Ein kompetenzorientierter Unterrichts-Vorschlag für Klasse 5/6
Es finden sich im Folgenden Arbeitsblätter zum Download, eine Verlaufs-Skizze,
Links zu Hör- und Notenbeispielen sowie Ton/MIDI-Daten
Die skizzierte Doppelstunde für Klasse 5/6 ist exemplarisch zu verstehen und lässt sich selbstverständlich auf diverse andere Hörbeispiele sowie auf die Erschliessung anderer Tonräume bzw. "musiktheoretischer Phänomene" (Rhythmen, Taktarten, Tongeschlechter etc.) übertragen.
Es werden hierbei die drei Kompetenzbereiche des Bildungsplanes sinnvoll miteinander verknüpft.
Zu Beginn der Stunde können die Handzeichen für Do und So (Grundton / Quint) im Call&Response-Verfahren wiederholt werden. Die Schülerinnen und Schüler können selbst dirigierend Melodieverläufe erfinden und Hörübungen absolvieren. Sie können auf einer Klaviatur die zugehörigen Töne spielen.
Auf dem Arbeitsblatt kann dies z.B. als Zuordneaufgabe durchgeführt werden (Zeile 1 / Zeile 2 / Zeile 1+2):
Dies kann durch ein Tondiktat ergänzt werden.
Es schließt sich die Erarbeitung einer einfachen Flötenmelodie im Quintraum an (hier g´-d´´) mit einer einfachen Begleitstimme, die zum Hören der "Morgenstimmung" hinführt und zugleich intuitiv nochmals den Tonraum erfahren lässt:
Bei Hören der "Morgenstimmung" aus der Peer Gynt - Suite von Edvard Grieg (bis ca. 1:24´) sollen vor allem der Verlauf und die Instrumentation besprochen werden. Ausgangspunkt kann die "Stimmung" sein, möglicherweise verknüpft mit bildlichen Zuordnungen:
Ein wichtiger Schritt ist die Aneignung der Schülerinnen und Schüler im Vorgang der selbstständigenMelodieerfindung. Hierbei wird das musiktheoretische Ereignis umgeformt in musikalischen Sinn:
Als Tonraum sollte g-h-d (evtl. + a + c) vorgegeben werden. Die Schüler arbeiten zu zweit oder zu dritt. Sie achten besonders auf ein „offenes“ Ende in Takt 4 und
ein „geschlossenes“ in Takt 8 – z.B. mit Hilfe längerer Noten oder der Verwendung von Grundton/Terz.
Ergänzend lässt sich zum Schluss dieser Doppelstunde gut das Lied „He´s got the whole world …“ einstudieren.
Hierzu ist immer ein kurzes Einsingen sinnvoll mit Atem- und Körperübungen sowie Tonraum-Training im vorgesehenen Bereich.
Das Lied lässt sich, anschliessend an den Einstieg, gut zuerst mit Solmisationszeichen im Quintraum üben. Dann ist eine Begleitstimme mit d´ und a´ (Vgl. "Sing&Swing", Liederbuch; Helbling-Verlag) und "Mouth-Percussion" ergänzbar sowie evtl. auch noch eine Rhythmusinstrumente.