Landesbildungsserver Baden-Württemberg - Notebook-Projekt
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Notebook-Projekt:

Fächerübergreifender & mobiler Multimediaeinsatz

Homelearning durch Sprach- und Techniklernsoftware mit dem Notebook

Kurzbeschreibung

Im Rahmen des Englisch- u. Technologieunterrichts sollen Schüler der Fachschule für Technik (FTMKO2) (Vollzeitklasse, 2. Jahr) in den Fächern Englisch, Computer Aided Design (CAD), Dokumentation (DP) und Konstruktion (KON) zu Hause mit geeigneter MM-Software und gestelltem Notebook üben und lernen. Nach einer Einführungsphase von vier Wochen werden die Schüler mit ihren Notebooks eigenständig zu Hause Lern- und Arbeitsaufträge ausführen. Jede vierte Woche findet der Unterricht zur Überprüfung des Lernfortschritts, zur Hilfe­stellung und zur Stellung weiterer Aufgaben in der Schule statt. Je nach Evaluierung und je nach technischen Möglichkeiten wird die Lernersteue­rung und Erfolgskontrolle ab dem 2. Halbjahr online über eine E-mail Verbindung oder jeweilige Lerner-Homepage durchgeführt.

Schulart
Fachschule für Technik (FTMKO2), Vollzeitklasse, 2. Jahr

Schulname
Claude-Dornier-Schule Friedrichshafen,
88046 Friedrichshafen, Steinbeißstr. 26

E-Mail-Adresse der Schule
@CDS.FN.BW.Schule.de

Bewilligte Fördersumme
65.000.—DM

 

Verwendung für folgende Ausstattung/ Anschaffungen...
14 Multimedia Sprachlernprogramme mit Lernpaketen im Gesamtpreis von ca. 2500.--DM. 14 Office-Pakete zum Gesamtpreis von 798.—DM. Ca. 14 Konstruktions-Pakete zum Gesamtpreis von ca. 1500.--DM. 14 MM-Notebooks zum Preis von je ca. 4000.-- DM.

Beteiligte Fächer
Englisch (E), Computer Aided Design (CAD II), Dokumentation (DP) und Konstruktion (KON)

Lehrplanbezug
Vollständiger Lehrplanbezug hinsichtlich der obengenannten Fächer in der entsprechenden Klasse FTMKO2 (Lehrplanheft Reihe L Nr. 102; 8/1999

Schulische Organisationsform
Allg. Klassenunterricht, Pflichtveranstaltung

Stundenpool Regelunterricht: 3 Std. Englisch, 6 Std. CAD, KON. Ges. 9 Std

Projektdauer
Schuljahr 2000/2001; Modifizierung Softwarepakete (CallTech: fachbezogenes Englisch für technische Berufe wird integriert) Schuljahr 2001/200

Stundenbedarf
Ges. ca. 9 Std. /Woche Lehreraufwand;
3,5 Std. Schülerwochenstunde

Methodische Organisation – Lernformen
Homelearning als Einzelarbeit; Telelearning via Software offline und Website bcw. E-mail online
Troubleshooting im Plenum (Klassenverband

Beteiligte Klassen
Fachschule für Technik (FTMKO2); Vollzeitklasse, 2. Jahr; Eingangsvoraussetzung: Hauptschulabschluss und Facharbeiter

Abschluss:
Techniker und Fachhochschulreif

Beteiligte Schüler/ Schülerinnen
14, davon 1 Schülerin

Beteiligte Lehrer
Projektleiter: Dr. Werner Mayer (GSR)
Mitarbeiter: Stefan Oesterle (StR)

Ansprechpartner
Projektleiter: Dr. Werner Mayer (GSR)
Tel.: 07541-27451
E-Mail: Mayer@lbs.bw.schule.de

Eingesetzte Hardware
14 MM-fähige Notebooks mit integriertem Modem; Bildschirm 14,1" TFT, Intel 550 MHz Celeron; Arbeitsspeicher 128 MB; 8MB Grafikkarte; Festplatte 6 GB; int. Modem 56k V90; 24 CD-ROM, Mikrofon, Lautsprecher; Beamer

Notwendige Hardware
14 MM-fähige Notebooks mit integriertem Modem; Bildschirm 14,1" TFT, mindestens Intel 550 MHz Celeron; mindestens Arbeitsspeicher 128 MB; 8MB Grafikkarte; Festplatte 6 GB; internes Modem 56k V90; 24 CD-ROM, Mikrofon, Lautsprecher; Beamer

Eingesetzte Software Verwendete Software – Hinweis: Gibt es günstige Schullizenzen? Netzwerk­fähigkeit?

 

Räume zur Durchführung
Regulärer Klassenraum nur mit Tafel und OH, häusliches Arbeitszimmer.

 

Gesamtbetrachtung

2.1 Schülervoraussetzungen

Die Eingangsvoraussetzungen wie abgeschlossene Berufsausbildung, Hauptschulabschluss und Berufserfahrung von 1,5 Jahren sehen keine besonderen PC-Kenntnisse vor; daraus läßt sich ersehen, dass sowohl in der technischen Ausstattung, als auch beim Umgang mit dem PC eine sehr heterogene Gruppe zu nivellieren war. Die empirische Begleiterhebung zu Projektbeginn zeigte: 2/14 keinen eigenen PC; 3/14 keinen Internetzugang. Noch heterogener waren die Voraussetzungen im Fach Englisch, da die Schulabschlüsse vom Hauptschulabschluss (6/14), Realschulabschluss (7/14) bis zum Fachhochschulabschluss (1/14) reichten. Im Bereich Technik war die Lerngruppe homogener, da die Eingangsvoraussetzung "abgeschlossene Berufsausbildung im Berufsfeld Maschinenbau" einen gemeinsamen Kenntnisstand implizierte

2.1 Lehrplanvoraussetzungen

Der Lehrplan wird beim Homelearning-Projekt im Fach Englisch in folgenden Bereichen abgedeckt: Mündliche Kommunikation durch Sprachlernsoftware mit integrierter Spracherkennung in relevanten Themenbereichen wie Zahlungsverkehr, Reisen, Krankheit, Präsentieren, Umwelt etc.; Schriftliche Kommunikation durch das Beantworten von Fragen und Erstellen von relevanten, kurzen Texten.

Lesefertigkeit wird durch das laute Lesen und Analysieren von Texten trainiert, wobei der Lerner über Mikrofon aufgezeichnet wird und dann mit dem Native Speaker kontrastiert wird.

Grammatikalische Phänomene werden sowohl eingebettet im Textbereich, als auch gesondert mit einem Grammatikdrillprogramm berücksichtigt. Lexikalische Übungen ergeben sich bei der Lektioneinführung und dann implizit bei der jeweiligen Lektionsbearbeitung.

Im Fach Technik wird der Lehrplan im Bereich selbständiges Zeichnen und Berechnen von konstruktionstechnischen Aufgabenstellungen mit Lernsoftware und Tools abgedeckt. Der sichere und selbständige Umgang mit dem PC im On- und Offlinebetrieb gilt als implizites Lernziel.

Für alle Fächer wird das übergeordnete Richtziel "Befähigung zum selbständigen Lernen und erweitern der eigenen fachlichen und privaten Kompetenzen" abgedeckt.

Medienkompetenz wird zur Schlüsselqualifikation.

2.2 Erkenntnisse beim Telelearning

Englischlernen als Exempel
Da das Lernen von Fremdsprachen in einem Land, in dem die Fremdsprache nicht gesprochen wird, immer schon etwas Künstliches war, sind in diesem Lern­bereich schon früher die verschiedenste Medien erprobt worden (Sprachlabor, Video, Kas­settenrecorder, Bildplatte, Foliensätze und Printmedien aller Art). Hier bietet die Computeranimation einen optimalen Hintergrund, um einen Ausland­charakter mit seinen vielen Anforderungskombina­tionen zu simulieren wobei Multimedia lediglich die bereits bisher im Fremd­sprachenunterricht genutzten Medien in einem System mit direktem Zugriff vernetzt.

Außer den inhaltlichen Aspekten bietet der Einsatz kombinierter elektronischer Medien noch die Möglichkeit, den Schülern das eigenständige Planen von Lernin­halten nahezubringen was für eine lebenslange Weiter- und Fortbildung zuneh­mend wichtiger wird. Insbesondere in offenen Multimediaanwendungen oder gar bei der Informationssuche im Internet ist das Strukturieren der eigenen Lerninten­tion besonders wichtig, um dem "Lost in Cyberspace-Effekt" vorzubeugen, was bedeutet, dass man während des Lernvorgangs bzw. Informationsbeschaffungs­vorgangs vergißt, was man eigentlich lernen bzw. suchen wollte.

Die Klassische Sprachvermittlungsdidaktik, welche über die drei Phasen: 1. Sprach­aufnahme, 2. Sprachverarbeitung und 3. Sprachanwendung (jeweils un­tergliedert in mehrere Stufen) umgesetzt wird, wird beim Lernen mit Multimedia­anwendungen "aufgeweicht" auf den Kopf gestellt, da fließende Übergänge zwi­schen Präsentations-, Übungs- und Kommunikationsstufen stattfinden. Fremd­sprachen­lernen ähnelt mit Multimedia eher dem Lernen der Muttersprache.

Weiterhin machen sich die Schüler beim Lernen mit elektronischen Medien über das eigene Lernverhalten Gedanken, was der Effizienz ihrer Lernbemühungen langfristig besonders zuträglich ist. Auch wird die Angst vor dem Umgang mit dem Computer abgebaut und die Maschine als Mittel zum Zweck begriffen.

Computerkenntnisse werden beim Umgang mit fertigen Lernprogrammen kaum vermittelt, da sich die professionellen Programme (Browser wie Lernsoftware) einfach menügesteuert installie­ren lassen und über eine einfach zu handhabende Benutzeroberfläche verfügen.

Im Bereich "Vermittlung von Sprachstrukturen" wie Grammatik und Syntax ist es notwendig, die Zielgruppe Berufsschüler über konventionelle Medien wie Print­ware, Tafel und vor allem Buch in den Lernstoff einzuführen, da sämtliche im Schulversuch eingesetzten elektronischen Medien nur zur Vertiefung und Wie­derholung dieser Strukturen konzipiert sind. Es wäre sicher denkbar, dass sich der der englischen Sprache nicht kundige Lerner autodidaktisch mit Hilfe der einge­setzten elektronischen Medien die Englische Sprache erschließen könnte, dafür müßte er jedoch über hochentwickel­te Lernstrategien verfügen, deren Vermitt­lung nicht nur in tertiären, sondern auch in sekundären Schulsystemen zukünftig sicher eine bedeutende Rolle spielen wird. Die Fokusierung hierbei wird darauf zu richten sein, wie die kognitive Verarbeitung von stark bedeutungstragenden, we­niger bedeutungstragenden und irrelevanten Informationen sinnvoll gespeichert, selektioniert, neu strukturiert und im Gehirn bzw. auf technischen Speichermedien aktuell archiviert werden. Auch das Umsetzen des Gelernten (als Transferphase) kann von elektronischen Medien nur eingeschränkt geleistet werden, da das Fremdsprachensprechen in der realen Situation viel komplexer ist, als ein Pro­grammierer für Simulationen vorausberech­nen kann.

Ein ähnliches Problem besteht bei der Lernzielkontrolle (z.B. Klassenarbeiten) von Lerninhalten, die mit elektronischen Medien vermittelt werden, da sich die bisher gehandhabte Form der Lernzielkontrolle an der bisherigen Methodik der Inhalts­vermittlung orientierte. Deshalb sind neue Formen der Lernzielkontrollen für Lern­inhalte, welche über elektronische Medien vermittelt werden, zu entwic­keln. Im konkreten Fall war bei dem vorliegenden Projekt eine Lernzielkontrolle via E-Mail nicht möglich, da sich die Schüler untereinander vernetzen und austauschen konnten. Auch im Klassenzimmer bestand die Möglichkeit, dass sich die Schüler via Infrarotübertragung von PC zu PC verständigen konnten.

Bedingt durch die Möglichkeit der Binnendifferenzierung, d.h. unterschiedliche Schüler bearbeiten zur selben Zeit unterschiedliche Lernprogramme mit indivi­duel­ler Lerngeschwindigkeit und individuellem Schwierigkeitslevel an unterschiedlichen Lernorten, ist es unter Vorbehalt der oben genannten Aspekte mög­lich, effizienter den Stoff zu vermit­teln.

Die Akzeptanz der elektronischen Medien ist noch ungebrochen und die Ziel­gruppe arbeitet motivierter wie im konventionellen Unterricht, was der Kombina­tion von Education und Entertainment (Edutainment) zuzuschreiben ist.

 

2.3 Schlussbetrachtung

Bei der Gegenüberstellung der Ergebnisse der empirischen Begleiterhebung vor dem Projektbeginn und den Ergebnissen nach Projektabschluss zeigten sich folgende signifikanten Phänomene:1. Die Computernutzung wurde allgemein vielschichtiger d.h. mit dem PC wurde geschrieben, gezeichnet, gerechnet, gelernt, Informationen beschafft, Photos bearbeitet oder gar komponiert (Computerspielen wurde eine Randerscheinung). 2. Die Selbsteinschätzung bzgl. PC-Fertigkeit wanderte vom Bereich "einfacher User" in den Bereich "geübter Anwender". 3. Die Selbsteinschätzungswerte "Englischkenntnisse" wanderten signifikant von dem Bereich "ausreichend-mittel" in den Bereich "mittel" (kann vom Autor als Fachlehrer und Prüfer bestätigt werden). 4. Die Selbsteinschätzungswerte "Technikkenntnisse" wanderten signifikant von dem Bereich "mittel" in den Bereich "mittel-sehr gut" (kann auf Grund der Prüfungsergebnisse bestätigt werden). 5. Die Akzeptanz von Telelearning im Fach Englisch war signifikant groß (sehr gut 5/14; gut 8/14; abgelehnt 1/14. 6. Die Akzeptanz von Telelearning im Fach Technik war ebenfalls signifikant groß (sehr gut 6/14; gut 7/14; abgelehnt 1/14, wobei die Bewertungen für Technik und Englisch nicht korrelierten.

3. Anlage

Beschreibung der eingesetzten Englisch-Lernprogramme

3.1 Programmcharakteristik TELOS - Dublin Encounters

Programmname:

TELOS Language Partner, (TLP)
Dublin Encounters

Fachgebiete:
Englisch; Französisch

Thema:
Dialog-, Grammatik-, Vokabeltrainer;
Text-, Bild-, Videoanalyse

Zielgruppe:
Sekundarstufe I und II; "Wirtschafts- und Reiseenglisch"

Begleitmaterial:
Handbuch, individuelle Lerninhalte auf CD-ROM

 

Preis: Einzel- Klassen-, Schullizenz

je nach Verwendung und Umfang auf Anfrage, Einzelplatz 70.—DM

Datenträger:
CD-ROM, netzfähig

Hardware-Anforderung:

ab Win 95, SVGA, Pentium 75 MHz, 32 MB RAM, 20 MB Festplatte, CD-Rom 8 x speed, SoundBlaster-compatible Sound­card, Headset,

Vertrieb

Steinbeis-Transferzentrum für "Sprachtraining und Kommunikation"; Universität Tübingen, Wilhelmstr. 50,

D-72074 TÜ; Tel.: 07071-2972377;

Fax 07071-295079;

e-Mail: info@linguaplan.de;

 

Erscheinungsjahr: 1999

 

Programmtyp

Übungs- und Lernprogramm

 

2. Kurzbeschreibung des Programms

TELOS Language Partner (TLP) ist eine multimediale Sprachlernanwendung, die in­teraktive Selbstlernaktivitäten mit programmierfreien Autorenfunktionen verbindet. TLP unterstützt video-, dialog- und textbezogene Verstehens- und Produktionsübungen sowie vielfältige grammatische und lexikalische Übungsformate (Modularität).

Tutoren können im jederzeit wählbaren, mit einem Passwort versehenen, Editiermodus bestehende Übungen verändern und ergänzen oder mit Hilfe von Multimedia-Schablo­nen eigene Lernpakete erstellen (Adaptierbarkeit). Lerner können TLP benutzen, um im Rahmen unterrichtsgestützter explorierender Übungsaktivitäten eigene Übungen und ein eigenes Wörterbuch zu erstellen.

Die Lerninhalte sind auf speziellen CD-Roms (TELOS Dialogue Situations) als adap­tierbares Basispaket zu beziehen. TLP ermöglicht somit die multimediale Aufarbeitung von Sprachlernmaterialien, die als Lehrbücher, Audiokassetten, Videos oder anderer MM-Produkte (z.B. Dublin Encounters) bereits vorliegen. Die Lerninhalte von Dublin Encouters sind: sich vorstellen; ins Hotel einchecken; essen im Restaurant; nach dem Weg fragen; ein Auto mieten, Verhalten bei einem Verkehrsunfall, einkaufen.

 

Programmtechnische Charakteristik

Das MM-Lernprogramm Dublin Encounters ist auch ohne TLP (mit Hilfe des mitgelie­ferten Programms Picture Viewer) einsetzbar und netzwerkfähig, kann aber auch ein­zeln pro­blemlos auf die Rechner installiert werden. Das Programm ist selbsterklärend und be­darf sowohl für die Installation, als auch für die Bearbeitung keiner besonderer EDV Kenntnisse. Zur Handhabung aller Editiermöglichkeiten sind jedoch fortgeschrit­tene PC-Kenntnisse nötig (z.B. verknüpfen von verschiedenen Sounddateien mit ver­schiedenen Textdateien oder Videodateien, Umgang mit Soundmixer etc.) Das Pro­gramm ist stabil gegenüber Abstürzen und gegenüber Falschein­gaben. Fehleingaben können jederzeit korrigiert werden. Die Übungen können einzeln, nicht nur als screen shot, gedruckt werden, was der Erstellung von Arbeitsblättern und Folien zur Stoffsi­cherung entgegenkommt. Das Programm ist ein MM-Produkt auf hohem Niveau, was jedoch eine entsprechende Hardware voraussetzt.

Methodisch didaktische Begutachtung

Das MM-Lernpaket TLP ist ein tutorielles Programm; Dublin Encounters kann jedoch auch ohne Editierfähigkeit und somit ohne TLP eingesetzt werden. Es könnte durchaus zum autodidaktischen Fremdsprachenerwerb ein­ge­setzt werden, jedoch nur für Schüler mit hochentwickelten Lernstrategien, wie z.B. Schüler, die bereits eine Fremd­sprache gelernt haben. Das Programm ist selbsterklä­rend und das mit­gelieferte Handbuch dokumentiert die ver­schiedenen Programmvari­anten aus­führ­lich. Das Programm spei­chert End- und Zwischener­gebnisse unter dem jeweili­gen Passwort. Im Schulunterricht hat dies den Vorteil, dass verschiedenste Schüler am selben Compu­terarbeitsplatz mit diesem Programm unter ihrem jewei­ligen Passwort arbeiten können und für jeden Schüler unter des­sen Passwort eine eigene Datei angelegt wird. Die Hilfestellungen differenzieren (wenn vom Editor beabsichtigt) zwischen un­terschiedlichen Fehlern. Ein Ler­ner-Modul in dem Sinn, dass ein spe­zifisches Lei­stungsprofil mit entsprechend modi­fizierten Aufgaben erstellt wird, leistet das Pro­gramm jedoch nicht.

Das Programm ist linear und bietet keine Verzweigungen in Abhängigkeit von der Ler­nerleistung. Verzweigungen kann der Schüler jedoch selbst vornehmen.

Über Hyperverknüpfungen können Lerner von Texten, Dialogen oder Videos direkt auf grammatikalische, lexikalische, pragmatische und landeskundliche Erläuterungen oder entsprechende Übungen zugreifen.

Im Bearbeitungsmodus stehen folgende MM-Schablonen zur Lernprogrammgestaltung zur Verfügung: 1. Dialogschablonen mit kleinen Portraits der Sprecher mit Situations­bildern und Sprechblasen. 2. Videoschablonen zum Abspielen von Videoclips, die durch Transkripte und deren Übersetzungen unterstützt werden (nicht in Dublin En­counters). 3. Textschablonen mit oder ohne Bild für Hör- und Textverstehensübungen sowie für mündliche und schriftliche Produktionsübungen unterschiedlichster Art: z.B. Schreiben von Briefen und Berichten, Übersetzungen, Beantwortung von Fragen etc.. 4. Eine Lückenschablone, die sich für Lücken mit freien Antwortmöglichkeiten und freier Texteingabe sowie "Cloze"-Übungen" ebenso verwenden läßt wie für Umformu­lierungsaufgaben zur Bildung von Sätzen aus einzelnen Elementen. 5. Eine Schablone für Drag&Drop-Übungen (fertige Antworten sind einzufügen) sowie 6. Schablonen für lexikalische, grammatikalische, pragmatische oder landeskundliche Erläuterungen.

Ein Ar­beitsdurchgang für eine einzelne Dialogue-Übung dauert mit den Wiederho­lungen für die falschen Eingaben ca. 10 Minuten, je nach Bearbeitungsgeschwin­digkeit und Fehlerquote und den damit zu­sammenhän­genden Wiederholungsdurch­gängen. Die einzelnen Übungen sind unter lernpsychologischen Erkenntnisse entspre­chen kurz gehalten um einem gewünschten Behaltensaspekt zu entsprechen; ebenfalls ist das jeweilige Layout lernpsychologisch begründet (z.B. wenig Text zu großem Bild, keine multimediale Überfrachtung und Reizüberflutung etc.).

Die gesamte Leistung der Software ist nicht durch Print­medien ersetz­bar. Die im Schul­versuch eingesetzten Übungen sind kontextbezogen, situa­tiv und alters­gemäß. Alle vier "Skills" werden durch das Programm gefor­dert.

Empfehlung:

Einsatz im Unterricht für alle Schularten ab Beginn der Mittelstufe (zum Selbststudium werden eigenständige Lernstrategien vorausgesetzt bzw. sind parallel zu vermitteln).

Im Internet als Tele-Teaching MM-Programm einsetzbar (www. linguaplan.de).

Dublin Encounter ist für alle Altersgruppen ideal hinsichtlich der Vorbereitung auf einen kurzen Auslandsaufenthalt im Land der Zielsprache.

 

3.2 Programmcharakteristik

SPRECHEN WIR ENGLISCH – Version 7.0

Programmname: SPRECHEN WIR ENGLISCH – Version 7.0

Fachgebiet: Englisch

Thema: Dialog-, Grammatik-, Vokabeltrainer,

Text-, Bild-, Videoanalyse, Spracherkennung

Zielgruppe: autodidaktische Lerner

Begleitmaterial:

Handbuch, Arbeitsbuch, Lerninhalte auf CD-ROM

Preis: Einzel- Klassen-, Schullizenz

EL: 98.--DM; je nach Verwendung auf Anfrage

Datenträger:

CD-ROM, netzfähig auf win NT

Hardware-Anforderung:

ab Win 3.11, SVGA, 486 DX33 MHz, 4 MB RAM, 10 MB Festplatte, CD-Rom 2 x speed, SoundBlaster-compatible Soundcard, Headset,

Vertrieb:

Fa. tewi Verlag, Riesstr. 25, 80992 München

Erscheinungsjahr: 2000

Programmtyp

Übungs- und Lernprogramm

Empfehlung

Das Programm ist ideal für Anfänger und Fortgeschrittene mit Grundkenntnissen der englischen Sprache zum autodidakti­schen Lernen, da es sehr stark auf das begleitende Arbeitsbuch ab­gestimmt ist. Es ist somit ein abge­schlossener Englischkurs für sich und für den schu­lischen Einsatz nur im Rahmen von Homelearning geeignet.

 

3.3 Programmcharakteristik Green Line 4

Programmname: Green Line 4

Fachgebiet: Englisch

Thema: Grammatiktrainer

Zielgruppe: BFS

Begleitmaterial: Schulbuch (excl.), Handbuch

Preis: Einzel- Klassen-, Schullizenz: EL: 99.--DM, KL, SL auf Anfrage

Datenträger: CD-ROM, netzfähig

Hardware-Anforderung: ab Win 3.1, VGA, 8 MB RAM, 14 MB Festplatte, Soundkarte, Headset,

Vertrieb: Heureka-Klett, PF 106016, 70049 Stuttgart

Erscheinungsjahr: 1999

Programmtyp: Übungs- und Lernprogramm

Kurzbeschreibung des Programms

Das Grammatikprogramm Green Line 4, welches schulbuchbegleitend für das Gymna­sium Klasse 4 konzipiert wurde, was ca. dem zweiten Halbjahr der 2-jährigen Berufs­fachschule entspricht, besteht aus ver­schiedenen Modulen mit unterschiedli­chen In­halten und Schwerpunkten.

Nach dem Programmeinstieg über ein persönliches Passwort ist eine Lektion mit der spezifischen Grammatikübung anzuwählen. Für die Demonstration wurde Green Line 4 mit der Übung "Good News", eine Übung zu "Reported Speech" aus der Unit 24, A, a, aus­gewählt. Diese Übung ist als Lückentext erstellt, wobei die gesamte "Indirekte Re­de" durch vollständi­ges Ausschreiben der Wörter eingesetzt werden muß. Wird der jeweilige Satz richtig vervollständigt, wird dies durch ein Fabelwesen mitgeteilt. Nach dem Drücken der Returntaste erscheint der nächste Satz. Ist der Schüler nicht in der Lage, die Aufgabe zu lösen, kann er über entsprechende Buttons einen Tip in der Form abrufen, dass die Anfangsbuchstaben der einzu­setzenden Lösungswörter erscheinen. Genügt dieser Hinweis noch nicht, werden durch nochmaliges Aktivieren des Buttons weitere Buchstaben als Hilfe eingefügt. Beim drit­ten Mal aktivieren erscheint die voll­ständige Lösung. Wird eine Lösung nicht beim ersten Versuch, sondern erst beim zweiten Versuch richtig er­zielt, erscheint ein roter Punkt. Wenn drei mal Hilfe angefor­dert wird, erscheint die richtige Lösung und der Hinweis "Bitte mer­ken!". Wurde trotz mehrerer Versuche immer noch eine falsche Lösung eingegeben, erscheint automa­tisch die richtige Lösung zusammen mit einem akusti­schen Signal.

Bei gravierenden Fehlern erscheint während der Bearbeitung ein Hinweistext und eine Verzweigung zum Grammatikregel-Modul, d.h. die Eingabevarianten werden differen­ziert ausgewertet und ein fehlerspezifischer Hinweis wird vom Programm erstellt. Eine weitere Hilfemöglichkeit ist das Abrufen der je­weiligen Regel mit Bei­spielsätzen durch den entsprechenden Button. Alle Hinweise werden wahl­weise in englischer oder deutscher Sprache erteilt. Unbekannte Wörter im Text können markiert und über das Lexikon nachgeschlagen werden. Weiterhin können auch Vokabeln, die nicht direkt im Text vorkommen, über das programminterne Lexikon nachgeschlagen werden. Die ausgewählten Wörter kann man sich akustisch vorsprechen lassen. Im Inhaltsverzeichnis des Programms werden die bearbeiteten Lektionen mit Farbsymbo­len, je nach dem, wie korrekt bereits die Bear­beitung vorgenommen wurde, gekenn­zeichnet. Der Lerninhalt ist lernziel­übergrei­fend.

Programmtechnische Charakteristik

Das Grammatikprogramm Green Line 4 ist netzwerkfähig, kann aber auch einzeln pro­blemlos auf die Rechner installiert werden. Das Programm ist selbsterklärend und be­darf weder für die Installation, als auch für die Bearbeitung keiner besonderer EDV Kenntnisse. Das Programm ist stabil gegenüber Abstürzen und gegenüber Falschein­gaben. Fehleingaben können jederzeit korrigiert werden. Die Übungen können einzeln, nicht nur als screen shot, gedruckt werden, was der Erstellung von Arbeitsblätter und Folien entgegenkommt. Die akustischen und grafischen Animationen sind bescheiden, was jedoch einfachen Hardwarevoraussetzungen entgegenkommt.

Methodisch didaktische Begutachtung

Green Line 4 ist ein semi-tutorielles Programm, d.h. es könnte durchaus zusam­men mit dem Schulbuch "Green Line" zum autodidaktischen Fremdsprachenerwerb ein­ge­setzt werden, jedoch nur für Schüler mit hochentwickelten Lernstrategien, wie z.B. Schüler, die bereits eine Fremdsprache gelernt haben. Das Programm ist selbsterklä­rend und das mit­gelieferte Handbuch dokumentiert die ver­schiedenen Programmvari­anten aus­führ­lich. Der Schüler muß zum Start sein Passwort einge­ben und kann dann immer unter diesem Passwort seine be­reits absolvierten Übun­gen und Ergeb­nisse über­prü­fen. Das Programm spei­chert End- und Zwischener­gebnisse unter dem jeweili­gen Passwort. Die Hilfestellungen differenzieren zwischen un­terschiedlichen Fehlern. Ein Ler­ner-Modul in dem Sinn, dass ein spe­zifisches Lei­stungsprofil mit entsprechend modi­fizierten Aufgaben erstellt wird, leistet das Pro­gramm jedoch nicht.

Das Programm ist linear und bietet keine Verzweigungen in Abhängigkeit von der Ler­nerleistung. Verzweigungen kann der Schüler jedoch selbst vornehmen. Ein Feedback erscheint nur im Übungsmodus. Im Testmodus gibt es keine Hilfen.

Der Selbststeuerungsgrad des Programms ist als hoch zu beurteilen, da der Schüler den Ablauf und die Verzweigungsrichtung selbst be­einflussen kann. Es ist ein Rücksprung oder ein Überspringen von Programmteilen möglich. Die Didakti­sie­rung des Programms kann ebenfalls als hoch beurteilt werden, da die Programmschritte klein dimensioniert und die Hintergrundhilfen genügend pro­zessbezogen konzipiert sind. Die gesamte Leistung der Software ist nicht durch Print­medien ersetz­bar. Die Übungen sind kontextbezogen, situativ und altersgemäß. Von den vier "Skills" wird vom Programm Hören, Lesen und Schreiben gefor­dert. Es ist empfehlenswert, wenn die Schüler bei der Bearbeitung jeweils leise den Text sprechen.

Empfehlung:

Einsatz im Unterricht für folgende Schularten: Englischunterricht an

2-jährigen Berufsfachschulen, 2. Jahr (2BFS2), 2. Halbjahr;

Gymnasium Klasse 8/9 (4.-5. Jahr Englisch)

Realschule Klasse 9

Fachschule mit Abschluss Fachhochschulreife

TG Klasse 11 (Refresher-Course)

 

 

 

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