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US politics American Dream presidential elections race 2016 - soziokulturelles Wissen interkulturelle kommunikative Kompetenz - Landesbildungsserver Baden-Württemberg Englisch

US Elections 2016

The candidates, the parties, the race 2016

Aktuell: Der Endspurt der Präsidentschaftswahlen im Pressespiegel

"Primaries: how the parties pick their candidates"
Die beiden großen Parteien halten nacheinander in allen Staaten über Monate hinweg Vorwahlen ab, sog. "primaries", um ihre registrierten Wähler über ihre Kandidaten abstimmen, diese bei den Parteitagen, den "party conventions" nominieren und ab Sommer in den Wahlkampf gegeneinander ziehen zu lassen. Die Vorwahlen beginnen in bevölkerungsarmen Staaten wie dem großen Iowa und dem kleinen New Hampshire. Beide stellen nur wenige Delegierte für die Parteitage, aber ihre "primaries", "straw polls" und "caucuses" signalisieren Trends. Die Fachbegriffe erklärt das "Glossary: US elections". Und hier kann eigenes Wissen zu einigen dieser Fachbegriffe überprüft werden. "Test your knowlegde of key election terms"

"Polarisation" (vgl. Grafiken in "US government")

        Front cover:

"Lady Liberty wondering what's wrong"

Nur jeweils eine Partei kann die Präsidentschaftswahl, die Mehrheit im "Senate" bzw. im "House of Representatives" gewinnen. Aber wegen der "Checks and Balances" der amerikanischen Verfassung kann keine ohne die andere viel ausrichten, wogegen auch kein Präsident ankommt. Mit mehr Bereitschaft zu "bipartisanship" auf beiden Seiten hätten Präsident Obama und der republikanisch dominierte Kongress zusammen mehr erreichen können. - Früher handelten die beiden großen Parteien in Washington DC Kompromisse aus.
Die 100 Senatoren haben eine Amtszeit von sechs Jahren, aber die Abgeordneten im "House of Representatives" verlieren ihr Mandat nach nur zwei Jahren, wenn sie nicht genau das tun, was ihre Wähler wollen, die das Abstimmungsverhalten jederzeit Icon externer Link überprüfen können. Die Wählerschaft wird immer radikaler, weil die Wahlkreise mit "gerrymandering" jeweils auf das Potenzial einer der beiden Parteien zugeschnitten werden, so dass die Kandidaten extreme Positionen einnehmen und mit dem politischen Gegner gar nicht mehr zusammenarbeiten können.

"Hosanna"
Die Bereitschaft, sich selbst neu zu erfinden, ist in die politische DNA der "nation of immigrants" eingeschrieben. Deshalb lassen sich amerikanische Wähler immer wieder von - auch vermeintlichen - Außenseitern mit messianischer Strahlkraft begeistern, die mit "change", "hope" und "great" den "American Dream" beschwören. Der fieberhafte Enthusiasmus der "campaign rallies" ist nicht von Dauer, weswegen regelmäßig neue Hoffnungsträger zu den Mikrofonen drängen. Ähnlich wie anderswo, dominieren Stimmungen; die Tatsachen sind offenbar weniger wichtig, dafür aber erstaunlicherweise neurologische Dispositionen.

"The candidates 2016"
Diese Situation spiegeln die "Kandidaten" im Januar 2016 wider. Für die politisch gemäßigte Mitte tritt für die Demokraten Icon externer Link Clinton an, aber sie steht nicht für einen Neubeginn.
Relative Neulinge stoßen grundsätzlich auf Wohlwollen, wie bei den Demokraten Sanders oder bei den Republikanern der Icon externer Link Besorgnis erregende Populist Trump, der die Mehrheit der Delegierten gewonnen hat. Trump ist allerdings bei den sog. Icon interner Link "minorities" wenig beliebt.
Sein abschätziger Umgang mit Frauen und der Verdacht, er habe jahrelang "federal taxes" hinterzogen, könnte Clinton nutzen. Trumps Unterstützer zeigen sich jedoch wenig beeindruckt. Antiintellektualismus und Anti-Eliten-Denken prägen die Debatten auch in Deutschland.
Die erste von drei "presidential debates" scheint Clinton für sich entschieden zu haben. Hier das Transkript und ein Icon externer Link eingearbeiteter Fakten-Check bei NPR.

Nach der dritten Debatte und vor allem der Veröffentlichung eines Videos mit frauenfeindlichen Bemerkungen, welche Trump als "locker-room talk" abtat, liegt Clinton auch in der Mehrzahl der so genannten "battleground states" vor Trump.

Inzwischen hat sich die Lage durch die Ankündigung weiterer Untersuchungen des FBI in der E-Mail-Affaire für Clinton etwas verschlechtert, allerdings liegt sie bei den entscheidenden Wahlmännern weiterhin vorn. Die New York Times prophezeit einen Wahlsieg für Hillary Clinton mit einer Wahrscheinlichkeit von 84%.

Doch der neue "president-elect" ist Trump. Offensichtlich sind Umfragen nicht mehr zuverlässig, wohl auch weil viele Menschen nicht sagen wollen, wen sie wirklich wählen werden. Was für Hillary Clinton falsch lief, erklärt BBC News

Wie das "electoral college" funktioniert, das theoretisch sogar die Wahl Trumps verhindern könnte, erklärt ein kurzes Video bei Icon externer Link "The Independent"

Das "mud-slinging" ist nicht vorüber: Nachdem Jill Stein, die Kandidatin der Grünen, die nur rund ein Prozent der Stimmen gewonnen hatte, ein "recount" in den Staaten Wisconsin, Michigan und Pennsylvania einleiten will, beschimpft Trump ihr Vorgehen als "scam" und behauptet umgekehrt, ohne dies beweisen zu können, Clinton habe Millionen "illegaler Stimmen" bekommen.

Besorgniserregend ist Trumps Umgang mit Fakten allgemein. Immer wieder greift er seriöse Medien wie z.B. "The New York Times", vor allem in nächtlichen Twitter-Botschaften an.

"Self-reinforcing feedback loop"
Wahlkampf und Medien beeinflussen sich gegenseitig.