur Verfügung. Darüber
hinaus entstammte das Basismaterial Computerprogrammen wie Encarta, die
Schüler recherchierten jedoch auch in Bibliotheken, Reisebüros,
befragten Verwandte, oder telefonierten mit Urlaubs-Hotlines. |
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(2) Bearbeitungsphase:
In einer weiteren Einzel- und einer Doppelstunde sollte das Material
gesichtet und gegliedert werden. Es schloß sich die Ausarbeitung an, die
viele Gruppen noch im Unterricht begannen. Alle Gruppen hatten aber auch Zuhause
Zugang zu einem Computer. Die weitere Arbeit sollte daher dort fortgeführt
werden. Als Abgabetermin für das Poster und für die Texte auf Diskette
wurde der 3.12. fixiert. Den meisten Gruppen standen Basistexte in Deutsch
und Englisch zur Verfügung. Da das Vokabular der Schüler doch noch
recht begrenzt ist, sie aber in der Fremdsprache mit authentischen, nicht für
Schüler aufbereiteten Texten konfrontiert wurden, war es unumgänglich,
viele Wörter nachzuschlagen zu müssen. Weiterhin durften sie für
ihre Präsentation nicht einfach Passagen per "drag and drop" in
ihr Referat "ziehen", sie sollten die Inhalte mit eigenen Worten
wiedergeben. (Was gleichwohl nicht alle getan haben, wie man am Ergebnis
sieht!) Viele Schüler zogen daher deutschsprachige Quellen vor, deren
Inhalt sie dann allerdings in die Zielsprache übertragen mußten. Auch
hierbei waren sie auf die Hilfe eines zweisprachigen Wörterbuchs
angewiesen. |
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Für die Arbeit am Computer ist es hilfreich ein computerbasiertes
zweisprachiges Wörterbuch zur Verfügung zu haben. Für die Arbeit
benutzten wir daher das aus dem Internet als Freeware herunterladbare Dictionary
von Lingomaxx (www.lingomaxx.de), das
einen Wortschatz von 20000 Wörtern umfasst, und installierten es auf den
Arbeitscomputern .
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Ein Screenshot zu Lingomaxx | |
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Für die häusliche Arbeit hatte der Lehrer mehrere CDs für die
Installation gefertigt, damit auch Schüler das Programm nutzen konnten, die
Zuhause zwar einen Computer, jedoch keinen Internet-Zugang haben. Das Programm
erwies sich als sehr praktisch, zumal es durch Drücken eines "Hotkeys"
(Funktionstaste) jederzeit zum Nachschlagen eines Worts in den Vordergrund
geholt werden kann.
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(3) Auswertungsphase |
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Beim Aufhängen der Plakate | |
Nach dem 3. Dezember wurden die entstandenen Plakate im Klassenzimmer
ausgehängt. Es zeigte sich, dass diese von sehr unterschiedlicher
graphischer Qualität waren. Die Gestaltung und die "optische
Qualität" sollte auch durch die Schüler bewertet werden. Dies
war mir wichtig, einmal um ihnen Kriterien für gelungene Poster zu
vermitteln, andererseits um ihnen das Gefühl zu geben, dass auch ihre
Stimme bei der Bewertung des Projekts gefragt war. |
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Sie konnten auf Erfahrungen in der Postererstellung im Geschichts- und
Deutschunterricht ihres früheren Klassenlehrers zurückgreifen. Mit
neuen Medien hatten einige zuvor schon in Religion zu tun gehabt. Entsprechend
waren hier zahlreiche sehr erfreuliche Ergebnisse zu verzeichnen. Eine
Sichtung der sprachlichen Qualitäten der Texte ergab jedoch ein
anderes Bild. In fast allen Texten traten zahlreiche Fehler zutage. Dies war zu
erwarten gewesen, da einerseits die mündliche Kompetenz der Klasse zwar
zufriedenstellend ist, sie andererseits bei den schriftlichen Ausdrucksformen
doch deutliche Defizite hat. Für eine weitere Präsentation im
Internet konnte daher auf eine Korrekturphase nicht verzichtet werden. |
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(4) Korrekturphase
Neben der Erstellung des Posters hatte jede Gruppe die Aufgabe eine
schriftliche Ausarbeitung im Umfang von ca. 2 Seiten auf dem Computer mit einem
Textverarbeitungsprogramm (z.B. WORD) zu erstellen. Die Arbeiten sollten bis
nach den Weihnachtsferien auf Diskette gespeichert beim Lehrer abgegeben werden. Bei
einigen Gruppen waren Poster und Texte sehr eng miteinander verknüpft, bei
anderen Gruppen wiederum bestanden große Unterschiede. Fast allen
gemeinsam waren jedoch teilweise sehr zahlreiche Fehler, teils kleine Nachlässigkeiten,
teils gravierende sprachliche Fehler. Der Lehrer druckte die Texte von den
Disketten aus und korrigierte sie auf den Blättern. Neben der sprachlichen
Qualität der Texte wurden auch inhaltliche Qualitäten
bewertet. Die Schüler hatten die Aufgabe die korrigierten Fehler wieder
am Computer in ihren Originaltexten für die Überarbeitung ins
Internet-Format zu verbessern. |
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(5) Bearbeitung für das Internet.
Nachdem die Texte in einer brauchbaren Form vorlagen, konnten sie für
das Internet aufbereitet werden. Der Lehrer hatte dazu vor, eine Gruppe
interessierter Schüler der Klasse auf freiwilliger Basis im Rahmen der
ebenfalls von ihm geleiteten Internet-AG im Vorfeld in 5 Doppelstunden in die
Erstellung von Seiten mit einem HTML-Editor einzuführen. Diese sollten den
Teams bei der Überarbeitung der Texte ins HTML-Format Hilfestellung
leisten. Alle 28 Schüler der Klasse in die Nutzung eines Editors einzuführen
hätte den Stundenrahmen des Englisch Unterrichts gesprengt.
Aus diesem anfangs 5-köpfigen Team blieben jedoch nur zwei "bei
der Stange", so dass das Vorhaben aufgegeben werden musste.
Stattdessen bearbeiteten jeweils 3 Teams an 4 Nachmittagen die Seiten ins
HTML-Format auf. Diese Arbeit wurde teilweise von Mitgliedern der Internet-AG
betreut. Letzte Feinheiten wurden vom Lehrer noch überarbeitet.
Das
Projekt wurde im April 2002 abgeschlossen.
(6) Quellenproblematik
Für die Poster konnte natürlich auf Bilder aus dem Internet und
anderen Quellen zurückgegriffen werden, bei einer eigenen Publikation im
Internet muß hingegen das
Copyright solcher Quellen beachtet werden. Überschriften
wurden teilweise in Wordart von den Schülern gestaltet und als
'Bildschirmshot' über ein Grapikprogramm importiert, gespeichert und dann
in die Seiten montiert. Einige der Graphiken wurden vom Lehrer gestaltet. Aus
dem Internet "gezogene" Bilder waren daher in der Regel nicht nutzbar.
In einem Fall ließen sich die Schüler die Nutzung von Bildern von
einem Reiseveranstalter genehmigen. Meist musste auf eigene Photos zurückgegriffen
werden.
Sofern nicht anders angegeben sind
die Photos private Aufnahmen des Lehrers und von Kollegen. Diese unterliegen
nicht dem Copyright Dritter. Die Verwendung dieser Photos für schulische
Zwecke wird ausdrücklich gestattet, die kommerzielle Nutzung hingegen
untersagt. |
Klaus-Dieter Grüninger Erich-Kästner-Gymnasium April
2002
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