Projekt 03 a- Charta
der Max-Eyth-Realschule Backnang
| Gesamt
ID
| 03a
|
| Projekttitel
|
Charta
der Max-Eyth-Realschule Backnang
| | Kurzerklärung
| Entstehung
eines Verhaltensleitbildes für eine Schulgemeinschaft |
| Schulart
| Realschule
| | Schulname
| Max-Eyth-Realschule
Backnang |
| PLZ
| 71522
|
| Schulort
|
Backnang |
| Straße
| Hohenheimer
Straße 10 |
| E-Mail-Adresse
der Schule
| max-eyth-realschule-backnang@t-online.de
|
| Startseite
der Schule
| www.mer-backnang.de
| | Problembereich
im Schulalltag
| Alltägliche
Regelverstöße
| | Lösungsansatz
| Normverdeutlichung
Schulvereinbarung |
| Projektjahr
| Schuljahr
2001/2002 |
| Projektdauer
| Entwicklung
während eines Schuljahres, Pflege und Weiterentwicklung
sind ein fortlaufender Prozess |
| Klassenstufe
| 5
bis 10 |
| Schulischer
Ansprechpartner
| Realschulrektor
Heinz Harter |
| Kooperationspartner
| Elternbeiratsvorsitzender
Aegidius Kleinhans |
| Projektbeschreibung
und Organisation |
Soziale
Erziehung hat sich zu einer zentralen Aufgabe unserer Schulen
entwickelt. Ein wichtiger Baustein kann dabei eine Schulvereinbarung
sein, zumal sie eine große Chance für einen intensiven Dialog zwischen
Eltern-, Lehrer- und Schülerschaft bietet.
„Eine Charta – was ist das eigentlich?“
Unter einer Charta verstehen wir ein Leitbild, an dem wir den Umgang
miteinander, unser Verhalten den anderen gegenüber ausrichten wollen.
Die Charta ist also keine neue Schulordnung, sondern eher eine Sammlung
von Verhaltensweisen, Erwartungen
und Absichtserklärungen, wie sie
Schülern, Eltern und Lehrern an einer Schule wichtig sein sollten. Die
Charta enthält Werte zur Orientierung,
vor allem auch in Konfliktsituationen. Die Charta bezieht alle am
Schulleben Beteiligten mit ein, insbesondere Schüler,
Lehrer, die Elternschaft sowie die städtischen Mitarbeiter.
Die Entstehung. Deshalb war es
auch notwendig, dass bei der Erarbeitung auch Vertreter aller dieser
Gruppen gleichberechtigt beteiligt waren.
So überlegten zunächst drei voneinander völlig unabhängige Arbeitsgruppen
der Lehrer-, der Schüler- und der Elternschaft, was in
einer solchen Charta eigentlich nach ihrer Meinung enthalten sein
müsste. In einer gemeinsamen Arbeitssitzung wurden nach intensiver
Diskussion die mehrheitsfähigen Inhalte, die Schnittmenge also,
festgelegt und formuliert. Der Charta-Text wurde dann von der
Gesamtlehrerkonferenz, von den Klassensprechern in der SMV und vom
Elternbeirat der Schulkonferenz zur Verabschiedung vorgeschlagen.
„Warum das alles?“ In größeren
Verwaltungen und Betrieben, aber auch in manchen Schulen bestehen
ähnliche Vereinbarungen. Das heißt sicher nicht, dass es dort keine
Konflikte mehr gibt! Aber im Konfliktfall besteht eher eine
Gesprächsgrundlage oder ein Bezugspunkt, mit dessen Hilfe man sich
leichter verständigen kann. In Schulen vermag eine
Charta wie ein Treppengeländer wirken. Man kann sich
daran festhalten oder gar abstützen, es schützt vor Verletzungen und es
zeigt in gewisser Weise den Weg. In der heutigen Zeit scheinen solche
Hilfen nötiger denn je, und deshalb bietet eine Charta eine große
Chance! Dabei liegt es an allen, an Lehrern und städtischen
Mitarbeiten, Eltern und Schülern den Geist eines solchen Leitbildes
umzusetzen und zur Grundlage des Handelns zu machen – zum
Vorteil aller!
| | Meinungen |
- Eine
Lehrerin betont, dass die Charta zwar Selbstverständlichkeiten
enthalte. Aber für manche Kinder stelle die Charta eine große
Umstellung dar.
- Eine andere Lehrerin resümiert realistisch, es habe sich
durch die Beschäftigung mit der Charta die Schulatmosphäre spürbar
verändert. Aber mehr als kleine Schritte seien angesichts der
allgemeinen gesellschaftlichen Tendenzen wohl kaum möglich.
- Eine Mutter sieht die weitere Entwicklung positiv. Junge
Schüler werden wohl mit der Charta aufwachsen, in das schulische Leben
mit ihr hineinwachsen.
- Ein Lehrer weist darauf hin, dass eine Arbeitsgruppe, eine
kleine Gruppe also, die Charta erarbeitet habe. Andere, die große
Gruppe, sollten diese nun umsetzen. Dies benötige Zeit und vor allem
Verantwortlichkeit aller. Die Verantwortlichkeit dürfe nicht nur bei
den Lehrern liegen.
- Der runde Tisch ist sich einig, dass bei der Umsetzung der
Charta jeder bei sich selbst anfangen müsse und sich zuerst selbst
fragen müsse, wie er die Charta beachte. Es sei nicht gut, zuerst auf
die anderen zu schauen.
- Eine Lehrerin verweist auf den Stellenwert schlechten
Benehmens in manchen Klassen. Oft gelten solche Schüler als „cool“, sie
seien nicht etwa Außenseiter, sondern fänden sich eher in der
„Boss“-Rolle wieder. Darin zeige sich eine zentrale Aufgabe. „Wir
müssen Routinen aufbrechen!“ und uns der Wirkung der Gruppe bewusst
sein.
- Eine weitere sehr interessante Beobachtung ist der
Unterschied zwischen theoretischem Wissen über gutes Benehmen oder den
Umgang mit anderen und der praktischen Anwendung. In Rollenspielen
setzen Schüler das Gelernte und Erfahrene oft perfekt um, außerhalb
dieser Übungssituation fallen sie aber teilweise wieder in ihre alten
Verhaltensweisen zurück.
- Ein Lehrer ergänzt diese Beobachtung und stellt fest, dass
die Charta nicht theoretisch vermittelt, sondern nur im praktischen
Tun, in der Anwendung, in der konkreten Erfahrung im Schulalltag, in
Konfliktfällen umgesetzt werden könne.
- Der Schulleiter sagt in einer Rede: „Noch ist unsere Charta
am Anfang! Sie muss gelebt und in unserem Schulleben verankert werden.
… Nicht dass es uns so ergeht wie jener Dorfgemeinschaft, die das
Pflanzen einer Dorflinde auf dem Kirchplatz mit einem pompösen Dorffest
feierte, dann aber, nach den Feierlichkeiten das Gießen der jungen
Pflanze vergaß und sich am Ende wunderte, dass der kleine Baume in der
Hitze des Sommers vertrocknet war!“
| | Anlagen
| „Charta-Prozess
Entstehung 3“
„Grundsätzliches
zur Charta“
| | Bilder
/ Grafiken / Mind-Map
| „Charta“
"Charta -
Aktualisierung!
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