| Ein riesiges Musik-Theater-Projekt
in einer Hauptschule - diese Arbeit darf wohl ohne Übertreibung
als vorbildlich gelten für einen Fächer verbindenden Musikunterricht,
der alle Schüler erreicht. Hier wurde Identifikation geschaffen,
es wurde Musik als Zentrum des Handelns von Schülern, Eltern,
Kollegen zu hoher Wichtigkeit geführt. Es wurde mit einem veröffentlichten
"Produkt" das Selbstwertgefühl von Jugendlichen gestärkt.
Mit hoher Aufmerksamkeit hat man in der Öffentlichkeit die
Realisierung des Projektes verfolgt.
Der Inhalt
Die Besucher des Musicals werden zu Beginn durch einen Beamprozess
auf einen fernen Planeten in das Jahr 2762 befördert. Sie erleben,
wie sich eine junge Truppe von Musikern mit ihrem Showprogramm auf
eine intergalaktische Tour vorbereitet, die unter dem Zeichen einer
Friedensmission steht. „Im Theater der Zeiten“ ist interaktiv.
Das Publikum wird an verschiedenen Stellen in die Handlung mit einbezogen.
Das Einüben des Showprogramms ist der durchgehende Handlungsstrang.
Im Mittelpunkt stehen aber auch Probleme und Konflikte zwischen
den Jugendlichen, die aus ganz verschiedenen Welten kommen. Den
Stoff dafür liefern soziale, ethische und philosophische Inhalte.

Die Entstehung
Musik und Texte stammen aus der Feder des Lehrers und Musikers
Dietrich Danksin. Die inhaltliche Grundlage dafür wurde mit
den SchülerInnen im Unterricht erarbeitet. Das gesamte 8.Schuljahr
diente an verschiedenen Stellen als Ideenpool. So konnten die SchülerInnen
am Entstehungsprozess des Musicals aktiv teilnehmen. Im 9.Schuljahr
fand die Umsetzung statt mit dem Höhepunkt von 5 Aufführungen
im Juli 2006.

Das Projekt
„Theater der Zeiten“ war Bestandteil eines Projekts,
das sich für die Jungen und Mädchen durch die gesamte
Hauptschulzeit zog. In Klasse 5 wurde damit begonnen, das musikalische
Rüstzeug für eine Band zu erarbeiten. Jeder Schüler
erhielt eine Mundharmonika. Schon bald stellten sich erste Erfolge
ein. Die Freude am Musizieren stieg, Talente wurden entdeckt. In
Zusammenarbeit mit den Eltern konnte ein privater Musikunterricht
realisiert werden, in dem die Jungen und Mädchen in der Folge
ganz unterschiedliche Instrumente erlernten: Klavier, Keyboard,
Schlagzeug, Bass, Gitarre, Akkordeon, Saxophon, Klarinette, Geige,
Gesang. Die Band wuchs und entwickelte sich. Im Verlauf der Schuljahre
haben die SchülerInnen mit großem Erfolg an zahlreichen
musikalischen Veranstaltungen in ganz Baden-Württemberg teilgenommen.
Vor allem ist aber zu vermerken, dass die musikalischen Aktivitäten
in vielerlei Hinsicht positive Auswirkungen auf die schulische Entwicklung
der Jungen und Mädchen erbracht haben. Das geplante Musical
sollte ein krönender Abschluss sein.

Das pädagogische Konzept
Das 9.Schuljahr stellte in einem groß angelegten Fächer
verbindenden Projekt die Basis bereit, das Musical auf die Bühne
zu bringen. Praktisches Lernen mit Unterstützung von Schule,
Elternhaus und verschiedenen Fachleuten erhält eine lebensnahe
und effektive Umsetzung von Bildungsinhalten. Das zukunftsweisende
Projekt reagiert mit einem sorgfältig erstellten pädagogischen
Konzept auf die Anforderungen der Gegenwart. Eine absolute Besonderheit
ist der Veranstaltungsort. Das alte französische Kino in Villingen
wurde von der Südstadtschule reaktiviert. Für 10 Monate
konnte es angemietet werden. Als Teil des Projekts wurde es in einem
aufwendigen Prozess zu einem Musicaltheater umgestaltet.

Teamarbeit
Ein solches Projekt stemmt man nur im Team. Die enge Zusammenarbeit
mit der Schulleitung ist die Grundvoraussetzung. Jeder brachte seine
Stärken und Fähigkeiten ein. Jeder schöpfte seine
Beziehungen aus, um die Möglichkeiten der Schule zu ergänzen.




Bei Interesse an weiteren Materialien (DVD, Skript,
Textbücher etc.)
zum Selbstkostenpreis, wenden Sie sich bitte gern an den
Projektleiter.
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