Landesbildungsserver Baden-Württemberg - Bildungsplan Gymnasium 2004 - Geologie
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Bildungsplan Gymnasium 2004 - Geologie

Kompetenzen und Inhalte mit besonderem landesgeschichtlichem Bezug

[Explizit landeskundliche Standards sind hervorgehoben.
Auswahl unter landeskundlichem Aspekt:  Dr. Thomas Hölz]

KURSSTUFE (ZWEISTÜNDIG)

  1. GRUNDPRINZIPIEN DER GEOLOGIE  interner link Kalksteine prägen die Landschaft   Die Schülerinnen und Schüler erleben Geologie in unmittelbarer Naturerfahrung. Sie können
    • Fragen an die Natur stellen:
      • in einem Gesteinsaufschluss;
      • in einer Landschaft;
      • in geologischen und paläontologischen Sammlungen;
      • im Labor;
    • durch Beobachten und Messen Daten gewinnen und Schlussfolgerungen ziehen:
      • Proben, Messdaten und Skizzen im Gelände gewinnen;
      • Geländeaufnahmen, Profile und Tabellen auswerten;
      • Gesteinshandstücke und -dünnschliffe untersuchen, beschreiben und benennen;
      • geowissenschaftliche Informationssysteme (GIS) anwenden;
      • Aussagen über die Gesteinsentstehung ableiten;
    • die gewonnenen Ergebnisse und Erkenntnisse darstellen und mitteilen:
      • in Karten und Profilskizzen;
      • in Ausstellungen;
      • in Vorträgen im Gelände oder mit Medienunterstützung.
    Die Schülerinnen und Schüler lernen die Geologie als theoriegeleitete Erfahrungswissenschaft kennen. Sie können
    • naturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen anwenden, zum Beispiel Induktion, Deduktion, Modellbildung und Überprüfen von Hypothesen;
    • das Entstehen des Gedankengebäudes der Geologie an charakteristischen Beispielen nachvollziehen, zum Beispiel an der Eiszeithypothese oder an der Fortentwicklung der Kontinentalverschiebungstheorie zur Plattentektonik;
    • geologische Forschungsergebnisse erschließen und dokumentieren:
      • geologische Karten lesen und interpretieren;
      • geologische Profile und Blockbilder deuten und erstellen;
      • Seismogramme auswerten.
    Die Schülerinnen und Schüler lernen die Geologie als angewandte, technikorientierte Wissenschaft kennen. Sie
    • erkennen, dass aus der geologischen Vergangenheit Vorhersagen und Konzepte für zukünftige Prozesse abgeleitet werden können;
    • wissen um die Bedeutung der Rohstoffe für die Energieversorgung und die Industrie;
    • sind sich der Bedeutung von Konzepten zur Deponierung von Müll und gefährlichen Schadstoffen bewusst;
    • wissen, dass die Erschließung von Trinkwasser eine bedeutende Zukunftsaufgabe ist.
  2. LEITTHEMA 1: STOFFE UND STOFFKREISLÄUFE  interner link Kalksteine prägen die Landschaft  Ausgangspunkt der Betrachtung sind Mineralien, Gesteine und Fossilien, die in der Umgebung des Schulorts gefunden werden. Sie werden mit physikalischen, chemischen und biologischen Methoden untersucht und vor allem durch ihre Stellung im Kreislauf der Gesteine charakterisiert.
    Die Schülerinnen und Schüler können
    • einfache Untersuchungen von Gesteinen durchführen;
    • klastische, chemische und biogene Sedimente einordnen;
    • die Lagerung von Gesteinen durch Profilskizzen und in der Fachsprache beschreiben;
    • Sedimentgesteine, Erstarrungsgesteine und metamorphe Gesteine unterscheiden;
    • den Aufbau von Gesteinen aus Mineralien beschreiben;
    • die Zusammensetzung typischer Mineralien angeben;
    • den Kreislauf der Sedimentgesteine an Beispielen darstellen;
    • Fossilien erkennen, deuten und einordnen;
    • Karstformen mit dem Kreislauf der Karbonatgesteine in Verbindung bringen;
    • die Vorgänge Verwitterung, Erosion, Transport, Sedimentation, Diagenese und Metamorphose gegeneinander abgrenzen.
  3. LEITTHEMA 2: DIMENSION ZEIT  interner link Kalksteine prägen die Landschaft   Die heutige Erde, ihre Gesteine, ihre Formen und die auf ihr lebenden Organismen sind Momentaufnahmen einer langen, fortdauernden Entwicklung.
    Die Schülerinnen und Schüler können
    • Methoden der geologischen Datierung beschreiben und ihre Anwendungsbereiche beurteilen;
    • die erdgeschichtliche Zeittafel in groben Zügen entwerfen;
    • typische Lebensformen der verschiedenen Erdzeitalter erkennen und beschreiben;
    • die Geschichte der Lebewesen im Überblick schildern.
  4. LEITTHEMA 3: KRÄFTE UND BEWEGUNGEN Die Erdoberfläche ist einem ständigen Wandel unterworfen. Kräfte aus dem Inneren der Erde und auf ihrer Oberfläche formen ihr Relief.
    Die Schülerinnen und Schüler können
    • Oberflächenformen im Gelände und in der topografischen Karte erkennen und bezeichnen;
    • eine aktualistische Deutung von Oberflächenformen der Erde vornehmen;
    • Impaktereignisse erklären;
    • eine geologische Verwerfung erkennen und beschreiben;
    • den Falten- und Deckenbau von Gebirgen erläutern;
    • Vulkanformen skizzieren und lokalisieren;
    • die Kontinentalverschiebungstheorie schildern und Wegeners Argumente nennen;
    • das Konzept der Plattentektonik darlegen;
    • Ursachen und Auswirkungen von Erdbeben erläutern;
    • Seismogramme beschreiben und deuten, ihre Bedeutung für die Beschreibung des Erdinneren erklären.
  5. LEITTHEMA 4: NACHHALTIGE NUTZUNG  interner link Kalksteine prägen die Landschaft   Menschen nutzen die Erdoberfläche als Wohn- und Wirtschaftsraum. Nachhaltige Nutzung ermöglicht dieser und künftigen Generationen eine Teilhabe an den Gütern der Erde.
    Die Schülerinnen und Schüler können
    • die Entstehung einiger Lagerstätten (Kohle, Erdöl, Steinsalz) beschreiben;
    • Möglichkeiten der Ausbeutung von Lagerstätten erörtern, eine Gefahrenabschätzung und Nutzenevaluierung vornehmen;
    • Möglichkeiten zur umweltgerechten Entsorgung von Müll und gefährlichen  Rückständen ergründen und bewerten.
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