Sindelfingen - Stadtmuseum und Hexenpfad
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2.1 Methodenvorschlag - Lernorterkundung
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Der Lernort gliedert sich in zwei Bereiche: Das Stadtmuseum und den
Hexenpfad. Der Besuch beider Lernorte umfasst einen zeitlichen Rahmen
von etwa 3 bis 4 Stunden. Jeder Lernort einzeln dauert ungefähr 1 bis
anderthalb Stunden. Eine Schulklasse könnte man in zwei Gruppen
aufteilen. Die eine besucht zunächst das Museum, die andere läuft den
Hexenpfad ab. Wenn beide fertig sind, tauschen sie.
Stadtmuseum
Im Stadtmuseum können sich die Schüler mit Hilfe von AB
1 (Museumsrallye) die Inhalte und Exponate kennen
lernen. Das AB führt durch das Museum. Es ist sinnvoll die Lerngruppe in
mehrere Gruppen aufzuteilen, so dass sich nicht alle an einer Station
aufhalten müssen. Die Aufgaben der Rallye sind einzeln aufgeführt, eine
individuelle Zusammenstellung und Reihenfolge der Rallye ist möglich.
Die Aufgaben sind nach Stockwerken sortiert und beziehen sich auf die
jeweiligen Exponate. Die Aufgabentypen Finden, Abzeichnen, Fragen
beantworten und Betrachten sind in erster Linie auf die Klassenstufen 5
bis 8 der Hauptschule oder Realschule ausgerichtet und abgestimmt. Für
die Beantwortung der Fragen brauchen die Schüler lediglich Block und
Stift. Die Nachbehandlung in der Schule ist sinnvoll, eine mögliche
Ergebnissicherung könnte eine Wandzeitung oder ein Projektordner sein,
in denen die Ergebnisse dargestellt werden können.
Hexenpfad
Start und Endpunkt des Hexenpfades ist das alte Rathaus. Insgesamt gibt
es 9 Stationen, die die Zeit der Hexenverfolgung eindrucksvoll
darstellen. Sie ermöglichen das Abtauchen in die damalige Zeit, man hat
das Gefühl, die Geschichte fängt an, lebendig zu werden. Die Geschichten
einzelner, als Hexen verdächtigter Frauen vermitteln Sichtweisen und
Vorgehensweisen aus der Zeit der Hexenverfolgung. Die Schüler erhalten
einen exemplarischen Eindruck, wie Verfolgungen und Prozesse tatsächlich
abliefen. Durch das Erkunden der einzelnen Stationen lernen sie
gleichzeitig den Aufbau einer mittelalterlichen bzw. frühneuzeitlichen
Stadt vor Ort kennen. An jeder Station befindet sich eine kleine
Schautafel, auf der jeweils ein kurzer Erklärungstext, Bilder und ein
kleiner Stadtplan mit dem weiteren Verlauf des Hexenpfades zu sehen
sind. Die Texte sind kurz und gut verständlich. Schüler können in
Kleingruppen die einzelnen Stationen abarbeiten.

Schautafel Hexensprung
© Felix Bubner
Für die Begehung des Hexenpfades bietet sich AB
2 an. Mit Hilfe des Fragekatalogs vertiefen die Schüler
das Gesehene und fixieren es, so dass sie es später in der Schule
aufarbeiten können. Der Fragenkatalog kann in der vorliegenden Form
eingesetzt, aber auch modifiziert werden. Die Reihenfolge sollte jedoch
beibehalten werden. Unterstützend für die Nachbereitung in der Schule
steht AB
4 zur Verfügung. Auf diesem Arbeitsblatt sind noch
einmal alle Inhalte der Schautafeln wiedergegeben.

Haus am Hexensprung
© Felix Bubner
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2.2
Methodenvorschlag - Das Thema innnerhalb der Schule
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Die Behandlung des Themas in der Schule hat exemplarischen Charakter.
Zum einen werden einzelne Exponate und Pläne aus dem Museum in Form von
Arbeitsblättern für die Schule nutzbar gemacht, zum anderen gibt es die
Möglichkeit, den Hexenpfad ins Klassenzimmer zuholen.
Museum
Unter AB
3 findet man insgesamt 5 verschiedene Arbeitsblätter,
die so oder modifiziert im Unterricht eingesetzt werden können. Es sind
jeweils Aufgaben zu einzelnen Exponaten, die zwar direkt aus
Sindelfingen stammen, aber exemplarisch genutzt werden können. Alle 5
Arbeitsblätter könnten z. B. im Zuge eines Projekts, eines Referates
oder im normalen Unterricht eingesetzt werden.

Haus des Bürgermeisters Leonhard Speidel
© Felix Bubner
Hexenpfad
Die Informationstexte der insgesamt 9 Schautafeln befinden sich
voneinander getrennt auf AB 4 . Sie sind jedoch für den
Einsatz in der Schule bearbeitet worden, so dass man nicht direkt vor
Ort sein muss, um sie zu verstehen. Man kann sie auf unterschiedlichste
Art und Weise einsetzen. Am Beispiel von Sindelfingen wird die Zeit der
Hexenverfolgung sichtbar gemacht, gleichzeitig kann der Fragebogen AB
2 eingesetzt werden. Möglich wäre z. B. das Verteilen
der Texte im Klassenzimmer, um den Hexenpfad nachzustellen.
AB
5 ist gedacht, um an einem Bespiel die Kuriosität und
den Wahnsinn der Hexenverfolgung zu zeigen. Die Geschichte der Barbara
Ada ist tabellarisch aufgelistet. Die Arbeitsaufträge und die dafür
nötigen Materialien sind voneinander getrennt, um so eine Modifizierung
möglich zu machen. Die Schüler sollen den Ablauf einer einzelnen
Hexenverfolgung, seine Dramatik, gleichzeitig aber auch die Reaktionen
aus der Bevölkerung kennen lernen. Der zweite Teil des ABs kann Fächer
übergreifend auch in Deutsch eingesetzt werden. Die Übersetzung des
Drohbriefes bietet die Möglichkeit einen Einblick in die damals
gesprochene Sprache zu bekommen und sich damit auseinanderzusetzen.
Gleichzeitig dürfte die Drohung gegen einen Pfarrer und die Obrigkeit
für die Schüler interessant sein.
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- Arbeitskreis Landeskunde/Landesgeschichte RP Stuttgart -
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