Landesbildungsserver Baden-Württemberg - Erdbeerbeet
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Boden ist nicht gleich Boden

Was ist Boden?

Als Boden wird der belebte oberste Teil der Erdkruste bezeichnet. Er besteht aus anorganischen Mineralien und dem organischen Humus. Die Hohlräume sind mit Bodenwasser und Bodenluft gefüllt. Der Bereich des Bodens (Pedosphäre) wird nach unten durch anstehendes Gestein (fest oder locker) begrenzt, nach oben meist durch einen Pflanzenbewuchs (Vegetationsdecke). Der Boden entwickelt sich unter dem Einfluss von Umweltfaktoren durch Prozesse der Gesteinsverwitterung, der Zersetzung organischer Stoffe und in Wechselwirkung mit Bodenlebewesen. Der Boden ist zentrale Lebensgrundlage für Pflanzen und direkt oder indirekt für Tiere und Menschen.

Je nach seiner Entstehung und Zusammensetzung hat ein Boden unterschiedliche Eigenschaften. Was uns Menschen zunächst am meisten daran interessiert, ist seine Qualität bezüglich des Anbaus von Pflanzen - sei es im Garten, in Pflanzkübeln oder auf dem Feld.
Was aber macht eine gute Bodenqualität aus?
Sicherlich ist es der Gehalt an Mineralstoffen (= Mineralsalzen), oft fälschlicherweise auch als "Bodennährstoffe" bezeichnet. Die Mineralstoffe stammen aus der Verwitterung des anstehenden Gesteins, über dem der Boden entsteht, und können in Menge und Zusammensetzung sehr unterschiedlich sein. Auch Verwesungsprozesse bringen dem Boden quasi als Recycling entzogene Mineralstoffe wieder zurück. Wir Menschen tun dies in Form von Mineraldüngern.
Ebenso wichtig ist es, dass ein Boden Wasser und Luft enthalten muss, um beides den Wurzeln der Pflanzen zur Verfügung zu stellen. Natürlich muss ein Boden den Pflanzenwurzeln auch Halt geben. Die Fähigkeit Wasser zu speichern (Wasserspeicherkapazität) und die Durchlüftung hängen von der Größe der Bodenbestandteile ab, der so genannten Korngrößenverteilung. Auch alle Bodenlebewesen spielen eine Rolle, da sie durch ihre Lebens- und Ernährungsweise den Boden lockern und durchlüften (und wie schon gesagt Mineralstoffe recyceln).
Biologische Bedingungen und chemische Prozesse, die für die Bodenqualität verantwortlich sind, sind vom pH-Wert abhängig; er zeigt an, ob das Milieu (= Umgebung) im Boden neutral, sauer oder alkalisch ist. Der pH-Wert ist wiederum abhängig von der Zusammensetzung des Bodens. Enthält ein Boden viel Kalk, so ist er in der Regel alkalisch oder neutral. Der Kalkgehalt spielt damit eine wesentliche Rolle für die Standortqualität eines Bodens. Für die Wahl eines guten Bodens genügt es allerdings nicht, nur seine Qualität zu kennen. Es ist genauso wichtig zu wissen, welche Anforderungen eine Pflanze an "ihren guten Boden" stellt. Nicht jede Pflanze braucht das Gleiche in der gleichen Menge, um gedeihen zu können. Das ist einleuchtend, wissen wir doch, dass es Pflanzen gibt, die z. B. viel Sonne brauchen und andere, die nur im Schatten wachsen; mit den Bodenbedingungen ist es nicht anders. Also: nicht jeder Boden ist für die gleiche Pflanze gleich gut geeignet.

Frage: Welche Kriterien kann man erfassen, um die Qualität eines Bodens zu beurteilen?

Aufgabe: Überlege, wie du deinen Boden bezüglich der Wasserspeicherkapazität untersuchen kannst. Plane deinen Versuch und erstelle eine Liste der dafür notwendigen Gegenstände. Welche Vorbereitungen musst du noch in dieser Stunde treffen?

Hausaufgaben:

  1. Ermittle mit Hilfe der Inhaltsangabe einer Düngerverpackung, welche Mineralstoffe damit zugesetzt werden und in welcher Menge.

  2. Informiere dich unter auf dieser Externer
Link  Internetseite über den Aufbau des Bodens. Drucke die Zeichnung dazu aus und klebe sie in deinen Ordner. Notiere zu jeder Bodenschicht in der Zeichnung die wichtigsten Merkmale.

  3. Welche Bodenschicht muss untersucht werden, wenn die Bodenqualität für die Erdbeerpflanze getestet werden soll?

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