Musik in der Oberstufe
Unbenanntes Dokument
Sergei Sergejewitsch Prokofjew
Klavierkonzert Nr. 3 C-Dur op.26
Informationen und Materialien von StD´in Andrea Amann
(Fachberaterin Musik - RPS Stuttgart):
PDF-Dokument (14 Seiten) - Handreichung
für den Musikunterricht
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“Prokofjew, der ein brillanter Pianist war, spielte
die erste Aufführung des 3.Konzertes 1921 in Chicago
unter der Leitung von Frederick Stock (zur selben Zeit wie
die Premiere der Oper „Die Liebe zu den drei Orangen“)
und dann in New York unter Albert Coates. Das Werk wurde nicht
verstanden und hatte wenig Erfolg. 1925 führte Prokofjew
es wiederum in New York auf und 1932 mit dem Boston Symphony
Orchestra unter Serge Koussevitzky. Das Werk wurde nun mit
großem Beifall aufgenommen. Später spielte er es
in Paris, London und anderen Städten. Die erste Aufführung
in Moskau fand 1927 statt, als Prokofjew es mit einem „Persimfan“-Orchester
(ein Orchester, das ohne Dirigent spielte) aufführte.
In Moskau fand das Werk eine triumphale Aufnahme.“
Uraufführung: 1921 in Chicago, Dirigent: Frederick Stock, Pianist:
Sergej Prokofjew |
Im Folgenden erhalten Sie zudem Infos und Materialien zu
Links - Noten - Biografischer Skizze - Literatur
Wichtige Links:
Biographie in Kurzform:
http://de.wikipedia.org/wiki/Sergei_Sergejewitsch_Prokofjew
Stückinfos in Kurzform:
http://de.wikipedia.org/wiki/3._Klavierkonzert_(Prokofjew)
Noten:
http://imslp.org/wiki/Piano_Concerto_No.3,_Op.26_(Prokofiev,_Sergei) -
PD-Noten bei IMSLP (im PDF-Format)

Biographische Skizze
• 1891 Sergej Prokofjew wird am 11.April (jul.) bzw.
23.April (greg.) auf dem Gut Sonzowka bei Jekaterinenburg
in der Ukraine als Sohn eines Gutsverwalters geboren
• 1895 erster Klavierunterricht von seiner Mutter
• 1896 erste Kompositionen, u.a. ein Indischer
Galopp
• 1900 erste Oper: Der Riese
• 1902/03 private Kompositionsstudien bei R.Gliere
• 1904 wird Prokofjew Alexander Glasunow vorgestellt,
der ihm rät, sofort ein Studium am Konservatorium zu
beginnen, ab April Student am Sankt Petersburger Konservatorium
• bis 1914 Studium Komposition, Kontrapunkt, Orchestration,
Klavier und Dirigieren, unter anderem bei Nikolai Rimski-Korsakow
und Anatoli Ljadow
• 1908 Sinfonie E-Moll und Erste Klaviersonate; Debüt
bei den Petersburger „Abenden für zeitgenössische
Musik“
• 1911 Erste Klaviersonate als op.1 veröffentlicht
• 1912 UA Erstes Klavierkonzert in Moskau
• 1913 Erste Auslandsreise mit der Mutter: Paris,
England, Schweiz; UA-Skandal 2.Klavierkonzert in Pawlowsk
• 1914 Anton-Rubinstein-Preis des Konservatoriums;
in London Bekanntschaft mit Sergei Diaghilew
• Kompositionsauftrag zu einem Ballett „Le Chout“
durch S.Diaghilew
• 1917 Klassische Sinfonie, Erstes Violinkonzert,
Visions fugitives, Dritte und Vierte Klaviersonate
• 1918 aufgrund der schwierigen Situation nach der
Oktoberrevolution entschließt sich Prokofjew, Russland
zu verlassen, reist über Sibirien und Japan in die
Vereinigten Staaten
• 1919 Vertrag über die Komposition der
Oper „Die Liebe zu den drei Orangen“ für
Chicago
• 1920 lässt sich Prokofjew nach finanziellem
Fiasko in Frankreich nieder
• 1921 UA „Le Chout“ in Paris zum Start
der Diaghilew-Saison (Ballets Russes); UA Drittes
Klavierkonzert und Liebe zu den drei Orangen in Chicago
• 1922/23 lebt Prokofjew in Ettal, von dort Konzertreisen
als Pianist und Dirigent durch Europa
• 1923 Hochzeit mit der spanischen Sängerin Carolina
Codina (Künstlername Lina Llubera)
• 1924 Zweite Sinfonie (UA 1925 in Paris unter
Kussewizki)
• 1925 Amerika-Tournee
• 1927 Konzertreise führt Prokofjew erstmals
wieder in die Sowjetunion, in Leningrad Bekanntschaft mit
jungen Komponisten, u.a. D.Schostakowitsch
• 1929 Dritte Sinfonie; Tod Diaghilews
• 1930 Erstes Streichquartett, UA Vierte Sinfonie
in Boston
• 1931 Viertes Klavierkonzert
• 1932 UA Fünftes Klavierkonzert in Berlin unter
Furtwängler; Prokofjew übernimmt einen Lehrauftrag
am Moskauer Konservatorium
• 1936 Übersiedelung der Familie nach Moskau;
„Peter und der Wolf“, Tournee durch Spanien,
Portugal, Algerien, Tunesien u.a. und durch die Vereinigten
Staaten
• 1938 letzte Auslandsreise
• 1939 Prokofjew wird stellvertretender Vorsitzender
des Moskauer Komponistenverbandes
• 1940 „Romeo und Julia“, Sechste
Klaviersonate, große Produktivtät
• 1941 Trennung von seiner Familie, Prokofjew zieht
zu der Dichterin Mira Mendelson; deutscher Überfall
auf die Sowjetunion, Zweites Streichquartett
• 1942 Alma Ata, Filmkompositionen,
• 1943 „Krieg und Frieden“, Stalinpreis
für die Siebente Klaviersonate
• 1944 Cinderella, Zweite Violinsonate; Aufführung
von Schostakowitschs Erstem Klavierkonzert in Moskau mit
Prokofjew als Dirigent (am Klavier Schostakowitsch), 5.Sinfonie,
8.Klaviersonate
• 1945 letztes Auftreten als Dirigent mit der UA der
Fünften Sinfonie in Moskau; Ende Januar Sturz und anschließende
lange Krankheit; Mai: deutsche Kapitulation
• 1946 Stalinpreis für 5.Sinfonie, 8.Klaviersonate
und Filmmusik „Iwan der Schreckliche“
• 1947 unerwartete Absetzung der Oper Krieg und Frieden,
nach scharfer Kritik am zweiten Teil des Films Iwan der
Schreckliche wird eine Aufführung verboten; November:
Auszeichnung als „Volkskünstler der Sowjetunion“
• 1948 wird Prokofjew vom Zentralkomimtee der KPdSU
formalistischer Tendenzen bezichtigt und zu größerer
Volkstümlichkeit aufgefordert; Heirat mit Mira Mendelson
• 1949 Zusammenarbeit mit dem Cellisten Rostropowitsch
bei der Komposition der Violoncellosonate
• 1950 erneut schwere Erkrankung, trotzdem unermüdliche
Kompositionstätigkeit
• 1952 Sechstes Klavierkonzert, UA Violoncellokonzert
mit Rostropowitsch, UA 7.Sinfonie
• 1953 Arbeit an Violoncello-Sonate und an 10.Klaviersonate,
5.März: Prokofjew stirbt am selben Tag wie Stalin,
Prokofjews Tod bleibt im Schatten der landesweiten Trauer
um den gleichzeitig verstorbenen Diktator von der Öffentlichkeit
fast völlig unbeachtet
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Literatur:
• M.Biesold. Sergej Prokofjew- Komponist im Schatten Stalins.
Quadriga Verlag, 1996
• I.Nestjew. Prokofjew. Der Künstler und sein Wek. Henschelverlag
Berlin, 1962
• S.Prokofjew. Dokumente, Briefe, Erinnerungen. Hrsg. S.I.Schlifstein.
VEB Deutscher Verlag für Musik Leipzig
• N.Pawlowna Sawkina. Sergej Sergejewitsch Prokofjew. Piper/
Schott Verlag, 1993
• T.Schipperges. Sergej Prokofjew. Rowohlt Verlag, 1995
• F.Streller. Sergej Prokofjew und seine Zeit. Breitkopf und
Härtel, Leipzig 1953, Laaber-Verlag 2003
• Programmheft Akademische Orchestervereinigung Göttingen
e.V.
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