Filmtipps
Konflikte und
Konfliktlösungsstrategien
Gewaltprävention / diverse
Themen
Ausländerfeindlichkeit und
Rechtsradikalismus
Spiel- und Dokumentarfilme
Filme für die
Lehrerfortbildung und Elternarbeit
Konflikte und Konfliktlösungsstrategien
42 10306
Gewalt fängt im Kleinen an
Aggressionen in der Schulklasse
14 Min. f 1995 Prod.: Gaßner & Gaßner
Filmprod. Egenhofen
Adr.: P, S1, Q, A 03
Auch schon auf dem Schulhof werden größere und
kleinere Konflikte häufig mit Gewaltanwendung gelöst.
Der Film zeigt Probleme, die in einer Gruppe von Grundschulkindern
auftreten. Die Kinder versuchen, mit der in den eigenen Reihen
auftretenden Gewalt fertig zu werden (s.a. 32 10306, 46 01068).
*42 54722
Grasshoppers
9 Min. f 1990 Prod.: Bruno Bozzetto
Adr.: Q
Humorvoll pointiert schildert der Trickfilm im Zeitraffer die aus
Kriegen und Gewalt bestehende Menschheitsgeschichte mit der Moral, dass
Gewalt keine Lösung von Konflikten sein kann, sondern
Spannungen eher potenziert (s.a. 32 55780).
42 10356
Zurückschlagen, Dazwischengehen, Wegschauen,
Beispiele zur Gewaltprävention
15 Min. f 1996 Prod.: Hans-Peter Meier
Adr.: S1, S2, J, Q, A 08
Das Gefühl der Bedrohung durch jugendliche
Gewalttäter in der Gesellschaft nimmt ständig zu.
Dadurch entsteht ein Bedarf nach
Auseinandersetzungsmöglichkeiten mit diesem subjektiven
Gefühl der Bedrohung einerseits und nach Verhaltensmustern in
objektiv bedrohlichen Situationen andererseits. In Fallstudien sollen
Möglichkeiten der Konfliktbewältigung und des Abbaus
von Feindseligkeiten dargestellt werden (s.a. 32 10356).
46 52052
Die geheime Gewalt - Mobbing unter Schülern
30 min f DVD-Video D 2004
Adressaten: A(ab 7); J(14)
Mobbing ist das Schlagwort, das eine verdeckte, feinsinnige, psychische
Gewalt beschreibt
beschreibt und von harmlosen Hänseleien bis zur psychischen
und seelischen Zerstörung reicht. Mit viel
Einfühlungsvermögen und mitreißenden
Bildern veranschaulicht diese DVD das Entstehen und die Auswirkungen
von Mobbing. Gleichzeitig bietet sie Wege und Lösungen an, um
dem Problem zu begegnen.
*42 64344
Dinner for two
8 Min. f 1996.: KFW
Zeichentrickfilm: Zwei Chamäleons streiten sich um eine Fliege
als Mahlzeit. Ihr Kampf wird so heftig, dass der Ast, auf dem sie
sitzen, bricht. Sie können sich gerade noch gemeinsam retten.
Eine überraschende Konfliktlösung bringt ein am
Streit Unbeteiligter, der Frosch...
Ordentlich gemachter Trickfilm, der seine kleine Geschichte
in ansprechenden Bildern und ohne Kommentar erzählt.
Einsetzbar zum Thema "Leben in der Gemeinschaft" und zu aktuellen
Anlässen, bei denen es um Konflikte und
Konfliktlösungsmöglichkeiten ohne Gewalt geht.
CD-ROM Konflikte XXL
2002, Institut für Friedenspädagogik
Tübingen e.V. www.friedenspaedagogik.de ![]()
Materialien zur Konstruktive Konfliktbearbeitung als
Gewaltprävention
CD-ROM Max!
2002, Institut für Friedenspädagogik
Tübingen e.V. www.friedenspaedagogik.de ![]()
Prosoziales Verhalten in Konfliktsituationen - ein interaktives Szenario
Gewaltprävention / diverse Themen
*42 59218
Serie: Achterbahn
Viktor 30 Min. f 1993 Prod.: Park-Film,
Berlin
Adr.: SO, S1, J, A 07
Viktor ist ein Straßenkind, verbissener Gameboy-Spieler und
immer allein. Keiner mag ihn, schon gar nicht Flori und seine Clique.
Doch dann hilft Viktor ihm aus einer ausweglosen Situation. Flori und
seiner Clique bleibt nichts anderes übrig, als sich mit Viktor
abzugeben (s.a. 32 55827).
*42 59196
Ein guter Tag
8 Min. f 1994 Prod.: Folimage Valence Production
Adr.: S2, J, Q, A 11
Ein guter Tag im Leben von Herrn Jedermann: Für seinen Traum
setzt er sich allen Bosheiten des Lebens entgegen, um am Ende
für sein gutes Herz belohnt zu werden. Ein Film über
Gewalt, Rassismus, Sehnsüchte und Liebe.
*42 58818
Spots gegen Gewalt im Fernsehen
5 Min. f 1994 Prod.: SWR, Baden-Baden
Adr.: S1, Q, A 06
Zusammenstellung von fünf Fernsehspots des
Südwestfunks, die 1994 jeweils im regulären Programm
der ARD gesendet wurden (s.a. 42 62689).
*42 64299
Serie: Apropos
Recht auf Gewalt 8 Min. f 1996 Prod.:
Babel Film und Video GmbH
Adr.: S1, S2, Q, A 09
"In der ersten Nacht habe ich erlebt, dass die Leute auf mich
losgegangen sind, um mich anzugreifen. Es war die Frage, entweder ich
oder er. Wie würden Sie sich verhalten, wenn jemand auf sie
losgeht?" Ein Polizeischüler rechtfertigt seine Erlebnisse bei
Demonstrationen in Bautzen im Herbst 1989. Der Film verdeutlicht, in
welchem Spannungsfeld sich die Handelnden befanden, als die politische
Veränderung die bislang geltenden gesetzlichen Grundlagen in
Frage stellte.
42 64582
Serie: Achterbahn
Der Fünfzigmarkschein 25 Min. f
1998 Prod.: G. Rohde-Dahl
Adr.: J, Q
Als Janis in eine Prügelei verwickelt wird, hilft ihm
unerwartet der ältere Kalle. Er bietet nicht nur seinen Schutz
an, sondern lädt ihn auch ein, mit ihm und seinen Freunden an
den Baggersee zu kommen. Während die anderen im Wasser toben,
muss Janis auf alle Sachen aufpassen. Abends behauptet Kalle, dass 50
DM aus seiner Tasche fehlen und verlangt von Janis Ersatz. Ein Film,
der das Problem von Gewalt und Erpressung an Schulen emotional und
kindgerecht aufarbeitet.
32/*42 10416
Her mit dem Taschengeld
Erpressung und Schweigen in der Grundschule
16 Min. f 1999 FWU
Der Film thematisiert aus dem Blickwinkel von Kindern, wie es zur
Erpressung kommen kann und wie sich durch Schweigen die Situation
für das Opfer immer weiter zuspitzt. Das Ende des Films ist
bewusst offen gelassen, um aktiv mit den Kindern die Rollen von Opfer,
Täter, Mit- und Nichtwissern im sozialen Umfeld durchdenken
und alternative Handlungsmöglichkeiten entwickeln zu
können (s.a. 46 01067).
In sechs Spielszenen gerät Christoph durch den - von
einem Mitschüler beobachteten - Diebstahl einer Mütze
in den Teufelskreis von Schweigen und Erpressung. Der
kindgemäß inszenierte Film kann durch sein offenes
Ende und die Anregungen im Begleitmaterial einen wertvollen Beitrag zur
Gewaltprävention leisten.
*42 55267
Initiativen gegen Gewalt
15 Min. f 1992 WDR
"Nicht weggucken, sondern einmischen" - das ist das Motto einer Gruppe
von Berliner Jugendlichen. Sie wollen die zunehmende Gewalt in der
Öffentlichkeit nicht tatenlos hinnehmen. Ein kurzer Film, der
Jugendlichen viele Beispiele gibt, wie sie selbst aktiv werden
können.
Der Film eignet sich sehr gut für den Einsatz in
Jugendgruppen, aber auch für die schulische Verwendung, wenn
das Thema außerhalb des Lehrplans behandelt werden kann
(AG-Bereich, aktuelle Stunde usw.). Ohne erhobenen Zeigefinger gibt er
Jugendlichen Denkanstöße für eigenes
Verhalten und Engagement gegenüber gewalttätigen
Tendenzen.
*42 63623
Serie: Apropos
Bock auf Gewalt 10 Min. f 1996 Lighthouse
Film, Köln
Hooligans, die gewaltbereite Spezies unter den Fußballfans,
sind Thema des Films. Am Beispiel dieser Gruppe wird einerseits die
Schutz- und Ordnungsfunktion des Staates thematisiert und andererseits
Einblick gegeben in Rechtsbestimmungen und Rechtsprechung in
Fällen wie Körperverletzung und Landfriedensbruch.
Der Film greift nicht nur ein für Jugendliche
relevantes Thema auf, er zeigt auch die Behandlung solcher
Ausschreitungen durch das Gesetz und die Gerichte. Somit eignet er sich
gut für die entsprechenden Lehrplaneinheiten des
Gemeinschaftskunde-Unterrichts.
*42 64275
Im Zweifel schreien
21 Min. f 1997 Matthias Film
Soll man sich bei Auseinandersetzungen Dritter besser heraushalten,
oder soll man eingreifen, auch wenn man selbst ein Opfer werden
könnte? Gezeigt werden klassische Fälle von
mangelnder Zivilcourage und was man daran ändern kann. Ein
Anti-Gewalt-Seminar der Berliner Polizei zeigt, dass Opfern geholfen
werden kann, indem man sich mit anderen zusammentut,
frühzeitig eingreift und den Täter mit Schreien zu
einer schnellen Entscheidung zwingt.
Medienpaket "Abseits?!"
herausgegeben von der Polizeilichen
Kriminalprävention. Das Medienpaket besteht aus einem Video
mit fünf Sequenzen über typische Situationen des
Schulalltags (Verbale Aggression, Mobbing, Körperliche
Aggression, Sachbeschädigung / Graffiti, Abzocken /
Erpressung) und einem Begleitheft für Lehrkräfte.
Lösungen werden in den Filmsequenzen nicht angeboten, sie
sollen jeweils im Anschluss mit Hilfe des Begleitheftes gemeinsam
erarbeitet werden.
"Abseits?!" wurde im Schuljahr 03/04 an alle Grundschulen verteilt; die
Verteilung an weiterführende Schulen ist geplant.
Mehr Informationen unter www.polizei.propk.de
![]()
* 42 72932
"Aktiv
gegen Gewalt
an Schulen" ![]()
Ein Film der "Netzwerkinitiative gegen Gewalt an
Schulen"
Zusammen mit der Landespolizeidirektion, dem
Landesmedienzentrum Stuttgart sowie Schulen und Kommunen hat das
Kontaktbüro Gewaltprävention des Ministeriums
für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg einen
Film zum Thema "Aktiv gegen Gewalt an Schulen" erstellt. Fünf
verschiedene Sequenzen zeigen mehrere Möglichkeiten der
Kooperation: Die Arbeit eines Runden Tisches wird ebenso thematisiert,
wie das Kompetenztraining "FAUSTLOS" in einer Grundschule, die
Erziehungsarbeit in einem Fußballverein, die
Streitschlichtung an einer Hauptschule sowie die Kooperation zwischen
Kommune und Busunternehmen für soziales Verhalten im Bus.
Das Medium soll den Gewaltpräventionsberaterinnen und
-beratern und Lehrerinnen und Lehrern als Unterstützung
für ihre Arbeit an den Schulen dienen. Es will zur Diskussion
anregen und Mut machen, eigene Initiativen zu gründen und
Partner für vorbeugende Maßnahmen an Schulen zu
suchen. Die Bausteine des Films können zusammen oder getrennt
im Unterricht, an Pädagogischen Tagen,
Fortbildungsveranstaltungen oder zur Elternarbeit eingesetzt werden.
"Aktiv gegen Gewalt an Schulen" kann ab dem Schuljahr 2004/2005 an den
Landes-, Kreis- und Stadtmedienzentren des Landes entliehen werden.
Hinweise dazu gibt es unter www.lmz-bw.de
.
Ausländerfeindlichkeit und Rechtsradikalismus
42 01804
Tod eines Skinhead
31 Min. f 1995 Prod.: SWR, Baden-Baden
Adr.: S1, S2, B, J, Q, A 08
Roger Bornemann, Skinhead und Mitglied einer rechtsradikalen
Vereinigung, wurde mit 17 Jahren von seinen Kameraden erschlagen, weil
diese glaubten, dass er mit der Polizei zusammenarbeite. In Aussagen
von Vater, Schwester, Bewährungshelfer, Lehrer, Schulfreunden
und Skinheads wird deutlich, wie der Junge zunächst in
Kontakt, dann in Abhängigkeit zu den Rechtsradikalen geriet
und welche persönliche Entwicklung er durchmachte.
*42 54851
Eine Woche der Gewalt
Rostocker Krawalle, August 1992
50 Min. f 1992 Prod.: Spiegel TV
Adr.: S1, S2, B, J, Q, A 09
Fernseh-Reportage über die ausländerfeindlichen
Krawalle in Rostock-Lichtenhagen. Sie zeigt die Eskalation der Gewalt,
von den ersten Steinwürfen bis zu den
Straßenschlachten mit aus ganz Deutschland angereisten
Rechtsradikalen. Aussagen von Anwohnern und Jugendlichen lassen ahnen,
wie tief die Ursachen liegen. Für Projektarbeit zum Thema
Gewalt und Ausländerfeindlichkeit einsetzbar (in
Ausschnitten).
*42 56775
Die Bombe tickt, Teil 1
43 Min. f 1993 Prod.: Neue Deutsche Filmgesellschaft, Hamburg
Adr.: SO, S1, S2, J, Q, A 09
Als Jessica, eine junge, selbstbewusste Rundfunkmoderatorin,
anlässlich des Geburtstages ihres Vaters in ihr Heimatdorf in
Mecklenburg-Vorpommern fährt, erlebt sie, wie große
Teile der Bevölkerung - "brave Bürger" wie auch
Skinheads - gegen die Aufnahme von Asylbewerbern demonstrieren. Obwohl
Jessicas Vater, der stellvertretende Bürgermeister des Ortes,
mäßigend eingreift, kommt es zu
gewalttätigen Ausschreitungen.
*42 57374
Kahlschlag
105 Min. f 1993 Prod.: WDR
Adr.: S1, S2, J, Q, A 10
Der Spielfilm thematisiert das Abgleiten des 16-jährigen Robin
in die rechtsterroristische Szene, der er am Ende, als er sein Tun
bereut, selbst zum Opfer fällt. Zerrüttete
Familienverhältnisse und allgemeine Perspektivlosigkeit
begünstigen seine ausländerfeindliche Einstellung.
Zwar gelingt ihm der Ausstieg, doch zu welchem Preis?
*42 58996
Killerphrasen
14 Min. f 1994 Prod.: Wilfried Brüning
Adr.: S1, S2, A 10
Sprache, wenn sie zu dumpfen und hirnlosen Phrasen verkommt,
trägt nicht unmaßgeblich zu einem Klima bei, aus dem
heraus Gewalt entsteht. Der Film vermag die Fragestellung "Kann Sprache
töten?" auf satirische Weise am Beispiel von
Rechtsradikalismus zu beantworten. Achtung: Sorgfältige
Vorbereitung des Filmeinsatzes unbedingt erforderlich.
*42 63620
Serie: Apropos
Sprache und Gewalt 10 Min. f 1996 Prod.:
Lighthouse Film, Köln
Adr.: S1, S2, Q, A 10
Dokumentation über den Zusammenhang zwischen Sprache und
Gewalt auf der Grundlage der Gesetzesneuregelung zur Asylfrage und
schweren, fremdenfeindlichen Gewalttaten von meist jugendlichen
Tätern. Behandelt wird die Frage, inwieweit ein Zusammenhang
zwischen der in der öffentlichen Diskussion verwendeten
Sprache und jugendlichen Gewalttaten in Rostock besteht.
42 02535
Hooligans, Blutiger Elfmeter
21 Min. f 2000 Prod.: Taglicht media, Köln
Adr.: S1, S2, Q, A 09
Blutiger Elfmeter nennen die Hooligans den gezielten Tritt gegen den
Kopf eines am Boden liegenden Gegners. Wie es zu brutalen Gewalttaten
kommen kann, versucht der Dokumentarfilm am Beispiel eines
Bundesligaspieles zwischen Dortmund und Mönchengladbach zu
erklären. Die Hooligans werden begleitet auf der Anreise,
während des Spielverlaufs und in der heißen Phase
nach dem Abpfiff, wenn die Fans beider Mannschaften ihre Aggressionen
aneinander auszulassen versuchen.
42 83445
Serie: Beispiele machen Schule
Schule ohne Rassismus 30 Min. f 1999
Prod.: SWR, Baden-Baden
Adr.: S2, A 11
Der Film dokumentiert einige Beispiele aus Grund-, Haupt-, und
Oberschulen, wie dort pädagogisch gehandelt wird, um auch den
Fremden ein Gesicht zu geben, um Toleranz und Fremdenfreundlichkeit in
unserer Gesellschaft voranzubringen.
42 83692
Serie: Beispiele machen Schule
Interkulturelles Theater 30 Min. f 1999
Prod.: SWR, Baden-Baden
Adr.: S1, S2, A 08
Eine Woche lang spielten 60 Jugendliche mit einem Team internationaler
Theaterpädagogen gemeinsam interkulturelles Theater. Daneben
zeigt der Film aus mehreren Schulen, wie Lehrerinnen und Lehrer mit
Schülerinnen und Schülern versuchen, sich im Spiel
mit den individuellen Biografien ausländischer Kinder und
Jugendlicher, mit deren Erfahrungen, ihren Ängsten, Hoffnungen
und Wünschen auseinander zu setzen - auch kabarettistisch
*42 55278
Damit die Gewalt nicht explodiert
30 Min. f1991 WDR
Filmbericht über den Dresdner Jugendtreffpunkt P.E.P., wo sich
unter der Leitung von Sozialarbeitern rechts- und linksradikale
Jugendliche treffen können. Der Film zeigt neben den
Beweggründen der Jugendlichen für ihre jeweilige
Haltung ein gelungenes Beispiel für die pädagogische
Arbeit mit radikalen Jugendlichen.
Obwohl der Film die Verhältnisse in den neuen
Bundesländern zeigt, ist seine Botschaft problemlos auch auf
die westlichen Länder übertragbar: Radikale
Jugendliche haben Gründe für ihre Einstellungen, die
ernstgenommen werden müssen, will man an diese Jugendlichen
herankommen. Ein positives Beispiel richtungsweisender Jugendarbeit.
*42 56400
Denn sie wissen nicht, was sie tun
30 Min. f 1993 WDR
Trotz "offizieller" Erziehung zu Solidarität und gegen
Fremdenhass in den Zeiten der ehemaligen DDR sind besonders Jugendliche
aus den neuen Bundesländern anfällig für
Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Ursachen und Motive für
dieses Verhalten zeigt der Film in Auseinandersetzung mit Jugendlichen
aus einem Dorf in der Nähe Berlins.
Zur Auseinandersetzung mit Motiven und Ursachen der wieder
erwachenden Fremdenfeindlichkeit in Deutschland eignet sich der Film
sehr gut. Die eher sachlich kühle Kommentierung sowie die
stark analytischen Texte des Kommentars machen den Film aber eher zu
einer Dokumentation über Jugendliche als eine mit Jugendlichen.
*32 55727/*42 56810
Erste Begegnung
25 Min. f 1992 KFW
Die gerade aufkeimende Liebe zwischen Svenja und Jonas wird auf eine
harte Probe gestellt: Sie mußten mit ansehen, wie zwei
ausländische Freunde von Rechtsradikalen brutal
zusammengeschlagen wurden. Sollen sie vor der Polizei aussagen und sich
damit selbst gefährden oder ist es realistischer zu schweigen?
Die Hauptdarsteller bieten sich als Identifikationsfiguren
an. Sie führen über eine Spielhandlung an die
Auseinandersetzung mit Zivilcourage, Angst zugeben oder sich lieber
anpassen, heran. Das offene Ende fordert zum Gespräch
über eigene Standpunkte heraus.
*42 59204
Jorge
84 Min. f1994 Rhizomfilm
März 1991. Ein junger Mann aus Mozambique wird von einer
Gruppe von Skinheads aus einer fahrenden Straßenbahn in
Dresden geworfen. Er kommt dabei ums Leben. Der Film beleuchtet die
Hintergründe der Tat, beobachtet die Reaktion der
Behörden, zeigt Vorgesetzte und Freunde des Ermordeten. So
entsteht ein plastisches Bild eines angenehmen Menschen in einer
intoleranten Gesellschaft.
Beeindruckender, ruhiger Film, der unterrichtlich als
Fallbeispiel für Migration und die Reaktionen der Gesellschaft
auf andere, fremde Menschen verwendet werden kann.
*42 59795
Dienstag, Gewalt in der U-Bahn
17 Min. f1994 HR
Eine alltägliche Situation in der U-Bahn: Zwei jugendliche
Rechtsradikale belästigen einen Schweizer Fahrgast mit Worten
und Tätlichkeiten. Wie reagieren die übrigen
Fahrgäste? Ein ermutigender Film zum Thema Zivilcourage aus
dem sich konkrete Handlungsanweisungen ableiten lassen.
Ein universal einsetzbarer Film zum Thema
Ausländerfeindlichkeit und Zivilcourage, besonders deshalb,
weil er eine alltägliche Situation zeigt, die jeder schon
einmal erlebt hat und aus der erkennbar wird, wie in solchen
Fällen reagiert werden kann.
Spiel- und Dokumentarfilme
* 42 72408
Mondlandung
83 min f 2003
Adressaten: A(ab 11); J(14); T; Q
Der Film zeigt die Geschichte der Brüder Yuri und Dimi
Käfer, die angesichts enttäuschter Hoffnungen und
Erwartungen in ihrer individuellen Entwicklung auseinanderdriften. Vor
allem der 17-jährige Dimi, der seine Freunde in Russland
zurücklassen musste, macht der plötzliche Bruch
schwer zu schaffen. Er sucht Halt in einer "russischen Clique" und
gerät auf die schiefe Bahn.
Didakt. Hinweise: Der Film ist ein ausgezeichnetes Hilfsmittel zum
Thema Migration und für die Arbeit mit jugendlichen
Spätaussiedlern. Der Präventionsgedanke und der
Integrationsanreiz stehen dabei im Vordergrund. Spezifische Zielgruppe
sind 14-22 jährige Spätaussiedler und deren
Bezugspersonen. Die Dialoge in russischer Sprache erleichtern die
Akzeptanz bei den Betroffenen und verstärken die
Authentizität des Filmes. Zum besseren Verständnis
arbeitet der Film mit deutschen Untertiteln. Hilfreich zur didaktischen
Erschließung des Mediums ist die Zusammenstellung der
Schlüsselszenen, die für sich getrennt an den Film
angehängt sind. Ausführliches Begleitmaterial
für die Hand der Moderatoren liegt der Videokassette bei.
42 72122
Bowling for Columbine
114 min f USA 2002
Prädikate: Oscar, 2003: Bester Dokumentarfilm
Adressaten: A(ab 12); J(16); Q
12 Schulkinder und eine Lehrerin werden 1999 Opfer eines Amoklaufes von
zwei Schülern an der Columbine High School in Littleton bei
Denver, Colorado. Filmemacher Michael Moore versucht in seiner knapp
zweistündigen Dokumentation Antworten zu finden auf die Frage,
wie es zu diesem tragischen Vorfall kommen konnte.
*42 65647
Letzte Chance Amerika
30 Min. f 1998 Migra-Filmproduktion
Die Reportage begleitet junge Sträflinge aus Norddeutschland,
die für ein Jahr nach Glen Mills/USA, in eine
Korrektionseinrichtung für straffällige Jugendliche,
geschickt werden. Dort wird nach dem Prinzip der
Konfrontationspädagogik gearbeitet um die Delinquenten wieder
auf die rechte Bahn zu bringen.
Eindrucksvolle Dokumentation über ein
Straffälligen-Programm in den USA. Mit den Mitteln der
Konfliktpädagogik werden - auch deutsche - jugendliche
Straftäter umerzogen. Auch wenn Methoden der
Gehirnwäsche und der absoluten Subordination angewendet
werden, zeigen gerade diese Maßnahmen einen großen
Erfolg und minimieren den Prozentsatz der Rückfallquote.
* 4651700
DVD Ghettokids, Planet Hasenbergl:
Lichtblicke in der Münchner Bronx
Spielfilm 88 Min. f 2001/02, Adressaten: ab 12 Jahren , Dokumentarfilm
84 Min. f 2002 Adressaten: ab 12 Jahren.
In dieser spannenden DVD-Trilogie aus Film, Dokumentation und Clip
über die "getthokids" stehen Jugendliche aus Münchens
explosivem Viertel "Hasenbergl" vor der Kamera. Die authentische
Geschichte des Spielfilms "ghettokids" ausgezeichnet mit mehreren
Preisen, beruht auf Erfahrungen der Sonderschullehrerin Susanne
Korbmacher, die mit den Projekten "ghettokids"
e.V. und "Lichttaler" auch überregional Aufsehen erregte.
Es gibt Materialien zur Unterrichtsvorbereitung und Lehrerfortbildung,
Szenenanwahl, diverse Filmausschnitte, das Drehbuch als Faksimile zum
Downloaden sowie Informationen zum Filmteam, Originalpressehefte, MP3
vom Rap und links zu Lichttaler und dem ghettokids e.V. Im dritten Teil
der DVD kann man Heike Ulrichs Videoclip "SchlagZeilenLife" sehen und
hören, der mit dem Prädikat "besonders wertvoll"
ausgezeichnet wurde. Auch als Video erhältlich.
Filme für die Lehrerfortbildung und Elternarbeit
*42 63285
Serie: Apropos
Gewalt ist Gewalt 8 Min. f+sw 1996 Prod.:
Lighthouse Film, Köln
Adr.: S1, S2, J, Q, A 10
Untersucht wird die historische Entwicklung der Gewalt sowie ihre
Veränderung im Laufe der Geschichte der Bundesrepublik.
Beispiele von Urteilen deutscher Gerichte verdeutlichen, welche
Zielsetzungen die Rechtsprechung verfolgt: Sie muss dem Gesetzestext
entsprechen, um den Ordnungswillen des Staates zu dokumentieren. Sie
muss dem konkreten Fall gerecht werden und das
Gerechtigkeitsgefühl der Mitglieder einer Gesellschaft in die
Urteilsfindung einbeziehen.
42 02462
Todesspiele, wenn Gewaltbilder Wirklichkeit werden
45 Min. f 1999 Prod.: SWR, Stuttgart
Adr.: S1, S2, J, Q, A 09
Jugendliche haben in Frankreich eine "pump gun" erworben. Mit der Waffe
erschießen sie einen völlig unbeteiligten
Familienvater und werden nur zufällig entdeckt. Die
unbearbeitete Fernsehsendung recherchiert den Fall eines der
für dieses Verbrechen angeklagten Jugendlichen, des
23jährigen Sascha. Waren es seine Computerspiele - mehr als
tausend, alle mit gewalttätigen Inhalten - die die
Hemmschwelle senkten?
*42 31287
Gewalt, ohne mich
Eine Filmdokumentation zur Gewaltprävention an Schulen
19 Min. f 1999 Prod.: Kreisjugendamt München
Adr.: Q, T
In Koproduktion des Kreisjugendamtes München mit dem
Medienzentrum München-Land produzierte Dokumentation zu
Möglichkeiten der Gewaltprävention in Grund- und
Hauptschulen. Ohne spektakuläre Effekte werden sinnvolle und
praxisbewährte Beispiele und ihre Umsetzung vorgestellt.
4272932
Aktiv gegen Gewalt an Schulen
19 Min. 2004 (Ein Film der Initiative "Netzwerk gegen
Gewalt an Schulen")
Adr.: Q, T
Der Film zeigt fünf Projekte zur Gewaltprävention an
Schulen ("Runde Tische", "Faustlos", Erziehungsarbeit in einem
Fußballverein, Streitschlichtung an einer Hauptschule,
Kooperation zwischen einer Kommune und einem Busunternehmen
für soziales Verhalten im Schulbus)
*42 64050
Gewalt im Griff
Wie agressive Jugendliche cool werden
30 Min. f 1997 Prod.: ZDF
Adr.: Q, T
Dokumentation eines Anti-Gewaltprojektes der Caritas. Der Jugendliche
wird verbalen Angriffen anderer ausgesetzt. Der Sinn dieser
Übung besteht darin, dass Demütigungen ausgehalten
werden müssen, ohne rot zu sehen. Dies wird als konfrontative
Pädagogik bezeichnet und verlangt von den Teilnehmern viel
Selbstbeherrschung. Desweiteren geht der Film auf das
Krisen-Interventions-Programm im Münsterland und die "Kaserne"
von Celle ein.
42 65816
Nicht erst wenn's knallt
Gewaltprävention in der Berufsausbildung
34 Min. f 1998 Prod.: Bundesinstitut f. Berufsbildung, Berlin
Adr.: Q, T
Im ersten Teil thematisiert der Film Ursachen und Formen von Gewalt und
läßt Jugendliche und AusbilderInnen sowie Experten
aus Wissenschaft und Praxis zu Wort kommen. Im zweiten Teil werden
Ausbildungssituationen dargestellt, in denen verschiedene Instrumente
der Prävention und der Intervention eingesetzt werden, die dem
Ausbildungspersonal vielfältige Anregungen für ihre
eigene Praxis bieten.
42 83368
Serie: Beispiele machen Schule
Schulische Sozialarbeit
30 Min. f 1998 Prod.: SWR, Baden-Baden
Adr.: S1, J, Q, A 09
Der Film zeigt Beispiele schulischer Sozialarbeit in und für
den Unterricht, z.B. Training sozialer Basiskompetenzen in der
Grundschule, Stadtteil- und Elternarbeit, Methoden zur
Konfliktfähigkeit, autogenes Training und das
"Schüler-Streit-Schlichter-Programm". Der Beitrag berichtet
auch über Versuche, Kindern und Jugendlichen über den
regulären Unterricht hinaus eine angemessene Betreuung
zukommen zu lassen.
*32/42 10295
Ein Tritt mehr, Gewalt unter Jugendlichen
15 Min. f 1994 FWU
Andy, zu Beginn der Handlung 19 Jahre alt, verbüßt
eine zweijährige Jugendstrafe wegen gefährlicher
Körperverletzung. In Rückblenden werden Andys
Erlebnisse in der Familie, im Schulhof sowie Stationen auf der Suche
nach seiner Identität im Jugendalter auf dem Weg zur
Gewaltbereitschaft nachgezeichnet
Der Film ist einsetzbar zum Themenkreis "Ursachen von
Gewalt", die u.a. die in der Sozialisation und
Identitätsfindung zu suchen sind. Die Kürze der
Darstellung lässt allerdings die familiären und
schulischen Bedingungszusammenhänge etwas in den Hintergrund
treten. Großer Wert wird auf die Entwicklung von Jugendlichen
gelegt.
Lehrplanbezug Gemeinschaftskunde:
Die aufgeführten Medien wurden von den
Fachkommissionen für Medienbegutachtung empfohlen und
können bei den Bildstellen in Baden-Württemberg
ausgeliehen werden.
Weitere gut geeignete Medien erkennt man in den Datenbeständen
der Bildstellen am Stern vor der Signatur (z.B. *42 95157).
Landesmedienzentrum:
http://www.lmz-bw.de/