Landesbildungsserver Baden-Württemberg - Rechentürme und Tabellenkalkulation
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Rechentürme und Tabellenkalkulation

Erstellen interaktiver Rechentürme mithilfe einer Tabellenkalkulation

Einleitung

Mit Zahlenmauern/Zahlentürmen assoziiert man meist mechanische Übungen der Grundrechenarten, die nicht mehr den neuen Erkenntnissen der Mathematikdidaktik entsprechen. Dass man Zahlentürme auch im kompetenzorientieten Unterricht einsetzen kann, zeigt u.a. ein  Beitrag von Gudrun Häring aus dem Primarbereich. Wurden Schülerinnen und Schülern Kompetenzen zur Leitidee Zahl auf diese Weise vermittelt, kann man diese Erfahrungen bei der Zahlbereichserweiterung in der Sekundarstufe nutzen. Im Folgenden erhalten Sie Anregungen, wie Sie mit Standardprogrammen Materialien für Ihre Schülerinnen und Schüler erstellen können.

Erstellen von Zahlenmauern mit  Word


Erstellen von Arbeitsblättern mit Tabellen ist mit dem PC kein großes Problem. Die Probleme tauchen dann auf, wenn man die Tabelle an seine Bedürfnisse anpassen will. In diesem Word-Dokument  finden Sie eine Kurzanleitung ( 2 Seiten), wie Sie Vorlagen für Zahlenmauern mit Word erstellen können.

1. Formatieren der Tabelle


Zunächst müssen die Spalten für die Turmform vorbereitet werden. Dazu halbiert man zunächst die Standardbreite aller Spalten und fasst dann zwei benachbarte Zellen mit der Menüfolge: Format - Zellen.. - Ausrichtung - Zellen verbinden wieder zu einer Zelle zusammen. Diese Zelle wird noch mit einem Rahmen versehen.(s. Abb 1)  Danach wird noch die Zeilenhöhe vergrößert und die Ausrichtung in den Zellen sowohl vertikal, als auch horinzontal zentriert.
 
Bild 1
Abb 1

Mit einem Doppelklick auf den Formatierungspinsel werden diese Formatierungen auf weitere Zellen übertragen. Die Tabelle sollte dann aussehen wie Abb 2. Wenn die Hintergrundfarbe auf weiß gesetzt wird, sind nur noch die gewünschten Rahmenlinien sichtbar.
Bild 2
Abb 2

2. Die Selbstkontrolle einrichten - Bedingte Formatierung


Die Rückmeldung für die Schülerinnen und Schüler erfolgt dadurch, dass die entsprechende Zelle ihre Hintergrundfarbe ändert, wenn eine Eingabe korrekt war. Dazu benutzt man in Excel die bedingte Formatierung, das bedeutet, dass wir für die Zellen, die ausgefüllt werden sollen eine Bedingung formulieren, die dann die Formatierung der Zelle verändert, wenn diese Bedingung erfüllt ist. Diese wird über die Menüfolge: Format - Bedingte Formatierung  festgelegt. (s. Abb 3)

Bild 3
Abb 3

In unserem Beispiel lautet die Bedingung: "ist der Inhalt dieser markierten Zelle gleich der Summe der beiden darunterliegenden Zellen, dann soll das Muster (der Hintergrund) der Zelle farbig werden." (s. Abb 4)

Abb4
Abb 4

3. Standardeinstellung ändern


Formuliert man die Bedingung durch Klicken auf die entsprechenden Zellen, wird der Zellbezug standardmäßig absolut gesetzt. Dies ist ein Nachteil, wenn man diese Bedingung auf weitere Zellen übertragen will. Dies ändern Sie, indem Sie einfach die Dollarzeichen vor und nach den Zellkoordinaten löschen. Dadurch werden die Zellbezüge relativ und Sie können Ihre Bedingte Formatierung mit dem Formatierungspinsel mühelos auf  beliebig viele andere Zellen übertragen.

4. Eine zweite Bedingung formulieren


Wenn jede Zelle die bedingte Formatierung erhält :" ......ändere die Farbe, wenn der Inhalt die Summe ........ist" , bedeutet dies, dass weitere Zellen ihre Farbe ändern, denn sie erfüllen ja die formulierte Bedingung, weil sie Nichts, also 0 enthalten und 0 + 0 = 0. Dies kann man dadurch umgehen, dass man eine weitere Bedingung formuliert:" ....wähle die Farbe Weiß,wenn in der Zelle Nichts (0) steht!" Da die Bedingungen der Reihe nach abgearbeitet werden., muss diese Bedingung an erster Stelle stehen (s. Abb 5)

Abb5
Abb 5

5. Variation der Aufgaben durch ändern der Zahlenformate


Mithilfe der Menüfolge: Format-Zellen..-Zahlen kann man die Einsatzmöglichkeiten der Zahlentürme auf andere Zahlbereiche, z.B. auf Bruchzahlen, erweitern. Dabei muss man beachten, dass Excel Brüche automatisch kürzt und Bruchzahlen > 1 immer als gemischte Zahl darstellt. Dies sollte man bei der Festlegung der Spaltenbreite bedenken.

6. Variation durch Änderung der Aufgabenstellung


Abb6
Abb 6
Die digitale Variante der Rechentürme bietet die Möglichkeit offene Aufgabenvarianten zu formulieren. Zunächst geben Sie eine "günstige" Zahl für die oberste Stufe vor (s. Abb 6), später können die Schülerinnen und Schüler mit eigenen Zahlen experimentieren. Die Schülerinnen und Schüler sollen nun diese Zahl additiv bzw. multiplkativ zerlegen. Die unterschiedlichen Zerlegungsmöglichkeiten werden durch die "Bedingte Formatierung" auf  ihre Richtigkeit hin kontrolliert. Nur, wenn die Zahl ichtig zerlegt wurde, färbt sich der Hintergrund.

7. Hinweis

Weitere Anregungen rund um das Thema Zahlentürme finden sie   auf unseren Grundschulseiten. 

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