Landesbildungsserver Baden-Württemberg - Bildungsplan Gymnasium 2004 - Geographie
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Bildungsplan Gymnasium 2004 - Geographie

Kompetenzen und Inhalte mit besonderem landesgeschichtlichem Bezug

[Explizit landeskundliche Standards sind hervorgehoben.
Auswahl unter landeskundlichem Aspekt:  Dr. Thomas Hölz]

KURSSTUFE (2-STÜNDIG)

FACHSPEZIFISCHE METHODENKOMPETENZEN
interner link Kalksteine prägen die Landschaft

Die Schülerinnen und Schüler können

  • Informationen aus Karten, Texten, Grafiken, Diagrammen, Statistiken, Bildern, Thermalscanneraufnahmen und Satellitenbildern gewinnen, interpretieren, bearbeiten, dokumentieren, beurteilen und präsentieren;
  • Strukturen und Prozesse in Form von Fließschemata und Wirkungsgefügen darstellen;
  • elektronische Informationsquellen wie Geographische Informationssysteme (GIS-Anwendungen), Multimedia-Anwendungen, Datenbanken und Internet als Informationssysteme zur Auswertung aktuell statistischer und grafischer Informationen (wie Wetterdaten, Satellitenbilder) nutzen;
  • Untersuchungen vor Ort (Geländeaufnahmen, Kartierungen, Messungen) und Betriebserkundungen durchführen und mit Institutionen kommunizieren; interner link Landwirtschaft im Wandel
  • eine Fallstudie beziehungsweise einen Raumvergleich durchführen. interner link Landwirtschaft im Wandel

 

FACHKOMPETENZEN

  1. Themenfeld: Nutzung, Gestaltung und Veränderung der Landschaft in der Region
    interner link Kalksteine prägen die Landschaft   interner link Landwirtschaft im Wandel
    Die Schülerinnen und Schüler können
    • die Veränderungen des Landschaftshaushalts durch eine Form der Nutzung (agrarische Nutzung, Bebauung, Gewinnung von Rohstoffen oder Umgestaltung von Flusslandschaften) erfassen;
    • Formen der wirtschaftlichen Aktivitäten in ihren Auswirkungen auf den Wasserhaushalt oder das System Boden darstellen;
    • für eine ausgewählte Kulturlandschaft die maßgebenden Systemelemente und deren Beziehungen untereinander erfassen, hierzu ein spezifisches Wirkungsgefüge entwickeln, die Prozesse analysieren und Gefährdungen sowie Entwicklungspotenziale aufzeigen;
    • das heutige Bild der Kulturlandschaft als Ergebnis einer historischen Entwicklung verstehen und nachhaltige Handlungsstrategien diskutieren.
  2. Themenfeld: Wirtschaftliches Handeln und dessen Raumwirksamkeit ausgehend von der lokalen Ebene
    Schülerinnen und Schüler können
    • den Wandel wirtschaftlichen Handelns in seinen Auswirkungen auf die Gesellschaft untersuchen;
    • moderne Produktionskonzepte analysieren und als Ansätze nachhaltiger Entwicklung wirtschaftlichen Handelns erörtern;
    • die Position als Konsument in seinen Auswirkungen auf wirtschaftliches Handeln bewerten;
    • die unternehmerische Standortwahl und den Wandel von Standortfaktoren in ihrer Wirkung auf räumliche Strukturen branchenspezifisch beziehungsweise einzelbetrieblich untersuchen und bewerten;
    • Organisationsformen industrieller Systeme in ihren Grundzügen verstehen;
    • die Entwicklungszyklen der Wirtschaft mit der Raumentwicklung in Beziehung setzen;
    • das Ausmaß und die Folgen der Tertiärisierung der Wirtschaft erfassen.
  3. Themenfeld: Wirtschaftsstrukturen und Wirtschaftsprozesse auf regionaler und globaler Ebene
    Die Schülerinnen und Schüler können
    • ausgewählte Wirtschaftsregionen in Deutschland, Europa beziehungsweise außerhalb Europas analysieren, Entwicklungstendenzen herausarbeiten, bewerten und vergleichen;
    • die Bedingungen und Formen von Wirtschaftsprozessen verstehen;
    • einige der weltweiten Verflechtungen und Abhängigkeiten im Prozess der Globalisierung aufzeigen;
    • Räume unterschiedlichen Entwicklungsstandes im Globalisierungsprozess von Wirtschaft und Gesellschaft in ihren Grundzügen analysieren;
    • Projekte für eine ausgleichsorientierte Entwicklung und Strategien der  Entwicklungszusammenarbeit diskutieren und bewerten.

 

KURSSTUFE (Neigungsfach)

FACHSPEZIFISCHE METHODENKOMPETENZEN
interner link Kalksteine prägen die Landschaft  interner link Landwirtschaft im Wandel

Die Schülerinnen und Schüler können

  • Informationen aus Karten, Texten, Grafiken, Diagrammen, Statistiken, Bildern, Thermalscanneraufnahmen und Satellitenbildern gewinnen, interpretieren, dokumentieren, beurteilen und präsentieren;
  • Strukturen und Prozesse in Form von Fließschemata, Wirkungsgefügen darstellen;
  • Multimedia-Anwendungen, Datenbanken und Internet als Informationssysteme zur Auswertung aktuell statistischer und geographischer Informationen wie Wetterdaten, Satellitenbilder nutzen und Geographische Informationssysteme (GIS-Anwendungen) einsetzen;
  • Rauminformationen in geeignete Darstellungsformen, auch computergestützt, umsetzen;
  • eine Fallstudie und eine Raumanalyse beziehungsweise einen Raumvergleich als Struktur-, Prozess- und Wirkungsanalyse in einem definierten Raum durchführen;
  • Prognosen als Planspiel oder mit Szenariotechnik beziehungsweise Zukunftswerkstatt-Methode umsetzen und durchführen;
  • Untersuchungen vor Ort (Geländeaufnahmen, Kartierungen, Messungen) und Betriebserkundungen durchführen und mit den Institutionen vor Ort kommunizieren;
  • geographische Übersichtsexkursionen vorbereiten, sich an der Durchführung aktiv beteiligen und deren Ergebnisse auswerten.


 

FACHKOMPETENZEN

  1. Themenfeld: Reliefsphäre
    interner link Kalksteine prägen die Landschaft
    Die Schülerinnen und Schüler können
    • die grundlegenden Prozesse der Bildung von Gebirgen, Gräben, Plutonen und Vulkanen als Folge von endogenen Krustenbewegungen verstehen;
    • den Gesteinskreislauf im Zusammenspiel seiner endogenen und exogenen Einzelprozesse erklären;
    • die grundlegenden Prozesse der physikalischen und chemischen Verwitterung in ihrer Auswirkung auf die Oberflächenformen erläutern;
    • die Wirkung und Formenbildung durch fluviatile Prozesse aufzeigen;
    • die Genese einer ausgewählten Landschaft (Glazial-, Küsten-, Schichtstufen- oder Karstlandschaft) in Europa als Ausdruck der räumlichen und zeitlichen Differenzierung geomorphologischer Prozesse darstellen;
    • die Bildung von Lagerstätten als Folge von endogenen und exogenen Vorgängen erläutern sowie die wirtschaftliche Bedeutung ausgewählter Ressourcen darlegen;
    • die raumwirksamen Veränderungen einer ausgewählten Landschaft infolge wirtschaftlicher Aktivitäten unter dem Gesichtspunkt nachhaltiger Nutzung bewerten.
  2. Themenfeld: Hydrosphäre
    Die Schülerinnen und Schüler können
    • die elementare Bedeutung des Wassers darstellen, die für den Wasserkreislauf relevanten abiotischen und biotischen Faktoren aufzeigen und grundlegende hydrosphärische Prozesse analysieren.
  3. Themenfeld: Atmosphäre
    Die Schülerinnen und Schüler können
    • lokale Wetterereignisse sowie das zonale und globale atmosphärische Wettergeschehen in seinen Grundzügen erklären;
    • anhand von Wetterkarten und Satellitenbildern Wetterlagen analysieren und Wetterprognosen erstellen;
    • anhand einer Klimaklassifikation das Klima in seiner räumlichen Differenzierung und in seiner Bedeutung hinsichtlich der geozonalen Gliederung der Erde erfassen;
    • ausgewählte Lebensräume (Städte, Küsten-, Hochgebirgs-, Wüsten- oder Monsunregionen) hinsichtlich ihrer klimatischen Besonderheiten analysieren und deren ökologische Bedeutung beurteilen.
  4. Themenfeld: Pedosphäre
    interner link Kalksteine prägen die Landschaft
    Die Schülerinnen und Schüler können
    • die physikalischen, biologischen und chemischen Prozesse in der Pedosphäre aufzeigen und den Boden als dynamisches Ökosystem verstehen;
    • die Ausbildung charakteristischer Horizonte in Abhängigkeit von den Bodenbildungsfaktoren bei häufig vorkommenden Bodentypen (Braunerde,
    • Parabraunerde, Schwarzerde, Rendzina, Podsol, Gley und tropischem Latosol) erläutern und die entsprechenden Bodenprofile zuordnen;
    • die Bodeneigenschaften der häufig vorkommenden Bodentypen erläutern und diese zu einer landwirtschaftlichen Nutzung in Beziehung setzen;
    • die Formen der Bodendegradation beschreiben, deren Ursachen und Wirkungszusammenhänge aufzeigen und potenzielle Abhilfemaßnahmen beziehungsweise Konzepte einer nachhaltigen Bodennutzung erörtern.
  5. Themenfeld: Wirtschaftliches Handeln und dessen Raumwirksamkeit ausgehend von der lokalen Ebene
    Die Schülerinnen und Schüler können
    • den Wandel wirtschaftlichen Handelns in seinen Auswirkungen auf die Gesellschaft untersuchen und erläutern;
    • konventionelle und moderne Produktionskonzepte in der Industrie analysieren und die Ansätze nachhaltiger Entwicklung wirtschaftlichen Handelns erörtern;
    • die Position als Konsument in seinen Auswirkungen auf wirtschaftliches Handeln bewerten;
    • die unternehmerische Standortwahl und den Wandel von Standortfaktoren in ihrer Wirkung auf räumliche Strukturen branchenspezifisch beziehungsweise einzelbetrieblich untersuchen und bewerten;
    • Organisationsformen industrieller Systeme darlegen;
    • die Entwicklungszyklen der Wirtschaft mit der Raumentwicklung in Beziehung setzen;
    • die landwirtschaftliche Produktion in Deutschland und die Strukturprobleme in der Landwirtschaft analysieren und dabei Rahmenbedingungen durch Agrarpolitik und Abhängigkeiten von Agrarmärkten berücksichtigen; interner link Landwirtschaft im Wandel
    • das Ausmaß und die Folgen der Tertiärisierung der Wirtschaft erfassen und an ausgewählten Beispielen (Kommunikationstechnologie, Gesundheitswesen) erörtern.
  6. Themenfeld: Wirtschaftsstrukturen und Wirtschaftsprozesse auf regionaler und globaler Ebene
    Die Schülerinnen und Schüler können
    • ausgewählte Wirtschaftsregionen in Deutschland, Europa beziehungsweise außerhalb Europas analysieren, Entwicklungstendenzen herausarbeiten, bewerten und vergleichen;
    • die Bedingungen und Formen von Wirtschaftsprozessen verstehen;
    • die weltweiten Verflechtungen und Abhängigkeiten im Prozess der Globalisierung erkennen sowie die Ambivalenz des Globalisierungsprozesses deuten;
    • Räume unterschiedlichen Entwicklungsstandes im Globalisierungsprozess von Wirtschaft und Gesellschaft in ihren Grundzügen analysieren;
    • Projekte für eine ausgleichsorientierte Entwicklung und Strategien der Entwicklungszusammenarbeit diskutieren und bewerten.
  7. Themenfeld:
    Problemorientierte Strukturanalyse eines Raumes
    • Die Schülerinnen und Schüler können
    • bedingende und auslösende Faktoren eines raumwirksamen Problems in ihrer Wechselwirkung analysieren und Lösungsansätze für ein konkretes Planungsbeispiel erarbeiten;
    • auf kommunaler Ebene die Leitideen der Agenda 21 auf ein konkretes Planungsbeispiel übertragen.
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