Lien de la semaine
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1 jour 1 actu ist eine Seite für Kinder, Jugendliche und ihre Lehrer, die jeden Tag eine neue aktuelle Information bereithält. Die von Fachjournalisten adaptierten Materialien aus der ganzen Welt -
Monde oder aus
Frankreich bieten interessante Einblicke in
Culture,
Science,
Sport sowie Besonderheiten unter den Rubriken
Insolite oder
Planète.
Espace enseignants richtet sich direkt mit vielen
Dossiers und Arbeitsblättern an die Lehrer.
-Dies ist ein "Lien" des
Hamburger Bildungsservers im Rahmen des Kooperationsprojekts Französisch: "Lien de la semaine".-
(10.2.12)
Als Antwort auf die 60 Verpflichtungen des
sozialistischen Präsidentschaftskandidaten Hollande (
Kritik daran von A. Duhamel) gab der französische Präsident und noch inoffizielle Präsidentschaftskandidat Sarkozy sechs Fernsehsendern gleichzeitig eines seiner "
interview[s] en majesté à l’Elysée", um die
Schwerpunkte seiner künftigen Politik darzustellen. Darunter befinden sich die
TVA sociale (Erhöhung der Mehrwertsteuer -
taxe sur la valeur ajoutée -, um die Unternehmen bei den Sozialabgaben zu entlasten und so ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken), die Abschaffung der
35-Stunden-Woche und die Einführung einer
Finanztransaktionssteuer; s.
weitere Themen und
Politiker-Reaktionen. Sarkozy berief sich explizit auf
Ex-Kanzler Schröder und auf das "deutsche Modell", wobei grundlegende Differenzen wie die zum Thema
Transaktionssteuer nicht zu stören scheinen. Vorher schon war vom
couple Merkozy im Zusammenhang mit der europäischen Finanzkrise die Rede. Ob die von Sarkozy zitierten Beispiele zutreffen, analysieren
OWNI und der
Nouvel Observateur.
Der Sozialist
Montebourg hingegen glaubt: "Vouloir exporter le modèle allemand, c'est vouloir ruiner toute l'Europe".
Noch vor wenigen Jahren hatte Sarkozy
Deutschland als Land der Endlösung und des Völkermords Frankreich als Land der Erfindung der Menschenrechte einander gegenübergestellt. (Video
Sarko insulte l'Allemagne, mit deutschen Untertiteln).
Gründe für die neue Germanophilie Sarkozys findet Françoise Fressoz: Er wolle sich als Gegner des Protektionismus positionieren, das positive Image Deutschlands in der französischen öffentlichen Meinung ausnutzen und die oppositionellen Sozialisten und ihren Kandidaten Hollande vorführen.
Nicht ohne Ironie reagiert die Öffentlichkeit: Auf Deutsch betitelt Libération ein Video
Sarkozy liebt das deutsche Modell, das die entsprechenden Passagen seines Interviews aneinanderreiht. In der Karikatur "Consommer français, mais penser allemand" von
Louison bleibt vom "Consommer français" nicht viel übrig: Ironischerweise hält Sarkozy einen deutschen Bierkrug in der Hand. Der Figaro erklärt seinen Lesern in aller Breite eine deutsche
Dinner for one-Parodie, in der Sarkozy den Diener spielt.
(1..2.12)
Der Präsidentschaftswahlkampf wird von den Medien auch genutzt, um ein Bild der aktuellen französischen Gesellschaft und der Aspirationen der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und Schichten zu zeichnen. So Le Monde im Dossier
Made in France 2.0: Journalisten berichten regelmäßig aus acht Gemeinden und Stadtvierteln. Ähnliches machen Libération im Dossier
Vu de... und Le Parisien in
Notre tour de France.
(25.1.12)
Bereits bei den
Filmfestspielen in Cannes konnte
Jean Dujardin den Preis für die beste männliche Hauptrolle abstauben. Dann wurde der Stumm- und Schwarz-Weiß-Film
The Artist (
Trailer) auch noch in sechs Kategorien für den Golden Globe nominiert (u. a. bestes Drehbuch und beste Regie) und konnte in drei Bereichen (beste Komödie, bester Soundtrack und bester männlicher Hauptdarsteller) auch die
Jury überzeugen. Seit nun bald acht Jahren kämpft der Regisseur
Michel Hazanavicius für die Umsetzung seines gewagten Projekts. Der dem französischen Kino- und Fernsehpublikum (
Biographie mit Filmausschnitten) bereits wohlbekannte Jean Dujardin (hier bei seiner
Dankesrede am 16. Januar 2012) erobert nun die Herzen des US-amerikanischen Publikums. Demnächst geht es Richtung Großbritannien: Dort ist The Artist
zwölf Mal für die Bafta nominiert und damit der große Favorit des diesjährigen britischen Film- und Fernsehpreises. Jean Dujardin gibt im
Interview zu, auch den Oscar-Verleihungen im Februar entgegenzufiebern. Das Wochenmagazin Le Nouvel Observateur findet drei essentielle
Gründe für den unerwartet großen Erfolg des Retro-Streifens. Noch nie hat ein französischer Film derart gut bei den Golden Globes abgeschnitten. In einer Fotoshow stellt Le Nouvel Observateur die
größten US-Erfolge des hexagonalen Kinos zusammen.
-Dies ist ein "Lien" des
Hessischen Bildungsservers im Rahmen des Kooperationsprojekts Französisch: "Lien de la semaine".-
(18.1.12)
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| Jeanne d'Arc-Statue in Vaucouleurs. Source : (Domaine public) |
Es gibt in Frankreich ca. 20 000
Jeanne d'Arc gehört zu den
Zum 600. Geburtstag der "pucelle" wollte Staatspräsident
Sollte allerdings der Regisseur
Empfehlenswerte Links:
- Geschichte Jeanne d'Arcs bei
Le Monde und
Wikipédia.
Geschichte der Interpetationen (Wikipédia)
Interpetationen in jüngster Zeit (Le Monde)- Sarkozy und Jeanne d'Arc:
Bericht (Le Figaro); sprachlich etwas leichter beim
Nouvel Observateur; und
Analyse (Libération) - Viele
Bilder zu Jeanne d'Arc bei Wikimedia Commons, viele
Medaillen
« Pendant sept jours, tout était permis… ». So oder ähnlich fangen die Petites
Histoires an, die
Arte auf seiner Seite anbietet. Passend zur Jahreszeit kann man sich über « La petite histoire ... de la
galette des rois »
informieren, über die « petite histoire... de
la Vache qui rit »
schmunzeln oder «
La petite histoire... de l’huître » goutieren. Aber nicht nur die Geschichte kulinarischer Spezialitäten wird angeboten. Aus Alltagsgegenständen wie
ampoule,
savon de Marseille oder
sèche-cheveux werden interessante Objekte der Begierde, indem ihre Geschichte erzählt wird. Alle rund 70 Geschichten sind mit einem Foto, einem empfohlenen Buch zum Thema und einem weiterführenden Link ausgestattet.
(5.1.12)
-Dies ist ein "Lien" des
Hamburger Bildungsservers im Rahmen des Kooperationsprojekts Französisch: "Lien de la semaine".-
Ausführliche Informationen über
Sylvester in Frankreich und anderswo liefert Tête à modeler, ebenso wie über das Herstellen von
Glückwunschkarten. Eine wichtige Rolle spielt das Festessen an Sylvester:
Le réveillon de la Saint-Sylvestre.
Restaurants z.B. werben mit "Open bulles à volonte pendant 4H" (Gratis-Champagner), und warum nicht einmal die Gänge eines
Menüs
mit Hilfe eines Wörterbuchs und der Google-Bildersuche plastisch vor Augen führen? Über die Bedeutung des Mistelzweigs informiert Wikipédia (Abschnitte
Histoire et mythologie und
Traditions). Dekorationen und Ähnliches (cotillons) zeigt z.B.
Fêtes-par-fêtes; s. auch eine spannende
Histoire du serpentin.
Über
Neujahr - in der Revolutionszeit kurzzeitig auf den Herbst verlegt (Jour de
vendémiaire) - informiert ebenfalls Tête à modeler.
(21.12.11)
Die franko-norwegische Europaabgeordnete, frühere engagierte Richterin und aktuelle Präsidentschaftskandidatin der Partei EELV (
Europe Écologie Les Verts),
Eva Joly (
offizielle Website), hat in einem
Video vehement die "Akzente", die man in Frankreich hört, humorvoll verteidigt. Sie spricht von der "Attraktivität" der französischen Sprache (Tut doch mal richtig gut!) und sie scheut sich auch nicht, eine Liebeserklärung an Frankreich mitzuliefern - mit Charles Trenets Chanson "Douce France" aus dem Jahre 1943 (
Clip,
Text; und ja,
Carla Bruni-Sarkozy singt es auf Italienisch) und der Devise der Republik "Liberté, égalité, fraternité"; s. die teilweise
Erklärung des Videoinhalts bei France Soir.
Hintergrund ist ein Angriff des Schriftstellers Patrick Besson auf Jolys Akzent in Form eines
Pastiche in der Wochenzeitschrift Le Point:
Zalut la Vranze, eine angebliche erste Rede der Präsidentin Joly, nach dem ebenso angeblichen Tod aller anderen Präsidentschaftskandidaten. Dabei vertauscht Besson systematisch stimmhafte und stimmlose Konsonanten, was wohl eher auf einen
"sabir alsaco-allemand" hinweist - schon
Balzac gab so den Akzent des Barons de Nucingen wieder. Schwer zu lesen, aber es gibt eine
Umwandlung in korrektes Französisch.
A propos: Die Zeitung Libération roch ein paar Tage vorher, im Zusammenhang mit der Diskussion über die von Kanzlerin Merkel verlangten Haushaltsdisziplin der EU-Länder,
des relents de germanophobie", damals bei Politikern der Linken statt auf der Rechten. Die rechtsextreme Nationale Front ist allerdings beide Male dabei.
Wie unterschiedlich der deutsche und andere
Akzente in Frankreich empfunden werden, darüber informiert kurz der Linguist Philippe Boula de Mareüil.
Die
Reaktionen Eva
Jolys und vieler anderer waren heftig, die Bewertungen von Bressons Artikel schwanken zwischen
"Rassismus",
"Diktatur des Political correct" und "Humor" Bessons, so Franz-Olivier
Giesbert, Directeur des "Point" oder
"Humorlosigkeit". Das Thema soll in den Medien sogar die Klimakonferenz in Durban vom
ersten Platz verdrängt haben. P. Besson versuchte eine Antwort mit
"Mes accents préférés" - ein missglücktes
"Mea culpa"?
Die Diskussion um Besson Artikel dürfte allerdings wohl kaum reichen, um den
Wahlkampf der Kandidatin Joly zu befeuern.
(14.12.11)
Der
Canal Académie des FLE-Instituts Cavilam bietet zahlreiche Podcasts zu unterschiedlichen Themen. Die Audiomedien liegen auch in verschriftlicher Form vor und werden durch pädagogisches Material begleitet.
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Hessischen Bildungsservers im Rahmen des Kooperationsprojekts Französisch: "Lien de la semaine".-
(12.12.11)
Die beliebte Kulturseite der französischen Jugendlichen: Die Unterseiten sind der Musik, Mode, Schönheit, Büchern, Fernsehserien, dem Film, Videospielen etc. gewidmet. Auf
Scène française kann man Informationen über
Artistes und ihre
Albums abrufen, die neuesten
Clips und
Paroles vieler Lieder,
Interviews und Termine der
Concerts ansehen. Mit einem Klick erreicht man 8 verschiedene französische Musik-Radiosender. Über den Link
Livres kommt man zu den
Personnalités littéraires ,
Dossiers und
Genres littéraires wie z.B.
Bandes dessinées.
Ciné bietet
Trailers ,
Dossiers und eine reiche Sammlung an Informationen zu verschiedenen
Films.
-Dies ist ein "Lien" des
Hamburger Bildungsservers im Rahmen des Kooperationsprojekts Französisch: "Lien de la semaine".-
(1.12.11)
In der Schule
Grand méchant loup (deutsche Version:
Böser Wolf) erzählen Schüler in einfacher Form über ihre Realität als junge Europäer. Die Kinderreporter haben Artikel, Interviews, Umfragen, Reportagen, Spiele und Kurzfilme sowohl in deutscher als auch in französischer Sprache im Angebot. Der Böse Wolf lädt zum Dialog mit anderen Schulklassen, mit anderen Ländern und zum Mitmachen auf seinen Internet-Plattformen ein. Ziel der Kinderseite ist es, möglichst viele Kinder und Jugendliche dazu anregen, sich durch Kreativität und Mitmachen nicht mehr vor dem Bösen Wolf, vor fremden Kulturen und Europa zu fürchten. Ihre Arbeit brachte den Kinderreportern viel Anerkennung und etliche
Auszeichnungen, z. B. das Qualitätssiegel
Erfurter Netcode für herausragende Internetangebote für Kinder. Aktuell bieten sie, z.T. schon für die Grundschule geeignet, auf ihrer
Adventsseite ein Quiz und ein Puzzle, Lieder, eine Rundfunksendung über Weihnachten in Deutschland und Frankreich, Rezepte und die Möglichkeit, eine Online-Postkarte zum Advent oder zu Weihnachten an Freunde und Familie zu verschicken.
(30.11.11)
LearningApps.org ist eine Web 2.0-Anwendung zur Unterstützung von Lern- und Lehrprozessen mit kleinen interaktiven, multimedialen Bausteinen. Bestehende Bausteine können direkt in Unterrichtseinheiten eingebunden, aber auch mit Hife von Vorlagen von Lehrkräften und SchülerInnen selbst online erstellt oder verändert werden. Die wiederverwendbaren Bausteine werden öffentlich zur Verfügung gestellt und sind über eine Suchfunktion abrufbar. Ein
Tutorial und ein Video führen in die Benutzung ein. So kann man multimediale Zuordnungsübungen, Beschriftungen und Kommentierungen von Grafiken, Ton- und Filmobjekten erstellen, beispielsweise Lückenaudios oder Zuordnungsübungen zwischen Video- und Tonsequenzen. Über Autorenwerkzeuge wie
HotPotatoes hinaus bietet es Werkzeuge, die im Unterricht für die web-basierte Zusammenarbeit und Kommunikation in Echtzeit eingesetzt werden können, etwa eine multimediale Pinwand als Diskussionsforum oder ein Chat-Werkzeug. Die Lerneinheiten werden dabei in einem Wiki, Blog, einer Lernplattform wie Moodle oder einer eigenen unterrichtsbegleitenden Website (z.B. erstellt mit
Weebly) eingebettet.
(23.11.11)
Vielleicht verstehen die Franzosen ja nicht die auffordernde Ironie dieses Slogans der Kritiker der Wirtschafts- und Finanzpolitik, die sie mit Kreide unter die Arche de la Défense geschrieben haben. Jedenfalls scheint der Zuspruch zu dieser weltweiten Bewegung der "Indignés" in Frankreich begrenzt zu sein. Die Ordnungskräfte haben leichtes Spiel mit den
"Besetzern" im Geschäftsviertel La Défense: Les «indignés» tentent de s'installer à la Défense (
Video, 3 Min.) - und werden wieder von dort vertrieben (
Fotos bei Le Monde,
Video beim Defense-92.fr,
Bericht des Nouvel Observateur).
Die ersten "Indignés" hatten wegen der Symbolik die
Place de la Bastille zum Ort ihres ersten Zeltlagers für ihre
insurrection civique et pacifique erkoren, was aber
von der Polizei mit Tränengas verhindert wurde.
Dossiers findet man z.B. beim
Figaro, bei
Libération; s. auch Suchergebnisse beim
Nouvel Observateur und
Express. Bei graphism.fr gibt es auch eine Bastelanleitung für die
ANONYMOUS-Maske des
Guy Fawkes...
Warum ist die Bewegung in Frankreich im Vergleich zu Spanien oder Griechenland (und erst recht zu Ägypten) so schwach? Zwar drücken die Aktivisten ein
generelles Misstrauen gegenüber der etablierten Politik aus (Jean-Marie Donégani), aber sie spüren selbst einen Rechtfertigungsdruck (
Nous ne sommes pas chômeurs ou fainéants). Für Bruno Cautres sind die
wirtschaftliche Probleme Frankreichs geringer. Junge Leute in Nordeuropa blicken optimistischer in ihre Zukunft, so
Olivier Ferrand und
Monique Dagnaud. Für
Eric Agrikoliansky wirkt auch das energische Vorgehen der Polizei abschreckend - s. o. das Video dés Figaro -, und es fehlt den Protestierern an Organisation, Erfahrung und Ressourcen.
Für
Caroline Bruneau sind Globalisierungskritiker auch in den etablierten Parteien deutlich sichtbar, laut
Michel Wieviorka sind die Regierungen dieser Länder diskreditiert, während in Frankreich Populisten von Rechts und Links den sozialen Protest kanalisieren und man auf eine politische Alternative bei der Präsidentschaftswahl 2012 setzt.
S. auch unseren Lien de la semaine
Indignez-vous ! von Stéphane Hessel vom Januar 2011
(16.11.11)
Der amerikanische Starregisseur (und Offizier der Ehrenlegion)
Steven Spielberg hat Tintin-Comicbände zu dem Spielfilm
"Les aventures de Tintin : Le Secret de La Licorne" umgearbeitet; s.
Filmkritiken. Es herrschte riesiger Andrang schon bei der
Avant-Première in Brüssel und bei den
ersten Vorführungen in Frankreich, um die Abenteuer des Jungen Tintin (Tim) mit der Haartolle (la houppette) und seines Hundes Milou (Struppi) zu sehen.
"Tintin plus fort que Harry Potter?", freut sich der Figaro. Offenbar hat es der Beliebtheit Tintins nicht geschadet, dass es gegen den Band "Tintin au Congo" einen
Prozess wegen Rassismus gab und er als
homosexuell geoutet wurde - oder ist er doch nur ein "asexuelles"
Kind?
Für den Unterricht (Videos, Texte, Bilder, Hör-Sehverstehen) wird man schnell fündig: Der
Nouvel Observateur spart nicht mit Material (Erläuterungen, 16 Filmauszüge, viele Fotos, Kritiken,...). Bei TV5MIONDE kann man ein 3-minütiges
Video samt
Transkription und
Arbeitsblättern mit Lösungen für unterschiedliche Sprachniveaus herunterladen. Eine lange Reihe von Artikeln rund um Hergé, Tintin und Spielbergs Film und ein
Interview mit dem Regisseur bietet das Figaro-Dossier
Objectif Tintin.
In Louvain-la-Neuve nahe Brüssel (Wallonie) befindet sich das
15 Million Euro teure
Musée Hergé: Es ähnele einem
accident entre deux poids lourds und sei auch im Inneren eine Enttäuschung, meint der Parisien; s. jedoch eine freundliche Kritik auf
lepost.fr. Das Museum bietet unter "activités pédagogiques" ein Dossier pédagogique zu einem anderen Thema, "Objectif Lune", an.
(9.11.11)
Am 2. November wurde in Cannes der
Mini-Gipfel der G 20-Staaten eröffnet; s. Video von Euronews
La Grèce au menu de l'avant-G20 à Cannes. Le Monde beschäftigt sich mit der
Crise financière und der
Rettung Griechenlands. Der Fernsehsender
TF1 widmet dem Treffen mehrere Text- und Video-Beiträge und ein ganzes
Dossier zur Finanzkrise. Auch
TV5MONDE bietet auf seinen Seiten umfangreiche Informationen zur Euro-Frage.
-Dies ist ein "Lien" des
Hamburger Bildungsservers im Rahmen des Kooperationsprojekts Französisch: "Lien de la semaine".-
(2.11.11)
Eine überaus reichhaltige Website für den Französischunterricht über die kanadische Provinz Québec ist
Cours Québec. Sie bietet zahlreiche sofort einsetzbare pädagogische Dossiers zu Geschichte, Geografie, Sprache, Literatur, Chansons und ein Glossar.
(26.10.11)
Sie werden als "schlechteste Mannschaft der Weltmeisterschaft" und "flatterhafte Truthähne" beschimpft. Dennoch hat es die französische Rugbynationalmannschaft ins Finale gegen Neuseeland geschafft.
Auch wenn nach wie vor der Fußball den Rang des populärsten Sports Frankreichs genießt, konnte
Rugby erheblich aufholen. Die französische Rugbykultur ist vor allem im
Südwesten verankert. Dementsprechend ist «
Stade Français Paris » (Gewinner des
Championnat de France 2007, 2004, 2003 und 2000) der einzige erfolgreiche Rugbyclub aus dem französischen Norden.
Bei den Weltmeisterschaften hat Frankreich auch immer sein Wort mitzureden,
2007 konnte im eigenen Land der 4. Platz erreicht werden. Damals gewannen die wegen der 15-köpfigen Mannschaft, «
les XV de France » genannten Rugbyspieler überraschenderweise gegen die in schwarz gekleideten
All Blacks aus Neuseeland. In Erinnerung geblieben ist auch die französische Reaktion auf den auf Einschüchterung angelegten Ritualtanz
Haka der neuseeländischen Mannschaft : Wie eine
Mauer stellten sich die 15 Franzosen direkt vor ihre Gegner, denen somit der mediale Effekt gestohlen wurde, da Fernsekameras keinen freien Blick mehr auf die Vorführung hatten.
Der damalige Publikumsliebling,
Sebastien Chabal, gegen den die englischen Boulevarpresse wegen seiner langen Kopf- wie Gesichtsbehaarung sowie seines manchmal etwas
rauen Auftretens etwas
schärfere Geschütze auffuhr, ist überraschender Weise dieses Mal
nicht für die Nationalmannschaft aufgestellt.
Im
bisherigen Verlauf der Weltmeisterschaft in Neuseeland konnten Frankreichs Rugbymen nur bedingt überzeugen : In der Vorrunde wurden sie von der als eigentlich schwächer eingeschätzten Mannschaft der
Tonga Inseln besiegt. Das Halbfinale konnten « les XV » mit einem
unverdienten neun zu acht gegen Wales hinter sich lassen. «
Die schlechteste Mannschaft der Weltmeisterschaft » oder «
Flatterhafte Truthähne » sind nur zwei Beispiele für den massiven Spott, der die französische Mannschaft in der internationalen und v. a. der neuseeländischen wie australischen Presse ausgesetzt ist.
Das Finale findet am 23. Oktober in Auckland gegen den Wunsch- bzw. Furchtgegner Neuseeland statt. Das Verhältnis zwischen den beiden Rugbynationen ist seit langem recht
ambivalent. Die Chancen, gegen die Neuseeländer auf deren Territorium zu gewinnen, stehen für « les Bleus » nicht sonderlich hoch - zumal die « Kiwis » sie bereits in der Vorrunde 37 zu 17 besiegt haben. Die unterschiedlichen Rugbypersönlichkeiten, die auf dem Internetauftritt der Sportzeitung
L’équipe das Finale im Vorfeld analysieren, sind sich nur einig, dass das Spiel (gegen die vermutlich beste Mannschaft der Welt) eine enorme Herausforderung für die Franzosen darstellt. Ob die Truthähne bereits während des furchteinflößenden Hakas die Flatter machen oder den Kiwis die Stirn bieten wird sich kommenden Sonntag, um 10 Uhr zeigen.
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Hessischen Bildungsservers im Rahmen des Kooperationsprojekts Französisch: "Lien de la semaine".-
(19.10.11)
Mit Blick auf die Wahl des französischen Präsidenten im Jahre 2012 organisierte der
Parti socialiste (PS) eine
"primaire". Das tat er schon
früher, doch diesmal konnten auch Nicht-Parteimitglieder abstimmen, was zu einem großen Erfolg führte:
Fast 2,7 Millionen Franzosen, zehnmal mehr, als es PS-Mitglieder gibt, wollten mitbestimmen, wer Präsidentschaftskandidat des PS wird. Sie mussten dafür einen Euro zahlen und eine Werte-Charta unterschreiben (s. weitere
Modalitäten).
In der
ersten Runde siegten François Hollande und Martine Aubry. Die
regionalen Wahlergebnisse (s.
Karten) spiegeln auch die politischen Positionen der Kandidaten wider. Doch so unterschiedlich ihre Ziele (Bsp.
Bildungswesen) sein mögen, der Sieger bzw. die Siegerin wird das
PS-Programm verwirklichen müssen. Gar nicht so einfach, denn dort findet man wie in der Samaritaine
"alles" (P.-Y. Geoffard).
Überraschend stark schnitt
Arnaud Montebourg vom linken Flügel der Partei ab, der nun von beiden für die Stichwahl umworben wird - eine
verzwickte Entscheidung im Blick auf die Überzeugung von Mitte-Wählern bei der eigentlichen Präsidentenwahl 2012. Vorwahlen bergen automatisch die Gefahr, dass sich die innerparteilichen Lager stärker polarisieren (Libération:
"Aubry-Hollande, la guerre des rosses") und damit dem politischen Gegner in die Hände spielen, doch zerstritt sich auch die
Regierungspartei UMP über ihre Bewertung.
Wie sind diese Vorwahlen und das große Interesse der französischen Öffentlichkeit daran zu interpretieren? Sie deuten auf eine stärkere Tendenz zur
Personalisierung, Präsidentialisierung und Schwächung der Rolle der Parteien, eine
Amerikanisierung der französischen Politik, einen Bedeutungsrückgang der einst mächtigen
Strömungen im PS sowie auf eine Schwächung des amtierenden Präsidenten
Nicolas Sarkozy hin.
(12.10.11)
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Zahlreiche Materialien stehen zur Verfügung, u.a.
Eine ähnliche
(5.10.11)
Last modified 2012-02-10 03:15 PM
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