Bearbeitung von NwT-Unterrichtsthemen
Der Unterricht im Fach NwT soll weitestgehend handlungsorientiert verlaufen. Wo immer dies möglich ist, erarbeiten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen von Projekten Fachmethoden an Beispielen aus ihrer Lebenswelt. Die Arbeit an einem Unterrichtsthema soll den Schülerinnen und Schülern eine möglichst große Beteiligung an der Auswahl der unterschiedlichen Aspekte eines Themas und der Gestaltung der konkreten Arbeit ermöglichen.
Die Rolle des Lehrenden ist dabei die eines Beraters, der auf der Basis seines Wissensvorsprungs, seiner Methodenkenntnis und seines Überblicks über das Thema den Lernprozess positiv beeinflusst und die einzelnen Phasen der Arbeit am Thema steuert. Voraussetzung sind, vor allem in der Arbeitsphase, entsprechende Rahmenbedingungen wie z.B. Gruppengröße, Ausstattung der Schule und Bereitschaft von Firmen und Instituten.
Die im Nachfolgenden beschriebenen Phasen stellen einen möglichen Ablauf der Arbeit an einem Unterrichtsthema dar. Die Reihenfolge muss nicht der unten stehenden entsprechen; manche Phasen können parallel laufen, andere in den Hintergrund treten oder ganz wegfallen. Selbstverständlich werden, wo dies sinnvoll erscheint, auch Unterrichtsphasen mit Lehrervorträgen und Lehrer-Schüler-Gesprächen eingeflochten.
1. Vorbereitung
Annäherung an das Thema
Ausgangspunkt ist stets die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler.
Inhaltliche Anknüpfungspunkte:
- Interessen der Schülerinnen und Schüler
- schulisch und außerschulisch gewonnene Kenntnisse
- der eigene Körper, Sport, Hobby
- Technisches Produkt
Methodische Möglichkeiten
- Brainstorming
- Mindmap
- Concept-Map
- Moderation
Ergebnis soll eine Übersicht über das Thema sein mit Perspektiven für Referatsthemen, durchzuführende Experimente und mögliche Projekte. In gemeinsamer Auswahl werden Referate verteilt, Experimente vorgeplant und Projektgruppen gebildet.
Bereitstellung von Methoden und Vorkenntnissen
Vorkenntnisse, bekannte und neu eingeführte Methoden sollen die Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzen, sich neue Erkenntnisse und Inhalte in der nachfolgenden praktischen Arbeit und in Recherchen so weit wie möglich selbständig zu erarbeiten. Dabei wird von einer Gesamtsicht des Themas ausgegangen, aber auch die Perspektiven der Basiswissenschaften einbezogen.
Vorkenntnisse aus den Basiswissenschaften
Vorkenntnisse aus Büchern, TV-Sendungen etc.
Bereits bekannte Mess- und Beobachtungsmethoden z.B. aus den Basiswissenschaften
Einführung weiterer Mess- und Beobachtungsmethoden
2. Arbeitsphase
Praktika
- Mit vorgegebenen Arbeitsblättern
Verbalen Anleitungen
Besser noch mit zu lösenden Problemstellungen
Referate
Mit in der Vorbereitungsphase gefundenen Themen
Mit vom Lehrenden vorgeschlagenen Themen
Mit Themen, die sich während der Arbeitsphase ergeben
Projektarbeiten
Ziel ist die Erarbeitung eines Produktes, z.B.
ein technischer Gegenstand
ein Modell
ein naturwissenschaftlicher Artikel
ein gemeinsames Buch
eine Ausstellung
Modelle für Projekte
Hegau-Bodensee-Seminar etc.
TheoPrax
Jugend Forscht
Zur Zielsetzung, Planung und Durchführung siehe auch Anleitungen zur Projektarbeit und zum Projektmanagement
Exkursionen
- Vorbereitung
- Erkundung der Aufgaben des Instituts, bzw. der Produkte des Betriebes, z.B. durch Lektüre von Firmenprospekten und Recherche im Internet
Formulierung von Fragen, die vorab zugesandt werden
- Besuch
- Nachbereitung
Was wurde gelernt?
Was war besonders interessant?
3. Ergebnissicherung
Zusammenfassung
Ausstellung
Präsentation vor Schulöffentlichkeit
Gemeinsame Broschüre, Buch, etc.
Bewertung
Referate
Praktika
selbst erstellte Texte, wie z.B. Artikel oder Facharbeiten
Präsentationen
Mündliche Noten
Klassenarbeiten