Rutherford - die Mauer hat Löcher!
Rutherford - die Mauer hat Löcher!
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Nach der Auffassung der alten Griechen waren Atome so etwas wie kleine,
unteilbare und harte Kugeln - zu klein für das Auge.
Nach der
Entdeckung der elektrischen Ladungen und der Reibungselektrizität
erweiterten die Physiker der damaligen Zeit das Modell zu einer anderen
Modelltheorie: die Masse des Atoms, genau wie die positive Ladung, sei
gleichmäßig über das Atom verteilt und darin seien die negativ
geladenen Elektronen wie die Rosinen in einem Teig
eingebettet.(Rosinenkuchenmodell - J.J. Thomson 1897) |
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Was würde wohl passieren, wenn man eine dünne Goldfolie, hunderte
von Atomlagen stark, mit positiv geladenen Bruchstücken aus einem
radioaktiven Zerfall (Alpha-Teilchen, 2 fach positiv) beschießen würde?
Rutherford beobachtet die "Einschläge" der
Alpha-Teilchen auf einem Szintillationsschirm, der aufblitzt, wenn ein Teilchen
auftrifft. |
- würden diese Teilchen an der massiven "Atommauer" abprallen
und zurückgeworfen werden?
- würden sie energiereich genug sein, die Wand zu durchdringen und kaum
aus ihrer Richtung abgelenkt werden, weil die positive Ladung gleichmäßig
verteilt ist und die leichten Elektronen kaum stören?
- würde gar etwas Unerwartetes passieren?
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Das letztere trat ein: Rutherford fand zwar, wie er erwartete, dass der größte
Teil der Elektronen einfach die Atomwand durchdrang, jedoch fand er auch -
erstaunlicherweise - unter verschiedenen Winkeln Lichtblitze ! Nur
einige sehr wenige Alpha-Teilchen wurden zurückgeworfen. |
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Rutherfords Erklärung war folgende (er erhielt dafür 1908 den
Nobelpreis): |
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Das Atom besteht zum größten Teil aus nichts - aus leerem Raum.
Der größte Teil der Masse (99,9%) und die positive Ladung sind in
einem sehr kleinen Atomkern konzentriert.
Dieser Kern ist etwa 10.000
bis 100.000 mal kleiner als das Atom selbst. | |
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Auf Teilchen, die sehr weit am Kern vorbeifliegen, übt
der Atomkern fast keine Kräfte aus. Sie
fliegen praktisch ungehindert durch das Atom hindurch.
Teilchen, die näher am Kern vorbeifliegen werden
je nach Ladung von diesem mehr oder weniger stark abgestoßen (Teilchen
positiv geladen) oder angezogen (Teilchen negativ geladen). Sie werden aus ihrer ursprünglichen Richtung abgelenkt,
und zwar um so mehr, je näher sie dem Kern kommen. (Streuung)
Ein positiv geladenes Teilchen auf "Kollisionskurs"
wird auf dem Weg zum Kern immer mehr abgebremst und kehrt schließlich
um.(Rückstreuung)
Je energiereicher es ist, um so näher kann
es dem Kern kommen. Da der Kern sehr klein ist, passiert das sehr selten.
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Beachte, diese Skizze ist nicht maßstabsgetreu! - Ein Vergleich :
Der "Kern" im Bild ist 16 Bildpunkte ('Pixel') groß. Dann müßte
das ganze Atom in richtigen Maßstab mindestens 160.000 Pixel groß
sein. Bei einer Bildschirmhöhe von 768 Punkten (1024x768) entspricht das
einem Turm von etwa 208 Bildschirmen übereinander! Wäre Dein Monitor
mit dem Kern in der Mitte, so wären über und unter Dir je etwa 100
Monitore! Bei einer Bildhöhe eines Monitor von 33 cm wären die
Atomgrenzen also in 34 m Entfernung, oder etwa jeweils 13 Stockwerke über
und unter dir !
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Noch mehr gibt's online: |
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Unter der folgenden Internet-Adresse kannst du in einem Java-Applet
Rutherfords Versuch virtuell nachstellen. Du kannst die Energie (und damit die
Geschwindigkeit) der Teilchen verändern und beobachten was geschieht.
http://www.scri.fsu.edu/~jac/Java/rutherford.html
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Hier kann man ein Delphi-Programm herunterladen mit dem man Rutherfords
Experiment am Computer wiederholen kann. Es kann die
Teilchengeschwindigkeit (velocity), die Ladung der Teilchen (charge), die Kerngröße
(nucleus radius), die Zahl der Teilchenstrahlen (number of pairs) und der
Abstand d von der Mitte (distance from center) verändert werden.
Wer schafft einen Streuwinkel von 90 Grad und wer "schießt" den
Atomkern ab? .... Fast schon wie Moorhühner jagen!
http://library.thinkquest.org/19662/high/eng/exp-rutherford.html , |
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