Quoi de neuf - Nouvelles du bilingue 2/2007

 

 

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Quoi de neuf – Nouvelles du bilingue

 

 
Liebe Leserin, lieber Leser,

die Arbeitgemeinschaft der Gymnasien mit zweisprachig deutsch-französischem Zug (AG Franz-Biling) und das Deutsch-Französische Institut freuen sich, Ihnen rechtzeitig vor dem Jahreswechsel die zweite elektronische Ausgabe von „Quoi de neuf – Nouvelles du bilingue“, dem Informationsdienst zum bilingualen Sachfachunterricht in der Zielsprache Französisch, präsentieren zu können. Ältere Ausgaben von "Quoi de neuf" sind nach wie vor im Internet-Angebot der AG Franz-Biling abrufbar.

Die aktuellen Ausgaben von „Quoi de neuf – Nouvelles du bilingue“ stehen auch auf dem Landesbildungsserver Baden-Württemberg zur Verfügung.

Den Schwerpunkt dieser Ausgabe bilden mehrere Berichte über Veranstaltungen, die besonders für Unterrichtende im bilingualen Bereich von Interesse waren. Dazu gehören das diesjährige deutsch-französische Schülertreffen in Frankfurt am Main ebenso wie die vom Centre international d'études pédagogiques in Sèvres ausgerichtete AbiBac-Tagung oder auch die siebente Netzwerktagung im Rahmen des "Entwicklungs- und Kooperationsprogramms für zweisprachige Bildungsgänge mit deutsch-französischem Profil - bilinguale Züge in Deutscland, Sections européennes in Frankreich (EKP)" in Berlin.

Daneben finden Sie Berichte aus der Schulpraxis ebenso wie weitere Beiträge, die sich hoffentlich für Ihre eigene Arbeit als gewinnbringend erweisen werden.

Wir wünschen Ihnen ein frohes, geruhsames Weihnachtsfest und einen guten Start in das Jahr 2008!

 
Paul Palmen Sebastian Nix  
   
(Vorsitzender der AG Franz-Biling) (Deutsch-Französisches Institut)
 



 
 

Inhalte dieser Ausgabe

 


 

Unterrichsmaterialien



Bücher


ERBFEINDE - ERBFREUNDE: EIN AUSSTELLUNGSPROJEKT DES DEUTSCH-FRANZÖSISCHEN INSTITUTS


Die deutsch-französischen Beziehungen zwischen 1870 und 1945 stehen im Mittelpunkt eines Ausstellungsprojekts des Deutsch-Französischen Instituts (dfi) unter dem Titel „Erbfeinde - Erbfreunde“. Anhand von rund 50 Exponaten – überwiegend zeitgenössische Literatur aus dem Bestand der dfi-Bibliothek – wird die Entwicklung der Beziehungen zwischen beiden Ländern im Wortsinn „greifbar“. Dabei soll deutlich werden, dass trotz der erheblichen Belastungen des wechselseitigen Verhältnisses durch drei verlustreiche Kriege der wohlwollende Blick auf den jeweiligen Nachbarn nie ganz verloren ging. Die Ausstellung wurde im Oktober 2007 erstmals im Rathaus der Stadt Fellbach gezeigt (Eindrücke siehe hier) und wird im Jahr 2008 u. a. in Paris zu sehen sein.

Ergänzt werden die Exponate durch 20 großformatige Schautafeln sowie eine reich bebilderte, rund 100 Seiten starke Ausstellungsdokumentation (demnächst auch in französischer Sprache). Die Ausstellungsdokumentation kann direkt beim dfi bestellt werden.

Die Ausstellung kann an unentgeltlich interessierte Institutionen verliehen werden, sofern diese zur Übernahme aller mit ihrer Präsentation verbundenen Kosten (insbesondere für Transport und Versicherung) bereit sind. Gymnasium. Heute bieten bundesweit rund 80 Gymnasien diese Unterrichtsform an, die in der Bundesrepublik und darüber hinaus als Modell für die Entwicklung zahlreicher ähnlicher Angebote fungiert hat.


erbfeinde


Erbfeinde Erbfreunde: die deutsch-französischen Beziehungen zwischen 1870 und 1945 im Spiegel zeitgenössischer Literatur; eine Ausstellung des Deutsch-Französischen Instituts, Ludwigsburg. Konzeption der Ausstellung: Franziska Lay et al. - Ludwigsburg: Deutsch-Französisches Institut, 2007. - 93 S.

Kontakt: Sebastian Nix (nix@dfi.de)




DREI VERÖFFENTLICHUNGEN ZUM BILINGUALEN UNTERRICHT


Caspari, Daniela/Hallet, Wolfgang/Wegner, Anke/Zydatiß, Wolfgang (Hrsg.): Bilingualer Unterricht macht Schule: Beiträge aus der Praxisforschung. – Frankfurt/Main ...: Peter Lang, 2007. – 230 S., 36,80 Euro.

In der Reihe "Kolloquium Fremdsprachenunterricht" ist beim Peter Lang Verlag 2007 der von Daniela Caspari, Wolfgang Hallet, Anke Wegner und Wolfgang Zydatiß herausgegebene Band "Bilingualer Unterricht macht Schule" erschienen. Auch wenn die darin versammelten Beiträge überwiegend den bilingualen Unterricht in anderen Zielsprachen als Französisch zum Gegenstand haben, kann der Band für Unterrichtende an Schulen mit einem bilingualen deutsch-französischen Angebot interessante Anregungen geben.

Schlemminger, Gérald (Hrsg.): Aspekte bilingualen Lehrens und Lernens: Schwerpunkt Grundschule. – Baltmannsweiler: Schneider-Verlag Hohengehren, 2006. – 220 S., 19,80 Euro.

Den bilingualen Unterricht in der Zielsprache Französisch an Grundschulen in Baden-Württemberg und im Elsass thematisiert ein von Gérald Schlemminger herausgegebener Baden, der beim Schneider-Verlag Hohengehren 2006 unter dem Titel "Aspekte Bilingualen Lehrens und Lernens" erschien und von Thomas Rist in Heft 46/2007 der "Beiträge zur Fremdsprachenvermittlung" ausführlich rezensiert wird.

Olivier Mentz/Sebastian Nix/Paul Palmen (Hrsg.): Bilingualer Unterricht in der Zielsprache Französisch: Entwicklung und Perspektiven. – Tübingen: Narr, 2007. – 320 S., 36 Euro.

Vor fast 40 Jahren entstand in Deutschland der erste Bilinguale deutsch-französische Bildungsgang an einem Gymnasium. Heute bieten bundesweit rund 80 Gymnasien diese Unterrichtsform an, die in der Bundesrepublik und darüber hinaus als Modell für die Entwicklung zahlreicher ähnlicher Angebote fungiert hat. Der vorliegende Band zeichnet die Entwicklung des bilingualen Unterrichts mit Französisch als Zielsprache nach und zeigt zugleich Perspektiven des Bilingualen Bildungsgangs auf. Er ist entstanden im Rahmen eines seit 2004 laufenden, von der Robert Bosch Stiftung und dem baden-württembergischen Kultusministerium geförderten Projekts zur Unterstützung des bilingualen Sachfachunterrichts in der Zielsprache Französisch. Zu Wort kommen darin Vertreter der Schulpraxis und der Bildungsforschung, aber auch Schüler und Eltern. So entsteht erstmals ein differenziertes Bild des Bilingualen deutsch-französischen Bildungsgangs, ausgehend von seinen Rahmenbedingungen und methodisch-didaktischen Fragen bis hin zu einer Einordnung in den breiteren Kontext bilingual deutsch-französischer Angebote. Der Band richtet sich an alle am bilingualen Unterricht mit Französisch als Zielsprache Interessierten aus Wissenschaft und Praxis (zum Bestellformular ).

 



Berichte über Veranstaltungen

Schülergipfel I AbiBac-Tagung I EKP I Austausch Carolus-Magnus I Inhaltsverzeichnis



SCHÜLERGIPFEL SPRICHT FRANZÖSISCH: 1.000 GYMNASIASTEN IN DER PAULSKIRCHE


Die Paulskirche platzte am Dienstagmorgen [Anm. der Red.: 25.9.2007] aus allen Nähten. Etwa 1.000 Schüler aus 32 Gymnasien in Deutschland und Frankreich hatten sich dort versammelt. Bis Freitag werden sie in 60 Projekten Frankfurt als außerschulischen Lernort entdecken.

Veranstalter des sechsten bilingualen Schülertreffen [korrekt: des sechsten deutsch-französischen Schülertreffens; Anm. der Red.] ist die Arbeitsgemeinschaft der Gymnasien mit zweisprachig deutsch-französischem Zug in Deutschland und Frankreich. Erstmals findet das Treffen in Frankfurt an der Eschersheimer Ziehenschule statt. Bürgermeisterin Jutta Ebeling (Grüne) hieß die Schüler willkommen: „In unserer Stadt, in der die Hälfte aller Jugendlichen einen Migrationshintergrund hat, ist das tolerante Miteinander von großer Bedeutung“, bemerkte Ebeling, die auch als Bildungsdezernentin fungiert.

Schirmherr der Aktion ist der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU). Er warb bei der Eröffnungsveranstaltung für das gegenseitige Verstehen. Zwar sei er selbst ein schlechtes Beispiel, weil er kein Französisch spreche. Allerdings habe er das Sprachdefizit wieder wettgemacht, indem er eine Französischlehrerin geheiratet habe. Mit dieser Bemerkung sorgte Koch für Heiterkeit im Publikum.

Gerade auf politischer Ebene lägen ihm die Beziehungen zu Frankreich am Herzen, betonte der Ministerpräsident. Ein enges Verhältnis pflege Hessen beispielsweise zur Region Aquitaine. Dass Frankreich und Deutschland nach Jahren des Hasses und der Feindschaft wieder freundschaftlich verbunden seien, „ist ein Wunder“, betonte er. Der Frieden in Europa und die europäische Kultur seien nicht selbstverständlich, sondern hart erarbeitet worden. Für die Teilnehmer sei die deutsch-französische Freundschaft deshalb neben dem Spaß auch „ein Stück Verpflichtung“.

Er wies darauf hin, wie wichtig es sei, wenn Schüler und Lehrer die Anstrengung unternähmen, ihre Erfahrungen in einer anderen Sprache auszudrücken. Dafür müsse geworben werden, denn in Frankreich und Deutschland nähmen die Zahlen der Schüler ab, die die Sprache des Nachbarlandes erlernten.

Die Schirmherrschaft des Schüleraustauschs auf französischer Seite hat der Ministre de l'Education Nationale, Xavier Darcos, übernommen. In der gestrigen Feier wurde er vom französischen Generalkonsul Henri Reynaud vertreten. Der Generalkonsul sagte, die jetzigen Schüler der bilingualen Schulen könnten einmal die Akteure der deutsch-französischen Zusammenarbeit werden, von denen zukünftig noch mehr gebraucht würden.

Bericht: Franziska Schubert (Quelle:Frankfurter Rundschau - Online, 26.9.2007).




DER KONTINUIERLICHE AUSBAU EINER ERFOLGSGESCHICHTE: ABIBAC-TAGUNG IN SÈVRES


Passend zum historischen Ambiente in der ehemaligen königlichen Porzellanmanufaktur, in der das Centre international d’études pédagogiques (CIEP) über eine exzellente Tagungsstätte verfügt, hatte die französische Seite zur jährlichen AbiBac-Tagung am 4. und 5. Oktober 2007 nach Sèvres eingeladen, um über neue Wege für die inzwischen traditionsreiche Erfolgsgeschichte des Erwerbs der Doppelqualifikation zu debattieren.

Ein wichtiger Aspekt war die Ausgestaltung der neuen Verwaltungsabsprache ( siehe letzte Ausgabe von „Quoi de neuf“) zugänglich, die noch bei einigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für Verwirrung sorgte. In diesem Atelier unter der Leitung von Frau Freigang, Ministerialrätin aus Saarbrücken und Vertreterin der Kultusministerkonferenz, wurde dann Klarheit geschaffen: Es gibt zwar keine Korrektur der schriftlichen Arbeiten im Partnerland, diese werden aber sehr wohl vom jeweiligen Prüfungsbeauftragten durchgesehen und anschließend benotet. Trotz aller Kritik an diesem Verfahren bleibt positiv festzuhalten, dass somit noch ein Minimum an Transparenz gewährleistet wird. Darüber hinaus werden die Kolleginnen und Kollegen an den AbiBac-Schulen von der Last einer zusätzlichen, in der Regel extrem kurzfristig terminierten Korrektur am Schuljahresende befreit.

Weiterhin konnten die Kolleginnen und Kollegen in einer Reihe von Ateliers zur Arbeit in den Sachfächern Anregungen zum Umgang mit den neuen Lehrplänen (in Frankreich bereits verpflichtend, in Deutschland wie immer Ländersache und vorläufig noch als Skizze mit Orientierungscharakter zu verstehen) erhalten und einbringen. Das Angebot war dabei sehr vielfältig. „Nationalisme et musique“ oder auch „Art nouveau“ dokumentierten fächerverbindende und fachübergreifende Aspekte. „La chute du mur, que s’est-il réellement passé?“ entpuppte sich eher als sehr akademische Veranstaltung über die Rolle des „évènement“ in der Geschichte und die entsprechende Haltung des Historikers Pierre Nora. „Enseigner les relations franco-allemandes“ war zwar ein klassisches Thema, aber die Arbeitsgruppe erwies sich als sehr praxisbezogen und anregend. Insgesamt war es wie immer möglich, mit einer Reihe von Denkanstössen und Ideen nach Hause zu fahren.

Offen bleibt das Problem, dass es inzwischen in Frankreich deutlich mehr AbiBac-Schulen als in der Bundesrepublik Deutschland gibt. Der deutsche Kreis soll nun erweitert werden, in Niedersachsen und den ostdeutschen Ländern (inklusive Berlin) gibt es mögliche Kandidaten. Andererseits bleibt die Situation fragil, da die Lage des Bilingualen in Bayern aus strukturellen Gründen nicht einfacher geworden ist. Auch das G12 sorgt hier und da noch für Bedenken. Auf deutscher Seite bleibt also noch viel zu tun.

Ein besonderer Dank gilt den Organisatoren des CIEP, die für eine hervorragende Umrahmung der Tagung sorgten.

Bericht: Robert Prekel (prekel@franz-biling.de)




SEMINAR DES ENTWICKLUNGS-UND KOOPERATIONSPROGRAMMS FÜR ZWEISPRACHIGE BILDUNGSGÄNGE MIT DEUTSCH-FRANZÖSISCHEM PROFIL - BILINGUALE ZÜGE IN DEUTSCHLAND, SECTION EUROPEENNE IN FRANKREICH


Am 26./27. November 2007 fand in Berlin auf Einladung des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW) die siebente Netzwerktagung im Rahmen des „Entwicklungs- und Kooperationsprogramms für zweisprachige Bildungsgänge mit deutsch-französischem Profil – bilinguale Züge in Deutschland, Sections européennes in Frankreich (EKP)“ statt. An der Veranstaltung nahmen rund 40 Lehrkräfte französischer und deutscher Schulen, außerdem Vertreter der Kultusministerien der Bundesländer, des Ministère de l'Education nationale, der französischen Schulaufsicht und des DFJW sowie mehrere externe Referentinnen und Referenten teil. Im Mittelpunkt des Seminars standen der Erfahrungsaustausch zwischen den am EKP-Netzwerk beteiligten Schulen und sonstigen Institutionen und die Diskussion über die Weiterentwicklung des EKP-Konzepts.

Das EKP geht auf einen Beschluss der Regierungen Frankreichs und Deutschlands aus dem Jahr 1995 zurück. Ihm gehören heute rund 60 Schulen an, die entweder über einen bilingualen deutsch-französischen Zug (in Deutschland) oder eine Section européenne (in Frankreich) verfügen. Die Aufgabenschwerpunkte des EKP liegen in der Entwicklung konvergenter Modelle für den bilingualen Unterricht, der Durchführung von Qualifizierungsmaßnahmen für Lehrkräfte, der Verbesserung der Materialsituation für den bilingualen Sachfachunterricht sowie im Bereich des Schüleraustauschs und der Realisierung pädagogischer Projekte in einem deutsch-französischen Kontext.

Eröffnet wurde das Seminar von Max Claudet und Eva-Sabine Kuntz (Generalsekretäre des DFJW und Gastgeber der Veranstaltung), Michel Tarpinian (Abteilung für internationale Beziehungen des französischen Bildungsministeriums), Raymond Nicodème (Inspecteur général d'allemand), Joachim Mohr (EKP-Beauftragter der Kultusministerkonferenz) und Sonja Brunner (stellvertretende Leiterin des Büro II des Bevollmächtigten der Bundesrepublik Deutschland für die deutsch-französischen Kulturbeziehungen). Dabei wurden die wesentlichen Zielsetzungen des EKP dargestellt und bereits auch kritisch im Hinblick auf das bisher Erreichte hinterfragt. Schon in diesem Einführungsteil zeigte sich, dass die praktische Umsetzung der vier wesentlichen Ziele des EKP in sehr unterschiedlichem Umfang gelungen ist.

Im Anschluss an die Eröffnung referierte Susanne Kiesel (Ministerium für Kultus, Jugend uns Sport, Stuttgart) über neuere Entwicklungen des Fremdsprachenunterrichts in Deutschland. Dabei ging sie vor allem auf bildungspolitische und strukturelle Rahmenbedingungen (z. B. den Stellenwert des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen) ein, die in allen Bundesländern die Diskussion über die Entwicklung des Fremdsprachenunterrichts maßgeblich beeinflussen. Daran schloss sich nahtlos der Vortrag von Raymond Nicodème zum Deutschunterricht in Frankreich an, der ebenfalls neuere bildungspolitische Entwicklungen thematisierte, beispielsweise den „plan de rénovation des langues“ vom Juni 2006. Zudem betrachtete der Referent die Situation des Deutschen als Schulfremdsprache, insbesondere bei den Schulen mit Section européenne, vor dem Hintergrund einer abnehmenden Schülerpopulation in Frankreich einerseits und eines verschärften Wettbewerbs zwischen unterschiedlichen Fremdsprachenangeboten (insbesondere Spanisch und Englisch) andererseits.

Den Abschluss des ersten Seminar-Vormittags bildeten zwei Referate von Annick Bonnet (Centre international d'études pédagogiques (CIEP), Sèvres) und Sebastian Nix (Deutsch-Französisches Institut (dfi), Ludwigsburg). Die Vertreterin des CIEP präsentierte drei Internetangebote des französischen Bildungsministeriums für französische Fremdsprachenlehrkräfte im Primar- und Sekundarschulbereich bzw. für französische und ausländische Französischlehrerinnen und -lehrer. Sebastian Nix stellte mehrere Projekte des dfi zur Unterstützung der Gymnasien und sonstigen Schulen mit bilingualem deutsch-französischem Zug in Deutschland vor. Diese Projekte zielen gleichermaßen auf die Verbesserung der Materialsituation an den Schulen wie auf deren bessere Vernetzung ab.

Einen spannenden Einblick in die konkrete Arbeit einiger EKP-Schulen boten am Nachmittag Peter Lang (Gesamtschule Gersheim), Dorothee Kronenberg und Maryse Bachet (Freiherr-vom-Stein-Schule, Rösrath; Lycée Langevin, Suresnes), Lutwin Jungmann (Robert-Schuman-Gymnasium Saarlouis) und Juliane Scholle (Hildegardis-Schule Bochum). Sie stellten die Ergebnisse konkreter deutsch-französischer Projekte ihrer Schulen vor, wobei das Spektrum von multimedial aufbereiteten archäologischen Grabungen über Schülerbetriebspraktika, die Verbindung des Themas „Sport“ mit interkulturellen und landeskundlichen Lernerlebnissen bis hin zu einem fiktiven deutsch-französischen Briefwechsel auf der Grundlage des Kinofilms „Joyeux Noël“ reichte.

Am Ende des ersten Seminartages wurden schließlich drei Arbeitsgruppen gebildet, deren Mitglieder sich mit den Themenschwerpunkten „Betriebspraktika: Schule und Arbeitswelt“, „Projektpädagogik“ sowie „Individualschüleraustausch“ beschäftigten. Den Auftakt des folgenden Tages bildete eine von Ilse Göttel-Dauber (Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport, Berlin) moderierte Podiumsdiskussion zum Thema „Perspektiven der bilingualen Züge und Zukunft des Kooperationsprogramms“. Hier stellte zunächst Paul Palmen (Bezirksregierung Köln) die Entwicklung und die vielfältigen Aktivitäten der „Arbeitsgemeinschaft der Gymnasien mit zweisprachig deutsch-französischem Zug in Deutschland“ (AG Franz-Biling) vor. Anschließend zogen Joachim Mohr, Michel Tarpinian und Max Claudet eine durchaus kritische Bilanz des bislang im Rahmen des EKP Erreichten. Mohr verwies besonders auf die Erfolge bei der Durchführung konkreter Projekte, betonte aber zugleich die Notwendigkeit einer wesentlich besseren Außendarstellung der entsprechenden Aktivitäten, z. B. durch den Aufbau eines eigenen Internetangebots für das EKP und die Einrichtung einer Projektdatenbank. Zudem unterstrich er, dass das Profil des EKP geschärft werden müsse, unter anderem auch durch Findung eines „griffigeren“ Namens. Ähnlich argumentierte DFJW-Generalsekretär Max Claudet – das DFJW fördert in erheblichem Umfang die EKP-Aktivitäten finanziell –, der für eine Flexibilisierung der Kooperationsstrukturen innerhalb des EKP und eine Verbesserung der öffentlichen Wahrnehmbarkeit des Programms plädierte. Michel Tarpinian thematisierte einige Defizite des Programms, beispielsweise seine offenbar zu geringe Attraktivität für Schulen, die sich in einer stagnierenden Anzahl von Mitgliedsschulen manifestiert. In diesem Zusammenhang warf er die Fragen auf, ob das Programm z. B. auch für berufsbildende Schulen geöffnet werden solle und wie eine bessere Vernetzung der EKP-Mitglieder gewährleistet werden könne. Die Vertreterinnen und Vertreter der Schulen gingen in diesem Zusammenhang sowie in den auch am zweiten Vormittag tagenden Arbeitsgruppen insbesondere auf konkrete Probleme ein, die eine Umsetzung der EKP-Ziele in der Schulpraxis erschweren: administrative Hürden bei der Beantragung von Projekten, teilweise fehlende Unterstützung seitens der Schulleitungen, Befürchtungen der Elternschaft hinsichtlich des Unterrichtsausfalls, Finanzierungsprobleme trotz der Unterstützung durch das DFJW usw.

Dennoch bestand bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Berliner Seminars Konsens darüber, dass das EKP für die beteiligten Schulen einen echten Mehrwert bieten kann, wenn es gelingt, die Stärken des Programms, besonders im Bereich der Projektarbeit, besser nach außen darzustellen und zu vermitteln sowie die Vernetzung der Schulen untereinander gleichermaßen zu flexibilisieren und zu intensivieren – auch, um die Attraktivität des Programms für weitere Schulen zu vergrößern. Möglicherweise erweist es sich in diesem Zusammenhang als sinnvoll, die allgemeinen Zielsetzungen des Programms zu überdenken und zukünftig diejenigen Aspekte in den Vordergrund zu stellen, die bereits jetzt für die teilnehmenden Schulen eine wirkliche Bereicherung bedeuten.

Bericht: Sebastian Nix (nix@dfi.de)

Kontakt: Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft, Referat B, Herr RSD Joachim Mohr, Hohenzollernstr. 60, 66117 Saarbrücken , Tel.: +49 (0)681 / 501 7204; E-Mail: Kontakt: j.mohr@bildung.saarland.de)

INTEGRATION ÜBER DIE GRENZEN HINWEG: 30. AUSTAUSCHLEHRER-TAGUNG DES CAROLUS-MAGNUS-KREISES IN MÖNCHENGLADBACH


Die Themen Immigration und Integration standen im Zentrum eines kulturellen Austausches einer Tagung des Carolus-Magnus Kreises. Die Vereinigung für deutsch-französische pädagogische und kulturelle Zusammenarbeit fördert seit über 50 Jahren den Austausch zwischen Frankreich und Deutschland.

Gut drei Dutzend Tagungsgäste und 13 Referenten nahmen in den ersten fünf Novembertagen teil an der 30. Austauschlehrer- Tagung des Carolus-Magnus-Kreises (CMK). Die Veranstaltung im „Holiday Inn“ zum Thema „Immigration und Integration in Frankreich, der Francophonie und Deutschland – politische, literarische und pädagogische Realität“ hatte der erste Vorsitzende Hans-Günter Egelhoff des CMK organisiert. (Wofür die Vereinigung übrigens im Januar des Jahres mit dem „Prix des DFG 2007“ ausgezeichnet worden war). Anlass genug für die Robert-Bosch-Stiftung, den Kongress, der unter der Schirmherrschaft von NRWs Schulministerin Barbara Sommer stand, finanziell zu fördern. Weit gereist waren die Teilnehmer: von Montpellier, von Dresden, Berlin und Karlsruhe. Zum Auftakt der Tagung erläuterte Alexandra Berranini (Délégation Générale du Québec) den Umgang der französischsprachigen kanadischen Provinz mit dem Thema Immigration – in Quebec sind Sprachkurse zwar nicht obligatorisch, aber erwünscht. Auf die Beherrschung des Französischen wird größter Wert gelegt. Ein eher düsteres Bild im Hinblick auf die Zuwanderung in Frankreich zeichnete Dominique Gérault, Schulleiter aus Wattignies bei Lille. 80 Prozent der Schüler maghrebinischer Herkunft (Nordafrika) würden für die Arbeitslosigkeit ausgebildet, so Gérault. Eine Ausbildung etwa in einer Autowerkstatt sei für einen Jugendlichen nordafrikanischer Herkunft deswegen nicht möglich gewesen, weil der Werkstattbesitzer befürchtete, bei einem Kontakt des Jungen mit Privatkunden diese der Werkstatt den Rücken kehren könnten.

Welche Möglichkeiten dagegen Egelhoffs Heimatstadt Mönchengladbach entwickelt hat, um ihre Zuwanderer gut zu integrieren, das demonstrierten Sozialplaner Klaus Schmitz und Cleopatra Altanis, Leiterin für Deutsch als Fremdsprache an der VHS Mönchengladbach eindrücklich. Schmitz und Altanis skizzierten in einem umfassenden Vortrag die eingeführten Angebote wie die internetbasierte Sprachkursdatenbank, das Sprachförderprojekt „Minze“ in Kooperation zwischen ARGE und der Stadt Mönchengladbach, und den modellhaften Ansatz, diese Kurse in den Stadtteilen anzubieten. Eine vergleichende Perspektive zur Immigration in Deutschland und Frankreich hatte zuvor Prof. Hans Jürgen Lüsebrink, Referent des Carolus-Magnus-Kreises für Landeskunde, aufgezeigt. Als einen der Höhepunkte der Tagung bezeichnete Hans-Günther Egelhoff die Anwesenheit des algerischen Schriftstellers Boulem Sansal, dessen Bücher in seiner Heimat verboten sind und daher in Paris erscheinen.

Die landespolitische Ebene lernten neben den Tagungsteilnehmern auch die Vorsitzenden der Koreanischen Gemeinde MG, Gun Sam Usinger, des Deutsch-Russischen Integrationsvereins, Rainer Ossig, und des Niederrheinischen Türkisch-Deutschen Freundschaftsvereins, Berrin Zwing, kennen sowie Hodscha Adnan Özden. Die Landtagsabgeordneten Angela Tillmann (SPD) und Norbert Post (CDU) erläuterten die Konzeption des Landes NRW zum Thema Migration, während der französische Generalkonsul in NRW, Gilles Thibault die Position der Regierung Sarkozy darlegte.

Bericht: Werner Hoek

Quelle: Extra-Tipp am Sonntag (11.11.2007)





Aus der Schulpraxis

Michelin Patenschaft Abibac Homburg I Vauban-Camp Fort Louis I Inhaltsverzeichnis



PATENSCHAFT BESIEGELT: VERLEIHUNG DER MICHELIN PATENTSCHAFTSURKUNDE ZUM ERSTEN ABIBAC AM GYMNASIUM JOHANNEUM HOMBURG/SAAR


Am 23. Juni 2007 erhielten erstmals neun Abiturientinnen und 13 Abiturienten aus der Hand von Jean-Michel Belleux, Werkleiter des Michelin-Werkes in Homburg, eine Patenschaftsurkunde des französischen Reifenherstellers. Anlass war das erste AbiBac am saarländischen Gymnasium Johanneum Homburg. Alle 22 Schülerinnen und Schüler haben gleichzeitig mit dem Abitur das französische Baccalauréat – kurz AbiBac – abgelegt; sie sind somit die ersten Homburger Schüler, die am Ende ihrer schulischen Laufbahn über diese Doppelqualifikation verfügen.

Und gerade wegen dieser Doppelqualifikation hatte sich die Niederlassung des französischen Konzerns Michelin dazu bereiterklärt, für dieses bilinguale Projekt eine Patenschaft zu übernehmen. „Diese Patenschaft soll der Grundstein für eine Vielzahl von gemeinsamen Aktionen werden, die heutige Feierstunde ist ein erster Schritt“, so Werner Braun, Pressereferent des Homburger Michelin-Werkes.

Die 22 Abiturienten konnten sich an diesem Abend der Aufmerksamkeit vieler Vertreter des öffentlichen Lebens sicher sein: Unter den Ehrengästen weilte neben Homburgs Oberbürgermeister Joachim Rippel – inzwischen Minister für Wirtschaft und Bildung des Saarlandes – und Landrat Clemens Lindemann auch die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium Astrid Klug. Diese zeigte sich vom Leistungswillen der Schüler beeindruckt und gestand: „Ich beneide Sie von Herzen um Ihre sprachliche Qualifikation, die Sie mit ihrem doppelten Abitur und der damit verbundenen Arbeit in zwei Sprachen erreicht haben.“

„Die Besiegelung der Michelin-Patenschaft ist für mich etwas ganz Besonderes und bestätigt uns, dass unsere Euro-Klassen zurecht einen festen Platz in unserem Gymnasium einnehmen“, so Pater Werner Gahlen, Schulleiter des Johanneums. Mit dem bilingualen Zweig verfolge das Johanneum das Ziel, gerade angesichts seiner Grenznähe zu Frankreich und der Erfordernisse von Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft eine praxisnahe und umsetzbare Antwort auf die immer enger werdende Vernetzung in Europa und weit darüber hinaus zu geben.

Auch Jean-Michel Belleux sieht im Erlernen der Partnersprache höchste Priorität: „Die Sprache unseres Nachbarn ist ein Schlüssel zum Verständnis des Partners, die deutsche und französische Kultur befruchten sich gegenseitig und führen auch zu einer Leistungssteigerung im wirtschaftlichen Bereich. Das Beherrschen der Fremdsprache öffnet Türen.“

In einem von Vielfalt gekennzeichneten Europa kommt der Mehrsprachigkeit eine zentrale Rolle zu; dabei ist es heute notwendiger als je zuvor, Einsichten in die politischen, gesellschaftlichen, sprachlichen und kulturellen Besonderheiten anderer Länder zu gewinnen. Dem Erlernen der Partnersprache kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Dies ist umso wichtiger für unsere deutsch-französische Grenzregion, in der die Partnersprache gleichzeitig auch die Nachbarsprache ist. „Das AbiBac-Programm führt in diesem Falle deutsche und französische Schüler zum interkulturellen Erfahrungsaustausch zusammen, denen der Arbeitsmarkt auf beiden Seiten der offenen Grenzen ein starkes Potenzial an Beschäftigungsmöglichkeiten bietet“, so Michael Schneider, Initiator des AbiBac-Zweiges und Fachleiter Französisch am Johanneum.

„Ein AbiBac ist entgegen der landläufigen Meinung nicht viel schwieriger oder mit mehr Lernaufwand verbunden als ein normales Abitur. Es gibt absolut keine Mindestvoraussetzungen, wie gut man Französisch beherrschen sollte, man lernt alles im Laufe seiner Schulzeit. So schaffen es nahezu alle Schüler bis zum Abitur, die Sprache des Partnerlandes fließend zu sprechen.“ Der Autor der vorangehenden Zeilen – Christopher Kihm – sollte es wissen: Er ist erfolgreicher Absolvent des ersten AbiBac-Jahrganges am Johanneum.

Die gelebte Mehrsprachigkeit – der überwiegende Teil aller AbiBac-Absolventen verfügt neben fließenden Französischkenntnissen über ausgezeichnete Englischkenntnisse - und die damit verbundene interkulturelle Kompetenz eröffnen Horizonte und vielfältige berufliche Perspektiven in einem von Vielsprachigkeit gekennzeichneten Europa.

Dies hob auch der Hauptredner der Patenschaftsfeier, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Gymnasien mit zweisprachig deutsch-französischem Zug in Deutschland, Paul Palmen, in seiner Festrede deutlich hervor: „Ein vielfältiges Beschäftigungsfeld eröffnet sich im binationalen Arbeitsmarkt, nach den Untersuchungen deutscher Industrie- und Handelskammern und französischer Chambres de commerce et d’industrie mit offenen Stellen, die nur schwer adäquat besetzt werden können. Es gibt eben zu wenige Fachleute, die außer dem Englischen eine weitere Sprache, insbesondere das Französische, fließend in Wort und Schrift beherrschen. Diese 22 Abiturienten werden dazu gehören, wobei sie neben der Beherrschung der Sprache auch eine weitere Kompetenz auszeichnet: Die Vertiefung des Sprachenlernens in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern sowie vielfältige Austauschmaßnahmen tragen dazu bei, dass sie eine interkulturelle Handlungsfähigkeit erworben haben, die binationale Kontakte bedeutend erleichtert und zum Teil die Bedingung für eine gelingende Kooperation sind.“

Mit AbiBac ist man nicht nur doppelt qualifiziert, mit dem AbiBac ist man bereit für Europa!

johanneum


Bericht: Linda Panter (eltern.stellv.vorsitzender@franz-biling.de)




DEUTSCH-FRANZÖSISCHES VAUBAN-CAMP IN FORT-LOUIS


„Unsere Klasse ist ja für sich schon eine deutsch-französische Jugendbegegnung“ – so erlebten es im Sommer 2007 die Schüler der Abibac-Klasse 11d des Einstein-Gymnasiums im baden-württembergischen Kehl im Verlauf ihrer Mitarbeit in einem Pfadfindercamp im nördlichen Elsass.

Worauf hatten sich die Gymnasiasten da am Schuljahresende eingelassen? Ein Historikerteam hatte das Dorf Fort-Louis bei Hagenau und seine weitgehend zugewachsene Vauban-Festung ausgewählt, um dort mit deutschen und französischen Jugendlichen beispielhaft historisch und archäologisch zu arbeiten. In dem am Dorfrand gelegenen Fort aus Sandstein hatte das Pfadfinder-Team aus Straßburg Zelte, Kochstellen, eine Dusche errichtet. Pfadfinder und Schüler leisteten Ausgrabungsarbeit und legten einen Naturpfad frei, alles unter der tatkräftigen Anleitung der Gründer des Vereins „Association de la Route Vauban rhénane“ aus Straßburg, Herrn Dr. Bernard Suchecky, Historiker und Leiter des Projekts, Herrn Stéphane Chevallier und Herrn Perrin Keller.

Dass das Kochen, Graben, Baden und das Paddeln auf dem Flüsschen Moder mit den Einstein-Schülern für die Pfadfinder ihren fleißigen Alltag auflockerte, womöglich ein wenig durcheinander brachte, war das eine. Gespräche und Diskussionen am Rande der Arbeitszeiten waren das andere. Aber das Team um Herrn Suchecky verfolgte mit dieser ersten Etappe der Grabungen an diesem französischen Verteidigungswerk Vaubans in Fort-Louis auch das Ziel, die Bauten des großen Baumeisters und Denkers aus der Zeit des Sonnenkönigs der deutsch-französischen Zusammenarbeit zuzuführen. Die Festungswerke auf beiden Seiten des Rheins zwischen Landau und Freiburg, die der Verein aufwerten möchte, bieten heute Raum für vielseitige touristische, kulturelle und geschichtliche Betätigung.

Der Bürgermeister von Fort-Louis, Herr Janus, der Forstwart und viele deutsche und französische Einwohner von Fort-Louis unterstützten daher materiell und persönlich die Pfadfinder und die Einstein-Schüler: Zum gemütlichen Beisammensein am Lagerfeuer erschienen sie mit Getränken für alle und mit Flammekuchen am laufenden Band. Zur Erfrischung nach der Freilegung von Resten der Festungsmauer verschaffte der Bürgermeister den Schülern Zugang zum Badesee von Fort-Louis.

Fazit der Schülerinnen und Schüler, die hier einen Schnupperkurs in Pfadfinderleben und Archäologie mitnahmen: Das Projekt steht für eine fruchtbare Idee, und für eine Erfahrung, die belegt, wie die Erfordernisse des Zusammenlebens Offenheit, Neugier, persönliche Einsatzbereitschaft jedes Einzelnen fordern und fördern.

vauban


Bericht: Beatrix Wenzel

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Neues für "bilinguale" Eltern

ELTERNTREFFEN DER EV FRANZ-BILING AM 31. MAI 2008


Am Samstag, den 31. Mai 2008, wird im Gymnasium Kreuzgasse in Köln das nächste Elterntreffen der Elternvereinigung der Gymnasien mit zweisprachig deutsch-französischem Zug in Deutschland (EV Franz-Biling) stattfinden. Als Gast wird Frau Dr. Angelika Ivens (IHK Aachen) über Betriebspraktika in Frankreich und die binationale kaufmännische Berufsausbildung in Paris informieren. Nähere Informationen werden rechtzeitig im Internet-Angebot der EV Franz-Biling bekannt gegeben.

Kontakt: Kaat Weyler (eltern.vorsitzender@franz-biling.de)

Sonstige Mitteilungen

Certilingua I Billet du bilingue I Begegnungsstätte Breisach I Inhaltsverzeichnis




CERTILINGUA - EIN NEUES EUROPÄISCHES FREMDSPRACHENZERTIFIKAT


Neben dem deutsch-französischen AbiBac können Absolventinnen und Absolventen des deutsch-französischen Bildungsgangs in naher Zukunft ein weiteres Zertifikat erwerben, das international anerkannt ist.

Es handelt sich um ein Exzellenzlabel, mit dem besondere mehrsprachige, europäische und internationale Kompetenzen nachgewiesen werden können. Wer mindestens zwei Fremdsprachen auf dem Niveau B2 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen beherrscht, eine dieser Sprachen erfolgreich im bilingualen Sachfach angewendet und an einem europäischen oder internationalen Projekt teilgenommen hat, kann das Exzellenzlabel zusammen mit dem Abiturzeugnis erwerben.

Das Angebot gilt für alle Schülerinnen und Schüler, die ihr Abitur an einer Schule erwerben, die von den zuständigen Landesbehörden als Certilingua-Schule akkreditiert wurde. Die Gymnasien mit zweisprachig deutsch-französischem Zug erfüllen bereits jetzt die zu erfüllenden Bedingungen zu einem großen Teil, so dass es sich lohnt, eine Akkreditierung der Schule anzustreben.

Am Certilingua-Pilotprojekt beteiligen sich zurzeit Berlin, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen sowie die Niederlande, Österreich und Finnland. Alle übrigen Bundesländer sowie Frankreich, Ungarn, Italien, Luxemburg, Norwegen, Schweden und die drei Teilregionen Belgiens arbeiten an der Entwicklung des Zertifikats mit, das transparente und klare Qualitätskriterien enthält.

Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 wird das Zertifikat in den beteiligten Ländern erprobt. Zum Schuljahr 2009/2010 soll es in den ersten Bundesländern flächendeckend eingeführt werden, weitere werden mit zeitlichem Abstand folgen.

Für weitere Informationen sei beispielhaft verwiesen auf die Nähere Informationen finden sich im Internetseite des nordrhein-westfälischen Schulministeriums.

Kontakt: Paul Palmen (palmen@franz-biling.de)

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BILLET DU BILINGUE: EIN ELEKTRONISCHER INFORMATIONSDIENST DES CENTRE INTERNATIONAL D'ETUDES POLITIQUES


Der elektronische Informationsdienst Billet du bilingue richtet sich in erster Linie an an Lehrkräfte, die an französischsprachigen Schulen mit bilingualem Zug weltweit unterrichten.

Er wird herausgegeben vom Centre international d'études pédagogiques im französischen Sèvres und erscheint mehrmals jährlich. Zwischenzeitlich sind bereits fast vierzig Ausgaben erschienen. Eine Abonnement ist kostenfrei möglich durch Eintrag der eigenen E-Mail-Adresse in den E-Mail-Verteiler für den Informationsdienst „Billet du bilingue“, der derzeit rund 2.500 Adressen enthält.


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DEUTSCH-FRANZÖSISCHE SCHÜLERBEGEGNUNGSSTÄTTE BREISACH AM RHEIN


Die Jugendherberge Beisach iegt im Herzen des Dreiländerecks direkt an der Grenze zur Europastadt Breisach und wurde speziell für die Durchführung von deutsch-französischen Drittortbegegnungen konzipiert. Sie bietet dementsprechend die geeigneten Räumlichkeiten (großzügige Arbeitsräume mit Blick auf den Rhein) und umfangreiches Material für zweisprachige Projektarbeit (Spielfilme, Sketche, Reportagen, Spiele, …).

Zur pädagogischen und organisatorischen Beratung der Lehrer bei der Planung einer Drittortbegegnung stehen eine französische und eine deutsche Koordinatorin zur Seite (digitalisierte Informationen zu Unternehmungen in der Oberrheinregion, deutsch-französische. Arbeitsmaterialien, Rallyes, Programmberatung, ...).

Die Schülerbegegnungsstätte bietet auch einen idealen Rahmen für Fortbildungen, Tagungen und Seminare insbesondere im deutsch-französischen Kontext.

Das DFJW bietet ab fünf Projekttagen eine interessante Förderung für deutsch-französische Schülerbegegnungen an. Informationen zu den Richtlinien finden Sie unter Informationen zu den Richtlinien (v. a. Punkt 3.2). .

Französische Koordinatorin: Patricia Prudent - deutsche Koordinatorin: Bianca Friedrich, Tel.: +49 (0)7667 / 90604150, Fax: +49 (0)7667 / 90604159 - Kontakt: drittort@dfsbegegnung.org

Da die Jugendherberge allgemein sehr gefragt ist, sollten Sie frühzeitig direkt bei der Herbergsleitung reservieren.

Kontakt: Trudi Rothenbächer-Righini und Philippe Righini, Rheinuferstraße 12, 79206 Breisach, Tel.: +49 (0)7667 / 7665, Fax: +49 (0)7667 / 1847 - E-Mail: info@jugendherberge-breisach.de


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Hier finden Sie in Form einer kommentierten Bibliographie Hinweise auf unterrichtsgeeignete Lehr- und Lernmittel für den bilingualen Sachfachunterricht in der Zielsprache Französisch.

letzte Änderung: 2011-01-27