"stark.stärker.WIR." - Das Präventionskonzept für Schulen in Baden-Württemberg
Was sind zentrale Merkmale des Rahmenkonzepts "stark.stärker.WIR.", die für das Gelingen einer systematischen und nachhaltigen Präventionsarbeit an einer Schule zu berücksichtigen sind?
- Schulische Prävention beinhaltet in Baden-Württemberg die drei Bereiche Gewaltprävention, Suchtprävention und Gesundheitsförderung.
- Damit schulische Präventionsarbeit wirksam wird, muss sie gleichzeitig auf drei sozialen Ebenen verankert sein: auf der Schulebene, der Klassenebene und der individuellen Ebene.
- Schulische Präventionsarbeit bezieht alle am Schulleben beteiligten Personengruppen ein: Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern.
- Bei der Weiterentwicklung des Präventionskonzepts einer Schule durch eine Schulgemeinschaft gilt es, sich regional mit außerschulischen Partnern zu vernetzen.
- Die Umsetzung und Weiterentwicklung des Präventionskonzepts an jeder Schule findet im Rahmen der Qualitätsentwicklung statt.
Welche Unterstützung erhalten Schulen bei der Umsetzung?
Schulen werden mit der Einführung von "stark.stärker.WIR." nicht allein gelassen!
Mit Beginn der flächendeckenden Einführung des Präventionskonzepts im September 2012 werden landesweit150 Präventionsbeauftragte für die Unterstützung von Schulen zur Verfügung stehen. Hierbei handelt es sich einerseits um ehemalige Suchtbeauftragte bzw. Gewaltpräventionsberater/innen und andererseits um neu ausgebildete Lehrkräfte. Alle 150 Präventionsbeauftragten erhalten eine umfassende Qualifizierung für ihre künftige Tätigkeit.
Eine weitere Unterstützung sollen Schulen über eine Handreichung erhalten, die vom Kultusministerium gemeinsam mit ausgewählten Experten in der Präventionsarbeit erstellt wird. Die Handreichung soll Schulen dabei unterstützen, ihre Präventionsarbeit zu prüfen, Ziele zu entwickeln und Veränderungen anzugehen.
Wie ist die landesweite Einführung von "stark.stärker.WIR" an Schulen geplant?
Seit Februar 2011 befindet sich "stark.stärker.WIR." in der Startphase. Insgesamt 39 Startschulen
September 2012 beginnt die flächendeckende Einführung mit voraussichtlich 500 Schulen.
Februar 2013 sollen weitere 500 Schulen einsteigen.
Ab September 2013 sollen jährlich jeweils weitere 500 Schulen hinzukommen.