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Bedienung des Programms "Goldwave".1.) Was ist "Goldwave"? Goldwave von Chris Craig ist ein Shareware Tonaufzeichnungs-Programm, das
einfach zu bedienen und besonders gut für physikalische Versuche mit der
Soundkarte geeignet ist. Es kann im Internet unter
Hier wird die im Augenblick aktuelle englische Shareware-Version 4.26
vorgestellt. (August 2003) 2.) Messungen machen mit Goldwave. Alle für die Steuerung einer Aufnahme wichtigen Bedienelemente und Einstellungen erreicht man über "Device Controls". Es ist daher sinnvoll, dass dieses Fenster ständig angezeigt wird. Wenn es nicht erscheint, wird es zunächst über Window -> Companion -> Device Controls aktiviert. Auf den "Effects tool bar" kann man u.U. verzichten.
Die Steuerelemente des Device Controls Fenster sind weitgehend
selbsterklärend, die Symbole erinnern an die bekannten Symbole von
Cassettengeräten bzw. CD-Playern und Videorekordern. Alternativ kommt man zu diesen Einstllungen auch über Options -> Controls -> ...
2.1.) Wahl der Signalquelle. Zu Beginn einer Messreihe sollte man sich immer zuerst davon überzeugen, dass die richtige Signalquelle ("Line-in" oder "Microphone") ausgewählt ist. Goldwave benutzt zur Auswahl der Signalquellen nicht die üblichen
Einstellungen von Windows, sondern ein eigenes Auswahlmenü im Programm
selbst.
Zu diesem Fenster gelangt man auch über Options -> Controls -> Volume 2.2.) Starten einer Messung von Hand.
Während einer Messung ist das aufgezeichnete Signal übrigens nicht zu sehen, es wird erst nach Ablauf der Messung dargestellt. Device Controls zeigt eine Aussteuerungsanzeige für die beiden
Kanäle, ein Mini-Oszilloskopbild des angelegten Signals und hat die
gängigen Symbole für Aufnahme und Widergabe und "Spulen".
Alles bedient man intuitiv sofort richtig. Ein Drücken auf den roten "Record" Knopf bei gedrückter Strg-Taste startet die Aufzeichnung.
3.) Auswerten einer Messung. Meist interessiert aus der Aufzeichnung nur ein ganz kleiner Teil. Man kann
sich in die Aufzeichnung "hinein zoomen", indem man mit der linken
Maustaste vor die interessierende Stelle klickt ( der Bereich links
davon wird nun schwarz ausgeblendet ) und mit der rechten Maustaste das
Ende des interessierenden Bereichs markiert. Ein Klick auf das
Lupensymbol in der Bedienleiste ( "Sel"- Selection )
vergrößert den gewählten Ausschnitt auf die ganze
Fensterbreite. Sieht man noch nicht alle interessierenden Details,
wiederholtman den Vorgang.
3.1.) Zeitmessungen mit dem Programm. Die Zeit zwischen den zwei Markierungen kann man mit Hilfe der eingestellten
Zeitachse ablesen. Sie wird aber auch in der Fußzeile angezeigt, sofern
die Statusleiste aktiv ist ( ggf. mit Window -> Companion -> Status
Bar aktivieren ).
4..) Abspeichern einer Messung oder Auswahlpassage. Abspeichern erfolgt, wie gewohnt, im Menü "File". Man hat die Wahl zwischen dem Abspeichern der ganzen Aufnahme ( save as ) und dem Speichern des gewählten Ausschnitts ( save selection as ). Meist wird man sich für letzteres entscheiden. Dabei sind die wichtigsten Ton-Dateiformate wie .wav und .mp3 als Speicherformat möglich. Weiterhin ist auch eine Ausgabe als Textdatei, z.B. für die Weiterbearbeitung der Daten in einer Tabellenkalkulation wählbar. 4.1.) Ausgabe der Daten für die Weiterbearbeitung in einer Tabellenkalkulation. Leider werden die aufgezeichneten Spannungswerte im ASCII-Format nur einfach
zeilenweise hintereinander ausgegeben. Eine Zuordnung zu den Zeitpunkten, zu
denen sie erfasst wurden, erfolgt nicht. Ein weiteres Problem ist, dass in der
Dezimaldarstellung der Messwerte ein Punkt statt einem Komma verwendet wird.
Daher sind die Daten in dieser Form z.B. für EXCEL nicht zu nutzen. Ein kleines Delphi-Programm kann die ASCII-Liste mit den Informationen damit
so aufarbeiten, dass die Daten in einer Tabellenkalkulation wie z.B. EXCEL
nutzbar werden. Eventuell nötige Anpassungen können in diesem Programm ebenfalls vorgenommen werden. Um das Programm für möglichst viele Tabellenkalkulationsprogramme nutzbar zu machen, kann man festlegen, welches Trennzeichen (Leerzeichen, Semikolon, Komma oder frei wählbares Trennzeichen) benutzt werden soll. Die Ausgabe der Dezimalzahlen kann wahlweise mit Komma oder Punkt erfolgen. Für die Zeitausgabe kann man zwischen Sekunden und Millisekunden wählen. Bei einer Ausgabe mit Komma als Dezimalzeichen sind die Daten direkt in EXCEL nutzbar. Man lädt die von Goldwave im Format .txt erstellte Mono- oder Stereodatei zunächst in "Goldtab". Sie wird gemäß den Einstellungen überarbeitet und danach ebenfalls als Textdatei abgespeichert. Dann importiert man sie in EXCEL und gibt das verwendete Trennzeichen an. Es können nur Dateien bis zu 2 MByte Größe bearbeitet werden .... aber, Sie werden größere Dateien ja wohl in EXCEL nicht sichten und auswerten wollen!? Sollten Sie Fehler im Programm entdecken, bitte um Mitteilung an fg_physik@lbs.bw.schule.de 5.) Starten einer Messung mit getriggertem Aufnahmestart. Oszilloskope besitzen einen "Trigger". Beim Überschreiten ( pos. Flanke ) oder Unterschreiten ( neg. Flanke ) eines bestimmten, einstellbaren Spannungswerts läuft der Strahl von links nach rechts über den Bildschirm. Der Trigger dient dort der Synchronisation des Oszilloskopstrahls mit dem angelegten Signal. Genauso kann Goldwave einen "getriggerten Aufzeichnungsstart" durchführen, d.h. die Aufzeichnung beginnt nicht sofort beim Drücken des "Record" Knopfes, sondern das Programm "lauscht" am gewählten Eingang und beginnt mit der Aufzeichnung erst dann, wenn ein zuvor festgelegter Spannungswert überschritten wird. Danach wird für eine ebenfalls festgelegte Zeitperiode aufgezeichnet.
Dazu wird das Kästchen "Level activated" angeklickt. In dem Datenfeld "Threshold" wird die Triggerschwelle ausgewählt: beim Überschreiten des eingestellten Spannungswerts beginnt die Aufzeichnung. Wie lange sie dauert, legt man in dem Feld "Duration" fest. (Im Beispiel wird bei Überschreiten eines Spannungswerts von 0,19 Volt mit der Aufzeichnung begonnen. Die Aufzeichung dauert 1.00 s. Entfernt man bei "Recording options" das Häkchen bei "Ctrl key option" kann man die Aufzeichnung durch Klicken des roten Punkts direkt starten, ohne dass die Strg-Taste gedrückt werden muss. 6.) Goldwave als Tongenerator. Goldwave läßt sich auch umgekehrt zur Ausgabe von selbst generierten Tönen nutzen. Es wird so zu einem programmierbaren Tongenerator. Aus der Sicht der Physik ist dabei der Expression-Evaluator besonders interessant, den man in der "Effects tool bar" Leiste ganz rechts findet ( Symbol f(x) ). Nach dem Anklicken öffnet sich ein Fenster, das an einen Taschenrechner erinnert.
Mit Mausklicks auf die Tasten können die Werte eingegeben werden. Man kann aber auch direkt im Feld "Expression" einen mathematischen Ausdruck eingeben. Nach dem Drücken der Taste "Start" werden die Amplituden berechnet und dann als Ton ausgegeben. Anschließend kann man die Töne abspielen. Im Beispiel würde ein Sinuston der Frequenz 440 Hz erzeugt, der die halbe Maximalamplitude (also 0,5Vss) hat. Man kann auch Töne anderer Wellenformen testen - (step(sin(2*pi*f*t)) würde z.B. ein Rechtecksignal gleicher Frequenz erzeugen - und den Unterschied in der Klangwahrnehmung hören. Probieren Sie es doch einfach einmal aus! |







