Lesen und Computer
Didaktische und methodische Aspekte und Beispiele
Ausgehend von der Definition der Lesekompetenz in der PISA-Studie ist bei
der Arbeit mit dem Computer (Internet) noch folgendes zu beachten:
- "Das Sachwissen muss höher sein als beim Lesen von (Buch) Texten, da die
Lesenden die verstreuten Informationsportionen auffinden, reduzierte und auf
einen Punkt gebrachte Angaben in den Hypertexteinheiten anreichern und
isolierte Informationsportionen eigenständig in einen Zusammenhang bringen
müssen. Die Lesefähigkeit muss gut ausgebildet sein, um die wesentlichen und
unwesentlichen Informationen auf dem Bildschirm schnell erfassen und
strategisch und zielgeleitet "surfen" zu können." ( Thomé/Thomé (Hrg.):
Computer im Deutschunterricht der Sekundarstufe, Westermann, Praxis
Pädagogik, 2000, S.29.)
- "Um beim Lesen Hypothesen bilden zu können, ist vor allem das schnelle
Erkennen von Strukturen erforderlich, da es die Basis für Textverstehen
liefert." (s. a.a.O, S.30).
Aus dem Gesagten ergibt sich, dass Leseförderung am Computer in mehrer
Bereiche gegliedert werden sollte.
1. Leseförderung im Internet z. B. 'überfliegendes Lesen, Umgang mit
Hypertexten'.
2. Leseförderung mit Texten, die am Computer entstehen oder entstanden sind
( z.B. Schreiben und Überarbeiten von Texten, Lesen von Texten unter
verschiedenen Fragestellungen).
3. Förderung durch kombiniertes Arbeiten mit
Buch
und Computer
oder Zusatzinformationen aus dem Internet.
Didaktisch-methodisch kann der Computer als Werkzeug, Gegenstand und Medium
eingesetzt werden:
- Werkzeug, z.B. Jede Art von Texterstellung, kreatives Schreiben,
PowerPoint-Präsentationen und
Visualisierung
von Gedichten
.
- Gegenstand, z.B. Texte zum Thema Computer einsetzen oder erstellen
lassen.
- Medium, z.B. Rechtschreibeübungen, Grammatikaufgaben, Schreibaufgaben,
Wortschatzarbeit, Textveröffentlichungen im Internet, weiterführende Ideen:
www.scottie-teachware.de ,
"Lesen 2000" und
Blitzlesen.
Dr. Margrit Wienholz, Landesinstitut für Schulentwicklung (LS) Stuttgart
