AG-Arbeit und Schulcommunity
Die "AG´s" im Fach Musik bereichern das Leben der
Schulen ungemein. Ohne Choraufführungen, Orchesterkonzerte
und Big-Band-Events würde einfach etwas fehlen an den Hauptschulen,
Realschulen und Gymnasien. Oftmals wirken diese AG´s auch
in die Gemeinde, die Stadt, den Landkreis hinein. - Für viele
Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie
Eltern sind sie ein wichtiger Teil der persönlichen Aktivitäten.
Im Folgenden sollen einige Aspekte, Tipps, Ideen, organisatorische
Hilfestellungen etc. dazu zusammengetragen werden.
Powerpoint-Präsentation
zum Thema

Kommunizieren Sie gegenüber Eltern, Schülern,
Kollegen worum es bei Ihrer AG geht!
Funktionen:
- Breite vers. Elite ?
Eine Grundfrage, die man sich stellen muss, ist die Frage, ob es
bei den Musik-AG´s um Elitenförderung oder Breitenwirkung
geht. Gute Konzepte berücksichtigen beides, z.B. durch Binnendifferenzierung
oder auch äußere Differenzierung (z.B. Solostimmen bzw.
Großer Chor / Kammerchor). Auf jeden Fall ist die allererste
Aufgabe der Schulmusik hier eine große Zahl von Schülerinnen
und Schülern für die Musik zu gewinnen, zu begeistern
und dabei Erlebnisse und Erfahrungen zu ermöglichen, die ohne
Musik so nicht denkbar wären.

Der Ernst und Zauber einer Aufführung im "Rampen-
licht" ist meist krönender Abschluss der Musik-AG-Arbeit
Weitere Funktionsbereiche ergeben sich aus Folgenden Stichpunkten:
- Schulleben (Außen- und Innenwirkung)
- Zusammenhang mit Unterricht (Motivation für das Fach Musik)
- Funktion für Lehrenden
(Vorsicht: kein Ersatz für künstlerisches Eigenleben!)
- Nachmittagsgestaltung (Ganztagesschul-Entwicklung)

Schüler proben mit Schülern - hier in
Ochsenhausen bei einer Stimmprobe
Organisation:
- Werbung
- Schülerlisten
- Anwesenheit
( ggf. Namensschilder (zum anklippen))
- Aushang / Ort für Aushang
- Probenplan
(Übersichtliche Ablaufpläne mit immer gleichem Layout
und Verfallsdatum aushängen; auch für Konzerte, Fahrten)

Probenplan mit genauen Terminen: Wann? Wo? Was?
- Verlässlichkeit
- verlässlicher Termin über mehrere Jahre!
(Schüler verzeihen unentschuldigtes Fehlen des Lehrers
am Nachmittag (ohne sehr klaren Aushang vorher) kaum und quittieren
mit eigenem Fehlen!)
- Anwesenheitsliste jedesmal herumgeben und unterschreiben lassen.
Schüler die gefehlt haben, möglichst sofort am Tag anrufen
und eine Erklärung verlangen.
(Tipp: Nach dreimaligem unentschuldigtem Fehlen Ausschluss
aus der AG, auch wenn es sich um (selbsternannte) „Stars“
handelt.)

Schüler können selbstständig auch
mal allein üben!
- StimmprobenMentoreneinsatz /
Mentorenprogramm
des RP
- Terminplanung (Zeugnisse, Abitur, Fahrten)
- Zusatzproben rechtzeitig abstimmen mit SL. Entschuldigen für
S. standardmäßig ausgeben (mit Ausnahmevermerk: nur wenn
keine Klausur).
- Delegieren von Aufgaben an Schüler (Notenwart, Stuhlwart,
Aufbauteam, Abbauteam, Notenständerwart, Instrumentenwart ....
)
- Noten immer in der Schule aufbewahren oder Extra-Exemplare bereithalten
schont die Nerven. Ggf. Stimm- bzw. Instrumentenspezifische Mappen
anlegen.

Altersgemischtes Arbeiten: In der AG selbstverständlich!
- Beim Ausscheiden von Mitgliedern (Abitur) beim letzten Konzert
die Noten geben lassen!
- Aufnahme neuer Mitglieder: Vorsingen/Vorspielen, evtl. Casting-Verfahren
- Für Nachwuchs sorgen: stufenweise Aufbauen von unten nach
oben! Jüngere nicht zu spät in nachfolgende AG einbeziehen,
um „Faden“ nicht abreissen zu lassen.

Werbung: Das A und O für den Konzerterfolg!
Kommunikation mit der Schulleitung:
- Kurzfristige Aufführungen eher ablehnen (die Musik nicht
unter Wert verkaufen), z.B. eine Woche vor dem Gottesdienst wird
der Chor gebeten 5 Stücke einzustudieren ...
- Schüler und ihre Motivation nicht „verheizen“
durch zahllose Auftritte bei irgendwelchen Festen auf dem Markplatz
o.ä. (vor allem wenn niemand zuhört);
- Ausnahme: Es springt Geld für die AG-Kasse heraus und dies
wird den Schülern auch transparent gemacht
(Idee: Für Fahrt ins Ausland über 1-2 Jahre sammeln
und im Musiksaal an der Wand die sich ergänzenden Einzelbeiträge
zu einem großen Ganzen optisch vereinen.)
- Werbebezogene Musik-Aufführungen / „Verpflichtungen“
über das Jahr / über die Zahl der AGs / die Zahl der Musiklehrer
/ über die Klassenstufen verteilen
- Nach Aufführungen Kontakt zur SL für verbesserte Bedingungen
suchen
(Stundendeputat, Raum, Budget, Noten, Hilfen, Stundenplan-Einbettung,
Freistellung von Schülern etc.) !

Der Rahmen kann wechseln: Von der Kirche ....
Identitäts-Stiftung:
- lehrkraftgebundene AG-Arbeit
(T-Shirt, Logo, Website, CD)
- Abschlussfest am Schuljahresende
- Urkunde zum Schuljahresende
- evtl. Zusatzbepunktung (offiziell nicht erlaubt in der Sek.I,
aber vielfach praktiziert; in Sek. II möglich mit der Begründung,
dass es sich um musikpraktische Leistungen handelt); wichtig: klare
Absprache für die ganze Schule; Unterstützung der SL;
nicht „Verschwenden“
- Freizeiten
- Probenfahrten
- Austausch

... bis zum Jazz-Keller
Repertoire:
- vor Schuljahresbeginn festlegen
Weihnachten, Schuljubiläum etc. rechtzeitig berücksichtigen
!
-
AGs
des KM nutzen für Austausch; eigene Fortbildungen besuchen!
- Musical:
(Kooperation mit anderen Lehrern wichtig !! – Tanz, Darstellendes
Spiel, Kunst für Kulissen etc. – Kooperation mit Eltern,
z.B. für Schminken, Kostüme etc.)
Linktipp: http://www.music-journal.com/htm/praxis/schoenebeck/schoenebeck_1.htm
- Rechtefragen klären !
- Orchester (z.B.
http://www.schott-musik.de/shop/Noten/)
- Chor (z.B. Klett-Reihe „Auftakt“; auch mal einstimmig
oder Kanons)
- Big-Band (
www.alle-noten.de,
Berkley Publications)
- Klassen-Ensembles !
- “Elite”-Ensembles (z.B. Jazz-Combo) !
- Tausch von Original-Noten mit anderen Schulen organisieren
- eigenes Arrangieren mit Sibelius
- Themengebundene Konzerte
- Schüler als Solisten / Profi als Solist
- Kollegen als Solisten, als Aushilfe, als Teilnehmer
- Eltern als Teilnehmer
- „S-E-L-Chor“ als Modell
- Kleingruppen-Beiträge (von S. evtl. selbst erarbeitet)
mit aufnehmen
- Eigenkompositionen von Neigungsfach, von Kompositions-AG
- Tanz-AG mit integrieren; auch Sport-Präsentationen oder Kunst-Performances

Schülerinnen mit professionellen Ambitionen
können sich ausprobieren in den Musik-AG´s!
Kooperationen:
- Kooperation mit eigenen Kollegen
- gemeinsame Konzerte planen !
- Kooperation mit Musikschule
- Internationaler Austausch (
Comenius)
- Begegnungen der
Landes-AGs
- Begegnungen mit Nachbarschulen, befreundeten Schulen

Auftritt mit anderen Schulen in der MH Stuttgart:
Schüler-Jazz-Festival!
Konzerte:
- Plakate
- Einladung an Kollegium, an Eltern und Schüler
- Einladung ggf. an OB, Ehemalige, Kulturbeauftragten der Gemeinde
...
- Pressemitteilungen (zweimal)
- HandzettelEintrittskarten im Vorverkauf durch S. oder durch
SekretariatRezension durch Kollegen/Oberstufenschüler
- Fotos auf Website / auf CD/DVDAufnahme / CD / Video organisieren
– (evtl. gemeinsam anschauen hinterher als kollektive Nachbereitung)
- Kasse (Schüler zu zweit, die am Anfang noch nicht beteiligt
sind. Diese bringen die Box zu einem vorher definierten Ort!); Kassenbox
(abschließbar), Wechselgeld, ggf. Eintrittskarten (Standardkarten
mit Stempel bedrucken).
- Kollegen anderer Fächer durch Laufzettel (nicht lange Listen
am Schwarzen Brett) der Schüler benachrichtigen, wenn Schüler
beurlaubt werden. Das fördert die Kooperation und verhindert,
dass die Fachlehrer ihren Ärger auf den Schülern abladen.
- Belegungspläne für die Aula oder andere mehrfach genutzte
Probenräume – vor allem vor den Aufführungen –
vermeiden Chaos.
- Ton- und Lichttechniker in die Planung einbeziehen (am besten
nur leistungsstarke Schüler verpflichten, da sie häufig
beurlaubt werden müssen).
- Saalordner bzw. Einlasskontrolle organisieren, die auch ggf.
während der Veranstaltung (in den hinteren Reihen!) für
Ruhe sorgen. Hier ggf. auch Kollegen ansprechen und bitten.
- Moderation in Stichworten vorformulieren (vor allem bei den
ersten Konzerten). Wichtig: Schülernamen der Solisten, evtl.
auch der Teilnehmer.
- Dank am Ende muss vorbereitet sein: Hausmeister, Sekretariat,
SL, Kollegen, Technik, ...

Geselligkeit und sozialer Austausch: tragendes Element
der Musik-AG´s!
Finanzierung:
- Elternverein / Schulverein: ruhig mal ansprechen!
- Sponsoring durch Sparkasse/Bank, örtliche Industrie, Bäcker
etc.
- „Begegnungen“
(Programme der RPS/ des KMS)
- Einnahmen möglichst direkt zurückfliessen lassen an
die jeweiligen AGs (eigenes Konto nach Möglichkeit führen;
jährliche Abrechnung unaufgefordert vorlegen zwecks Transparenz)
- GEMA berücksichtigen (Rahmenverträge der Schule oder
Gemeinde – meist Grenze bei 3.- Euro o.ä.)Absprache
mit SL – ggf. Anmeldung
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