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Sexuelle Fortpflanzung

Die weiblichen Glühwürmchen locken durch grün leuchtende Segmente die Männchen an.
Weibliche Glühwürmchen locken durch grün leuchtende Segmente Männchen an.
Der männliche Pfau investiert in die Werbung um die Weibchen.
Der männliche Pfau investiert in die Werbung um die Weibchen.

Bakterien vermehren sich mit hoher Geschwindigkeit. Unter optimalen Bedingungen teilt sich bspw. das Darmbakterium Escherichia coli alle 20 Minuten. Das bezeichnet man als ungeschlechtliche Vermehrung. Trotzdem ist bei 99,9% aller Tier- und Pflanzenarten diese effektive Art der Vermehrung durch eine bei weitem kompliziertere verdrängt worden: durch die geschlechtliche Fortpflanzung.

Dabei investieren die Arten viel Energie

  • in die Anlockung des Sexualpartners
  • in den Kampf um den Sexualpartner
  • in die Anlockung von Bestäubern

Anscheinend ist der evolutionäre Vorteil so groß, dass die Investitionen sich auszahlen. Aber was ist dieser evolutionäre Vorteil? Es ist die Möglichkeit der Neukombination von Allelen: die Gene der Nachkommen setzen sich zur Hälfte aus den Genen der Mutter und zur Hälfte aus den Genen des Vaters zusammen. Bei der ungeschlechtlichen Vermehrung dagegen entstehen genetisch identische Nachkommen, sog. Klone. Und in der Evolution zählt die Veränderung: durch Selektion ändern alle Arten laufend ihren Genbestand. Und wer nicht mitmacht, geht unter: die Beute gegenüber dem Räuber, der Wirt gegenüber dem Parasiten usw..

Und deswegen wird auch bei zwittrigen Arten mit vielen Tricks die Selbstbefruchtung vermieden, sie verbleibt sozusagen als "Notnagel", falls kein Sexualpartner zur Verfügung steht.

Anlockung der Bestäuber

Belohnung der Bestäuber I: Nektar

Belohnung der Bestäuber II: Pollen

Arbeitsblatt: Blütenpflanzen suchen Sexualpartner

Lösungshinweise: Blütenpflanzen suchen Sexualpartner