Gedenktag 20. Juli
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2. Hintergrundinformationen
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2.1. Widerstand gegen den
Nationalsozialismus
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Grundlagen und
Überblick
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Das Deutsche Historische
Museum bietet in seinem
Internet-Pilotprojekt "Lebendiges Museum Online (lemo)" sehr
übersichtlich gestaltetes Informationsmaterial, das sich sehr
gut
auch für Schülerrecherchen eignet.
http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/widerstand/index.html
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Gedenkstätte
Deutscher Widerstand
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Die Gedenkstätte ist
ein Ort der Erinnerung, der
politischen Bildungsarbeit, des aktiven Lernens, der Dokumentation
und der Forschung. Mit einer umfangreichen Dauerausstellung,
wechselnden Sonderausstellungen und einem vielfältigen
Veranstaltungs- und Veröffentlichungsangebot informiert sie
umfangreich über den Widerstand gegen den
Nationalsozialismus.
http://www.gdw-berlin.de/
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Gegen Diktatur -
Demokratischer Widerstand in Deutschland
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Ebenfalls einen
Überblick über das
nationalsozialistische Herrschaftssystem und den breit
gefächerten
Widerstand, mit vielen biografischen Daten versehen, bietet das
Informationsangebot des Zentralverbandes Demokratischer
Widerstandskämpfer und Verfolgtenorganisationen sowie der
Gedenkstätte Deutscher Widerstand.
http://www.gegen-diktatur.de
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2.3 Die Brüder
Stauffenberg und der 20. Juli
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"Es ist Zeit, dass
etwas getan wird. Derjenige
allerdings, der etwas zu tun wagt, muss sich bewusst sein, dass er
wohl als Verräter in die deutsche Geschichte eingehen wird.
Unterlässt er die Tat, so wird er zum Verräter vor
seinem eigenen
Gewissen."
Claus Schenk Graf von
Stauffenberg im Frühsommer
1944
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Claus Schenk Graf
von Stauffenberg (15. 11. 1907 - 20.
7.1944)
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Die wichtigsten
Lebensstationen Stauffenbergs, mit
Verlinkungen zu seinen Wegbegleitern sowie die Rekonstruktion des
20.7. werden hier übersichtlich präsentiert.
http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/
StauffenbergClaus/index.html
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Berthold Schenk
Graf von Stauffenberg (15.3.1905
-10.8.1944)
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Kurzbiografie
Am 20. Juli 1944 war Berthold Stauffenberg im Bendlerblock für
die
Verbindung zur Marine zuständig. Nach seiner Verhaftung wird
er am
10. August 1944 vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und noch
am selben Tag in Berlin-Plötzensee ermordet.
http://www.gdw-berlin.de/bio/ausgabe.php?id=81
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Alexander Schenk
Graf von Stauffenberg (15.03.1905 -
27.01.1964)
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Kurzbiografie
Die Gestapo konnte Alexander kein Wissen um den Putsch
nachweisen. Trotzdem blieb er bis zum Kriegsende als
"Ehrenhäftling" in der Hand der Gestapo und wurde von
Konzentrationslager zu Konzentrationslager verlegt.
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Nina Schenk
Gräfin von Stauffenberg
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Kurzbiografie der Ehefrau
Claus von Stauffenbergs
Nach dem 20. Juli 1944 wurde die Familie im Rahmen der Aktion
"Gewitter" von der sogenannten "Sippenhaft" der national
-sozialistischen Machthaber getroffen. Auch die schwangere Nina
von Stauffenberg wude von der Gestapo verhaftet.
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Widerstand in der
Wehrmacht
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Das Attentat vom
20.7.44
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Gedenkstätte
Plötzensee
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Zwischen 1933 und 1945
wurden hier fast 3000 Menschen nach
Unrechtsurteilen der NS-Justiz hingerichtet. Mehrere
Dokumentationstafeln beschäftigen sich mit dem 20.7.44, u.a.
eine
Namensliste der 89 Menschen, die den Widerstandskreisen des 20.
Juli 1944 zugerechnet werden können oder diese
unterstützt haben
und die in Plötzensee ermordet wurden.
http://www.gedenkstaette-ploetzensee.de/
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Der 20. Juli 1944
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Beiträge und
Materialien zum 60. Jahrestag des
Umsturzversuches vom 20. Juli 1944
http://www.zeitgeschichte-online.de/site/
40208194/default.aspx
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2.4 Mitverschwörer -
Mitgestalter - Der 20.7. im
deutschen Südwesten
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Forschungsstelle
"Widerstand gegen den Nationalsozialismus im
deutschen Südwesten"
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Die Forschungsstelle ist
eine 1992 an der Universität Karlsruhe
gegründete Forschungseinrichtung des Landes
Baden-Württemberg, die
von Prof. Dr. Peter Steinbach geleitet wird. Aufgabe der
Forschungsstelle "Widerstand" ist die Erforschung und
Dokumentation der NS-Zeit in den ehemaligen Ländern Baden und
Württemberg. Neben zahlreichen landesgeschichtlichen
Publikationen
der Forschungsstelle können hier aktuelle Veranstaltungen,
Vorträge und Projekte - u.a. auch zum Thema 20. Juli � in
Erfahrung gebracht werden.
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Mitverschwörer
� Mitgestalter �Der 20. Juli im deutschen
Südwesten�
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Auswahl und Kommentierung der
in den folgenden
Abschnitten aufgeführten Personen wurden dem gleichnamigen
Buch*
entnommen. Die Zusammenstellung erhebt keinen Anspruch auf
Vollständigkeit. Es wurden i.d.R. lediglich Personen
berücksichtigt, die während des Zweiten Weltkriegs in
Südwestdeutschland lebten oder wirkten und mit den politischen
Zentralfiguren der Verschwörer des 20. Juli in direktem oder
mittelbaren Kontakt standen. Neben den nachfolgend genannten
Personen können zu den �Mitverschwörern �
Mitgestaltern im
deutschen Südwesten� im Zusammenhang mit dem 20. Juli noch
folgende
Personen zugerechnet werden:
Joseph Andre (16.2.1879 - 15.3.1950),
Heinrich Baumer (17.4.1891 - 8.7.1962),
Valentin Eichenlaub (26.8.1882 - 18.4.1958),
Emil Henk (17.12.1893 -10.5. 1969) ,
Johann (Jean) Keppi (8.11. 1894 - 17.11. 1976),
August Kuhn (11. 1. 1886 - 24.12.1964),
Helmut Thielicke (4.12.1908 - 5.3.1986),
Marianne Weber, Erik Wolf (13.5. 1902 - 13.10.1977).
*Forschungsstelle Widerstand
gegen den
Nationalsozialismus Klaus Eisele, Rolf-Ulrich Kunze,
Mitverschwörer
- Mitgestalter. "Der 20. Juli im deutschen Südwesten",
Universitätsverlag Konstanz, 2004
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Carl Friedrich
Goerdeler (31. 7. 1884 � 2. 2. 1945)
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Nach dem 1937 erfolgten
Rücktritt Goerdelers als Leipziger
Oberbürgermeister wurde er Wirtschaftsberater des Robert
Bosch-Konzerns. Mit insgesamt 700 000 Reichsmark finanzierte der
"Boschkreis" die Aktivitäten des Wirtschaftsberaters,
insbesondere
dessen Auslandsaufenthalte.
Carl Friedrich Goerdeler war u.a. auch durch die Protektion von
Robert Bosch die treibende Kraft für den "Widerstand
traditioneller Eliten" im deutschen Südwesten. Er unterhielt
Kontakte zum Stuttgarter Kreis, dem Karlsruher Kreis und dem
Freiburger Kreis sowie zu zahlreichen anderen
Persönlichkeiten.
http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/
GoerdelerCarlFriedrich/index.html
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Robert Bosch
(23.9.1869 � 12.3. 1942)
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Der Boschkreis
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Das Unternehmen Bosch war eine
Art Anlaufstelle des
Widerstandes. In die Aktionen Goerdelers waren bis zu seinem Tod
Robert Bosch und insbesondere die Firmenmitglieder Robert Walz,
Theodor Bäuerle, Hermann Fellmeth, Albrecht Fischer, Willy
Schlossstein, Karl Martell Wild, Paul Hahn und auch Alfred Knoerzer
eingeweiht. Vom "Boschkreis" aus wurden Kontakte zu anderen
Persönlichkeiten, wie zum Beispiel Eugen Bolz und zu anderen
Gesellschaftsgruppen geknüpft. So stellte zum Beispiel
Albrecht
Fischer Kontakte her zu den Gewerkschaftsmitgliedern Christian
Härle und Jakob Weimer, der ein enger Freund von Wilhelm
Leuschner
war.
http://www.bosch.com/content/language1/downloads/
Baeuerle-Buch.pdf
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Eugen Bolz (
15.12.1881 � 23.1.1945) und der Stuttgarter
Kreis
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Der württembergische
Staatspräsident Eugen Bolz war
einer der Hauptgegner der Nationalsozialisten in Württemberg.
Am
11. März 1933 wurde seine Regierung von den
Nationalsozialisten
abgesetzt, Bolz selbst später mehrmals verhaftet. Mit
Goerdeler
nahm er 1942 durch Vermittlung von Joseph Ersing Kontakt auf. Nach
einem positiven Ausgang des Attentats sollte er ein Ministeramt
übernehmen.

Eugen Bolz vor dem Volksgerichtshof in Berlin am 21.12.44
©LMZ-BW/Landtagsarchiv
http://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_Bolz
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Freiburger Kreis
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Die
Volkswirtschaftsprofessoren Adolf Lampe, Constantin von Dietze
und Walter Eucken, die auch der Bekennenden Kirche angehörten,
arbeiteten seit Ende 1938 mit Franz Böhm in einem
Gesprächskreis
um den Historiker Gerhard Ritter und Geistlichen beider
Konfessionen zusammen, um über das Verhältnis von
Christen zu dem
Unrechtsstaat zu diskutieren.
Die Gruppe pflegte Kontakte zu Goerdeler. Nach dem 20. Juli 1944
wurden auch Dietze, Lampe und Ritter verhaftet, weil die Gestapo
von der Verbindung der Freiburger zum Goerdeler-Kreis erfahren
hatte.
Seit 1943 befassten sich Dietze, Eucken und Lampe zusammen mit
anderen Freiburger Wissenschaftlern mit den zu erwartenden
Wirtschaftsproblemen nach Kriegsende und leisteten mit ihren
Gutachten die theoretischen Vorarbeiten für die nach 1949 von
Ludwig Erhard eingeführte soziale Marktwirtschaft.
http://www.bpb.de/publikationen/
IDN9WE,5,0,Widerstand_traditioneller_Eliten.html
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Eugen Gerstenmaier
(25.8.1906 - 13.3.1986)
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Alfred Weber
(30.7.1868 - 2.5. 1958)
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Der Volkswirtschaftler,
Soziologe und Kulturphilosph hatte
Verbindungen zum Kreisauer Kreis und war über die Nominierung
Theodor Haubachs auf der Ministerliste Goerdelers
informiert.
http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Weber
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Theophil Wurm
(7.12.1968 - 28.1. 1953)
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Der Landesbischof der
württembergischen Kirche hielt über Eugen
Gerstenmaier Kontakte zu verschiedenen Widerstandskreisen, so zum
Freiburger Kreis und Kreisauer Kreis, wie auch zum
Widerstandskreis um Carl Goerdeler, für den er nach einem
geglückten Attentat eine Rundfunkproklamation hätte
verlesen
sollen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Theophil_Wurm
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Alfred Delp
(15.9.1907 - 2.2.1945)
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Der in Mannheim geborene
Jesuitenpriester Alfred Delp arbeitete
intensiv im Kreisauer Kreis mit und konnte hier Grundlinien der
katholischen Soziallehre in die Neuordnungspläne
einfließen
lassen. Am 28. Juli 1944 wurde Alfred Delp in München
verhaftet
und im Februar 1945 in Berlin-Plötzensee ermordet.
http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/DelpAlfred/index.html
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Erwin Rommel (15.
11. 1891 - 14.10.1944)
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Im Februar und Mai 1944
versuchte u.a. der damalige Stuttgarter
Oberbürgermeister Karl Strölin Erwin Rommel
für die Sache des
Widerstands zu gewinnen. Zwar kann man Erwin Rommel nicht zu den
Mitverschwörern und Mitgestaltern des 20. Juli 1944
zählen,
dennoch wurde er nach dem Attentat vom 20. Juli aus Kreisen der
Wehrmachtsführung der Beteiligung am Widerstand beschuldigt
und
sollte sich vor dem Volksgerichtshof verantworten, wurde dann aber
zur Selbsttötung gezwungen.
http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/
RommelErwin/index.html
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