Theaterpädagogik in der Schule
Koordinierungsstelle Schultheater
Baden-Württemberg
am Regierungspräsidium Tübingen, Abt. 7 (Schule und Bildung)
Keplerstraße 272074 Tübingen
Kontakt: Werner Jauch
Theaterpädagoge und Schultheater-Referent Tel. 07071/200-2170, Mobil: 0173/3294089 Fax: 07071/200-2005
E-Mail: werner.jauch@rpt.bwl.de
Die Zusammenarbeit zwischen Schulen und professionellen Theatern und Theatermachern (Schauspieler, Regisseure, Theaterpädagogen) wird durch die Koordinierungsstelle vermittelt und gegebenenfalls auch finanziell unterstützt.
Neben der klassischen Form des Schultheaters im Rahmen der Theater-AG, deren Ziel in der Regel eine Aufführung ist, liegt ein zweiter Schwerpunkt darin, theaterpädagogische Methoden für den alltäglichen Unterricht im Sinne ganzheitlichen Lernens fruchtbar zu machen. Diesem Ziel dienen auch theaterpädagogische Fortbildungsveranstaltungen (regional und überregional) für Lehrerinnen und Lehrer aller Schularten.
Theaterpädagogische Projekte an Schulen:
- Theater-Projekttage an
Grund- und Hauptschulen
- „Pädagogischer Tag“ mit
Schwerpunkt Theaterpädagogik
- Internationaler
Schüleraustausch in Form theaterpädagogischer Projekte
- Fächerverbindende
Projekte
(z.B Seminarkurse mit theaterpädagogischem Schwerpunkt auf der gymnasialen Oberstufe)
- Theaterpädagogische
Impulsstunden
(methodischer Ansatz im Fachunterricht oder zur Gewaltprävention und Suchtprophylaxe)
Theaterpädagogische Angebote in der Lehrerausbildung und Lehrerfortbildung:
- Frühes Fremdsprachenlernen
mit Mitteln der Theaterpädagogik
- Literaturunterricht mit
Mitteln der Theaterpädagogik im Deutsch- und
Fremdsprachenunterricht
- Schulartübergreifende
Fortbildungen im Bereich theaterpädagogischer Grundlagen
- Arbeitskreis "Innere Schulentwicklung und Theaterpädagogik"
Was leistet die Theaterpädagogik in der Schule?
Theaterpädagogik ist in ganz besonderer Weise dazu geeignet, den pädagogischen Herausforderungen in unserer heutigen Gesellschaft Rechnung zu tragen, indem sie auf der einen Seite allseits geforderte Schlüsselqualifikationen wie etwa Kommunikations- und Teamfähigkeit, Fertigkeiten im rhetorischen Bereich, kreatives und selbstständiges Arbeiten und Sozialkompetenz ausbildet und auf der anderen Seite ästhetische Bildung vermittelt, die vor dem Hintergrund der Neuen Medien und vor allem der kommerziellen Massenästhetik an Bedeutung gewonnen hat. Sie ist schon vom Ansatz her fächerübergreifend und projektbezogen.Im Mittelpunkt der theaterpädagogischen Arbeit steht ganzheitliches, handlungsorientiertes, kreatives Lernen. Theaterpädagogische Arbeit geht von den darstellerischen Möglichkeiten von Kindern und Jugendlichen aus, entwickelt sie weiter, bringt sie in eigene altersgemäße Formen und ermöglicht weiterwirkende, nachhaltige Erfahrungen und Persönlichkeitsentwicklung.
Ihre Möglichkeiten am besten nutzen kann die Theaterpädagogik, wenn sie als Unterrichtsprinzip in allen Altersstufen präsent ist und so eine kontinuierliche Entwicklung der Kompetenzen gewährleistet wird.
Im Fach Deutsch liefern theaterpädagogische Arbeitsweisen in zahlreichen Unterrichtssituationen sowohl Lernmethode als auch Präsentationsform. In eigenen szenischen Versuchen werden die Schüler und Schülerinnen sensibilisiert für die dramaturgische Auseinandersetzung mit Texten. Sie lernen, wie Sprache zusammen mit Intentionen und Erfahrungen, Gefühlen und Bewegungen in der szenischen Umsetzung eine intensivere sinnlich wahrnehmbare Gestalt annimmt. Ihre interaktiven Kompetenzen werden im Verbund mit der mündlichen und schriftlichen Kommunikationsfähigkeit spielerisch erprobt und gefördert. Theaterpädagogische Arbeitsformen stärken die Lernmotivation und schaffen die Voraussetzung sich nachhaltig mit den Lerninhalten zu identifizieren.
Im Fremdsprachenunterrichtkommt theaterpädagogischen Arbeitsweisen und Techniken eine besonders motivierende Bedeutung zu, da die Schülerinnen und Schüler durch die Verbindung von Fremdsprache, Emotion und Körpersprache in besonderem Maße lernen situationsgemäß und flexibel zu reagieren. Internationaler Schüleraustausch in Projektform mit theaterpädagogischem Schwerpunkt ist besonders geeignet sprachliche und interkulturelle Kompetenz zu fördern.
Schüleraustausch in Form eines theaterpädagogischen Projektes:
"Nix wie weg!"
Neue Formen des Schüleraustauschs mit Mitteln des Theaters, ein Aufsatz von Werner Jauch
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"Evasions et fugues. Nouvelles formes de l'echange scolaire par le biais du theatre"
Die französische Übersetzung des Aufsatzes "Nix wie weg!"
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"Proben statt Party beim Schüleraustausch"
Deutsche und französische Schüler haben gemeinsam Theater gespielt
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"Auf der Ebene der Träume"
Deutsch-französische Schultheaterperformance des Schelztor-Gymnasiums Esslingen mit dem Lycée Jean Macé in Lanester-Lorient
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"Vivement l'Amérique"
Neue Formen des Schüleraustauschs mit Mitteln des Theaters, ein Aufsatz von Werner Jauch
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