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Zur Startseite   Französisch      Zu den Empfehlungen der Vorwochen:  Archiv "Lien de la semaine"

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1 jour 1 actu

 1 jour 1 actu ist eine Seite für Kinder, Jugendliche und ihre Lehrer, die jeden Tag eine neue aktuelle Information bereithält. Die von Fachjournalisten adaptierten Materialien aus der ganzen Welt -  Monde oder aus  Frankreich bieten interessante Einblicke in  Culture,  Science,  Sport sowie Besonderheiten unter den Rubriken  Insolite oder  Planète.  Espace enseignants richtet sich direkt mit vielen  Dossiers und Arbeitsblättern an die Lehrer.
-Dies ist ein "Lien" des  Hamburger Bildungsservers im Rahmen des Kooperationsprojekts Französisch: "Lien de la semaine".-
(10.2.12)

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Sarkozy: Vorbild Deutschland

Als Antwort auf die 60 Verpflichtungen des  sozialistischen Präsidentschaftskandidaten Hollande ( Kritik daran von A. Duhamel) gab der französische Präsident und noch inoffizielle Präsidentschaftskandidat Sarkozy sechs Fernsehsendern gleichzeitig eines seiner " interview[s] en majesté à l’Elysée", um die  Schwerpunkte seiner künftigen Politik darzustellen. Darunter befinden sich die  TVA sociale (Erhöhung der Mehrwertsteuer -  taxe sur la valeur ajoutée -, um die Unternehmen bei den Sozialabgaben zu entlasten und so ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken), die Abschaffung der  35-Stunden-Woche und die Einführung einer  Finanztransaktionssteuer; s.  weitere Themen und  Politiker-Reaktionen. Sarkozy berief sich explizit auf  Ex-Kanzler Schröder und auf das "deutsche Modell", wobei grundlegende Differenzen wie die zum Thema  Transaktionssteuer nicht zu stören scheinen. Vorher schon war vom  couple Merkozy im Zusammenhang mit der europäischen Finanzkrise die Rede. Ob die von Sarkozy zitierten Beispiele zutreffen, analysieren  OWNI und der  Nouvel Observateur. Der Sozialist  Montebourg hingegen glaubt: "Vouloir exporter le modèle allemand, c'est vouloir ruiner toute l'Europe". Noch vor wenigen Jahren hatte Sarkozy  Deutschland als Land der Endlösung und des Völkermords Frankreich als Land der Erfindung der Menschenrechte einander gegenübergestellt. (Video  Sarko insulte l'Allemagne, mit deutschen Untertiteln).  Gründe für die neue Germanophilie Sarkozys findet Françoise Fressoz: Er wolle sich als Gegner des Protektionismus positionieren, das positive Image Deutschlands in der französischen öffentlichen Meinung ausnutzen und die oppositionellen Sozialisten und ihren Kandidaten Hollande vorführen.
Nicht ohne Ironie reagiert die Öffentlichkeit: Auf Deutsch betitelt Libération ein Video  Sarkozy liebt das deutsche Modell, das die entsprechenden Passagen seines Interviews aneinanderreiht. In der Karikatur "Consommer français, mais penser allemand" von  Louison bleibt vom "Consommer français" nicht viel übrig: Ironischerweise hält Sarkozy einen deutschen Bierkrug in der Hand. Der Figaro erklärt seinen Lesern in aller Breite eine deutsche  Dinner for one-Parodie, in der Sarkozy den Diener spielt.
(1..2.12)

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Die französische Gesellschaft heute

Der Präsidentschaftswahlkampf wird von den Medien auch genutzt, um ein Bild der aktuellen französischen Gesellschaft und der Aspirationen der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und Schichten zu zeichnen. So Le Monde im Dossier  Made in France 2.0: Journalisten berichten regelmäßig aus acht Gemeinden und Stadtvierteln. Ähnliches machen Libération im Dossier  Vu de... und Le Parisien in  Notre tour de France.
(25.1.12)

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In Schwarz-Weiß erobert ein stummer Franzose die USA

Bereits bei den  Filmfestspielen in Cannes konnte  Jean Dujardin den Preis für die beste männliche Hauptrolle abstauben. Dann wurde der Stumm- und Schwarz-Weiß-Film  The Artist ( Trailer) auch noch in sechs Kategorien für den Golden Globe nominiert (u. a. bestes Drehbuch und beste Regie) und konnte in drei Bereichen (beste Komödie, bester Soundtrack und bester männlicher Hauptdarsteller) auch die  Jury überzeugen. Seit nun bald acht Jahren kämpft der Regisseur  Michel Hazanavicius für die Umsetzung seines gewagten Projekts. Der dem französischen Kino- und Fernsehpublikum ( Biographie mit Filmausschnitten) bereits wohlbekannte Jean Dujardin (hier bei seiner  Dankesrede am 16. Januar 2012) erobert nun die Herzen des US-amerikanischen Publikums. Demnächst geht es Richtung Großbritannien: Dort ist The Artist  zwölf Mal für die Bafta nominiert und damit der große Favorit des diesjährigen britischen Film- und Fernsehpreises. Jean Dujardin gibt im  Interview zu, auch den Oscar-Verleihungen im Februar entgegenzufiebern. Das Wochenmagazin Le Nouvel Observateur findet drei essentielle  Gründe für den unerwartet großen Erfolg des Retro-Streifens. Noch nie hat ein französischer Film derart gut bei den Golden Globes abgeschnitten. In einer Fotoshow stellt Le Nouvel Observateur die  größten US-Erfolge des hexagonalen Kinos zusammen.
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(18.1.12)

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Wem gehört Jeanne d'Arc?

Jeanne d'Arc-Statue in Vaucouleurs.
     Jeanne d'Arc-Statue in Vaucouleurs.
Source :  Wikimedia Commons.
(Domaine public)
Am 6. Januar 1412 wurde das Hirtenmädchen Jeanne d'Arc in  Domrémy-la-Pucelle (Vosges) geboren, so die Legende. Himmlische Stimmen geboten ihr während des Hundertjährigen Krieges, Frankreich von der englischen Herrschaft zu befreien, was sie in einem beispiellosen Kampf in ihrem kurzen 19-jährigen Leben auch tat. Sie ließ Charles VII. zum König krönen. Sie wurde als Häretikerin auf dem  Scheiterhaufen  hingerichtet, doch 1920 wurde sie  heiliggesprochen. Weitere Details s.u., Links.
Es gibt in Frankreich ca. 20 000  Statuen der "pucelle" (Jungfrau), und ständig kommen  neue dazu, es gibt sogar  Playmobil-Figuren von ihr. Die  Villes Johanniques führen während des ganzen Jahres  Veranstaltungen durch.  Orléans feiert jährlich seine Befreiung durch Jeanne d'Arc mit "fêtes johanniques"; Fotos, Filme und  Pressedossier geben einen Eindruck davon.
Jeanne d'Arc gehört zu den  Gründungsmythen der französischen Nation. Seit dem 19. Jh. wird darum gestritten, wem sie  "gehört" - die politischen Lager beschworen dabei trotzdem unverdrossen die  nationale Einheit. Nach dem Historiker Nicolas Offenstadt ist sie ein leeres Symbol, ein "fourre-tout", das jede politische Richtung so  interpretiert, wie sie will. Mehrere  Präsidenten erinnerten an sie. In den letzten zwei Jahrzehnten versuchte der extrem rechte  Front National, Jeanne d'Arc, u.a. mit Manifestationen am 1. Mai (Tag der Arbeit), für sich zu vereinnahmen. Er wandelte damit auf den Spuren der  Action française (royalistische extreme Rechte). Heute ist Jeanne d'Arc für den FN eine nationalistisches Symbol des  Kampfs gegen die EU und gegen Fremde.
Zum 600. Geburtstag der "pucelle" wollte Staatspräsident  Sarkozy sie diesem Zugriff entreißen und begab sich in die Vogesen und nach  Vaucouleurs (Meuse), wo sie ihren Feldzug begonnen hatte. Er zelebrierte die christlischen Wurzeln der  "héroïne patriote populaire" und die  "nationale Einheit" und weist jeden Vorwurf der Vereinnahmung ( récupération) weit von sich. Offenstadt sieht diesen Versuch im Rahmen des  Konkurrenzkampfs zwischen der Rechten und der extremen Rechten, im Hinblick auf die Präsidentenwahl in ein paar Monaten. Auch  Katholiken und Traditionalisten sollen angesprochen werden. Und Sarkozy versucht, von den  aktuellen Krisen etwas abzulenken. Nur  Eva Joly, Präsidentschaftskandidatin der Grünen (EELV), kritisiert Jeanne d'Arc als ultranationalistisches Symbol, von dem keinerlei Inspiration für die heutige Zeit ausgehen könne.
Sollte allerdings der Regisseur  François Ruggieri recht haben? Nach ihm gab es nie eine Jeanne d'Arc, "sie" war in Wirklichkeit ein illegitimer Halbbruder des Königs Charles VII. namens Philippe (s.  Video mit Interview)!

Empfehlenswerte Links:

(11.1.12)

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« La petite histoire »...

« Pendant sept jours, tout était permis… ». So oder ähnlich fangen die Petites Histoires an, die  Arte auf seiner Seite anbietet. Passend zur Jahreszeit kann man sich über « La petite histoire ... de la  galette des rois » informieren, über die « petite histoire... de  la Vache qui rit » schmunzeln oder «  La petite histoire... de l’huître » goutieren. Aber nicht nur die Geschichte kulinarischer Spezialitäten wird angeboten. Aus Alltagsgegenständen wie  ampoule,  savon de Marseille oder  sèche-cheveux werden interessante Objekte der Begierde, indem ihre Geschichte erzählt wird. Alle rund 70 Geschichten sind mit einem Foto, einem empfohlenen Buch zum Thema und einem weiterführenden Link ausgestattet.
(5.1.12)
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La Saint-Sylvestre

Ausführliche Informationen über  Sylvester in Frankreich und anderswo liefert Tête à modeler, ebenso wie über das Herstellen von  Glückwunschkarten. Eine wichtige Rolle spielt das Festessen an Sylvester:  Le réveillon de la Saint-Sylvestre.  Restaurants z.B. werben mit "Open bulles à volonte pendant 4H" (Gratis-Champagner), und warum nicht einmal die Gänge eines  Menüs  mit Hilfe eines Wörterbuchs und der Google-Bildersuche plastisch vor Augen führen? Über die Bedeutung des Mistelzweigs informiert Wikipédia (Abschnitte  Histoire et mythologie und  Traditions). Dekorationen und Ähnliches (cotillons) zeigt z.B.  Fêtes-par-fêtes; s. auch eine spannende  Histoire du serpentin.
Über  Neujahr - in der Revolutionszeit kurzzeitig auf den Herbst verlegt (Jour de  vendémiaire) - informiert ebenfalls Tête à modeler.
(21.12.11)

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La France résonne de tous les accents du monde

Die franko-norwegische Europaabgeordnete, frühere engagierte Richterin und aktuelle Präsidentschaftskandidatin der Partei EELV ( Europe Écologie Les Verts),  Eva Joly ( offizielle Website), hat in einem  Video vehement die "Akzente", die man in Frankreich hört, humorvoll verteidigt. Sie spricht von der "Attraktivität" der französischen Sprache (Tut doch mal richtig gut!) und sie scheut sich auch nicht, eine Liebeserklärung an Frankreich mitzuliefern - mit Charles Trenets Chanson "Douce France" aus dem Jahre 1943 ( Clip,  Text; und ja,  Carla Bruni-Sarkozy singt es auf Italienisch) und der Devise der Republik "Liberté, égalité, fraternité"; s. die teilweise  Erklärung des Videoinhalts bei France Soir.
Hintergrund ist ein Angriff des Schriftstellers Patrick Besson auf Jolys Akzent in Form eines  Pastiche in der Wochenzeitschrift Le Point:  Zalut la Vranze, eine angebliche erste Rede der Präsidentin Joly, nach dem ebenso angeblichen Tod aller anderen Präsidentschaftskandidaten. Dabei vertauscht Besson systematisch stimmhafte und stimmlose Konsonanten, was wohl eher auf einen  "sabir alsaco-allemand" hinweist - schon  Balzac gab so den Akzent des Barons de Nucingen wieder. Schwer zu lesen, aber es gibt eine  Umwandlung in korrektes Französisch.
A propos: Die Zeitung Libération roch ein paar Tage vorher, im Zusammenhang mit der Diskussion über die von Kanzlerin Merkel verlangten Haushaltsdisziplin der EU-Länder,  des relents de germanophobie", damals bei Politikern der Linken statt auf der Rechten. Die rechtsextreme Nationale Front ist allerdings beide Male dabei.
Wie unterschiedlich der deutsche und andere  Akzente in Frankreich empfunden werden, darüber informiert kurz der Linguist Philippe Boula de Mareüil.
Die  Reaktionen Eva  Jolys und vieler anderer waren heftig, die Bewertungen von Bressons Artikel schwanken zwischen  "Rassismus",  "Diktatur des Political correct" und "Humor" Bessons, so Franz-Olivier  Giesbert, Directeur des "Point" oder  "Humorlosigkeit". Das Thema soll in den Medien sogar die Klimakonferenz in Durban vom  ersten Platz verdrängt haben. P. Besson versuchte eine Antwort mit  "Mes accents préférés" - ein missglücktes  "Mea culpa"?
Die Diskussion um Besson Artikel dürfte allerdings wohl kaum reichen, um den  Wahlkampf der Kandidatin Joly zu befeuern.
(14.12.11)

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Canal Académie

Der  Canal Académie des FLE-Instituts Cavilam bietet zahlreiche Podcasts zu unterschiedlichen Themen. Die Audiomedien liegen auch in verschriftlicher Form vor und werden durch pädagogisches Material begleitet.
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(12.12.11)

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Ados.fr

Die beliebte Kulturseite der französischen Jugendlichen: Die Unterseiten sind der Musik, Mode, Schönheit, Büchern, Fernsehserien, dem Film, Videospielen etc. gewidmet. Auf  Scène française kann man Informationen über  Artistes und ihre  Albums abrufen, die neuesten  Clips und  Paroles vieler Lieder,  Interviews und Termine der  Concerts ansehen. Mit einem Klick erreicht man 8 verschiedene französische Musik-Radiosender. Über den Link  Livres kommt man zu den  Personnalités littéraires ,  Dossiers und  Genres littéraires wie z.B.  Bandes dessinées.  Ciné bietet  Trailers ,  Dossiers und eine reiche Sammlung an Informationen zu verschiedenen  Films.
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(1.12.11)

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Advent beim "Grand méchant loup"

In der Schule  Grand méchant loup (deutsche Version:  Böser Wolf) erzählen Schüler in einfacher Form über ihre Realität als junge Europäer. Die Kinderreporter haben Artikel, Interviews, Umfragen, Reportagen, Spiele und Kurzfilme sowohl in deutscher als auch in französischer Sprache im Angebot. Der Böse Wolf lädt zum Dialog mit anderen Schulklassen, mit anderen Ländern und zum Mitmachen auf seinen Internet-Plattformen ein. Ziel der Kinderseite ist es, möglichst viele Kinder und Jugendliche dazu anregen, sich durch Kreativität und Mitmachen nicht mehr vor dem Bösen Wolf, vor fremden Kulturen und Europa zu fürchten. Ihre Arbeit brachte den Kinderreportern viel Anerkennung und etliche  Auszeichnungen, z. B. das Qualitätssiegel  Erfurter Netcode für herausragende Internetangebote für Kinder. Aktuell bieten sie, z.T. schon für die Grundschule geeignet, auf ihrer  Adventsseite ein Quiz und ein Puzzle, Lieder, eine Rundfunksendung über Weihnachten in Deutschland und Frankreich, Rezepte und die Möglichkeit, eine Online-Postkarte zum Advent oder zu Weihnachten an Freunde und Familie zu verschicken.
(30.11.11)

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LearningApps

 LearningApps.org ist eine Web 2.0-Anwendung zur Unterstützung von Lern- und Lehrprozessen mit kleinen interaktiven, multimedialen Bausteinen. Bestehende Bausteine können direkt in Unterrichtseinheiten eingebunden, aber auch mit Hife von Vorlagen von Lehrkräften und SchülerInnen selbst online erstellt oder verändert werden. Die wiederverwendbaren Bausteine werden öffentlich zur Verfügung gestellt und sind über eine Suchfunktion abrufbar. Ein  Tutorial und ein Video führen in die Benutzung ein. So kann man multimediale Zuordnungsübungen, Beschriftungen und Kommentierungen von Grafiken, Ton- und Filmobjekten erstellen, beispielsweise Lückenaudios oder Zuordnungsübungen zwischen Video- und Tonsequenzen. Über Autorenwerkzeuge wie  HotPotatoes hinaus bietet es Werkzeuge, die im Unterricht für die web-basierte Zusammenarbeit und Kommunikation in Echtzeit eingesetzt werden können, etwa eine multimediale Pinwand als Diskussionsforum oder ein Chat-Werkzeug. Die Lerneinheiten werden dabei in einem Wiki, Blog, einer Lernplattform wie Moodle oder einer eigenen unterrichtsbegleitenden Website (z.B. erstellt mit  Weebly) eingebettet.
(23.11.11)

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"Regarde ta Rolex, c'est l'heure de la révolte"

Vielleicht verstehen die Franzosen ja nicht die auffordernde Ironie dieses Slogans der Kritiker der Wirtschafts- und Finanzpolitik, die sie mit Kreide unter die Arche de la Défense geschrieben haben. Jedenfalls scheint der Zuspruch zu dieser weltweiten Bewegung der "Indignés" in Frankreich begrenzt zu sein. Die Ordnungskräfte haben leichtes Spiel mit den  "Besetzern" im Geschäftsviertel La Défense: Les «indignés» tentent de s'installer à la Défense ( Video, 3 Min.) - und werden wieder von dort vertrieben ( Fotos bei Le Monde,  Video beim Defense-92.fr,  Bericht des Nouvel Observateur).
Die ersten "Indignés" hatten wegen der Symbolik die  Place de la Bastille zum Ort ihres ersten Zeltlagers für ihre  insurrection civique et pacifique erkoren, was aber  von der Polizei mit Tränengas verhindert wurde.
Dossiers findet man z.B. beim  Figaro, bei  Libération; s. auch Suchergebnisse beim  Nouvel Observateur und  Express. Bei graphism.fr gibt es auch eine Bastelanleitung für die  ANONYMOUS-Maske des  Guy Fawkes...
Warum ist die Bewegung in Frankreich im Vergleich zu Spanien oder Griechenland (und erst recht zu Ägypten) so schwach? Zwar drücken die Aktivisten ein  generelles Misstrauen gegenüber der etablierten Politik aus (Jean-Marie Donégani), aber sie spüren selbst einen Rechtfertigungsdruck ( Nous ne sommes pas chômeurs ou fainéants). Für Bruno Cautres sind die  wirtschaftliche Probleme Frankreichs geringer. Junge Leute in Nordeuropa blicken optimistischer in ihre Zukunft, so  Olivier Ferrand und  Monique Dagnaud. Für  Eric Agrikoliansky wirkt auch das energische Vorgehen der Polizei abschreckend - s. o. das Video dés Figaro -, und es fehlt den Protestierern an Organisation, Erfahrung und Ressourcen. Für  Caroline Bruneau sind Globalisierungskritiker auch in den etablierten Parteien deutlich sichtbar, laut  Michel Wieviorka sind die Regierungen dieser Länder diskreditiert, während in Frankreich Populisten von Rechts und Links den sozialen Protest kanalisieren und man auf eine politische Alternative bei der Präsidentschaftswahl 2012 setzt.
S. auch unseren Lien de la semaine  Indignez-vous ! von Stéphane Hessel vom Januar 2011
(16.11.11)

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Les Secrets de La Licorne

Der amerikanische Starregisseur (und Offizier der Ehrenlegion)  Steven Spielberg hat Tintin-Comicbände zu dem Spielfilm  "Les aventures de Tintin : Le Secret de La Licorne" umgearbeitet; s.  Filmkritiken. Es herrschte riesiger Andrang schon bei der  Avant-Première in Brüssel und bei den  ersten Vorführungen in Frankreich, um die Abenteuer des Jungen Tintin (Tim) mit der Haartolle (la houppette) und seines Hundes Milou (Struppi) zu sehen.  "Tintin plus fort que Harry Potter?", freut sich der Figaro. Offenbar hat es der Beliebtheit Tintins nicht geschadet, dass es gegen den Band "Tintin au Congo" einen  Prozess wegen Rassismus gab und er als  homosexuell geoutet wurde - oder ist er doch nur ein "asexuelles"  Kind?
Für den Unterricht (Videos, Texte, Bilder, Hör-Sehverstehen) wird man schnell fündig: Der  Nouvel Observateur spart nicht mit Material (Erläuterungen, 16 Filmauszüge, viele Fotos, Kritiken,...). Bei TV5MIONDE kann man ein 3-minütiges  Video samt  Transkription und  Arbeitsblättern mit Lösungen für unterschiedliche Sprachniveaus herunterladen. Eine lange Reihe von Artikeln rund um Hergé, Tintin und Spielbergs Film und ein  Interview mit dem Regisseur bietet das Figaro-Dossier  Objectif Tintin.
In Louvain-la-Neuve nahe Brüssel (Wallonie) befindet sich das  15 Million Euro teure  Musée Hergé: Es ähnele einem  accident entre deux poids lourds und sei auch im Inneren eine Enttäuschung, meint der Parisien; s. jedoch eine freundliche Kritik auf  lepost.fr. Das Museum bietet unter "activités pédagogiques" ein Dossier pédagogique zu einem anderen Thema, "Objectif Lune", an.
(9.11.11)

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Cannes: Mini-sommet sur la Grèce

Am 2. November wurde in Cannes der  Mini-Gipfel der G 20-Staaten eröffnet; s. Video von Euronews  La Grèce au menu de l'avant-G20 à Cannes. Le Monde beschäftigt sich mit der  Crise financière und der  Rettung Griechenlands. Der Fernsehsender  TF1 widmet dem Treffen mehrere Text- und Video-Beiträge und ein ganzes  Dossier zur Finanzkrise. Auch  TV5MONDE bietet auf seinen Seiten umfangreiche Informationen zur Euro-Frage.
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(2.11.11)

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Cours Québec

Eine überaus reichhaltige Website für den Französischunterricht über die kanadische Provinz Québec ist  Cours Québec. Sie bietet zahlreiche sofort einsetzbare pädagogische Dossiers zu Geschichte, Geografie, Sprache, Literatur, Chansons und ein Glossar.
(26.10.11)

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"Flatterhafte Rugby-Truthähne" im Weltmeisterschaftsfinale

Sie werden als "schlechteste Mannschaft der Weltmeisterschaft" und "flatterhafte Truthähne" beschimpft. Dennoch hat es die französische Rugbynationalmannschaft ins Finale gegen Neuseeland geschafft.
Auch wenn nach wie vor der Fußball den Rang des populärsten Sports Frankreichs genießt, konnte  Rugby erheblich aufholen. Die französische Rugbykultur ist vor allem im  Südwesten verankert. Dementsprechend ist «  Stade Français Paris » (Gewinner des  Championnat de France 2007, 2004, 2003 und 2000) der einzige erfolgreiche Rugbyclub aus dem französischen Norden.
Bei den Weltmeisterschaften hat Frankreich auch immer sein Wort mitzureden,  2007 konnte im eigenen Land der 4. Platz erreicht werden. Damals gewannen die wegen der 15-köpfigen Mannschaft, «  les XV de France » genannten Rugbyspieler überraschenderweise gegen die in schwarz gekleideten  All Blacks aus Neuseeland. In Erinnerung geblieben ist auch die französische Reaktion auf den auf Einschüchterung angelegten Ritualtanz  Haka der neuseeländischen Mannschaft : Wie eine  Mauer stellten sich die 15 Franzosen direkt vor ihre Gegner, denen somit der mediale Effekt gestohlen wurde, da Fernsekameras keinen freien Blick mehr auf die Vorführung hatten.
Der damalige Publikumsliebling,  Sebastien Chabal, gegen den die englischen Boulevarpresse wegen seiner langen Kopf- wie Gesichtsbehaarung sowie seines manchmal etwas  rauen Auftretens etwas  schärfere Geschütze auffuhr, ist überraschender Weise dieses Mal  nicht für die Nationalmannschaft aufgestellt.
Im  bisherigen Verlauf der Weltmeisterschaft in Neuseeland konnten Frankreichs Rugbymen nur bedingt überzeugen : In der Vorrunde wurden sie von der als eigentlich schwächer eingeschätzten Mannschaft der  Tonga Inseln besiegt. Das Halbfinale konnten « les XV » mit einem  unverdienten neun zu acht gegen Wales hinter sich lassen. «  Die schlechteste Mannschaft der Weltmeisterschaft » oder «  Flatterhafte Truthähne » sind nur zwei Beispiele für den massiven Spott, der die französische Mannschaft in der internationalen und v. a. der neuseeländischen wie australischen Presse ausgesetzt ist.
Das Finale findet am 23. Oktober in Auckland gegen den Wunsch- bzw. Furchtgegner Neuseeland statt. Das Verhältnis zwischen den beiden Rugbynationen ist seit langem recht  ambivalent. Die Chancen, gegen die Neuseeländer auf deren Territorium zu gewinnen, stehen für « les Bleus » nicht sonderlich hoch - zumal die « Kiwis » sie bereits in der Vorrunde 37 zu 17 besiegt haben. Die unterschiedlichen Rugbypersönlichkeiten, die auf dem Internetauftritt der Sportzeitung  L’équipe das Finale im Vorfeld analysieren, sind sich nur einig, dass das Spiel (gegen die vermutlich beste Mannschaft der Welt) eine enorme Herausforderung für die Franzosen darstellt. Ob die Truthähne bereits während des furchteinflößenden Hakas die Flatter machen oder den Kiwis die Stirn bieten wird sich kommenden Sonntag, um 10 Uhr zeigen.
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(19.10.11)

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Vorwahlen bei den französischen Sozialisten

Mit Blick auf die Wahl des französischen Präsidenten im Jahre 2012 organisierte der  Parti socialiste (PS) eine  "primaire". Das tat er schon  früher, doch diesmal konnten auch Nicht-Parteimitglieder abstimmen, was zu einem großen Erfolg führte:  Fast 2,7 Millionen Franzosen, zehnmal mehr, als es PS-Mitglieder gibt, wollten mitbestimmen, wer Präsidentschaftskandidat des PS wird. Sie mussten dafür einen Euro zahlen und eine Werte-Charta unterschreiben (s. weitere  Modalitäten).
In der  ersten Runde siegten François Hollande und Martine Aubry. Die  regionalen Wahlergebnisse (s.  Karten) spiegeln auch die politischen Positionen der Kandidaten wider. Doch so unterschiedlich ihre Ziele (Bsp.  Bildungswesen) sein mögen, der Sieger bzw. die Siegerin wird das  PS-Programm verwirklichen müssen. Gar nicht so einfach, denn dort findet man wie in der Samaritaine  "alles" (P.-Y. Geoffard).
Überraschend stark schnitt  Arnaud Montebourg vom linken Flügel der Partei ab, der nun von beiden für die Stichwahl umworben wird - eine  verzwickte Entscheidung im Blick auf die Überzeugung von Mitte-Wählern bei der eigentlichen Präsidentenwahl 2012. Vorwahlen bergen automatisch die Gefahr, dass sich die innerparteilichen Lager stärker polarisieren (Libération:  "Aubry-Hollande, la guerre des rosses") und damit dem politischen Gegner in die Hände spielen, doch zerstritt sich auch die  Regierungspartei UMP über ihre Bewertung.
Wie sind diese Vorwahlen und das große Interesse der französischen Öffentlichkeit daran zu interpretieren? Sie deuten auf eine stärkere Tendenz zur  Personalisierung, Präsidentialisierung und Schwächung der Rolle der Parteien, eine  Amerikanisierung der französischen Politik, einen Bedeutungsrückgang der einst mächtigen  Strömungen im PS sowie auf eine Schwächung des amtierenden Präsidenten  Nicolas Sarkozy hin.
(12.10.11)

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Mademoiselle, la case en trop !

     Source :  madameoumadame.fr
 Les Chiennes de garde und  Osez le féminisme ! wollen die Anrede "Mademoiselle" aus offiziellen Formularen streichen lassen. Auf der  Internet-Site der Kampagne erklären sie, diese Anrede sei sexistisch - gibt es etwa die Anrede "Mondamoiseau"? -, eine Verletzung der Privatsphäre, nicht schmeichelhaft, nicht angesagt, nicht lustig und nicht obligatorisch (für Details auf die jeweiligen Thesen klicken). Sie berufen sich auf die UN-Menschenrechtskonvention und sogar auf die Französische Revolution (Loi du 6 Fructidor An II), die dasselbe Namensrecht für Männer und Frauen vorschreibt.
Zahlreiche Materialien stehen zur Verfügung, u.a.  Videos, ein  Standardbrief an Behörden und Unternehmen, ein  Pressedossier , ein  Mini-Quiz.
Eine ähnliche  Petition im Jahre 2006 hatte offenbar nicht den gewünschten Erfolg; s. interessante Forumsbeiträge dazu bei  fluctuat.net und  Doctissimo.
 Natacha Polony vom Figaro zweifelt an der Dringlichkeit des Themas, Dom B. sieht eher die Nützlichkeit, auch wenn es sich um  provoc et (...) buzz der Kampagnenträgerinnen handele. Im  Nouvel Observateur wird Deutschland als leuchtendes Beispiel angeführt: "La civilité "Mademoiselle" a même été carrément mise de côté en Allemagne, où "Fraulein" n'est quasiment plus employé."
(5.10.11)

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Created by nisius
Last modified 2012-02-10 03:15 PM
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