U18-Jugendwahl : Regionale Zukunftskonferenzen

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Jugendliche und PolitikerInnen diskutieren vor der Landtagswahl

Glücklich, da wo du lebst? Macht Schule von heute fit für Morgen? Welches sind die wichtigen Themen für Jugendliche, und was wünschen sie sich von der Politik?

Gemeinsam mit 11 Stadt- und Kreisjugendringen veranstaltet der Landesjugendring Baden-Württemberg für Jugendliche und junge Erwachsenen die Zukunftskonferenzen. „Nach der inhaltlichen Auseinandersetzung mit den Zukunftsthemen und Anliegen, die Jugendliche in unserem Bundesland bewegt, wird zum Abschluss jeder Zukunftskonferenz mit den LandtagskandidatInnen aus den Wahlkreisen diskutiert“, so Isabel Hoever, Vorsitzende des Landesjugendrings.

Insgesamt elf Konferenzen fanden bereits und finden landesweit im Vorfeld der Landtagswahl im Februar und März 2011 statt. Dabei stehen die Anliegen und Wünsche der Jugendlichen und jungen Erwachsenen an die Politik und die künftige Entwicklung des Landes im Mittelpunkt. Die jungen Menschen diskutieren untereinander und mit den KandidatInnen ihre Erwartungen an die nächste Landesregierung.

„Die Zukunftskonferenzen werden umfangreich dokumentiert, im Anschluss an ihre Durchführung ausgewertet und in einem zusammenfassenden Buch veröffentlicht. Dieses wird im Juli 2011 den neu gewählten Landtagsabgeordneten von den jugendlichen TeilnehmerInnen im Landtag überreicht und mit ihnen diskutiert werden,“ sagt Isabel Hoever.

Über 300 Jugendliche beteiligten sich bereits bei 8 Zukunftskonferenzen. Drei Konferenzen werden noch vor der Landtagswahl stattfinden.

Bisher diskutierte Themen:

Im Rahmen der bisher stattgefundenen Zukunftskonferenzen wurden die Themen wie z.B. Integration, Umwelt, Mobilität, Freizeit, Gesellschaft, politische Beteiligung, Ehrenamt sowie Schule und Bildung diskutiert. Kontroversen gab es dabei häufig beim Thema Integration, zu dem ganz unterschiedliche Meinungen vorhanden sind. Vor allem aber war das Thema Schule und Bildung für die teilnehmenden SchülerInnen ganz wichtig und nahm auch in den Diskussionen mit den jeweiligen KandidatInnen am meisten Raum ein. Vom Wunsch der Abschaffung von G8 bis zur Forderung nach besseren LehrerInnen, die alle SchülerInnen mit gleich viel Respekt behandeln, reichten hier die Inhalte der Präsentationen. Doch auch Themen wie der Schutz des Regenwalds oder eine bessere Mülltrennung waren Anliegen, mit denen sich beispielsweise Jugendliche in der Themengruppe Umwelt beschäftigen. Andere entwarfen zum Thema Mobilität ganze Fahrpläne für eine bessere Nahverkehrsanbindung in ihrer Region oder wägten zum Thema politische Beteiligung Pro und Contra - Argumente des Wahlrechts ab 16 ab. Insgesamt konnte auf allen Zukunftskonferenzen jeder Jugendliche das Thema finden, das für ihn am Wichtigsten ist und sich dann eingehend damit beschäftigen.

Hintergrund:

Es gibt viel zu wenig „Räume“, in dem die junge Generation die Möglichkeit hat, ihre Meinung zum Ausdruck zu bringen und das Gefühl zu haben, dabei ernst genommen zu werden. Die Zukunftskonferenz bietet einen solchen Raum. Die Jugendliche setzen sich als ExpertInnen mit ihrer Lebenswelt auseinander. Hierbei geht es u.a. auch darum, wo sie in der gegenwärtigen Gesellschaft Probleme sehen und auch, was aus ihrer Sicht konkret daran verändert werden könnte. Bei den Zukunftskonferenzen können sch Jugendliche direkt Gehör verschaffen und konkrete Veränderungsvorschläge in die Landespolitik einbringen. Dies ist eine wichtige Erfahrung für die junge Generation. Die entscheidende Frage ist jedoch, was die Politik davon dann wirklich umsetzen wird.