Projekt 30 -
Die Juden in Buttenhausen
| Gesamt ID
| 30
| | Projekttitel
| Die
Juden in Buttenhausen
| | Kurzerklärung
| Der
Antisemitismus in der deutschen Geschichte muss besonders in heutiger
Zeit erneut in das Bewusstsein von Schülerinnen und Schüler geraten.
Eine ganzheitliche Annäherung an diesen Lerngegenstand ist die
Begegnung mit Zeitzeugen und mit historischen Lernorten, wie dies
exemplarisch in Buttenhausen möglich ist.
Die Begegnung mit Buttenhausen und seinen historischen
Besonderheiten, wie z..B. dem jüdischen Friedhof wurde innerhalb einer
Lehrplaneinheit vorbereitet und in einen thematischen Zusammenhang
gebracht. |
| Schulart
| Grund- und
Hauptschule mit Werkrealschule |
| Schulname
| Lichtenbergschule
|
| PLZ
| 71720 |
| Schulort
| Oberstenfeld
|
| Straße
| Martin-Luther-Straße
|
| E-Mail-Adresse
der Schule
| Lichtenbergschule.Oberstenfeld@t-online.de
| | Startseite
der Schule
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| Problembereich
im
Schulalltag
| Extremismus/Fremdenfeindlichkeit |
| Lösungsansatz
| Aktionen/Interventionen/diverse
Einzelmaßnahmen |
| Projektjahr
| 1999 |
| Projektdauer
| 6
Unterrichtswochen |
| Klassenstufe
| Klasse 10 |
| Schulischer
Ansprechpartner
| Frau Bärbel
Hetzinger, Lehrerin
Telefon: 07062/3010 Fax: 07062/ 8006 |
| Kooperationspartner
| Herr Walter
Ott, Buttenhausen
Herr Fähnle, Herr Kohn, Polizeirevier Oberstenfeld und Marbach
| | Projektbeschreibung
und Organisation
| Fächerübergreifend
wurde in Deutsch, Geschichte/Gemeinschaftskunde und im
Religionsunterricht zum Thema "Extremismus, Antisemitismus und
Fremdenfeindlichkeit" gearbeitet.
Innerhalb der Lehrplaneinheit "Extremismus und Gewalt in der
politischen Auseinander-setzung" im Fach Geschichte/Gemein-schaftskunde
wurden über mehrere Unterrichtsstunden hinweg die unterschiedlichsten
Erscheinungsformen von Gewalt thematisiert. In zwei Unterrichtsstunden
wurde durch Experten der Polizei das Thema "Was ist Gewalt? Wann fängt
sie an? Was können wir tun?" genau erläutert. Die Klasse hatte sich mit
Fragen vorbereitet und die Polizisten schilderten anschaulich und unter
Einbeziehung der Schülerinnen und Schüler im Rollenspiel, wie man sich
z.B. in einer Situation, die zu eskalieren droht, verhalten kann. Diese
zwei Unterrichtsstunden waren besonders beeindruckend innerhalb der
Unterrichtseinheit. Themen wir "Anti-Aggressions-Training", "Heißer
Stuhl" usw. wurden durch Filme anschaulich gemacht und anschließend
ausgiebig in der Klasse diskutiert. Das Thema "Extremismus und
Antisemitismus – warum man Auschwitz nicht vergessen darf", bildeten
den Abschluss dieser Unterrichtseinheit. Dazu bereiten wir eine
Exkursion nach Buttenhausen (bei Münsingen) vor. In diesem Ort befindet
sich eine ständige Ausstellung in der Bernheimer’schen Realschule.
Herrn Walter Ott, seinen Mitarbeitern und Förderern ist diese
Ausstellung sowie die Arbeit des Erinnerns, z.B. durch die
Instandsetzung der jüdischen Begräbnisstätten, zu verdanken. Herr Ott
übernahm die Führung durch die Ausstellung in der Bernheimer’schen
Realschule und durch den Ort bzw. Jüdischen Friedhof. Er erzählte uns
von gerade noch ins Exil geflüchteten Juden aus Buttenhausen, die
inzwischen, nach vielen Jahren ihren "Heimatort" besucht haben. Die
meisten Juden wurden jedoch von Buttenhausen ins Sammellager auf den
Killesberg Stuttgart gebracht zur weiteren Deportation. Was dies
bedeutet hatte, war uns durch den vorausgegangen Unterricht bewusst.
Anschaulich wurden die Berichte von Herrn Ott durch viele Dokumente,
Bilder und Gegenstände. Nach dem Ausstellungsbesuch sind wir durch den
Ort Buttenhausen geführt worden. Zum Schluss waren wir auf dem
Jüdischen Friedhof. Nach vielen Fragen, Gesprächen blieben wir zuletzt
schweigend am Gedenkstein stehen. Bis schließlich eine Schülerin für
uns alle sagte: "Hoffentlich wird sich das alles nie mehr wiederholen."
| | Meinungen
| Schüler 16
Jahre: "Es ist schon komisch, ein ehemaliges Schulhaus zu betreten und
zu erfahren, dass es hier getrennte Eingänge für jüdische und
christliche Schüler gab. Zum Glück ist das heute nicht mehr so. Ich bin
froh, dass wir Buttenhausen und den jüdischen Friedhof besucht haben
und es war gut, dass Herr Ott uns alles so genau erklärt hat. Jetzt
habe ich zum Thema Antisemitismus noch einen
anderen Bezug." |
| Anlagen
| "Juden in
Buttenhausen" Schriftenreihe des Stadtarchiv-Münsingen 3, 72525
Münsingen
ISBN 3-92894-01-2 |
| Bilder
/ Grafiken /
Mind-Map
| Foto
| | Medienkategorie
| Printmedium
"Die Juden in Buttenhausen"
Hrsg. vom OSA Tübingen, Materialien zur Landeskunde und
Landesgeschichte, Heft 13 |
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