Landesbildungsserver Baden-Württemberg - Musik-Didaktik: Zukunft!
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Musik-Didaktik: Zukunft!

Musik: Didaktik - "Welchen Musikunterricht wollen wir zukünftig?"
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 Musik-Didaktik
  - Welchen Musikunterricht wollen wir zukünftig?

Auseinandersetzung mit aktuellen Tendenzen des
gegenwärtigen gymnasialen Musikunterrichts

 

(Ergebnisse einer Tagung für
Fachberater und Fachleiter Musik in Baden-Württemberg,
18. - 20. Februar 2008, Akademie Bad Wildbad)

 

 Externer Link! Dr. Jörg Breitweg:
Musikunterricht, wo willst du hin? – Musiklehrkräfte im Labyrinth der Konzeptionen zwischen Streicher-, Bläser-, Gesangsklassen und "All inclusive"-Unterricht

 Externer Link! Herbert Schiffels:
Welchen Musikunterricht wollen wir zukünftig? Wunsch und Verwirklichbares

 Externer Link! Wolfhard Bickel:
Keine Zukunft für die Schulmusik?

 Externer Link! Hans Ulrich Gallus:
Die Schule – ein Musikverein? Bläserklassen am ASG in Neckarbischofsheim

 Externer Link! Dr. Ralph Schnitzer:
Das Konzept „Gesangsklassen“: Stimme als Schlüssel zur musikalischen Bildung

 Externer Link! Rainer Pachner:
Vokales Musizieren – der Königsweg in der Musikpädagogik



  Aktuelles zum Musikunterricht !  
 
Musik auf dem Landesbildungsserver Baden-Württemberg
          

 Externer Link! Andrea Amann / Markus Sauter:
Methodenrepertoire für die Bildungsstandards im Fach Musik

 Externer Link! Klaus Weber:
Mögliche Kriterien für die Entwicklung von Kerncurricula – oder: Zum Verhältnis zum Kompetenz und Inhalt

 Externer Link! Prof. Dr. Johannes M. Walter:
Welchen Musikunterricht wollen wir zukünftig? Eine mögliche Unterrichtsperspektive zu einem „Bildenden Musikunterricht“

 Externer Link! Prof. Dr. Heinz Geuen:
Welchen Musikunterricht wollen wir zukünftig? Zusammenschau und pointierte Stellungnahme zu vorgetragenen Positionen

 

 

 

Der allgemeinbildende Musikunterricht oder - etwas salopper - der "Allinclusive"-
Unterricht sieht sich der Herausforderung von Instrumental- und
Gesangsklassen-konzeptionen ausgesetzt, deren Arbeitsweise auf einer abgestimmten,
durchdachten und aufbauenden Struktur beruht. Die genau scheint dem
allgemeinbildenden Musikunterricht öfters zu fehlen, was ihm einiges an Wirkung und
Nachhaltigkeit nimmt.

Angesichts der Zielorientierung der Bildungsstandards und der implizit darin enthaltenen
Forderung an die Kolleginnen und Kollegen, sich kritisch mit den tatsächlichen Ergebnissen ihres Unterrichts zu befassen (und nicht mehr nur Inhalte, sobald sie
"behandelt" oder "durchgenommen" worden sind, als gelernt abzuhaken) erscheint eine
nüchterne und unvoreingenommene Analyse der Situation überfällig.

Wie könnte die Zukunft aussehen?

Zugespitzt und bewusst polarisierend formuliert: Entweder gelingt eine Reform des
allgemeinbildenden Musikunterrichts oder die Instrumental- und Gesangsklassenpädagogik
setzt sich als der "bessere Musikunterricht" auf breiter Front durch, was
einschneidende Konsequenzen für das Berufsbild einerseits und für die Lehrerausbildung
an Hochschule und Seminar andererseits haben würde.

So offen wir uns mit den Zukunftsoptionen beschäftigen und so tabulos wir mit den
Rahmenbedingungen umgehen wollen, so soll diese Tagung auf alle Fälle zu Ergebnissen
führen und zur Weiterentwicklung des gymnasialen Musikunterrichts beitragen.

Einführung von Dr. Jörg Breitweg:

Der grundlegende Charakter der Themenstellung bringt es mit sich, dass wir mit unserem ndividuellen musikpädagogischen Standpunkt und unserem beruflichen Erfahrungshintergrund
gefragt sind, uns gemeinsam auf die Suche nach gangbaren, Erfolg versprechenden
Wegen des Musikunterrichts von morgen zu machen. Der Begriff des "think tank" soll
uns die Dimension unseres Vorhabens verdeutlichen.

Dafür, dass in den Zeiten der Sparzwänge auch eine Tagung stattfinden kann, die keine
unmittelbare Gelenkfunktion bei der Umsetzung kultuspolitischer und pädagogischer
Vorgaben hat, sondern sich mit den Fundamenten unseres Tuns beschäftigen soll,
gebührt denjenigen in den Regierungspräsidien, die sich für die Realisierung eingesetzt
haben, ein herzliches Dankeschön!

Auf unserer Suche sollen die Beiträge unserer Impulsgeber, die Referate und pointierten
Stellungnahmen, Orientierungspunkte, Wegmarken und Leuchtfeuer sein. Ganz bewusst
ging es uns bei der Planung der Tagung darum ein möglichst großes Spektrum an
Überlegungen und Konzeptionen in konzentrierter Form dargeboten zu bekommen, um
sich mit einer Vielfalt an Möglichkeiten auseinandersetzen zu können.

Naheliegend wäre dann natürlich der Gedanke, aus allen Beiträgen jeweils das Beste
herauszupicken und zu einer Super-Konzeption zukünftigen Musikunterrichts zu verschmelzen.
Dass dies nicht funktionieren kann, liegt an der teilweisen Inkompatibilität der
Konzeptionen zueinander - Entscheidungen für und wider werden also notwendig sein.

Klarstellen möchte ich jedoch an dieser Stelle, dass eine Monokultur, d. h. die alles andere
verdrängende Dominanz einer Konzeption keineswegs wünschenswert ist. Ganz im
Gegenteil: Nur die Möglichkeit zur Erprobung neuer Konzepte bringt Anregung und
Entwicklungsdynamik durch einen befruchtenden Wettbewerb der Konzeptionen untereinander.
Eine aktuelle Konkurrenzsituation im Bereich der gymnasialen Schulmusik regte auch zu
dieser Tagung an und bildet den Ausgangspunkt der Überlegungen:

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