Heeresreform
Preußen führte die allgemeine Wehrpflicht ein, der Einsatz von Söldnern
hörte ganz auf. Da 42.000 Mann Heeresstärke nicht überschritten werden
durften, schuf man kurze Dienstzeiten, um eine möglichst hohe Zahl von Rekruten
ausbilden zu können, die man bei Bedarf einziehen konnte. Man sprach in diesem
Zusammenhang vom "Krümper-System". Entehrende Strafen wie der
Spießrutenlauf wurden abgeschafft. Außerdem wurde das Heer unter Waffen, die sogenannte Linie, von der Landwehr, einem Reserveheer, das auch bürgerliche Offiziere kannte, unterschieden.
Der Erfolg zeigte sich in den Befreiungskriegen 1813 - 1815, in denen Napoleon von den verbündeten Armeen, zu denen auch die preußische gehörte, besiegt wurde.