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1. Praktische Tipps

Die Burg Hohenbaden ist täglich von 10 Uhr (zuweilen auch schon früher) bis hin zum Einbruch der Dunkelheit begehbar. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt in die Burg ist frei.

Auf der Burg existiert eine Gaststätte (Altes Schloss Hohenbaden, Alter Schlossweg 10, 76532 Baden-Baden, Tel.: 07221/26948, Fax: 07221/391775, E-Mail: info@schloss-hohenbaden.de), die auch kleinere Speisen und Snacks anbietet.

Eine der Öffentlichkeit zugängliche Toilettenanlage findet sich gleich links hinter dem südlichen Haupttor.

externer Link Lageplan

Anfahrt:
Die Linie 215 der Baden-Baden-Linie fährt nur von April bis Oktober und nur sonntags jeweils um 13.15 und 16.15 Uhr ab Augustaplatz/Baden-Baden zur Burg Hohenbaden.

Somit besteht für Schulklassen in Allgemeinen nur die Möglichkeit, entweder mit einem angemieteten Bus zur Burg zu fahren (Busparkplatz unmittelbar bei der Burg vorhanden) oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln und dann anschließend zu Fuß die Burg zu erreichen. Hierbei bestehen die folgende Optionen:

  1. Von Baden-Baden Hauptbahnhof mit Bus 201 (Richtung Lichtental - Oberbeuern) nach Baden-Baden, Haltestelle Leopoldsplatz. Dort in den Bus 214 (Richtung Selbach - Gaggenau) einsteigen und bis Ebersteinburg, Haltestelle Kapelle (440 m ü. M.) fahren. Nun der Herrenäckerstraße bis zum Waldparkplatz folgen. Vom Waldparkplatz zur Unteren Batterthütte (493 m) und von dort auf gutem, aber steinigen Weg ("Unterer Felsenweg") immer unterhalb der bald mächtig aufragenden Felswände des Batterts zur Burg Hohenbaden (410 m). Entfernung Haltestelle Kapelle/Hohenbaden ca. 2 km, ca. 40 Minuten Gehzeit.
     
  2. Von Baden-Baden Hauptbahnhof mit Bus 201 (Richtung Lichtental - Oberbeuern) nach Baden-Baden, Haltestelle Festspielhaus/Alter Bahnhof aussteigen. Die Lange Straße überqueren, dann der Leopoldstraße bis zur Schützenstraße folgen. Nun halbrechts ein Treppchen hinauf und dem schönen Belzerweg (gelbe Raute) an der Bernharduskapelle vorbei zur Burg Hohenbaden folgen. Entfernung Festhalle - Burg Hohenbaden ca. 3 km, Anstieg ca. 250 Höhenmeter, ca. 1 Stunde Gehzeit, bei Abstieg nach Baden-Baden Gehzeit deutlich kürzer.
    Benutzt man den Belzerweg zum Abstieg, besteht noch die Option, über Schützen-, Wetzelstraße, Göttergasse und Schlossstraße zum Neuen Schloss zu gelangen.
     
  3. Vom Murgtal kommend vom Bahnhof Gaggenau mit Bus 214 (Richtung Baden-Baden - Steinbach - Bühl) bis Ebersteinburg, Haltestelle Kapelle, dann weiter wie bei a).


Bei der Wanderung zur Burg und bei der Begehung der Burg sollten die Schülerinnen und Schüler dem Gelände angemessene Schuhe tragen und - falls sie noch jünger sind - nicht ohne direkte Beaufsichtigung bleiben (z. T. steile Treppen, z. B. auf den Bergfried; trotz der Anbringung von Geländern an mehreren Punkten gewisse Absturzgefahr bei leichtsinnigem Verhalten; Mauern und felsiges Gelände verleiten zum Klettern).

Für eine Erkundung der Burg sind Kompass (Himmelsrichtungen), ein Metermaß (Vermessungsaufgaben), Taschenlampen (Keller unter dem Bernhardsbau) und für das Ausfüllen der Arbeitsblätter Stifte und eine Schreibunterlage von Nutzen. Die Gruppe, die den Burgbesuch dokumentiert, darf die Fotoapparate nicht vergessen.

Die "Ritterplatte", ein Felsplateau oberhalb der Burg Hohenbaden und gute Picknickmöglichkeit, kann vom Nordtor der Burg in ca. 10 Gehminuten erreicht werden (vom Bergfried aus sichtbar; beschildert).
In der Klosteranlage Lichtenthal in Baden-Baden sind der Klosterhof und die Abteikirche tagsüber frei zugänglich. Die Fürstenkapelle (die Grablege der Markgrafen von Baden) und das kleine Museum zur 750-jährigen Klostergeschichte können dagegen nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Eine Voranmeldung für Gruppen ist obligatorisch, die Kosten betragen 1,00 EURO pro Schüler (Stand 2009).
Kontakt: Tel: (07221) 50 49 10 oder E-Mail kontakt@abtei-lichtenthal.de

Ein Modell der Burg Hohenbaden befindet sich in der Abteilung "Zwischen Burg, Stadt und Kathedrale. Leben im Spätmittelalter" des Badischen Landesmuseums in Karlsruhe.
 


2. Tipps zur Weiterarbeit

Literatur:

Baden-Baden. Altes Schloss Hohenbaden. Stammburg der Markgrafen und Großherzöge von Baden. Ein Denkmal früherer Zeiten, o. O. o. J.
Auf Hohenbaden erhältlicher Schlossführer; leicht gekürzter Nachdruck von: Wingenroth, Max: Das alte Schloß in Baden-Baden (Vom Bodensee zum Main 6), Karlsruhe 1920. Das Heft bietet nach wie vor eine sehr brauchbare Beschreibung der Burganlage, zahlreiche Schwarz-Weiß-Bilder, Zeichnungen zu den verschiedenen Bauphasen der Burg, eine Rekonstruktionszeichnung von Otto Linde und auf einer Doppelseite ein von Otto Linde aufgenommener und beschrifteter Grundriss der Burg-Gesamtanlage.

Der Stadtkreis Baden-Baden. Hg. v. d. Landesarchivdirektion Baden-Württemberg in Verbindung mit der Stadt Baden-Baden (Kreisbeschreibungen des Landes Baden-Württemberg), Sigmaringen 1995, S. 112f.
Standardwerk zur Geschichte Baden-Badens mit knapper, aber sehr guter Zusammenfassung der Geschichte der Burg Hohenbaden.

Die Kunstdenkmäler der Stadt Baden-Baden. Bearb. v. Emil Lacroix, Peter Hirschfeld u. Heinrich Niester, Karlsruhe 1942.
Sehr detaillierte, mit zahlreichen Plänen, Zeichnungen und Bildern versehene Beschreibung der Burganlage gemäß dem damaligen Stand der Forschung. Nur noch antiquarisch oder in Bibliotheken erhältlich.

Gessler, Karin: Streifzüge ins Mittelalter. 50 Zeitreisen in Baden-Württemberg, Tübingen 2008, S. 68ff.
Knappe Zusammenfassung der Geschichte der Burg Hohenbaden, deren Ziel es ist, den historisch Interessierten zu einem "Streifzug" durch die Burg anzuregen.

Handbuch der baden-württembergischen Geschichte. Bd. 1-4, Stuttgart 1992-2003.
Das Handbuch zur baden-württembergischen Geschichte ...

Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich. Ein dynastisch-topographisches Handbuch. Teilband 1: Dynastien und Höfe. Hg. v. Werner Paravicini, Ostfildern 2003, S. 748ff. (Baden)
Knapper, aber sehr guter Abriss zur Geschichte der markgräflichen Dynastie im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit, Basisinformationen zur Hofhaltung der Markgrafen und zum System der markgräflichen Landesverwaltung.

Hug, Wolfgang: Kleine Geschichte Badens, Stuttgart 2006.
Überblicksdarstellung über die badische Geschichte von den Anfängen bis 1952.

Kohnle, Armin: Kleine Geschichte der Markgrafschaft Baden, Leinfelden-Echterdingen 2007.
Überblicksdarstellung über die badische Geschichte von den Anfängen bis 1806.

Kunst- und Kulturdenkmäler im Landkreis Rastatt und in Baden-Baden. Hg. v. Landkreis Rastatt u. d. Stadt Baden-Baden, Stuttgart 2002, S. 54ff.
Knappe und gute Beschreibung der Burganlage und ihrer Geschichte, die auch auf die vorgeschichtlichen bzw. frühmittelalterlichen Befestigungsanlagen auf dem benachbarten Battert eingeht.

Schwarzmaier, Hansmartin: Baden. Dynastie - Land - Staat, Stuttgart/Berlin/Köln 2005.
Sehr lesenswerte Darstellung der badischen Geschichte, die im Frühmittelalter ansetzt und bis zur Gründung des Bundeslandes Baden-Württemberg reicht. Stammtafeln zu den Herzögen von Zähringen, den Markgrafen bzw. Großherzögen von Baden.

Ders. u. a.: Geschichte Badens in Bildern: 1100-1918, Stuttgart/Berlin/Köln 1993.
Reich bebilderte und auch mit sehr guten Texten ausgestattete Geschichte Badens, die bis zum Ende der badischen Monarchie im Jahr 1918 reicht.


Links:

externer Link Homepage des Burg-Restaurants, an dessen Öffnungszeiten die der Burg gekoppelt sind. Bietet auch Informationen zur Anfahrt, unter "Historisches/Architektur" einen Überblick über die verschiedenen Bauphasen und unter "Historisches/Grundriss" einen Grundriss der Burg.

externer Link Seite des "Ultimativen Stadtführers Baden-Baden" (Projekt der Medienagentur WAEPART Baden-Baden) zur Burg Hohenbaden. Kurze Zusammenfassung der Geschichte des Schlosses, Rekonstruktionszeichnung, interaktives google-earth-Bild des Schlosses, Skizze zu den verschiedenen Wanderrouten zur und um die Burg, detaillierte Informationen zu Bernhard II. (dem Seligen) von Baden und zur Windharfe auf der Burg.

externer Link Wikipedia-Seite über Burg Hohenbaden

externer Link Website des Karlsruher Verkehrsverbundes, dem auch Baden-Baden angeschlossen ist. Kurstabellen der einzelnen Bahn- und Buslinien aufrufbar.

externer Link Website der Zisterzienserinnen-Abtei Lichtenthal; enthält auch einen Abriss der Geschichte des Klosters und Informationen zur Besichtigung der Fürstenkapelle.

externer Link Die Burg Hohenbaden bei Baden-Baden (Seite der "Gesellschaft zur wissenschaftlichen Förderung und kulturellen Vermittlung von Literatur, Kunst und Kultur der Goethezeit auf medialer Basis" zum Bild der Burg Hohenbaden in Sage und Dichtung)
 

- Arbeitskreis Landeskunde/Landesgeschichte RP Karlsruhe -


Zuletzt geändert am 6.3.2012
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