Pyramiden
1 Wichtige Begriffe
1.1 Pyramidenarten: Schiefe- , gerade- und regelmäßige Pyramiden
Man unterscheidet Pyramiden nach der Art
ihrer Grundfläche und der Lage
ihrer Spitze.
Die Grundfläche einer Pyramide ist ein beliebiges
oder
regelmäßiges Vieleck mit mindestens 3
Ecken.
Zur Vereinfachung werden Pyramiden häufig nur nach der Anzahl
der Seiten ihrer Grundfläche benannt.
Bei einer dreiseitigen Pyramide mit der Seitenzahl n = 3 unterscheidet
man:
1.1.1 Schiefe dreiseitige Pyramiden
Die Grundfläche ist ein beliebiges Dreieck. Die Spitze der Pyramide liegt nicht senkrecht über dem Mittelpunkt der Grundfläche. Nicht alle Seitenkanten sind gleich lang. Die Mantelfläche besteht aus drei unterschiedlichen Dreiecken.
1.1.2 Gerade dreiseitige Pyramiden
Die Grundfläche ist ein beliebiges Dreieck. Die Spitze der Pyramide liegt senkrecht über dem Mittelpunkt (Schwerpunkt) der Grundfläche. Alle Seitenkanten sind gleich lang. Die Mantelfläche besteht aus drei gleichschenkligen Dreiecken.
1.1.3 Regelmäßige dreiseitige Pyramide
Die Grundfläche ist ein gleichseitiges
Dreieck.
Besteht die Grundfläche aus einem
regelmäßigen Vieleck (siehe Abb. 2),
sind alle Seitenkanten gleich lang. Die Mantelfläche besteht
dann
aus n kongruenten gleichschenkligen Dreiecken. Der Einfachheit halber
nennen
wir regelmäßig Pyramiden nach der Anzahl
ihrer Ecken
Dreieckspyramide, Fünfeckspyramide,
....usw.
Beispiele für regelmäßige (reguläre) Pyramiden

Abb. 2
1.2 Bezeichnungen von Flächen, Kanten und Hilfslinien an Pyramiden
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Ein Beispiel für die Bezeichnungen einer quadratischen Pyramide findet man
2. Berechnungen an Pyramiden
Wichtige Voraussetzung für Berechnungen an Pyramiden sind:- Kenntnisse über die Symmetrieigenschaften von Vielecken
- Kenntnisse über die Winkelsummen in Vielecken
- Kenntnisse über die Flächenberechnung von Vielecken
- Streckenberechnungen mithilfe des Satzes von Pythagoras
- Strecken- und Winkelberechnungen mithilfe der Winkelfunktionen sin, cos und tan
- Kenntnis der Formeln zur
Berechnung des Volumens und der Oberfläche von Pyramiden.
2.1 Berechnung der Mantelfläche M und der Oberfläche O
Die Mantelfläche M einer n-seitigen
regelmäßigen
geraden Pyramide besteht aus n kongruenten und gleichschenkligen
Dreiecken mit der
Grundseite a und der Höhe hs .
Beispiel:
Die Mantelfläche M einer quadratischen Pyramide mit der
Grundkante a
Bei jeder Pyramide besteht die Oberfläche aus der Mantelfläche und der Grundfläche.
O = G + M
O = G + n · 1/2· a· hs
Weitere Beispiele für Oberflächenberechnungen von Pyramiden findest du
2.2 Berechnung des Volumens
Für die Herleitung der Volumenformeln von Pyramiden,
muss
auf infinitesimale Prozesse zurückgegriffen werden.
Dies wird im Kerncurriculum für den mittleren
Bildungsabschluss
in
Baden Württemberg nicht vorausgesetzt.
In der
Unterrichtspraxis wird meist auf
Plausibilitätsbetrachtungen zurückgegriffen.
Eine Möglichkeit
für
eine Herleitung in der Realschule bietet der Sonderfall, bei dem ein
Würfel
durch die Raumdiagonalen in
sechs volumengleiche Pyramiden aufgeteilt wird.
Vergleicht das Volumen einer Pyramide mit dem Volumen eines Prismas mit gleicher Grundfläche und Höhe so gilt:

Links zu Herleitungen der Volumenformel von Pyramiden:
2.3 Pyramidenlinks
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