- Die Industrialisierung der Zeppelinstadt Friedrichshafen
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Zeppelin und die Folgen

Die Industrialisierung der Zeppelinstadt Friedrichshafen

Industrialisierung Friedrichshafens Zeppelin

Texte mit freundlicher Genehmigung von Dr. Elmar Kuhn, Amtsleiter des Kreiskulturamts - Landratsamt Bodenseekreis.


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Nach unten Aufgaben zum Teil 1: Handelsplatz, Residenz, Kurort - Das 19. Jahrhundert

Nach unten Aufgaben zum Teil 2: Die Zeppelinzeit 1900 - 1914

Nach unten Aufgaben zum Teil 3: Der Weltkrieg 1914 - 1918

Nach unten Aufgaben zum Teil 4: Ausblick


In einem verhältnismäßig kurzen Zeitabschnitt um die Jahrhundertwende und zu Beginn dieses Jahrhunderts hat sich der entscheidende Bruch mit der Vergangenheit dieses Raumes vollzogen. In nur 1 bis 2 Jahrzehnten wurde die Industrialisierung Friedrichshafens durchgesetzt, die heute nicht nur das Bild der Stadt prägt, sondern die Struktur des gesamten Umlandes bestimmt.

Im 19. Jahrhundert war dieser Weg Friedrichshafen nicht vorgezeichnet, bis Ende des Jahrhunderts wurde die Bedeutung Friedrichshafens viel eher im Dreiklang Residenzstadt, Kurort und Handelsplatz gesehen. Der Zug zur Industrialisierung war eigentlich Ende des 19. Jahrhunderts längst abgefahren.

Die obligaten Bodenseeführer würdigten Friedrichshafen bis nach 1900 in erster Linie als "sehr beliebten und besuchten Aufenthaltsort für Sommerfrischler und Kurgäste" (Fels) oder "viel besuchten Kur- und Fremdenort", wenn sie auch den Rang als "lebhafte Handelsstadt" nicht verschweigen. Geradezu euphorisch wurde immer die "ungemein schöne Lage" gewürdigt.

1928 wurden im Führer von Ludwig Finckh die Akzente ganz anders gesetzt: Er bezeichnete Friedrichshafen "in der Tat (als) heimliche Hauptstadt des Bodensees". "Und betritt man die Straßen, so wird die Luft erfüllt von Dröhnen und Orgeln ... Im Riedlepark steht Halle an Halle. Hier wird geschmiedet, gehämmert, geklopft" (S. 40).

In 20 Jahren haben sich offensichtlich Bild und Funktion der Stadt entscheidend gewandelt. Allein die Bevölkerungszahl hat sich in diesem Zeitraum von 1905 auf 1925 knappe 12 000 verdoppelt. Geht man bis 1895 zurück, hat sich die Zahl 1925 verdreifacht. Diese Zahlen mögen heute gering anmuten, sie sind aber im Zusammenhang der vorherigen Stadtentwicklung zu sehen. Zum gleichen Anstieg war vorher ein ganzes Jahrhundert notwendig gewesen (Siehe Schaubild in der rechten Spalte unten).

Dieser Bevölkerungszuwachs führte zu deutlichen Veränderungen der Sozialstruktur (Siehe Schaubilder in der rechten Spalte unten).

Sieht man sich nur die Beschäftigten im Gewerbe und Industrie an, springt sofort ins Auge, woher der Zuwachs kommt: 1895 noch unbedeutend, absorbiert 1925 die Maschinenindustrie 42 % aller Beschäftigten des produzierenden Gewerbes (Siehe Schaubild in der rechten Spalte unten).

Dass dieser entscheidende Bruch in der Geschichte der Region mit dem Namen Zeppelin verbunden ist, ist sicher bekannt.


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Aufgabe 1:

Die Zeppeline brachten den Durchbruch in der Industrialisierung Friedrichshafens. Beschreibe das Bild oben rechts mit wenigen kurzen Sätzen. Eine Vergrößerung des Bildes findest du im Kasten unter der Suchfunktion. Wie erklärst du dir das Verhalten der Menschen in den Booten? Vergleiche die Größe von Luftschiff und Häusern.

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Aufgabe 2:

Stelle mit Hilfe des Textes die beiden Entwicklungsphasen Friedrichshafens im 19. Jahrhundert einander in einer Tabelle mit zwei Spalten stichwortartig gegenüber. Nenne dabei Beispiele.

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Aufgabe 3:

Lade dieses Arbeitsblatt herunter und fülle es aus:

Arbeitsblatt "Bevölkerung nach Berufszugehörigkeit im Oberamt Tettnang" Word-Datei

Werte die zugehörige Grafik "Bevölkerung nach Berufszugehörigkeit im Oberamt Tettnang 1871 - 1925" (Friedrichshafen gehörte im fraglichen Zeitraum zum Oberamt Tettnang) in der rechten Spalte unter folgenden Fragestellungen aus:

a
Wie hoch ist der Prozentanteil der Bevölkerung in den Jahren 1871, 1907 und 1925 in den Bereichen Andere, Handel und Dienstleistungen, Gewerbe und Industrie, Landwirtschaft?

b
Welche Entwicklungen werden sichtbar?

c
Welche Erklärungen gibt es für die Entwicklungen?

d
Freiwillige Aufgabe: Wandle die Zahlen in Deinem ausgefüllten Arbeitsblatt mit Hilfe eines Tabellenkalkulationsprogrammes in ein Balkendiagramm um.

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Aufgabe 4:

Lade dieses Arbeitsblatt herunter und fülle es aus:

Arbeitsblatt "Beschäftigte im produzierenden Gewerbe Oberamt Tettnang" Word-Datei

Werte die zugehörige Grafik "Beschäftigte im produzierenden Gewerbe Oberamt Tettnang" unter folgenden Fragestellungen aus:

a
Wie hoch ist der Anteil der Beschäftigten in den Bereichen Maschinen, Holz, Nahrung, Bekleidung und Baugewerbe in den Jahren 1838, 1895, 1925?

b
Welche Tendenz gibt es im Hinblick auf den Maschinenbau? Welche Erklärung gibt es dafür?

c
Freiwillige Aufgabe: Wandle die Zahlen in Deinem ausgefüllten Arbeitsblatt mit Hilfe eines Tabellenkalkulationsprogrammes in ein Balkendiagramm um.

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Aufgabe 5:

Rufe in der rechten Spalte die Grafik "Erwerbstätige nach Wirtschaftsbereichen in Friedrichshafen" und beantworte folgende Fragen:

a
Welcher Beschäftigungsbereich stellt in den Jahren 1895, 1907 und 1925 die meisten Arbeitsplätze? Warum?

b
Schätze anhand der Grafik den Prozentanteil der Arbeitsplätze in Gewerbe und Industrie in Friedrichshafen. Nimm das Geodreieck oder ein Lineal zu Hilfe.

c
Warum spielt die Landwirtschaft in Friedrichshafen eine geringe Rolle?

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Aufgabe 6:

Betrachte in der rechten Spalte die Grafik "Bevölkerung der Stadt Friedrichshafen 1790 - 1980". Von welchem Zeitpunkt an beginnt sich die Bevölkerungszahl Friedrichshafens wesentlich schneller als bisher zu erhöhen? Welche Gründe gibt es vermutlich?

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Aufgaben zum Teil 1: Handelsplatz, Residenz, Kurort - Das 19. Jahrhundert


Aufgabe 7

Lade das Arbeitsblatt  Die Industrialisierung der Zeppelinstadt Friedrichshafen - Frühe Industrialisierung Word-Datei herunter und fülle es aus. Beim Ausfüllen der einzelnen Spalten bietet sich Gruppenarbeit an.

Beantworte anschließend die folgenden übergreifenden Fragen:

  • Inwiefern ist der Name „Friedrichshafen“ Programm?
  • Erläutere die Bedeutung des Eisenbahnanschlusses für Friedrichshafen.
  • Informiere Dich über den Begriff  Icon externer Link "Frühindustrialisierung" . Inwieweit trifft er auf Friedrichshafen vor der Zeppelinzeit zu? Welche Besonderheiten gibt es in Friedrichshafen?
  • Welche Auswirkungen hat die Tatsache, dass Friedrichshafen Sommerresidenz des Königs von Württemberg war?
  • Wie wirken sich Fremdenverkehr und technischer Fortschritt auf die bauliche Veränderung Friedrichshafens aus?
  • Zeige auf der Luftaufnahme Friedrichshafens um 1912 die beiden Stadtkerne und die verbindende Neustadt mit Bahnhof. Rufe, sofern installiert, Google Earth auf und gib das Stichwort „Friedrichshafen“ ein und vergleiche mit heute.

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Aufgaben zum Teil 2: Die Zeppelinzeit 1900 - 1914


Aufgabe 8

Lade das Arbeitsblatt  "Die Zeppelinzeit 1900 - 1914" Word-Datei herunter und fülle es aus. Beim Ausfüllen der einzelnen Spalten bietet sich Gruppenarbeit an.

  • Mit welchen Hauptproblemen hatte Graf Zeppelin beim Bau der Zeppeline zu kämpfen?
  • Worin bestand die Bedeutung der wirtschaftlich erfolglosen DELAG?
  • Warum kam es zur Gründung von Tochterfirmen der Luftschiffbau Zeppelin GmbH?
  • Über welche beiden Standbeine verfügte die Luftfahrtindustrie in Friedrichshafen? Welche beiden Firmen waren führend?
  • Kennst du ähnliche Wohnanlagen für Arbeiter? Vergleiche die Wohnverhältnisse im Zeppelindorf mit denen in zeitgleich bestehenden Icon externer Link Berliner Mietskasernen. Zu den Abschnitten "Entstehung von Mietskasernen" und "Alltag und Wohnverhältnisse Etage Meyerhof" herunterscrollen!
  • Stelle anhand des folgenden Links  Icon externer Link "Versuche zur Lösung der Sozialen Frage" diese in einer Tabelle zusammen und kläre die Frage, warum viele Arbeiter SPD wählten? Warum forderte die SPD das allgemeine Wahlrecht?
  • Was hat sich in Friedrichshafen gegenüber der Frühindustrialisierung hauptsächlich verändert?

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Aufgaben zu Teil 3: Der Weltkrieg 1914 - 1918


Aufgabe 9

Lade das Arbeitsblatt  "Weltkrieg 1914 - 1918" Word-Datei herunter und fülle es aus. Beim Ausfüllen der einzelnen Spalten bietet sich Gruppenarbeit an.

  • Weshalb konzentriert sich Graf Zeppelin im Krieg zunehmend auf den Bau von Flugzeugen? Welche neuen Werke werden gegründet?
  • Wie ist die Bedeutung der Flugzeugindustrie in Friedrichshafen während des ersten Weltkriegs zu bewerten? Begründe.
  • Erläutere die Grafiken in der rechten Spalte.
  • Warum gibt es gegen Ende des Krieges Unzufriedenheit bei den Arbeitern trotz relativ bester Versorgung in der Rüstungsindustrie?
  • Wer unterstützt die Revolution in Friedrichshafen? Wer ist dagegen? Warum?
  • Wie wird der Arbeiter- und Soldatenrat gebildet? Entspricht diese Prozedur demokratischen Erfordernissen? Wird im Programm des Arbeiter- und Soldatenrates eine Icon externer Link "Parlamentarische Demokratie" oder eine Icon externer Link "Räterepublik" gefordert? Erläutere die Begriffe.
  • Warum wird die Unterstützung für den Arbeiter- und Soldatenrat in der Bevölkerung schnell schrumpfen?

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Aufgaben zum Teil 4: Ausblick


Aufgabe 10

Notiere den Text in Stichworten und löse dann folgende Aufgaben bzw beantworte folgende Fragen:

  • Erkläre mit Blick auf den Icon externer Link "Versailler Friedensvertrag" die Bedeutung der Diskussion im Luftschiffbaukonzern über die Ausrichtung auf den Luftschiffbau oder auf das Vorantreiben der Diversifikation (breitere Produktpalette).
  • Welche Ziele der Revolution wurden in der Weimarer Republik nicht erreicht? Welche positiven Ergebnisse brachte die Revolution für die Arbeiterschaft? Vgl. hierzu den Link Icon externer Link "Interaktive Verfassung" der Weimarer Republik sowie den Link Icon externer Link "Sozialverfassung" der Weimarer Republik
  • Teilst du die Meinung, dass die revolutionären Bewegungen, wie sie in Friedrichshafen auftraten, einen dritten Weg verkörpert hätten, der zu einer wesentlich dauerhafteren Demokratisierung und damit Absicherung der Weimarer Republik geführt hätte?

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Aufstieg eines Zeppelins über den Bodensee im Jahr 1900 oder kurz danach

Aufstieg eines Zeppelins über den Bodensee im Jahr 1900 oder kurz danach

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Bevölkerung nach Berufszugehörigkeit im Oberamt Tettnang 1871 - 1925

Bevölkerung nach Berufszugehörigkeit im Oberamt Tettnang 1871 - 1925
Grafik mit freundlicher Genehmigung des Kreisarchivs Bodenseekreis, Salem

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Beschäftigte im produzierenden Gewerbe Oberamt Tettnang

Beschäftigte im produzierenden Gewerbe Oberamt Tettnang 1838 - 1925
Grafik mit freundlicher Genehmigung des Kreisarchivs Bodenseekreis, Salem

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Erwerbstätige nach Wirtschaftsbereichen in Friedrichshafen

Erwerbstätige nach Wirtschaftsbereichen in der Stadt Friedrichshafen 1895 - 1925
Grafik mit freundlicher Genehmigung des Kreisarchivs Bodenseekreis, Salem

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Bevölkerung Friedrichshafens 1790 - 1980

Bevölkerung der Stadt Friedrichshafen 1790 - 1980
Grafik mit freundlicher Genehmigung des Kreisarchivs Bodenseekreis, Salem

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Industrialisierung Friedrichshafens

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