Landesbildungsserver Baden-Württemberg - Straubing zur Zeit der Kelten
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Straubing zur Zeit der Kelten

Straubing zur Zeit der Kelten

Die Gründung der ersten keltischen Siedlungen in Straubing fällt in den Übergang von der Hallstatt- zur Latènezeit. Sie wurden offenbar nach der Abwanderung der hallstattzeitlichen Bevölkerung zu Beginn des 5. Jhs. v. Chr. neu angelegt.

Die Lebensgrundlage der frühlatènezeitlichen Bevölkerung war in erster Linie die Landwirtschaft, für die der fruchtbare Gäuboden beste Voraussetzungen bot. Die günstige Lage an einer Schnittstelle mehrerer Fernhandelswege trug ebenso entscheidend zum Wohlstand der Bevölkerung bei.

Diese Siedlungsplätze wurden im Zuge der Keltenwanderungen am Ende der Frühlatènezeit verlassen. Neue Siedler, archäologisch v.a. durch Grabfunde belegt, nahmen die fruchtbaren Siedlungsplätze in Besitz.

Um die Mitte des 1. Jhs. v. Chr. wanderten erneut fremde Bevölkerungsgruppen ein, die einen engen Kontakt mit den alteingesessenen Bewohner pflegten. In der zweiten Hälfte des 1. Jhs. v. Chr. wanderte ein großer Teil der Bevölkerung Süddeutschlands in Regionen ab, die vom wirtschaftlichen Zusammenbruch dieser Zeit weniger betroffen waren. In Straubing scheint aber zumindest eine Restbevölkerung ansässig geblieben zu sein, da der aus römischer Zeit überlieferte Ortsname „Sorviodurum“ auf ein Fortleben der keltischen Bevölkerung schließen lässt.

Nach C. Tappert

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