Landesbildungsserver Baden-Württemberg - Musik in der Oberstufe
Skip to content

Musik in der Oberstufe

Unbenanntes Dokument
Musik-Fachportal: Überblick!
transp5x5.gif  interner 
Link   Abitur - Formulare - Richtlinien    
Musik auf dem Landesbildungsserver Baden-Württemberg
transp5x5.gif Schwerpunktthemen - Materialien    
transp5x5.gif  interner 
Link   Gabrieli - Schütz   interner 
Link   G. Mahler - Kindertotenlieder
transp5x5.gif  interner 
Link   A. Vivaldi - L´Inverno   interner 
Link   A. Schönberg - Streichquartett Nr. 2
transp5x5.gif  interner 
Link   J.S. Bach - 5. Brandenburgisches Konzert   interner 
Link   A. Webern - Opus 6
transp5x5.gif     interner 
Link   A. Berg - Altenberglieder
transp5x5.gif  interner 
Link   W.A. Mozart - Zauberflöte  
  ________   interner 
Link   Ergänzende Materialien zum Abitur
transp5x5.gif  interner 
Link   Musik Pflichtfach - Ideen   interner 
Link   Tonsatz Lehrgang


Sergei Sergejewitsch Prokofjew
Klavierkonzert Nr. 3 C-Dur op.26

Informationen und Materialien von StD´in Andrea Amann (Fachberaterin Musik - RPS Stuttgart):

PDF-Dokument (14 Seiten) - Interner Link  Handreichung für den Musikunterricht

Prokofjew in jungen Jahren

“Prokofjew, der ein brillanter Pianist war, spielte die erste Aufführung des 3.Konzertes 1921 in Chicago unter der Leitung von Frederick Stock (zur selben Zeit wie die Premiere der Oper „Die Liebe zu den drei Orangen“) und dann in New York unter Albert Coates. Das Werk wurde nicht verstanden und hatte wenig Erfolg. 1925 führte Prokofjew es wiederum in New York auf und 1932 mit dem Boston Symphony Orchestra unter Serge Koussevitzky. Das Werk wurde nun mit großem Beifall aufgenommen. Später spielte er es in Paris, London und anderen Städten. Die erste Aufführung in Moskau fand 1927 statt, als Prokofjew es mit einem „Persimfan“-Orchester (ein Orchester, das ohne Dirigent spielte) aufführte. In Moskau fand das Werk eine triumphale Aufnahme.“

Uraufführung: 1921 in Chicago, Dirigent: Frederick Stock, Pianist: Sergej Prokofjew

Im Folgenden erhalten Sie zudem Infos und Materialien zu
Externer Link! LinksExterner Link! NotenExterner Link! Biografischer Skizze - Externer Link! Literatur

 

Wichtige Links:

Biographie in Kurzform:
Externer Link! 
http://de.wikipedia.org/wiki/Sergei_Sergejewitsch_Prokofjew

Stückinfos in Kurzform:
Externer Link!  
http://de.wikipedia.org/wiki/3._Klavierkonzert_(Prokofjew)

 

Noten:

Externer Link!  http://imslp.org/wiki/Piano_Concerto_No.3,_Op.26_(Prokofiev,_Sergei) - PD-Noten bei IMSLP (im PDF-Format)

Noten

 

Biographische Skizze

 

• 1891 Sergej Prokofjew wird am 11.April (jul.) bzw. 23.April (greg.) auf dem Gut Sonzowka bei Jekaterinenburg in der Ukraine als Sohn eines Gutsverwalters geboren
• 1895 erster Klavierunterricht von seiner Mutter
1896 erste Kompositionen, u.a. ein Indischer Galopp
• 1900 erste Oper: Der Riese
• 1902/03 private Kompositionsstudien bei R.Gliere
• 1904 wird Prokofjew Alexander Glasunow vorgestellt, der ihm rät, sofort ein Studium am Konservatorium zu beginnen, ab April Student am Sankt Petersburger Konservatorium
• bis 1914 Studium Komposition, Kontrapunkt, Orchestration, Klavier und Dirigieren, unter anderem bei Nikolai Rimski-Korsakow und Anatoli Ljadow
• 1908 Sinfonie E-Moll und Erste Klaviersonate; Debüt bei den Petersburger „Abenden für zeitgenössische Musik“
• 1911 Erste Klaviersonate als op.1 veröffentlicht
1912 UA Erstes Klavierkonzert in Moskau
• 1913 Erste Auslandsreise mit der Mutter: Paris, England, Schweiz; UA-Skandal 2.Klavierkonzert in Pawlowsk
• 1914 Anton-Rubinstein-Preis des Konservatoriums; in London Bekanntschaft mit Sergei Diaghilew
• Kompositionsauftrag zu einem Ballett „Le Chout“ durch S.Diaghilew
1917 Klassische Sinfonie, Erstes Violinkonzert, Visions fugitives, Dritte und Vierte Klaviersonate
• 1918 aufgrund der schwierigen Situation nach der Oktoberrevolution entschließt sich Prokofjew, Russland zu verlassen, reist über Sibirien und Japan in die Vereinigten Staaten
1919 Vertrag über die Komposition der Oper „Die Liebe zu den drei Orangen“ für Chicago
• 1920 lässt sich Prokofjew nach finanziellem Fiasko in Frankreich nieder
• 1921 UA „Le Chout“ in Paris zum Start der Diaghilew-Saison (Ballets Russes); UA Drittes Klavierkonzert und Liebe zu den drei Orangen in Chicago
• 1922/23 lebt Prokofjew in Ettal, von dort Konzertreisen als Pianist und Dirigent durch Europa
• 1923 Hochzeit mit der spanischen Sängerin Carolina Codina (Künstlername Lina Llubera)
1924 Zweite Sinfonie (UA 1925 in Paris unter Kussewizki)
• 1925 Amerika-Tournee
• 1927 Konzertreise führt Prokofjew erstmals wieder in die Sowjetunion, in Leningrad Bekanntschaft mit jungen Komponisten, u.a. D.Schostakowitsch
1929 Dritte Sinfonie; Tod Diaghilews
• 1930 Erstes Streichquartett, UA Vierte Sinfonie in Boston
• 1931 Viertes Klavierkonzert

• 1932 UA Fünftes Klavierkonzert in Berlin unter Furtwängler; Prokofjew übernimmt einen Lehrauftrag am Moskauer Konservatorium
• 1936 Übersiedelung der Familie nach Moskau; „Peter und der Wolf“, Tournee durch Spanien, Portugal, Algerien, Tunesien u.a. und durch die Vereinigten Staaten
• 1938 letzte Auslandsreise
• 1939 Prokofjew wird stellvertretender Vorsitzender des Moskauer Komponistenverbandes
1940 „Romeo und Julia“, Sechste Klaviersonate, große Produktivtät
• 1941 Trennung von seiner Familie, Prokofjew zieht zu der Dichterin Mira Mendelson; deutscher Überfall auf die Sowjetunion, Zweites Streichquartett
• 1942 Alma Ata, Filmkompositionen,
• 1943 „Krieg und Frieden“, Stalinpreis für die Siebente Klaviersonate
1944 Cinderella, Zweite Violinsonate; Aufführung von Schostakowitschs Erstem Klavierkonzert in Moskau mit Prokofjew als Dirigent (am Klavier Schostakowitsch), 5.Sinfonie, 8.Klaviersonate
• 1945 letztes Auftreten als Dirigent mit der UA der Fünften Sinfonie in Moskau; Ende Januar Sturz und anschließende lange Krankheit; Mai: deutsche Kapitulation
• 1946 Stalinpreis für 5.Sinfonie, 8.Klaviersonate und Filmmusik „Iwan der Schreckliche“
• 1947 unerwartete Absetzung der Oper Krieg und Frieden, nach scharfer Kritik am zweiten Teil des Films Iwan der Schreckliche wird eine Aufführung verboten; November: Auszeichnung als „Volkskünstler der Sowjetunion“
• 1948 wird Prokofjew vom Zentralkomimtee der KPdSU formalistischer Tendenzen bezichtigt und zu größerer Volkstümlichkeit aufgefordert; Heirat mit Mira Mendelson
• 1949 Zusammenarbeit mit dem Cellisten Rostropowitsch bei der Komposition der Violoncellosonate
• 1950 erneut schwere Erkrankung, trotzdem unermüdliche Kompositionstätigkeit
1952 Sechstes Klavierkonzert, UA Violoncellokonzert mit Rostropowitsch, UA 7.Sinfonie
• 1953 Arbeit an Violoncello-Sonate und an 10.Klaviersonate, 5.März: Prokofjew stirbt am selben Tag wie Stalin, Prokofjews Tod bleibt im Schatten der landesweiten Trauer um den gleichzeitig verstorbenen Diktator von der Öffentlichkeit fast völlig unbeachtet

 

 

Literatur:

• M.Biesold. Sergej Prokofjew- Komponist im Schatten Stalins. Quadriga Verlag, 1996
• I.Nestjew. Prokofjew. Der Künstler und sein Wek. Henschelverlag Berlin, 1962
• S.Prokofjew. Dokumente, Briefe, Erinnerungen. Hrsg. S.I.Schlifstein. VEB Deutscher Verlag für Musik Leipzig
• N.Pawlowna Sawkina. Sergej Sergejewitsch Prokofjew. Piper/ Schott Verlag, 1993
• T.Schipperges. Sergej Prokofjew. Rowohlt Verlag, 1995
• F.Streller. Sergej Prokofjew und seine Zeit. Breitkopf und Härtel, Leipzig 1953, Laaber-Verlag 2003
• Programmheft Akademische Orchestervereinigung Göttingen e.V.

 

CC   This site is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

 

Von diesem Server wird auf zahlreiche Seiten anderer Anbieter verwiesen, für die wir nicht verantwortlich sind und nicht haften.