Förderung der Lesekompetenz
in: forum schule. Landesinstitut für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Heft 1/2002, S. 22-26
In seinem Aufsatz "Gelesen heißt noch nicht verstanden" verweist Rudolf Steffens darauf, dass die PISA-Studie mit der Lesekompetenz eine wichtige kulturelle Schlüsselqualifikation aufgreift, die ein ganzes Bündel an Fähigkeiten, Kenntnissen und Strategien umfasst, welche für fast jedes Weiterlernen unverzichtbar sind. Insofern geht es beim Thema Lesenlernen immer auch um die Kultivierung unserer Lernfähigkeit.
Der Autor erläutert, mit welchen Methoden die Lesefähigkeit von Schülerinnen und Schülern gefördert werden kann und verweist dabei auf folgende Themen:
- Das reziproke Lernen
- Bewusstes Lernen
- Vielfältige Lern- und Leseerfahrungen
- Lesen als Konstruktion
- Lernen mit komplexen Texten – methodische Interventionen
in: SchulVerwaltung NRW, 3/2002, S. 77-79, Carl Link Verlag, Kronach
In ihrem Aufsatz "Lesekompetenz – Nachdenken nach PISA" verweist Erika Altenburg darauf, welche Fähigkeiten PISA unter dem Begriff der Lesekompetenz versteht. Auf der Basis ihrer eigenen Erfahrungen in Schule, Ausbildung und Fortbildung spricht sie einige konkrete Aspekte an, wie Lesemotivation aufgebaut und Texterschließungsfähigkeiten trainiert werden können. Der Aufsatz umfasst im Einzelnen die folgenden Themen:
- Was ist "Lesen" beziehungsweise Lesekompetenz? - Lesemotivation aufbauen und Texterschließungsfähigkeiten trainieren - Schwierigkeiten beim Verstehen von Texten - Beispiele aus der Unterrichtspraxis in einer fünften Hauptschulklasse - Bandbreite von Textsorten - Methoden der Texterschließung trainieren
Zur gleichen Thematik hat Erika Altenburg bei der DLS noch ergänzend einen Vortrag gehalten (
www.dgls.de) sowie einen Aufsatz veröffentlicht mit dem Titel "Lesen ist Verstehen!" (Download auf dieser Seite weiter unten). In ihrem Vortrag führt sie zunächst auf, nach welchen Kriterien bei PISA die Lesekompetenz von Jugendlichen untersucht wurde. Anschließend regt die Autorin dann ein Nachdenken an:
1. Über unseren Lesebegriff, denn: "Lesen ist Verstehen" 2. Über die Konsequenzen aus dem Lesebegriff der PISA-Studie 3. Über die Schwierigkeiten, die Kinder beim Verstehen von Texten haben 4. Über die Möglichkeiten, die Leseforschung und Textlinguistik bieten, um das Verstehen von Texten anzuleiten und zu trainieren 5. Über die Unterscheidung von selbstständigem Lesen und Lesevortrag 6. Über die Verbindung von Lesemotivation und Förderung der Texterschließungsfähigkeiten
Erika Altenburg nimmt in ihrem Aufsatz "Lesen ist Verstehen!" zu wesentlichen Aspekten der PISA-Studie Stellung. Sie verweist darauf, dass mit dem Lesen das Verstehen gemeint ist, d.h. dass das Lesen von Texten immer auch mit der Entnahme von Informationen einhergeht. Ansonsten kann nicht von Lesen gesprochen werden. Anhand exemplarischer Beispiele demonstriert sie, worin die Verstehens-Schwierigkeiten von Kindern und Jugendlichen liegen und erläutert verschiedene Ansätze, mit denen das Verstehen von Texten gezielt gefördert werden kann.