- Kooperation Schule-Bibliothek
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Kooperation Schule-Bibliothek


Die Kooperation zwischen Schule und Bibliothek ist für beide Seiten sehr gewinnbringend. Gerade im Bereich der Förderung von Lesekompetenz bieten Bibliotheken zahlreiche praxisorientierte Konzepte für Schulen an. Diese greifen die beiden nach PISA 2000 wichtigen Handlungsfelder auf, und zwar „Entwicklung von Lesefreude und Leseinteresse“ sowie die "Verbesserung der Informationsverarbeitung beim Lesen durch die Vermittlung von Lesestrategien". Hier kann die außerschulische Förderung durch Kooperation mit Bibliotheken u.a. auch Kindern aus lesefernen Elternhäusern wichtige schulische Kompensationsmaßnahmen bieten.

Die im Folgenden dargestellten Beispiele wurden von Studentinnen der Hochschule der Medien (Susanne Brugger, Nadine Elsser, Bettina Degenhart, Nina Fiedler, Julia Hechtner, Doreen Lenz, Nicole Lux, Sigrid Penner, Ellen Schweigert) zusammengetragen und unter der redaktionellen Leitung von Prof. Susanne Krüger aufbereitet. Als Vertreterin des Arbeitskreises Leseförderung am Landesinstitut für Schulentwicklung arbeitete Cora-Ann Wagener (StR) mit und übernahm die Endredaktion.

Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Institutionen wird in den Bildungsplänen der verschiedenen Schularten mehrfach thematisiert. Die Kooperation zwischen Bibliotheken und Grundschulen ist selbstverständlicher Teil des Unterrichts und im Bildungsplan 2004 - Grundschule verankert, z. B.:
Blickfang     in den "Leitgedanken zum Kompetenzerwerb" des Fachs Deutsch: „Verlässliche Vorlese- und Lesezeiten, Kooperationen mit außerschulischen Kulturträgern wie Bibliotheken, Buchhandlungen (…) sind unterstützende Elemente des Deutschunterrichts.“ (S. 44);
Blickfang     in den „Didaktischen Hinweisen und Prinzipien für den Unterricht“: „Die Orientierung in Klassen-, Schul- und Stadt-, Gemeinde- oder kirchlicher Bibliothek, gemeinsame Besuche in einer Bibliothek, der Erwerb eines Bibliotheksführerscheins und eines Bibliotheksausweises, Teilnahme an Autorenlesungen, das Herstellen eigener Bücher oder einer Klassenzeitung, das Umsetzen von Kinderbüchern in Darstellendes Spiel unterstützen die Lesemotivation und Lesefreude.“ (S. 47);
Blickfang     bei den „Kompetenzen und Inhalten“: „Die Schülerinnen und Schüler können (…) sich in der Bibliothek ein Buch ausleihen;“ – Inhalte: „Klassen-, Schulbücherei, Bibliotheken (Bibliotheksbesuch)“ (Klasse 2, S. 48) und „Die Schülerinnen und Schüler können (…) Bibliotheken benutzen;“ – Inhalte: „Bibliotheksführerschein, Bibliotheksausweis“ (Klasse 4, S. 50/51).


Auch die Kooperation zwischen Bibliotheken und weiterführenden Schulen (bis Kl. 10) ist selbstverständlicher Teil des Unterrichts und im Bildungsplan 2004 verankert, z.B.:
Blickfang     in der „Einführung in den Bildungsplan 2004“: „Der Auftrag der öffentlichen Schule (...) legt eine sachliche Kooperation mit außerschulischen Partnern (Kommunen, Kirchen, Betrieben, Vereinen, Kultureinrichtungen) nahe.“ (HS S. 10) – „Neben dem Computer als Arbeitsmittel und dem Internet als Ressource bleiben Einrichtungen wie Bibliotheken (...) notwendige, insbesondere in der Schule und durch die Schule zugänglich zu machende Hilfsmittel. Die Schülerinnen und Schüler lernen, sich der Auskunftsmittel - vom Sachbuch und Nachschlagewerk bis zur CD und CD-ROM – geläufig zu bedienen.“ (HS S. 13, RS S. 13; Gy S. 15);
Blickfang     in den „Leitgedanken zum Kompetenzerwerb“ des Fachs Deutsch: „Den Schülerinnen und Schülern muss die Lesefreude vermittelt und an der Schule eine Lesekultur in Zusammenarbeit mit Buchhandlungen, Bibliotheken, Theatern und Autoren aufgebaut werden.“ (RS S. 49);
Blickfang     in den „Kompetenzen und Inhalte(n) für naturwissenschaftliches Arbeiten“: „(...) sich informieren zu können über aktuelle naturwissenschaftliche Forschungen und anwendungstechnische Entwicklungen“ (RS S. 101);
Blickfang     bei den „Leitgedanken zum Kompetenzerwerb“ des Fachs Geschichte: „Dazu gehört, dass die Schülerinnen und Schüler eigenständig recherchieren, indem sie themen- und problemorientiert auf geeignete Informationsquellen – zum Beispiel Bibliothek oder Archiv – zurückgreifen“ (Gy S. 217).


Gut ausgebaute öffentliche Bibliotheken bieten in der Regel zahlreiche Dienstleistungen für Grundschulen und für weiterführende Schulen an, wobei nicht jede Bibliothek alle, aber sicher eine Auswahl davon umsetzen kann.

Im Folgenden werden verschiedene Konzepte vorgestellt und an konkreten Beispielen erläutert. Sie lassen sich in diese sieben Bereiche gliedern:


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