Oberstufe Musik
Funktionen von Musik
Die Thematisierung der Funktion von Musik für den Menschen dient der Reflektion des Sinns von Musik im allgemeinen und zugleich der Legitimation des Faches "Musik" an der allgemeinbildenden Schule.
Dies kann als Eröffnung in Klasse 11 (G9) bzw. Klasse 10 (G8) gut genutzt werden. Es kann aber auch den vorgesehenen "Epochen-Durchgang" quasi abrunden und abschließen. Auch in der Kursstufe 12/13 (demnächst dann 11/12) ist die Beschäftigung mit dem "Nutzen" von Musik durchaus gewinnbringend.
Schon in der Unterstufe sind ähnliche Zielrichtungen beabsichtigt in der Einheit zur Erforschung des musikalischen Umfeldes (Gemeinde, Schule, Ort, Medien etc.).
Als Einstieg eignet sich eine kurze Einzelarbeit.
Diese kann durchaus auch am Ende einer Stunde in 5 Minuten erledigt werden, um dann vom Lehrenden zusammengefasst in der Folgestunde präsentiert zu werden. (Das Word-Dokument hierzu und alle weiteren Daten liegen unten zum Download bereit.)

Download der Materialien:
Powerpoint:
Funktionen von Musik (.ppt - 192kb)
Arbeitsblatt:
"Der Mensch braucht Musik ..." (.doc
- 27kb)
PDF:
Filmmusik als funktionale Musik (.pdf
- 30kb)
Die Antworten der Schülerinnen und Schüler bewegen sich
meist vor allem im Bereich individueller Funktionen wie:
- Spaß haben, "chillen", sich gut fühlen,
entspannen, motivieren, ablenken, glücklich sein, sich konzentrieren,
Aggressionen abbauen, ...
Anlässe und Orte von Musik werden häufig
thematisiert wie:
- tanzen, lernen, Party, ...
Aber auch nachdenklichere Aspekte finden meist
ihren Ausdruck wie:
- sich ausdrücken, Gefühle verarbeiten, Lebenseinstellung
zeigen, in andere Welten abtauchen, sich artikulieren, zu fantasieren,
...
Die Ergebnisse sollten mit der Lerngruppe gemeinsam sortiert, diskutiert
und ggf. ergänzt werden.
Hieran kann sich ein Lehrervortrag zu darüber hinaus gehenden Funktionen von Musik anschliessen (vgl. die zugehörige Powerpoint im Downloadbereich):
Dabei wird vor allem auf die Funktion von Musik in unterschiedlichen Kontexten abgehoben (also neben den individuellen
Bezügen auch gesellschaftliche, ökonomische etc.).
Es wird auf Rezeptionsweisen eingegangen, die stärker einen
sinnlichen bzw. einen intellektuellen Zugang implizieren.
Der Sinn von Musik wird nochmals hinterfragt.
Das kulturelle Gebunden-Sein von Musik in einem
historischen und geografischen Kontext wird thematisiert.
Musik in therapeutischer und medizinischer wie auch religiöser
Funktion kann dabei ebenso angesprochen werden.
Als Ergänzung wäre es gut möglich, zu Funktionen von Musik in der Filmmusik überzuleiten (vgl. die zugehörige PDF im Downloadbereich):
Funktionale, autonome und funktionelle Musik werden hierbei zunächst unterschieden. Musikimmanente, gesellschaftliche und individuelle Funktionen von Filmmusik kristallisieren sich heraus. Danben werde "Meta-Funktionen" wie die ökonomische Funktion für den Verkauf der Filme angesprochen.
Im Bereich der intendierten Wirkungen werden dramaturgische, epische bzw. narrative, strukturelle und persuasive Funktionen gegeneinander abgegrenzt. Kompositionstechniken der Filmmusiker wie "Underscoring", "Mood-Technik", "Leitmotivtechnik" und "Montage" werden erläutert und mit Beispielen belegt. Instrumentale, stimmungsmäßige und stilistische Klischees werden aufgeführt, die als besonders geeignet erscheinen, funktionale Erwartungen an Filmmusik zu erfüllen.
This site is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.
