Landesbildungsserver Baden-Württemberg - Unterrichtsentwurf im Fach Gemeinchaftskunde
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Unterrichtsentwurf im Fach Gemeinchaftskunde

 
 

Gruppen prägen unser Verhalten


Lehrer: Martin Stengelin
Schule: Realschule Mainhardt
Datum: 13.12.2000

1. AUSGANGSLAGE VON SCHÜLER UND LEHRER

Bezüglich des Themas "Jugendliche im Spannungsfeld zwischen persönlicher Unabhängigkeit und Gruppenzugehörigkeit" sind einige entwicklungspsychologische Aspekte von Bedeutung. Das Verhältnis der Jugendlichen zu den Erwachsenen ändert sich mit dem Eintreten in die frühe Adoleszensphase. Die Autorität der Erwachsenen wird zunehmend in Frage gestellt, eigene Interessen werden verfolgt. Wenn die Schüler das eigene Verhalten im Unterricht reflektieren und dies unter Umständen korrigieren sollen, hat der Lehrer behutsam vorzugehen. Er sollte die Schüler in ihrem Verhalten vollständig akzeptieren und trotzdem nicht in Anbiederei verfallen. Eine partnerschaftliche Rolle des Lehrers macht es möglich, kritische Äußerungen einzubringen, ohne zugleich das positive Unterrichtsklima zu gefährden.

Zum konkreten Gruppenverhalten der Schüler und Schülerinnen habe ich zwar schon einige Beobachtungen gemacht, habe aber bewusst noch kein gezieltes Gespräch über dieses Thema mit den Schülern geführt, da ich dies mit zum Inhalt der Unterrichtseinheit machen will. Aufgrund von Äußerungen der Schüler kann man davon ausgehen, dass die "Clique" bei vielen Schülern und Schülerinnen eine große Rolle spielt. Das Unterrichtsthema spricht somit ein Thema an, mit dem die Schüler täglich konfrontiert werden. Aus dieser Betroffenheit heraus kann auf eine hohe Motivation geschlossen werden.

Die Schüler sind insgesamt gesehen sehr am Gemeinschaftskundeunterricht interessiert. Besonders kontroverse Themen motivieren viele zur aktiven Teilnahme und zur Diskussion, wobei jedoch die Gefahr des Abschweifens durch vielfältige Fragestellungen seitens der Schüler besteht. Hier ist darauf zu achten, durch gezielte Impulse die Schüler wieder zum Kernproblem zurückzuführen. Auch besteht in dieser Klasse die Gefahr, dass die starken Schüler das Unterrichtsgespräch auf sehr hohem Niveau vorantreiben und so die schwächeren Schüler nicht mehr folgen können. Durch Wechsel der Sozialformen lassen sich besonders die schwächeren Schüler aktivieren. Die Klassengröße (16 Mädchen, 13 Jungen) ist ein weiteres Argument, schüleraktivere Arbeitsformen einzusetzen. Die Gefahr des Abschaltens und Ausklinkens aus dem Unterrichtsgeschehen ist dann geringer, als bei frontal ausgerichteten Unterrichtsformen.

Während meines Unterrichts seit Beginn dieses Schuljahres in dieser Klasse habe ich versucht, die Schüler mit den verschiedenen Sozialformen und Unterrichtsmethoden bekanntzumachen, in denen sie bisher weniger geübt waren. So haben wir gemeinsam Regeln für die Gruppenarbeit diskutiert, Kreisgespräche praktiziert und oft auch über diese Unterrichtsformen in einer Metaebene reflektiert.

In der Klassenstufe 7 treffen sich die Lehrer 14- tägig in einem Gesprächskreis, um gemeinsame Projekte zu planen. So wurden bisher zwei gemeinsame Projekte durchgeführt. Ein eintägiges Kommunikationstraining nach Klippert, wobei die Schüler mit neuen Arbeitsformen, wie zum Beispiel Gruppenpuzzle, Kugellager und Blitzlicht bekannt gemacht wurden. Zur Zeit läuft ein Projekt, bei dem der Klassenverband aufgelöst wurde. In Neigungsgruppen beschäftigen sich die Schüler projektartig mit den Themen Ägyptische Hochkultur, Griechische Geschichte und Geschichte der Inkas.

Weitere wesentliche Bedingungen, aus denen Planungsgesichtspunkte ableitbar wären, sind mir nicht bewusst.
 

2. DIDAKTISCHE ÜBERLEGUNGEN ZUM THEMA

2.1 Bezug der geplanten Unterrichtsarbeit zum Bildungsauftrag des Faches

Innerhalb der LPE 7.4 "Jugendliche in der Gemeinschaft" findet sich das verbindliche

Das Thema: "Jugendliche im Spannungsfeld zwischen persönlicher Unabhängigkeit und Gruppenzugehörigkeit". Es findet sich beim oben genannten Thema auch ein unverbindlicher Hinweis auf die Problematik: Selbstfindung der Person, Gruppenzwang, Eigenverantwortlichkeit und Zivilcourage. In der Zielformulierung der Lehrplaneinheit 4 wird darauf hingewiesen, dass für die Schülerinnen und Schüler eine unabhängige und starke Persönlichkeit sowie die Ablehnung einer gedankenlosen Anpassung an Gruppenzwänge angesichts des Gefährdungspotentials durch Suchtmittel erforderlich ist. Unter Berücksichtigung dieser anspruchsvollen Intention werde ich versuchen das obengenannte Thema in der geplanten Unterrichtsstunde zu behandeln. Interessant erscheint mir auch noch der fächerverbindende Aspekt, obwohl ein entsprechender Hinweis im Lehrplan speziell bei diesem Teilthema fehlt. Ein wichtiges Medium der Peer Group ist der Konsum von Statussymbolen, insbesondere aus den Bereichen Mode und Musik. Passend zum Thema findet sich im LP des Faches Musik der Inhalt 'Popmusik '. Da ich beide Fächer (Gk und Mu) in der Klasse unterrichte, bietet sich hier eine fächerverbindende Arbeit geradezu an. Im Musikunterricht werde ich deshalb parallel zur Unterrichtsarbeit in Gk die Popmusik zum Thema machen und in diesem Zusammenhang insbesondere den Aspekt "persönlicher Musikgeschmack als Eintrittskarte zu bestimmten Cliquen" behandeln. Auch eine Zusammenarbeit mit Biologie (LPE 2 Erwachsen werden") wird angestrebt.
 

2.2 Stellung der Stunde in der Unterrichtseinheit

Die Lehrplaneinheit 4 "Jugendliche in der Gemeinschaft" soll mit diesem Thema als Einstieg begonnen werden. Die Stunde ist eingebettet in die fächerverbindende Arbeit mit dem Fach Musik (s. 2.1). Die geplante Hausaufgabe kann erarbeitete Kenntnisse aus dem Musikunterricht aufgreifen. Musikspezifische Fragestellungen werden dann in der folgenden Musikstunde weitergeführt. Bei den Folgethemen, insbesondere den Themen "Freizeitverhalten" und "Umgang mit Medien", kann diese fächerverbindende Arbeit mit dem Fach Musik intensiviert werden.

2.3 Auf das Wesentliche bezogenen fachwissenschaftliche Darstellung des Themas

Beim Stundenthema "Jugendliche im Spannungsfeld zwischen persönlicher Unabhängigkeit und Gruppenzugehörigkeit" geht es im Wesentlichen um die beiden Pole der Sozialisation, nämlich der Integration und Individuation. Integration meint die Akzeptanz von gesellschaftlichen Normen, Individuation bedeutet die Herausbildung einer unverwechselbaren Persönlichkeit und Entwurf eines individuellen Lebensplanes. Diese beiden Aufgaben können in erhebliche Spannungen zueinander treten. Der amerikanische Soziologe Parsons löst diesen Widerspruch relativ einseitig auf, in dem er davon ausgeht, dass mit der Übernahme gesellschaftlich definierter Rollen die Normen der sozialen Umwelt verinnerlicht werden und schließlich zu Zielen des eigenen Handelns werden. "Wenn eine Person voll im Interaktionssystem sozialisiert ist, ist es nicht richtig zu sagen, dass eine Rolle etwas ist, was ein Handelnder 'hat' oder 'spielt', sondern etwas, was er ist" (Parsons 1955,S.107).

Der symbolische Interaktionismus geht einen Schritt weiter und sucht die Möglichkeit, zwischen sozialer Identität und persönlicher Identität zu balancieren. Die Ich-Identität ist die Instanz, die diese Balance zu leisten hat. Rollenkonflikte sollen so möglichst vermieden werden und die eigenen Identität gewahrt werden.

Die wichtigste Gruppe, in der Schülerinnen und Schüler ein soziales Experimentier- und Erfahrungsfeld im Sinne dieser oben genannten Balance haben, ist die "Peer Group". Sie ist eine Gruppe von gleichaltrigen Jugendlichen. Innerhalb dieser Gruppen besteht meist eine streng kontrollierte innere Gruppenkonformität, die sich im Konsum von Statussymbolen aus den Bereichen Musik, Mode und Drogen äußert. Die altershomogenen Gruppen sind aber auch wichtige Stützen des Einzelnen bei der Ablösung vom Elternhaus und bieten gleichzeitig Stabilisierung und Sicherheit auf dem Weg zur eigenen, selbstbewussten Persönlichkeit. Außerdem übernehmen sie für die jugendliche Entwicklung sozialer Verhaltensweisen eine wichtige Funktion. In der Gleichaltrigengruppe lernen, erproben und optimieren Jugendliche ihre sozialen Verhaltensstrategien. Weitere Möglichkeiten der sozialen Orientierung werden vermittelt.
 

2.4 Bedeutung des Stoffes für die Schülerinnen und Schüler

Schule hat neben der Aufgabe, Wissen zu vermitteln, auch einen Erziehungsauftrag, der nicht nur durch die Landesverfassung und das Schulgesetz legitimiert, sondern auch historisch, soziologisch und philosophisch begründbar ist. Berücksichtigt man in diesem Zusammenhang die Feststellung in Punkt 2.3 über die dominierende Position der Gleichaltrigengruppe sowie der damit verbundenen Chancen und Gefahren, kommt man zur folgenden These, die Ausgangspunkt der didaktischen Begründung des Themas ist:

Schule darf den Schüler in seinem Umgang mit Gleichaltrigen nicht allein lassen.

Sicherlich brauchen die Jugendlichen einen Freiraum, der ihnen die Möglichkeit gibt, sich zu erproben. Auch der Verdacht, dass Jugendliche mit ihrer Freizeit unter Gleichaltrigen nichts Sinnvolles anzufangen wissen, stellt sich bei Erwachsenen oft etwas vorschnell ein. Jugendliche dürfen aber nicht preisgegeben werden an diejenigen, die die Gleichaltrigengruppen für ihre Zwecke instrumentalisieren.

Klafki definiert Bildung als Zusammenhang von drei Grundfähigkeiten: Die Fähigkeit zur Selbstbestimmung, die Mitbestimmungsfähigkeit und die Fähigkeit zur Solidarität. Hier findet sich wieder das Spannungsfeld zwischen Individuation und Integration. Auch in seinen epochaltypischen Schlüsselproblemen erwähnt Klafki als fünftes Problem die "Spannung zwischen individuellem Glücksanspruch, zwischenmenschlicher Verantwortung und der Anerkennung des bzw. der jeweils Anderen."

Auch Hilligen zählt zu seinen Schlüsselbegriffen, mit denen er lebenswichtige Probleme unserer Zeit erfasst und die ihm als didaktisches Instrument für die Auswahl von Themen dienen, die Interdependenz als Notwendigkeit (und Möglichkeit) umfassender Regelungen mit der Gefährdung von Selbstbestimmung und Eigenständigkeit. Für beide Didaktiker ist also das Thema "Jugendliche im Spannungsfeld zwischen persönlicher Unabhängigkeit und Gruppenzugehörigkeit" für den gegenwärtigen Schüler bedeutsam und somit didaktisch legitimiert.
 

3. FACHLICHE UND ERZIEHERISCHE LERNZIELE

3.1 Fachliche Lernziele

Wenn man einen Schüler fragt, warum eine gedankenlose Anpassung an Gruppenzwänge der Selbstbestimmung abträglich ist, wird man feststellen, dass er sicherlich einige Argumente hierzu nennen kann. Das Problem einer unter Umständen zu starken Gruppenkonformität liegt also nicht im Bereich des kognitiven Wissens. Es geht vor allem um die Frage, die Walter Gagel mit den beiden Begriffen kognitive Orientierung und evaluative Orientierung umschreibt. Der Schüler muss sich mit seiner Umwelt handelnd auseinandersetzen. Er sollte Lebenssituationen nicht nur erklären, sondern auch rational bewältigen können. Dies macht eine evaluative Orientierung notwendig, die zwar eine kognitive Orientierung zur Voraussetzung hat, durch diese aber nicht notwendig gegeben ist. Hier spielen affektive Faktoren eine wesentliche Rolle. Das Gruppenverhalten der Schüler lässt sich also durch kognitive Wissensvermittlung zumindest nicht gezielt beeinflussen. Daraus folgernd kann das Lernziel nicht nur darin bestehen, dass der Schüler fünf oder zehn Begriffe zum Thema Rollenhandeln aufzählen kann. Im Zentrum der Stunde muss der handelnde Umgang mit dem Thema stehen. Dadurch werden die Schülerinnen und Schüler eher angestoßen, ihr eigenes Verhalten kritisch zu hinterfragen, als durch bloße Informationen über mögliche Gefahren dieses Verhaltens. Inwieweit sie dadurch auch ihr Handeln ändern, lä&sst sich schwer voraussagen. Zu hoch scheint mir der Anspruch, hier eine Zielformulierung zu wählen, die konkrete Verhaltensänderungen im Bezug auf das Verhalten in der Gruppe anstreben. Hier sind die Möglichkeiten der Schule (vielleicht zum Glück) begrenzt.

Fachliche Unterrichtsziele sollen also sein:

    Die Schülerinnen und Schüler sollen erkennen, dass Gruppen unser Verhalten prägen (Rollenerwartung).
    Die Schülerinnen und Schüler sollen mit Hilfe des Rollenbegriffs unterschiedliches Handeln des Menschen in unterschiedlichen Situationen erklären können.
    Die Schülerinnen und Schüler sollen erkennen, dass Rollenerwartungen einen gewissen Spielraum für persönliche Bedürfnisse lassen.
    Die Schülerinnen und Schüler sollen erkennen, dass starke Rollenkonflikte entstehen können, wenn sich jemand ausschließlich in seiner jeweiligen Rolle präsentiert.

3.2 Methodische Lernziele

    Die Schüler sollen lernen
    gemeinsam eine Aufgabe zu bearbeiten und diese Arbeit zu planen
    einen Text auszuwerten und in ein Schaubild umzusetzen
    zu argumentieren
    Wissen angemessen weiterzugeben, Ergebnisse zu präsentieren

3.3 Soziale Lernziele

    Die Schüler sollen Kommunikationsfähigkeit in einer Gruppe und im Kreisgespräch erlernen
    lernen, sich in eine Gruppe zu integrieren und mit den anderen Gruppenmitgliedern zu kooperieren

4. ÜBERLEGUNGEN ZUR VERMITTLUNGSPROBLEMATIK

 

4.1 Mögliche Lernmethoden mit Alternativen

Die Möglichkeit, den Schülerinnen und Schülern den Inhalt der Stunde frontal zu präsentieren, gemeinsam in einem gelenkten Unterrichtsgespräch mit Hilfe frontal eingesetzter Medien das Thema zu problematisieren, wäre sicher eine Möglichkeit, allerdings scheinen mir darbietende Unterrichtsformen angesichts der in Punkt 3 festgestellten Intentionen nicht geeignet.

Die besondere Schwierigkeit dieser Stunde besteht ja darin, den Schülern nicht nur kognitives Wissen zu vermitteln, sondern ihnen auch ihr eigenes Verhalten bewusst zu machen. Methodisch kann dies am besten durch eine Wahl von Arbeitsformen mit verstärkter Schüleraktivität umgesetzt werden. Zum Beispiel könnte durch Rollenspiele ein Aha-Effekt erzielt werden. Auch werden durch diesen handlungsorientierten Ansatz methodische und soziale Kompetenzen (Schlüsselqualifikationen) berücksichtigt.
 

4.2 Lernmittel


Zum Unterrichtseinstieg wird eine OHP-Folie präsentiert. Bilder zeigen einen Jugendlichen in verschiedenen Gruppen. Diese dient dem einführenden Lehrer-Schüler Gespräch und führt zur Themenstellung. Bewusst wird ein Schüler der Klasse auf den Bildern gezeigt. Die Schülerinnen und Schüler sehen, es geht nicht um abstrakte Jugendliche, sondern sie selbst stehen auch inhaltlich im Zentrum des Unterrichts.

Zur Erarbeitung der Rollenspiele werden Rollenkärtchen verteilt. Die Expertengruppen erhalten Infotexte und sollen ein Plakat erstellen. Die Plakatgestaltung ist stark vorstrukturiert. Eigentlich handelt es sich um ein Puzzle, durch das die Struktur vorgegeben ist. Da der Text recht anspruchsvoll ist, scheint mir diese enge Lenkung aber angemessen.

Ein Arbeitsblatt, auf dem die Begriffe in eine Struktur zu bringen sind, dient der Ergebnissicherung.
 
 
 

4.3 Geplanter Unterrichtsverlauf (Artikulation des Unterrichts)

 
Phase / Aktionsform  Sozialform  Medien 
10' 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

8:45 

Einstieg: 

OHP - Folie 

Schülerinnen und Schüler sollen die Bilder beschreiben. Im L-S Gespräch werden folgende Aspekte herausgearbeitet: 

    Die Person als Teil einer Gruppe. 
    Die einzigartige, unverwechselbare Person 
    Das Verhalten der Person ändert sich in unterschiedlichen Gruppen (Situationen). 
Impulse: 
    Gibt es noch mehr Gruppen? 
    Kenne ich diesen Patric? 
    Ist es immer derselbe? 
    Wer ist die Person in der Mitte? 
Thema an Tafel: Gruppen prägen unser Verhalten 
Großgruppe / frontal 

(Gruppentische) 

OHP-Folie zeigt einen Jugendlichen in verschiedenen Rollen 
    Schüler 
    Kind 
    Clique 
Overlay Lupe 
 
 
 
 
 
 
 
 

Tafel 

10' 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

8:55 

Erarbeitung: 

3 Gruppen erarbeiten Rollenspiele 

    Sonntagsspaziergang 
    Pausenhof 
    Fußballspiel 
3 Expertengruppen: 

Einen Text auswerten und vorbereitete Begriffe auf jeweils einem Plakat strukturieren. 

GA (Kleingruppen)  Rollenkärtchen 

3 Gruppen = 3 Farben 
 
 
 
 

Arbeitsblatt: 

Infotext mit Aufgaben 

Plakate 

3 Gruppen = 3 Farben 

Schere Klebestift 

5' 
 
 
 
 
 
 

9:00 

Präsentation I 

Die Plakate werden an je eine Stellwand geheftet. An den drei Präsentationsständen informieren sich die Rollenspielgruppen bei den Expertengruppen. 

Kleingruppen  Pinnstifte 
10' 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

9:10 

Präsentation II (Anwendung) 

Drei Rollenspiele werden nacheinander vorgespielt. 

Beobachtungsaufgabe: 

Mit Hilfe der gelernten Begriffe die Situation beschreiben: 

    Welche Rollen kommen vor? 
    Welche Erwartungen gibt es? 
    Wie entsteht der Rollenkonflikt? 
Großgruppe 

frontal 

Papierstreifen 

 
 
 
 
 
 
10' 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

9:20 

Auswertung 

Auswertung der Beobachtungsaufgaben 

und Klären der Begriffe im Kreisgespräch. 

Lehrerimpuls: 

Kann man sein Verhalten so ändern, dass Rollenkonflikte möglichst vermieden werden? 

Kurze Vermutungsphase 

Als Impuls zwei Plakate in den Kreis 

Großgruppe 

Kreisgespräch 


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Zwei Plakate mit unterschiedlicher Rollendistanz 

HA  Sicherung und Transfer: 

Hausaufgabe: Arbeitsblatt ergänzen, kurzes Rollenspiel entwerfen mit gleicher Thematik 

Einzelarbeit  Arbeitsblatt 

5. Literaturverzeichnis

Ausubel, David P.: Das Jugendalter. Fakten-Probleme-Theorien. München 1968

Bildungsplan für die Realschulen

Fiederle, Xaver, Filser, Franz: P wie Politik. Gemeinschaftskunde RS 7. Paderborn 1989

Flitner, Andreas: Konrad sprach die Frau Mama. Über Erziehung und .Nicht-Erziehung. München 1990

Gagel, Walter: Einführung in die Didaktik des politischen Unterrichts. Studienbuch politische Didaktik I. Opladen 1983

Gudjons, Herbert: Handlungsorientiert lehren und lernen. Schüleraktivierung Selbstätigkeit Projektarbeit. Bad Heilbrunn 1992

Helbig, Ludwig: Sozialisation. Eine Einführung. Frankfurt/a.M. 1979

Hilligen, Wolfgang: Zur Didaktik des politischen Unterrichts. Opladen 1985

Klafki, Wolfgang: Neue Studien zur Bildungstheorie und Didaktik. Zeitgemäße Allgemeinbildung und kritisch-konstruktive Didaktik. Weinheim 1991
 
 
 
 

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