Umweltfreundliche Mobilität
Auf Einladung des Umweltministeriums Baden-Württemberg und der Lennart-Bernadotte-Stiftung fand am 12. Juni 2008 auf der Blumeninsel Mainau (Landkreis Konstanz) das '11. Mainauer Mobilitätsgespräch' statt. Rund 120 Experten diskutierten über 'Lauter Events - aber wie kommt man hin?'. Umweltministerin Tanja Gönner forderte für Eventkonzepte die weitere Integration umweltfreundlicher Mobilitätskonzepte. Bei Großveranstaltungen in den großen Städten des Landes sei es inzwischen üblich, dass das Eintrittsticket auch die An- und Abfahrt zum Event beinhaltet. "Die Besucher können so stressfrei und ohne Stau bei An- oder Abfahrt zu den verschiedensten Veranstaltungen und Attraktionen kommen, die sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreuen", erklärte die Ministerin. "Der freizeitbedingte Individualverkehr stößt an Grenzen." Der Anteil des freizeitbedingten Straßenverkehrs am gesamten Pkw-Verkehr werde in Baden-Württemberg bis 2015 von derzeit knapp über 60 Prozent auf rund zwei Drittel steigen. Dabei belaste das hohe Verkehrsaufkommen bereits heute vielerorts die Umwelt und beeinträchtige die Lebensqualität der Menschen, mahnte Gönner.
"Baden-Württemberg soll zum Fahrradland Nummer ein werden. Fahrradanteil am Verkehr von zehn auf 20 Prozent verdoppeln", forderte Gönner. Der im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes eingerichtet 'Runder Tisch Radverkehr' sei ein Erfolg. Viele Verbände hätten sich dabei eingebracht. "Ich hoffe auf einen wichtigen Beitrag für ein gutes Fahrradklima in Baden-Württemberg. Wir brauchen bei diesem Thema aktive und engagierte Mitstreiter", so Gönner Die in den vergangenen Jahren vielerorts entwickelten Konzepte zur Stärkung des öffentlichen wie auch des Radverkehrs müssten weiter Schule machen, so Gönner. Kostenfreie Angebote im öffentlichen Nahverkehr, verbesserte Transfers und Mitnahmemöglichkeiten von Fahrrädern rechneten sich. "Die Umwelt wie auch Städte und Gemeinden werden entlastet. Gleichzeitig steigt die touristische Attraktivität." Regionenübergreifende Verbundlösungen könnten darüber hinaus die Akzeptanz alternativer Angebote zum Individualverkehr weiter erhöhen. "Das Rad muss nicht immer neu erfunden werden."
[ Umweltministerium BW]