Landesbildungsserver Baden-Württemberg - Lösungsansätze
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Lösungsansätze im Schulalltag

Persönlichkeitsstärkung - Selbstbehauptungs und Selbstverteidigungskurse für Kinder  - Empathie fördern - Kommunikationsfähigkeit erweitern - Normverdeutlichung - Sanktionen - Streitschlichtung / Mediation - Soziales Lernen als Schulprogramm - Schulsozialarbeit - Elternarbeit - Erlebnispädagogik - Kommunale Kriminalprävention - Bewegte Schule - Verantwortung übernehmen lernen - Gender Mainstreaming - Täter-Opfer-Ausgleich - Zivilcourage - Schulvereinbarung - Gewaltpräventionsberater - Kriseninterventionsteams - Aktiv gegen Rechtsextremismus

Lösungsansätze in Kurzdarstellung

Projekte


Persönlichkeitsstärkung

Kinder und Jugendliche sind vielen aggressionsfördernden und gewaltauslösenden Einflüssen ausgesetzt. Verlust der Geborgenheit in der Familie, persönliche Isolierung und Brutalität in den Angeboten der Medien sind nur einige Ursachen, die zur Entwicklung des Gewaltpotentials beitragen. Kinder, die sich weder sicher noch geliebt fühlen, haben häufig auch kein gut entwickeltes Selbstbewusstsein. Daher muss die Schule ihre Funktion neu überdenken. Sie kann nicht nur Ort der Wissensvermittlung sein, sondern muss gemeinsame Handlungs- und Erfahrungsräume ermöglichen. Dort werden Kinder und Jugendliche in ihrer Persönlichkeit gestärkt und soziales und demokratisches Lernen erlebbar gemacht. Oft wirken Lehrer/innen, zu denen Kinder eine feste Beziehung aufbauen können, als stabilisierender und protektiver Faktor.

Ein spezielles Angebot zur Persönlichkeitsstärkung bieten Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurse für Kinder . Aktion Jugendschutz und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg (u.a.) haben einen Flyer zu Standards von solchen Selbstbehauptungsangeboten herausgegeben.
Download Flyer PDF-Icon (1.58 MB)

 

Intern Icon P 01 Starke Menschen wehren sich
Intern Icon P 02 Menschenskinder
Intern Icon P 22 Für starke Kids
Intern Icon P 25 Gewaltprävention durch Vernetzung Schule, Eltern und Stadt
Intern Icon P 28 Stiftung Hänsel und Gretel
Intern Icon P 29 Soziale Verantwortung lernen - Schülermentoren
Intern Icon P 31 STUPS
Intern Icon P 35 Fit und stark fürs Leben
Intern Icon P 38 Soziales Kompetenztraining
Intern Icon P 42 Musicalwerkstatt "Traumschule"
Intern Icon P 43 Gewaltprävention und Soziales Lernen in allen Klassen
Intern Icon P 44 Max(chs) Besser
Intern Icon P 45 Power ohne Fäuste - das Backnanger Schulnetz
Intern Icon P 46 Cool & taff
Intern Icon P 47 M wie miteinander
Intern Icon P 50 KEEP COOL
Intern Icon P 52 Stark sein ohne prügeln
Intern Icon P 53 Immer cool drauf - Jungenprojekt
Intern Icon P 54 Netzwerk Soziales Lernen

 


Empathie fördern

Empathie ist die Fähigkeit, die Gefühle anderer wahrzunehmen, zu verstehen und auf diese angemessen zu reagieren. Sie ist weder bloße Tugend noch eine angeborene Charaktereigenschaft. Empathie sollte als wichtigste Grundlage eines jeden Programms zur Prävention von Gewalt und zur Steigerung der sozialen Kompetenz etabliert werden. Ohne Sensibilität für die Gefühle anderer ist kreatives Problemlösen, bei dem es keine Verlierer gibt, unmöglich.


 

Intern Icon P 02 Menschenskinder
Intern Icon P 20 Streitschlichter-Ausbildung
Intern Icon P 33 Mediatoren- und Streitschlichterausbildung
Intern Icon P 38 Soziales Kompetenztraining
Intern Icon P 39 Man muss auf die Leute eingehen
Intern Icon P 40 Ungewöhnliche Erfahrungen im Schulalltag
Intern Icon P 56 Faustlos
Intern Icon P 57 f.ü.r. - Freunde üben Rücksicht



Kommunikationsfähigkeit erweitern

Sprache schafft Wirklichkeit - Gewaltverzicht beginnt im Kopf - Richtig streiten will gelernt sein. Diese Sätze zeigen, welche Bedeutung Kommunikation in der Sozialisation und in der Gewaltprävention hat. Häufiger kommt es zum "Ping-Pong-Spiel", zum Schlagabtausch, als zu wirklichem Dialog. Oft sprechen die Fäuste, weil Jugendliche sich nicht mit Worten auseinandersetzen können. Deshalb sind verschiedene Inhalte eines Kommunikationstrainings (wie z.B. das Senden von Ich-Botschaften, Aktives Zuhören etc.) Grundlagen für ein gelingendes Zusammenleben. Schulung der Ausdrucksfähigkeit und einfache Gesprächtechniken sind im Schulalltag fächer- und schulartübergreifend unverzichtbar.

 

 

Intern Icon P 01 Starke Menschen wehren sich
Intern Icon P 14 Ich - Du - Wir - Projekt
Intern Icon P 20 Streitschlichter-Ausbildung
Intern Icon P 33 Mediatoren- und Streitschlichter-Ausbildung
Intern Icon P 43 Gewaltprävention & Soziales Lernen in allen Klassen
Intern Icon P 44 Max(chs) Besser
Intern Icon P 45 Power ohne Fäuste - das Backnanger Schulnetz
Intern Icon P 46 Cool & taff
Intern Icon P 50 KEEP COOL
Intern Icon P 54 Netzwerk Soziales Lernen


Normverdeutlichung

Die Präzisierung der allgemein anerkannten, als verbindlich geltenden gesellschaftlichen Regeln erfolgt in erster Linie durch Erziehung und Bezugsgruppen (peer-groups). Normverdeutlichung erfolgt zudem durch schnelle und maßvolle Reaktion auf normabweichendes Verhalten. Die Schule hat die Aufgabe einer ganzheitlichen Persönlichkeitsbildung und wirkt dadurch nachhaltig auf das Sozialverhalten von Kindern- und Jugendlichen ein. Alle Gesetze, Regeln und Vereinbarungen hierzu, wie z.B. die Schul- und Hausordnung oder Klassenregeln sind die Basis für ein friedliches und gelingendes Zusammenleben. Die konsequente Beachtung und Einhaltung dieser Normen bzw. die genauso konsequente und einheitliche Sanktionierung ihrer Missachtung durch "Grenzsetzer", die in ihrem Handeln authentisch sind, ermöglichen Orientierung und sozial angemessene Verhaltensweisen.




Intern Icon P 03 Schüler-Eltern-Handbuch
Intern Icon P 05 Elterninitiative mit Busunternehmen und Schulleitung
Intern Icon P 09 Heidenheimer Projekt: Jugend und Recht
Intern Icon P 13 Haudidudi Rumpelpumpel
Intern Icon P 17 Busschule
Intern Icon P 21 Gemeinsame Erziehungsziele
Intern Icon P 45 Power ohne Fäuste - das Backnanger Schulnetz


Sanktionen

Sanktionen haben grundsätzlich die Funktion, die Effektivität von Normen zu sichern und Normenverletzer durch Strafen und Schadensersatz daran zu hindern, weiterhin unerwünschte Verhaltensweisen zu zeigen. Sanktionen können vielfältig sein, müssen aber mit den Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen (Schulgesetz § 90) kompatibel sein. Zu einer Sanktion sollte unter pädagogischen Gesichtspunkten ein klärendes Gespräch zwischen Lehrer und Schüler hinzukommen, damit intendierte Verhaltensänderungen (auch durch Verhaltenstraining veranlasst) auf Einsicht basieren und nicht durch externen Druck hervorgerufen werden.

 

 


Streitschlichtung / Mediation

Streitschlichtung in der Schule ist eine adaptierte Form der Mediation. Mit diesem Verfahren vermitteln Schülerinnen und Schüler, die dazu besonders ausgebildet wurden, in Streitfällen zwischen Mitschülern. Die Streitschlichtung findet nur dann statt, wenn beide Konfliktparteien dem Verfahren zustimmen. Streitschlichter sind allparteiisch und verfolgen nicht das Ziel, die Schuldfrage zu klären. Vielmehr ist es ihre Aufgabe, den Konfliktparteien zu helfen, eine Lösung zu finden, mit der beide einverstanden sind ("win-win-Lösung"). Alle am Streitschlichtungsverfahren Beteiligten lernen somit konstruktive Konfliktlösungen.

Das Verfahren der Streitschlichtung besteht aus fünf Phasen und benötigt einen geschützten Rahmen (eigener Raum, Vertraulichkeit).

 



Intern Icon P 20 Streitschlichter-Ausbildung
Intern Icon P 33 Mediatoren- und Streitschlichterausbildung

 

Eine Liste mit den Adressen staatlicher und freier Anbieter für Streitschlichterausbildung (bezogen auf Baden-Württemberg) ist beim Kontaktbüro Gewaltprävention erhältlich.

 

Beate.Hille@km.kv.bwl.de


Soziales Lernen als Schulprogramm

Ausgehend von der Beobachtung von Lehrer(inne)n, Eltern, Erziehern und Ausbildern, dass sowohl die soziale Sensibilität als auch das konkrete Verhalten im menschlichen Umgang miteinander und das soziale Engagement von Jugendlichen im schulischen und außerschulischen Bereich sehr zu wünschen übrig lässt, muss sich die Schule zunehmend dieser Herausforderung stellen. Grundsätzlich findet Soziales Lernen in jeder Unterrichtsstunde geplant oder ungeplant statt, indem Schülerinnen und Schüler lernen, welche Verhaltensweisen im Umgang miteinander positiv verstärkt, toleriert oder negativ sanktioniert werden. Unterschiedliche Sozialformen wie z.B. Partnerarbeit, Arbeitsgruppen und Projekte bieten hervorragende Gelegenheiten soziale Fertigkeiten einzuüben. Darüber hinaus ist es wichtig, Spielregeln schulischen Zusammenlebens und Möglichkeiten der sozialen Partizipation auf Klassen- und Schulebene festzulegen. Zum Erlernen kreativer und prosozialer Konfliktlösestrategien haben sich in den letzten Jahren schulische Mediations-programme, auch Konfliktlotsen- oder Streitschlichterprojekt genannt, bewährt. Die Mitgestaltung von Schulfesten, die Herausforderungen und Erlebnisse auf Exkursionen, Wandertagen, Schullandheimen, das außerschulische Engagement der Schule in der Zusammenarbeit mit sozial Benachteiligten, besondere Projekte mit außerschulischen Kooperationspartnern wie zum Beispiel der polizeilichen Kriminalprävention und viele weitere Bausteine müssen zusammenkommen, damit Soziales Lernen und Handeln zur Schulkultur wird, die sich dann auch im Schulcurriculum wiederfindet.

 

Intern Icon P 02 Menschenskinder
Intern Icon P 10 Schulsozialarbeit am Manzenberg
Intern Icon P 19 Schulsozialarbeit in Sindelfingen
Intern Icon P 21 Gemeinsame Erziehungsziele
Intern Icon P 25 Gewaltprävention durch Vernetzung Schule, Eltern und Stadt
Intern Icon P 35 Fit und stark fürs Leben
Intern Icon P 36 RESPEKT - Aktion gewaltfreie Schulen
Intern Icon P 39 Man muss auf die Leute eingehen
Intern Icon P 40 Ungewöhnliche Erfahrungen im Schulalltag
Intern Icon P 43 Gewaltprävention und Soziales Lernen in allen Klassen
Intern Icon P 45 Power ohne Fäuste - das Backnanger Schulnetz
Intern Icon P 54 Netzwerk Soziales Lernen
Intern Icon P 58 RAIKO - Konzeption für Soziales Lernen


Schulsozialarbeit

Schulsozialarbeit, inzwischen auch als Jugendsozialarbeit an Schulen geläufig, ist eine Maßnahme der Jugendhilfe, die eine wirksame Ergänzung des Bildungs- und Erziehungsauftrags der Schule darstellt. Sie hat die schulische, berufliche und soziale Integration insbesondere von benachteiligten Jugendlichen zum Ziel. Ihre Instrumentarien sind u.a. offene Angebote wie Schülertreffs, erlebnispädagogische Projekte, sozialpädagogische Gruppenarbeit, Beratung in individuellen Problemsituationen, Vernetzung verschiedener Partner im Gemeinwesen sowie unterstützende Angebote beim Übergang Schule - Beruf.

Anfragen bezüglich der Einrichtung von Schulsozialarbeit (vor allem an Brennpunktschulen) muss die Schulleitung an die Verwaltung der Kommune richten, die sich wiederum mit der Jugendhilfe in Verbindung setzt.

 



Intern Icon P 10 Schulsozialarbeit am Manzenberg
Intern Icon P 19 Schulsozialarbeit in Sindelfingen
Intern Icon P 23 Hinsehen und Einschreiten
Intern Icon P 38 Soziales Kompetenztraining


Elternarbeit

Grundlage der Elternarbeit an den Schulen ist die Landesverfassung, Art. 14. Die Gremien, in denen Schule und Eltern zusammenarbeiten sind:

  • Klassenpflegschaft (§ 56 SchulG)
  • Schulkonferenz (§ 47 SchulG)
  • Elternbeirat (§ 57 SchulG)

Eltern und Lehrer sind dabei Erziehungspartner. Für das Bündnis des gemeinsamen Erziehungsauftrags sind gegenseitige Information und Austausch nötig. Die Erstellung eines Schulcurriculums erfordert die Einbindung von Eltern und außerschulischen Partnern. Das Schulcurriculum tritt aufgrund eines Beschlusses der Gesamtlehrerkonferenz nach Anhörung des Elternbeirats und nach Zustimmung durch die Schulkonferenz in Kraft. Eltern können zur Mitarbeit im Unterricht oder als externe Experten für Projekte einbezogen werden. Zur pädagogischen Fortbildung der Eltern bieten sich thematische Elternabende oder auch Elterntrainingsprogramme, wie z. B. Triple-P an.

 



Intern Icon P 03 Schüler-Eltern-Handbuch
Intern Icon P 05 Elterninitiative mit Busunternehmen und Schulleitung
Intern Icon P 21 Gemeinsame Erziehungsziele
Intern Icon P 25 Gewaltprävention durch Vernetzung Schule, Eltern und Stadt
Intern Icon P 57 f.ü.r. - Freunde üben Rücksicht

Icon-Extern www.triplep.de


Erlebnispädagogik

Es gibt eine ganze Reihe unterschiedlicher Definitionen von Erlebnispädagogik. Eine dieser Definitionsformen reduziert sich auf vier Begriffe: Gruppe, Natur, Herausforderung, Reflexion - eine Gruppe stellt sich in der Natur oder einer künstlichen Nachbildung (z.B. ein Hochseilgarten) einer herausfordernden Aufgabe und reflektiert anschließend über die dabei abgelaufenen, vor allem sozialen Prozesse. Solche Reflexionsübungen geben den Teilnehmern die Möglichkeit, sich über das Erlebte auszutauschen und es zu verarbeiten, sowohl in individueller Hinsicht als auch auf den Gruppenprozess bezogen. Diese Reflexionsmethoden als Qualifikationsstandard der Erlebnispädagogik ist ein deutliches Unterscheidungsmerkmal zu auf den ersten Blick oft sehr ähnlichen Angeboten kommerzieller Art (z.B. so genannte Outdoor-Sportarten).

 



Intern Icon P 08 Jugendtreff Bettringen
Intern Icon P 47 M wie Miteinander


Kommunale Kriminalprävention

Schulen, Kommunen und Polizei des Landes Baden-Württembergreagieren gemeinsam auf die zunehmende Gewaltbereitschaft in unserer Gesellschaft. Ziel der Kommunalen Kriminalprävention ist die Beseitigung lokal bedingter Ursachen und begünstigender Faktoren für die Entstehung von Kriminalität und die Initiierung von Präventionsaktivitäten. Die Vielschichtigkeit der Ursachen von gewalttätigen Handlungsmustern erfordert von den Verantwortlichen eine übergreifende Zusammenarbeit bzw. die Bildung von Netzwerken unter Einbindung möglichst vieler gesellschaftlicher Kräfte. Das Landeskriminalamt (LKA) Baden-Württemberg informiert über beispielhafte Projekte Kommunaler Kriminalprävention



Intern Icon P 09 Heidenheimer Projekt: Jugend und Recht
Intern Icon P 13 Haudidudi Rumpelpumpel
Intern Icon P 17 Busschule
Intern Icon P 21 Gemeinsame Erziehungsziele
Intern Icon P 22 Für starke Kids
Intern Icon P 25 Gewaltprävention durch Vernetzung von Schule, Eltern, Stadt
Intern Icon P 26 Bündnis für Erziehung
Intern Icon P 36 RESPEKT - Aktion gewaltfreie Schulen
Intern Icon P 44 Max(chs) Besser
Intern Icon P 45 Power ohne Fäuste - das Backnanger Schulnetz
Intern Icon P 46 Cool & taff
Intern Icon P 54 Netzwerk Soziales Lernen

Icon-Extern www.polizei-bw.de

 


Bewegte Schule

Durch den zunehmenden Verlust an Spiel-, Bewegungs und Kommunikationsräumen wird das kindliche Bewegungslernen vielfach eingeschränkt. Eine Folge davon ist auch ein Mangel an Sozialverhalten und die zunehmende Bereitschaft, auf Konflikte mit Gewalt zu reagieren. Das Kultusministerium hat mit der Gesamtkonzeption "Sport- und bewegungsfreundliche Grundschule" verschiedene Projekte ins Leben gerufen:

  • Sport- und bewegungsfreundlicher Schulhof
  • Tägliche Bewegungszeit
  • Sport macht Freunde

 

Nähere Informationen beim Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, Referat 53


Verantwortung übernehmen lernen

Eine der Hauptaufgaben der Erziehung ist, Schüler und Schülerinnen an die Übernahme von Verantwortung aus einer ethischen Grundhaltung heraus heranzuführen. Dazu muss die Schule zunächst Raum zur Selbstfindung geben. Sie geschieht nicht nur durch das Erfahren der eigenen Stärken und Schwächen, sondern genauso in der Auseinandersetzung mit verschiedenen Kulturen und Religionen, Haltungen und Geschlechterrollen. Dabei wird zum einen Toleranz für Andersartigkeit entwickelt, zum anderen wird das Vertrauen der Kinder und Jugendlichen in die eigenen Fähigkeiten gestärkt. Zu dieser Basis der personalen Kompetenz müssen soziale Kompetenzen hinzu kommen, das heißt, Schüler/innen lernen, mit anderen zu kooperieren, Lösungen gemeinsam zu finden, sich gegenseitig zu helfen, sich einzuordnen, Verantwortung für die gemeinsame Sache zu entwickeln, Kritik konstruktiv zu üben, etc. Schüler und Schülerinnen brauchen konkrete Möglichkeiten, um das soziale Gefüge der Klassen- und Schulgemeinschaft mitgestalten zu können. Darüber hinaus ist es nötig, dass sie soziale Einrichtungen und die Lebenswelten benachteiligter Menschen kennen lernen und zur Übernahme von Verantwortung im ehrenamtlichen Bereich motiviert werden.

 



Intern Icon P 02 Menschenskinder
Intern Icon P 29 Soziale Verantwortung lernen - Schülermentoren
Intern Icon P 39 Man muss auf die Leute eingehen
Intern Icon P 40 Ungewöhnliche Erfahrungen im Schulalltag
Intern Icon P 55 Pausenmentoren


Gender Mainstreaming

Gender Mainstreaming als Handlungsansatz und Leitlinie in Methodik und Didaktik von Projekten, Unterrichtsinhalten, Lehreraus- und - weiterbildung im Bereich Gewaltprävention.Das bedeutet im schulischen und außerschulischen Bereich, bei allen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Jungen und Mädchen, Lehrerinnen und Lehrern, Trainern und Trainerinnen von vorneherein und regelmäßig zu berücksichtigen.

 

 

Intern Icon P 25 Gewaltprävention durch Vernetzung
Intern Icon P 31 STUPS
Intern Icon P 45 Power ohne Fäuste
Intern Icon P 46 Cool & taff
Intern Icon P 53 Immer cool drauf


Täter - Opfer - Ausgleich

In dieser schulinternen Sonderform der Streitschlichtung werden schwerwiegende Konflikte, mit denen Schülerstreitschlichter überfordert sind, durch Erwachsene (ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer) konstruktiv bearbeitet. Schwerwiegende Konflikte sind z. B. im Bereich der Körperverletzung oder der seelischen Gewalt angesiedelt und können strafrechtliche Konsequenzen für den Täter zur Folge haben. Im Gegensatz zur Streitschlichtung ist dieses Verfahren für den Täter verpflichtend. Er wird mit dem Opfer konfrontiert und muss zu einer persönlichen Wiedergutmachung bereit sein. Der Täter-Opfer-Ausgleich umfasst:

  • Konfliktberatung und/ oder - schlichtung
  • Vereinbarung über die Wiedergutmachung
  • Berücksichtigung der Täter-Bemühungen im Strafprozess

 



Intern Icon P 09 Heidenheimer Projekt: Jugend und Recht


Zivilcourage

Zivilcourage bedeutet helfen, wenn Hilfe gefragt ist, denn Wegsehen ist keine Lösung und wer nichts tut, macht mit. Alle sind aufgefordert und in der Lage, in brisanten Situationen im Rahmen der eigenen Möglichkeiten couragiert und schnell einzugreifen, um so für ein friedliches Miteinander einzustehen und weitere Gewalt zu verhindern. Es gibt sechs praktische Grundregeln:

1. Ich helfe, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen

2. Ich fordere andere aktiv und direkt zur Mithilfe auf

3. Ich beobachte genau und präge mir Täter-Merkmale ein

4. Ich organisiere Hilfe unter Notruf 110

5. Ich kümmere mich um Opfer

6. Ich stelle mich als Zeuge zur Verfügung

Mit der "Aktion tu was" wurde durch das Programm Polizeiliche Kriminalprävention (ProPK) ein Medienpaket entwickelt, das weitergehende Tipps für ein wirksames Einschreiten bei Straftaten oder zur Gefahrenabwehr gibt. Das kostenlose Medienpaket ist über das Landeskriminalamt erhältlich.

 



Intern Icon P 48 Projekttag A: Schublade offen! Am Anfang war das Vorurteil
Intern Icon P 49 Projekttag B: Planspiel Monolizien

Icon-Extern  http://www.aktion-tu-was.de/


Schulvereinbarung

Ein transparentes Miteinander aller am Schulleben Beteiligten trägt dazu bei, dass das Lernklima und die Atmosphäre einer Schule positiv erlebt und Schule als ein Ort des respektvollen Miteinanders gestaltet werden kann. Eine von Schülern, Eltern und Lehrern gemeinsam erarbeitete Schulvereinbarung kann zum bewussteren Umgang miteinander beitragen. Die Schulvereinbarung wird zur Schul- und Hausordnung einer Schule beigefügt und bei Schuleintritt von Schülern und Eltern unterschrieben. Verstöße gegen diese Vereinbarung ziehen definierte Konsequenzen nach sich.

Europäische Charta für eine demokratische Schule ohne Gewalt

Einleitung
Auf Initiative des Europarats haben junge Menschen aus ganz Europa diese Europäische Charta für eine demokratische Schule ohne Gewalt verfasst und dabei die von allen Europäern geteilten grundlegenden Werte und Prinzipien berücksichtigt, insbesondere die in der Europäischen Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten dargelegten.

Diese Gruppe junger Menschen empfiehlt Schulen in ganz Europa, diese Charta als Modell in ihrer Arbeit auf dem Wege zu einer gewaltfreien, demokratischen Schule ernsthaft in Betracht zu ziehen.

Angesichts der unterschiedlichen Bildungssysteme in Europa kann die Charta entweder unverändert übernommen oder aber von der jeweiligen Schulgemeinschaft entsprechend angepasst und weiterentwickelt werden, wobei ihr Geist und ihre allgemeinen Prinzipien bewahrt werden müssen.

Europäische Charta für eine demokratische Schule ohne Gewalt

  1. Alle Mitglieder der Schulgemeinschaft haben das Recht auf eine sichere und friedliche Schule. Es liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen, dazu beizutragen, dass ein positives und anregendes Umfeld für das Lernen und die Entwicklung der Persönlichkeit geschaffen wird.
  2. Jede einzelne Person hat das Recht auf eine gleichwertige Behandlung und gegenseitigen Respekt, ungeachtet jeglicher persönlicher Unterschiede.
  3. Die Schulgemeinschaft stellt sicher, dass jeder sich seiner Rechte und Pflichten bewusst ist.
  4. Jede demokratische Schule hat ein demokratisch gewähltes Entscheidungsgremium, das sich aus Vertretern der Schülerschaft, der Lehrerschaft, der Eltern und, wo erforderlich, aus anderen Mitgliedern der Schulgemeinschaft zusammensetzt. Alle Mitglieder dieses Gremiums sind berechtigt, mit abzustimmen.
  5. In einer demokratischen Schule werden Konflikte auf eine gewaltfreie und konstruktive Art und Weise in Zusammenarbeit aller Mitglieder der Schulgemeinschaft gelöst. Jede Schule hat Fachpersonal und Schüler, die spezielle Aus- oder Fortbildungen durchlaufen haben, um durch Beratung und Streitschlichtung Konflikten vorzubeugen und sie zu lösen.
  6. Jeder Fall von Gewalt wird sofort untersucht und bearbeitet. Ihm wird nachgegangen, unabhängig davon, ob Schüler oder irgend ein anderes Mitglied der Schulgemeinschaft darin verwickelt sind.
  7. Die Schule ist ein Teil ihrer lokalen Gemeinschaft. Die Kooperation und der Austausch von Informationen mit Partnern vor Ort sind von wesentlicher Bedeutung für die Vorbeugung und die Lösung von Problemen.

    EUROPEAN CHARTER FOR DEMOCRATIC SCHOOLS WITHOUT VIOLENCE

    1. All members of the school community have the right to a safe and peaceful school. Everyone has the responsibility to contribute to creating a positive and inspiring environment for learning and personal development.
    2. Everyone has the right to equal treatment and respect regardless of any personal difference. Everyone enjoys freedom of speech without risking discrimination or repression.
    3. The school community ensures that everybody is aware of their rights and responsibilities.
    4. Every democratic school has a democratically elected decision-making body composed of representatives of students, teachers, parents, and other members of the school community where appropriate. All members of this body have the right to vote.
    5. In a democratic school, conflicts are resolved in a non-violent and constructive way in partnership with all members of the school community. Every school has staff and students trained to prevent and solve conflicts through counselling and mediation.
    6. Every case of violence is investigated and dealt with promptly, and followed through irrespective whether students or any other members of the school community are involved.
    7. School is a part of the local community. Co-operation and exchange of information with local partners are essential for preventing and solving problems.

     



Intern Icon P 03 Schüler-Eltern-Handbuch

Intern Icon P 03a Charta der Max-Eyth-Realschule Backnang


Gewaltpräventionsberater / -innen

Seit dem Herbst 2002 sind in allen vier Regierungspräsidien Baden-Württembergs für alle Schularten sogenannte Gewaltpräventionsberater/innen ausgebildet worden und im Einsatz. Ihre Tätigkeit erstreckt sich vor allem auf die Beratung im Umgang mit Konflikten und Gewalt in der Schule. Programme zum sozialen Kompetenztraining und zur Gewaltprävention, zum Umgang mit Gewalt, zu konstruktiven Konfliktlösungen sowie zur Unterstützung beim Aufbau regionaler Netzwerke sollen durch die Gewaltpräventionsberater/innen initiiert werden.
Das Angebot richtet sich an alle Schularten. Sie sind auch Ansprechpartner in schwierigen Situationen, vermitteln Kontakte, bereits bestehende Initiativen sollen zusammengeführt und schulinterne Fortbildungsveranstaltungen sowie Beratungen durchgeführt werden. Die Tätigkeit der Gewaltspräventionsberater/innen erfolgt im Rahmen der Pädagogischen Fortbildungs - und Trainingsangebote der Abteilung Schule und Bildung in den Regierungspräsidien. Von dieser Stelle erfolgt auch die Einsatzsteuerung.

 



Ansprechpartner bei den Regierungspräsidien
sind:

Stuttgart : Dr. Helmut Nock
Helmut.Nock@rps.bwl.de
Freiburg : Dr. Hans-Joachim Michel
Hans-Joachim.Michel@rpf.bwl.de
Karlsruhe : Eva Ehlbeck
Eva.Ehlbeck@rpk.bwl.de
Tübingen : Liane Schneider
Liane.Schneider@rpt.bwl.de


Kriseninterventionsteams

Seit 2003 gibt es in den Regierungspräsidien in Baden-Württemberg Kriseninterventionsteams, die - aus Juristen, Pädagogen aus der Schulverwaltung, Schulpsychologen sowie der Pressevertretung des Regierungspräsidiums bestehend - den Schulen angekündigt bzw. bekannt gemacht wurden.

Ein Auszug aus einer Veröffentlichung des Regierungspräsidiums Stuttgart:

Das Team wird in schulischen Krisenfällen auf Bitten der Schulleitung aktiv und übernimmt die psychologische, pädagogische oder juristische Nachbetreuung und Beratung von Personen (in der Regel vor Ort) und zwar ausschließlich dann, wenn

  • diese sich selbst in einer lebensbedrohlichen Lage befanden
  • diese miterleben mussten, wie andere eine solche Situation oder einen akuten Todesfall miterleben mussten.

Voraussetzung ist also eine massive psychische Belastung (evtl. Traumatisierung) der Betroffenen. Weiterhin kann das Team für Beratungen in schwierigen Fällen von massiver Gewaltandrohung in Anspruch genommen werden.

Die Kriseninterventionsteams der Schulverwaltung arbeiten in engem Kontakt mit den entsprechenden polizeilichen Einrichtungen und möglichen Hilfsangeboten vor Ort.

Erreichbar sind die Kriseninterventionsteams über die Regierungspräsidien oder zum Teil über ein Notfallhandy (an Schultagen jeweils von 7.30 bis 18 Uhr und an Samstagen bis 13 Uhr).

 

 

Aktiv gegen Rechtsextremismus

In einer gemeinsamen Initiative von Kultusministerium, Innenministerium, Landesamt für Verfassungsschutz und der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg wurden seit dem Schuljahr 05/06 eine Reihe von Maßnahmen durchgeführt, um Schulleitungen und Lehrkräfte über Erscheinungsformen des Rechtsextremismus zu informieren, damit möglichen Tendenzen im Schulbereich frühzeitig entgegengewirkt werden kann. Das Landesamt für Verfassungsschutz führte zahlreiche Informationsveranstaltungen für Multiplikatoren durch. Allen weiterführenden Schulen in Baden-Württemberg wurden Unterrichtsmaterialien zur Verfügung gestellt: zum einen die vom Medienzentrum der Polizei entwickelte CD-Rom "Extrem gegen das System" und das Medienpaket "Wölfe im Schafspelz"
(Hrsg.: ProPK - Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes). Beides kann an den Landes-, Kreis- und Stadtmedienzentren des Landes entliehen werden.

Beim Schüler-Filmwettbewerb "Wölfe im Schafspelz" erhielt der Trickfilm  "Nicht tanzen, marschieren!" einen Sonderpreis.
Er steht als Intern Icon Downloadversion zur Verfügung .

Empfohlene Links zum Thema:

Icon-Extern www.verfassungsschutz-bw.de/
Landesamt für Verfassungsschutz

Icon-Extern www.verfassungsschutz.de/
Bundesamt für Verfassungsschutz

Icon-Extern www.lpb-bw.de/
Landeszentrale für politische Bildung

Icon-Extern www.bpb.de/
Bundeszentrale für politische Bildung

Icon-Extern www.schau-hin.info/
Stichwort:Kinderbedrohung von rechts

Herausgegeben vom:
Kontaktbüro Gewaltprävention im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Stuttgart




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