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Häftlingskleidung in einer der Ausstellungsvitrinen der
Gedenkstätte
©Ulrich Maier
Es empfiehlt sich, die Ausstellung in Kleingruppen erkunden zu
lassen.
Dabei können die Schülerinnen und Schüler ihre Erkenntnisse in einem
Fragebogen (AB 1) notieren, der
Grundlage für die Nachbesprechung im Unterricht ist.
Eine sinnvolle Alternative besonders für Schülerinnen und Schüler der
Sekundarstufe I wäre, dabei Schwerpunkte zu setzen. So kann den
Schülerinnen und Schülern zunächst Zeit gegeben werden, die gesamte
Ausstellung auf sich wirken zu lassen und in einem anschließenden
Rundgespräch Fragen zu stellen. Ein zweiter Durchgang kann dann mit
unterschiedlichen Untersuchungsaufträgen erfolgen:
Gruppe 1: Das KZ Kochendorf in seinem Funktionszusammenhang
Erkundet auf der Karte, zu welchem Großlager das KZ Kochendorf gehörte
und welche weiteren Nebenlager es gab.
Wo lagen die Vernichtungslager? Notiere ihre Namen.
Gruppe 2: Die Herkunft der Häftlinge
Betrachtet die Porträts der Häftlinge, lest die biografische Notiz dazu
und notiert, aus welchen Ländern sie kamen und weshalb sie in das KZ
verschleppt wurden.
Betrachtet die Zeichnungen des ehemaligen Häftlings Mieczyslaw
Wisniewski und formuliert dazu Bildunterschriften, die den Alltag der
Häftlinge verdeutlichen.
Gruppe 3: Erlebnisberichte der ehemaligen Häftlinge
Hört euch die Erlebnisberichte an und notiert, was ihr von den
Arbeitsbedingungen erfahren habt.
Gruppe 4: Für welche Arbeiten wurden die Häftlinge
herangezogen?
Informiert euch an den Tafeln, welche Rolle das Salzbergwerk 1944/45
für die deutsche Rüstungsindustrie spielte.
Notiert die Namen der Firmen, die im Salzbergwerk produzierten und gebt
an, was hier produziert wurde.
Gruppe 5: Der Todesmarsch nach Dachau
Informiert euch darüber, wie und weshalb die Häftlinge Ende 1945 nach
Dachau verbracht wurden.
Notiert die Stationen des "Todesmarsches".
Gruppe 6: Die Erinnerung an das Geschehen
Informiert euch an den Tafeln über die Entschädigung der Zwangsarbeiter
und diskutiert darüber.
Beschreibt, wie heute an das Geschehen erinnert wird.
Gruppe 7: Die Arbeiten des Schweizer Künstlers Renato Oggier "Stumme
Zeugen"
Beschreibt, wie der Künstler auf das Geschehen aufmerksam machen will
und wie seine Arbeiten in die Ausstellung eingefügt sind.
Anschließend können die Gruppen vor den entsprechenden
Ausstellungseinheiten ihre Ergebnisse präsentieren, so dass ein selbst
geführter letzter Rundgang den Besuch abrundet.
Diese Phase könnte bei Zeitmangel auch in die Schule verlagert werden,
allerdings fehlen dann die Anschauungsobjekte.
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