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Quoi de neuf – Nouvelles du bilingue

 
Liebe Leserin, lieber Leser,

die Arbeitsgemeinschaft der Gymnasien mit zweisprachig deutsch-französischem Zug (AG Franz-Biling) und das Deutsch-Französische Institut freuen sich, Ihnen die neue elektronische Ausgabe von "Quoi de neuf - Nouvelles du bilingue", dem Informationsdienst zum bilingualen Sachfachunterricht in der Zielsprache Französisch, präsentieren zu können.

In dieser Ausgabe werden mehrere Aktivitäten zur Unterstützung des bilingualen Unterricht, wie z.B. das Online-Forum "Europa nur mit uns!" und die Führungen zum Thema deutsch-französische Beziehungen des Deutschen Historischen Museums, vorgestellt.
Außerdem berichten wir über die bilingual deutsch-französische Lehrerfortbildung in Otzenhausen, einen deutsch-französischen Poetry Slam, die Verleihung eines Preises im Rahmen des Wettbewerbs "Jugend und Europa - Schüler machen Zeitung" an Schüler aus Kehl und Sarreguemines und die Gründung des Frankreich-Forums Hessen.

Wir hoffen, dass sich die Lektüre für Ihre eigene Arbeit als gewinnbringend erweisen wird.

Wir wünschen Ihnen einen guten Endspurt im noch laufenden Schuljahr!

 

Paul Palmen Martin Villinger  
   
(Vorsitzender der AG Franz-Biling) (Deutsch-Französisches Institut)
 
 
 
 

 

Inhalte dieser Ausgabe



Neue Unterrichsmaterialien



Europa nur mit uns! - Jetzt mitdiskutieren über die Zukunft Europas

Nachkriegszeit

Quelle: dfi

Das Deutsch-Französische Institut und die Stadt Ludwigsburg veranstalten unter dem Titel "Europa nur mit uns!" ein Forum junger Menschen zur Partizipation in Europa. In einem Online-Diskussionsforum auf der Homepage www.europa-nur-mit-uns.eu können sich ab Mittwoch, 2. Mai, alle am Thema Interessierten untereinander und mit den Teilnehmern des Forums austauschen. Anlass für das Forum ist der 50. Jahrestag der Rede des französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulles an die deutsche Jugend. Mit seiner epochalen und emotionalen Rede besiegelte er die politische Aussöhnung zwischen Deutschland und Frankreich.

Beim Forum "Europa nur mit uns!" diskutieren junge Menschen aus Deutschland, Frankreich und anderen europäischen Ländern über die Herausforderungen, vor denen Europa steht. Im Online-Diskussionsforum thematisieren und analysieren sie in Gruppen aktuelle Fragestellungen, zum Beispiel zur Schuldenkrise und ihren Ursachen, zur Migration in Europa und zur Demokratie auf europäischer Ebene. Jede Woche steht eine andere übergeordnete Frage zur Diskussion: "Was bedeutet Europa für dich?", "Was denkt ihr über die Rede de Gaulles?", "Sind junge Menschen weniger politisch aktiv?" Der Austausch im Online-Forum hat Mitte März begonnen. Die erste Phase diente der Gruppenarbeit der Schüler und Studenten untereinander. Nun freuen sich die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch auf Beiträge von außerhalb. Wer mitdiskutieren möchte, kann sich auf der Startseite von www.europa-nur-mit-uns.eu registrieren.

Insgesamt nehmen 42 Gruppen am Forum "Europa nur mit uns!" teil. Mit dabei sind zum Beispiel Studenten aus Spanien, Frankreich, der Slowakei und Bulgarien, Mitglieder des Europäischen Jugendparlaments und der jungen europäischen Föderalisten, Schüler von Ludwigsburger Gymnasien und weiterer deutscher und europäischer Schulen sowie verschiedene Gruppen aus Ludwigsburgs Partnerstädten. 100 Vertreter der Gruppen werden beim "Forum vor Ort" vom 19. bis 21. September 2012 in Ludwigsburg die Diskussion aus dem "Forum online" weiterführen. Sie diskutieren dort außerdem mit jungen Wissenschaftlern aus Europa und den Vereinigten Staaten, die zeitgleich zu einer vom Deutsch-Französischen Institut veranstalteten wissenschaftlichen Konferenz zusammenkommen. Die Ergebnisse werden sie im Rahmen der federführend vom Land Baden-Württemberg organisierten Feierlichkeiten am 22. September - einem Festakt mit hochrangigen Politikern und einem deutsch-französischen Bürgerfest - im Residenzschloss Ludwigsburg präsentieren. Die Ludwigsburger Veranstaltungen bilden den Auftakt und einen Höhepunkt des deutsch-französischen Jahres, das Deutschland und Frankreich von September 2012 bis Juli 2013 begehen.

Bénédicte Weste, weste@dfi.de, Projektverantwortliche beim Deutsch-Französischen Institut






"Das deutsche Schulsystem: ein Beispiel für die Franzosen?"

Einstiegsseite CD

Der Startbildschirm der zweisprachigen CD
Quelle: Claudine Bats

Im Juni hat sich eine vierköpfige Schülergruppe vom Lycée Léo Ferret in Gourdon im Département Lot nach Hannover aufgemacht, um das deutsche Schulsystem kennen zu lernen. Geleitet wurde die Reise von Claudine Bats, Ergebnis war eine multimediale Präsentation des deutschen Systems auf CD.

Frau Bats, wie ist es zu dem Projekt gekommen?

Bei einer Drittortbegegenung in Paris haben unsere Schüler eine Schulklasse aus Hannover kennen gelernt. Am Ende des Aufenthalts haben deutsche und französische Schüler beiderseits den Wunsch geäußert, sich wieder zu sehen. Daraufhin habe ich gemeinsam mit Frau Bräutigam, Französischlehrerin der Klasse an der integrierten Gesamtschule Langenhagen, den Aufenthalt in Hannover geplant. Da sich die Schüler nicht nur gemeinsam amüsieren sondern auch etwas lernen sollten, haben wir die Fragestellung "Das deutsche Schulsystem: ein Beispiel für die Franzosen?" als Interviewprojekt zum Thema der Begegnung gemacht.

Wer hat an der Reise teilgenommen?

Leider haben nur vier anstatt der ursprünglich sieben vorgesehenen Schüler an der Reise teilgenommen. Diese waren in der Seconde, Première und Terminale und zwischen 15 und 17 Jahre alt. Begleitet wurden sie von mir und zwei weiteren Kollegen aus Gourdon.

Kunst an der Schule 1 Kunst an der Schule 2

Kunst am Bau in der IGS Langenhagen
Photos: Claudine Bats

Haben sich die Schüler bereits in Frankreich über das deutsche Schulsystem informiert?

Nein, wir haben die Schüler nicht im Vorhinein auf das Thema vorbereitet. Wir wollten, dass sie ohne Vorinformationen in die Gespräche mit den deutschen Lehrern und Schülern gehen. Die Auseinandersetzung mit dem deutschen Schulsystem hat deshalb fast den ganzen Zeitraum unseres fünftägigen Aufenthaltes eingenommen. Außer am Sonntag haben wir von unserer Ankunft um fünf Uhr Morgens mit dem Eurolines-Bus am Donnerstag bis zu unserer Abreise am Dienstagabend intensiv an unserem Projekt gearbeitet.

Wie wurden die Interviews vorbereitet?

Die Fragen wurden von den Schülern in deutsch-französischen Tandems zusammengestellt. Dabei wurden natürlich auch das spezifische Vokabular und dessen richtige Aussprache erarbeitet. Die Fragen wurden dann von den Schülern aus Gourdon den deutschen Schülern und Lehrern gestellt. Die Gespräche wurden aufgenommen und befinden sich als Tondateien auf der CD.

Haben die Schüler nachträglich die Interviews transkribiert und übersetzt?

Ja, wir haben die Interviews im Anschluss an die Gespräche schriftlich niedergelegt und ins Französische übersetzt. Die EDV-technische Umsetzung der Inhalte für die CD hat ein kundiger Kollege aus Gourdon vor Ort in Hannover übernommen.

Wurde ausgehend von den Antworten der Befragten das deutsche Schulsystem diskutiert und bewertet?

Leider kaum. Wir wollten unsere Eindrücke und Erkenntnisse eigentlich nach unser Rückkehr nach Frankreich gemeinsam diskutieren und bewerten, aber da unsere Reise Anfang Juni stattgefunden hat und das Schuljahr in Frankreich da schon fast zu Ende ist, ist es dazu nicht mehr gekommen.

Sie haben in Hannover ein Gymnasium und eine integrierte Gesamtschule besucht und beide miteinander verglichen. Welche Schulart haben die französischen Schüler positiver eingeschätzt?

Die Gesamtschule ist dem französischen Schulsystem näher, von daher hat uns diese Schule besser gefallen, auch weil hier mehr Projektarbeit stattfindet und die Schule dadurch dynamischer wirkte.

Wollten die Schüler nach dem Aufenthalt in Deutschland lieber dort zur Schule gehen oder waren sie froh, in Schüler einer französischen Schule zu sein?

Darauf kann ich keine Antwort geben. Die Eindrücke der Schüler waren dazu zu vage und dieser Besuch ihre erste Begegnung mit dem deutschem System. Sie sind jedenfalls alle wieder mit zurückgefahren.

Einige Anmerkungen über den Einsatz von Interviews zum Erlernen einer Fremdsprache
On s'est rendu compte que les contacts directs avec la langue authentique favorisaient chez les apprenants les progrès dans la langue cible. Les interviews les rendent possibles, car ils recréent une situation de discussion, mais les apprenants ont pu la préparer, ce qui lève les inhibitions.
Comment peut-on procéder?
Il s'agit en premier lieu de déterminer ou "dénicher" la personne à interviewer. Naturellement on la déterminera en fonction du thème de travail mais aussi en fonction de son entregent. Pour les trois exemples proposés, on a affaire 1) à un directeur régional de T-Kom, et 2) à un professeur de l'IGS de Langenhagen, et 3) à un élève de l'IGS de Langenhagen.
Ensuite il conviendra de traiter le sujet en classe avec les élèves et de mettre en place les notions nécessaires, à la suite de quoi les apprenants seront en mesure de préparer l'interview et d'élaborer les questions.
Un travail sera fait sur la langue et notamment sur la prononciation. Il faudra alors déterminer dans quelles conditions l'interview pourra être réalisé: les modalités financières sont à envisager, mais aussi géographiques. Pour le 1) le directeur régional avait le téléphone gratuit, l'interview s'est fait dans le bureau du proviseur et pour le 2) et le 3) lors d'une rencontre à Langenhagen. Il convient de prendre en compte ces paramètres.
Faire un enregistrement de l'interview et un montage reste très gratifiant pour les apprenants, mais aussi il suppose un travail approfondi sur la prononciation pour obtenir un enregistrement "propre".
Dans tous les cas, on ne saurait trop recommander ce type de travail avec les apprenants, car il renforce non seulement les acquis dans l'apprentissage de la langue, mais aussi la motivation et le plaisir.
  1. Interview mit dem Leiter der T-Kom in Norddeutschland (pdf)
    Geführt von Frau BATS und drei Schülerinnen aus dem bilingualen Unterricht
  2. Interview mit Beate Bräutigam, Lehrerin an der IGS Langenhagen
  3. Interview mit Sven, einem Schüler der IGS Langenhagen

Claudine Bats, (claudine.bats@wanadoo.fr), Lehrerin am Lycée Léo Ferret in Gourdon. Wenn Sie Interesse an der CD über das deutsche Schulsystem haben, können Sie sich direkt an Frau Bats wenden.





Führungen zum Thema deutsch-französische Beziehungen des Deutschen Historischen Museums

Das Deutsche Historische Museum bietet zum Thema deutsch-französische Beziehungen drei Führungen sowie eine Geschichtswerkstatt in seiner Ständigen Ausstellung an. Diese Angebote können in französischer und deutscher Sprache durchgeführt werden.

Le Musée d'Histoire allemande propose des visites guidées ainsi qu'un atelier d'histoire en langue française ou allemande. Il invite les participants à découvrir ses collections permanentes sur le thème des relations franco-allemandes à travers l'Histoire.

Ce programme s'adapte aux différents âges et niveaux de compréhension. Il s'adresse :

Le Musée d'Histoire allemande propose des visites guidées ainsi qu'un atelier d'histoire en langue française ou allemande. Il invite les participants à découvrir ses collections permanentes sur le thème des relations franco-allemandes à travers l'Histoire.

  • dans leur langue maternelle à tous les groupes francophones et germanophones intéressés par le sujet
  • en français aux groupes germanophones ayant un très bon niveau de connaissance de la langue
  • en allemand aux groupes francophones ayant un très bon niveau de connaissance de la langue

Für weitere Informationen: Deutsches Historisches Museum, Bildung und Vermittlung, fuehrung@dhm.de, Telefon: +49 (030) 20 30 4 - 751 (Mo bis Fr 9 bis 16 Uhr)






Frankreichs Institutionen in Videos

Auf der Website http://www.curiosphere.tv/ wird unter dem Titel "Politique Mode d'emploi" eine Serie von 25 Kurzfilmen angeboten, in denen "la jeune Alice" gemeinsam mit dem Zuschauer das politische System Frankreichs entdeckt. Akteure des politischen Lebens beschreiben die Aufgaben von Gebietskörperschaften wie der Region oder dem Département, Einrichtungen wie der Kassationshof Frankreichs oder der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte werden vorgestellt und Schlüsselbegriffe wie Demokratie, Exekutive, Judikative und Legislative erklärt.

Diesen Hinweis haben wir übernommen von Richard Nisius, er ist ursprünglich erschienen im "Lien de la semaine" auf dem Landesbildungsserver Baden-Württemberg https://www.schule-bw.de/unterricht/faecher/franz/hebdo/archives12-2.html#inst






Aufruf zur Mitarbeit an der Bibliographie unterrichtsgeeigneter Lehr- und Lernmittel für den bilingualen Sachfachunterricht

Das Deutsch-Französische-Institut und die die AG Franz-Biling haben im Jahr 2007 eine Bibliographie unterrichtsgeeigneter Lehr- und Lernmittel für die Sachfachfächer Geschichte, Geographie und Gemeinschaftskunde als frei zugängliche Datenbank aufgelegt. Diese Datenbank ist seit kurzem mit verbesserten Recherchemöglichkeiten und neuem Layout über die Website des dfi zugänglich: http://www.dfi.de/pressearchiv/bibliographie/

Um die Bibliographie unterrichtsgeeigneter Lehr- und Lernmittel für den bilingualen Sachfachunterricht in der Zielsprache Französisch aktuell zu halten, benötigen wir die Mitarbeit der Lehrerinnen und Lehrer, die Geschichte, Gemeinschaftskunde oder Geographie bilingual unterrichten.

Falls Sie eine Internetressource, ein Lehrbuch oder ein anderes Lehrmaterial vermissen, das Sie für den bilingualen Unterricht für geeignet halten, teilen Sie uns dies bitte mit. Die Arbeitsgemeinschaft der Gymnasien mit zweisprachig deutsch-französischem Zug in Deutschland (AG Franz-Biling) honoriert jeden Nachweis mit einem Betrag in Höhe von 6 ?.

Das ausgefüllte Word-Formular schicken Sie bitte als Datei an Martin Villinger, Leiter der Frankreich-Bibliothek des Deutsch-Französischen Instituts, E-Mail: villinger@dfi.de, Telefon 07141-930335.

Bitte geben Sie in Ihrer Mail Ihre Bankverbindung an, wir werden Ihnen das Honorar für Ihren Beitrag im Anschluß an dessen Einarbeitung zukommen lassen. Beachten Sie bitte auch, dass nur Beiträge vergütet werden, die noch nicht in der Bibliographie vorhanden sind.

Wir freuen uns über Ihre Mitarbeit und stehen für Fragen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Für weitere Informationen: Paul Palmen, Vorsitzender der AG Franz-Biling, (paul.palmen@t-online.de),
Martin Villinger, Deutsch-Französisches Institut, villinger@dfi.de




Veranstaltungsankündigungen und Projekthinweise

De la Loire au Danube : traverser l'Europe à vélo ! I Inhaltsverzeichnis



 


De la Loire au Danube : traverser l'Europe à vélo !

Schloss Lunéville

Route de la Loire au Danube
Quelle: www.aede-france.org

EUROVELO - COMENIUS-Partenariat scolaire multilatéral

L'AEDE-France lance un appel aux collègues ayant des élèves de 13 à 15 ans, qui souhaiteraient participer au projet EUROVELO. Il s'agit d'un parcours cycliste, sous forme de relais, entre l'estuaire de la Loire et le delta du Danube, le long de la piste cyclable européenne n°6.

Le départ sera donné le 9 mai 2014, à l'occasion de la Fête de l'Europe. Le relais sera réalisé en 12 étapes d'une semaine chacune, comportant la découverte d'une section du circuit et des rencontres avec des élèves des établissements partenaires. Au cours de ces rencontres, des activités à visée de découverte européenne et citoyenne seront mises en place. La description du projet est disponible sur la page d'accueil du site http://www.aede-france.org.

Une réunion préparatoire entre les responsables des établissements partenaires sera organisée à l'automne 2012, afin de préparer les dossiers à soumettre aux agences nationales en janvier 2013, pour une réalisation à partir de septembre 2013. Il sera clôturé par une rencontre européenne de tous les participants, à Strasbourg, en mai 2015.

Tous les collègues intéressés doivent prendre contact le plus rapidement possible avec Jean-Yves MUNERET, jean-yves.muneret@ac-orleans-tours.fr (date limite: 31 mai 2012)

Achtung: Einsendeschluß für Bewerbungen war zwar offiziell der 31.05.2012, laut Auskunft von Herrn Muneret fehlen aber noch zwei Teilnehmergruppen, Bewerbungen sind also noch willkommen.


 

Berichte über Veranstaltungen



 


Bericht über die bilingual deutsch-französische Lehrerfortbildung
in der Europäischen Akademie Otzenhausen/Saarland vom 21. - 23.3.2012

Das Thema "Nachhaltigkeit im bilingualen Sachfachunterricht unter besonderer Berücksichtigung der Zweisprachigkeit" lockte ca. 70 deutsche und französische Lehrkräfte ins nördliche Saarland, wo nach 2010 erneut die Europäische Akademie die bilinguale Lehrerfortbildungsveranstaltung beherbergte. Auch die Kooperationspartner waren die gleichen: Neben der "Arbeitsgemeinschaft der Gymnasien mit zweisprachig deutsch-französischem Zug in Deutschland" hatten das Goethe Institut Paris und die EAO eingeladen. Alle Organisationen hatten die Thematik gemeinsam festgelegt und gestalteten die Tagesordnung partnerschaftlich. Darauf wiesen die jeweiligen Vertreter, nämlich Leitender Regierungsschuldirektor Paul Palmen für die Arbeitsgemeinschaft, die Bildungsexpertin für den bilingualen Sachfachunterricht des Goethe-Instituts, Frau Dagmar Osterloh, und die Mitarbeiterin der EAO, Frau Stéphanie Bruel, in der Begrüßung die Lehrkräfte hin.

Christine Klos vom Büro II der Bevollmächtigten der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit, Frau Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, vertrat die wegen des Wahlkampfs im Saarland abwesende Bevollmächtigte und richtete ein Wort der Begrüßung an die Teilnehmenden.

Der anschließende Impulsvortrag mit dem Titel "Bilingual heißt zweisprachig! Ein (neuer) Blick auf die Verwendung beider Sprachen im bilingualen Sachfachunterricht: Kriterien, Strategien, Methoden" von Paul Palmen und seinem Stellvertreter Maik Böing aus Köln, sorgte für größte Aufmerksamkeit, stellte er doch eine eigentlich selbstverständliche Aussage als These für die zukünftige Gestaltung des bilingualen Unterrichts in einem doch wieder neuen Licht dar. Die gezielte und wohl überlegte Verwendung des Französischen und des Deutschen in bestimmten Situationen wirft einen neuen Blick auf die Konzeption bilingualen Sachfachunterrichts. Der Wortlaut des Inhalts wird demnächst in einer Veröffentlichung der Universität Wuppertal unter dem o.a. Titel nachzulesen sein.

Marc Verron aus Lyon, einer der französischen Histoire-Géo-Lehrer mit der längsten bilingualen Unterrichtserfahrung, griff die gleiche Thematik aus französischer Sicht auf, bevor Martine Knauer, Inspectrice in der Académie de Strasbourg und u.a. zuständig für das Abibac-Programm, aus der Sicht der französischen Schulaufsicht Stellung dazu bezog. Das Fazit stellte sehr zufrieden: Auch auf französischer Seite ist die Verwendung der Muttersprache schon seit langem in der Diskussion und stellt eine Tatsache dar, die auch von der Fachaufsicht für Histoire-Géo anerkannt wird. Ein Ergebnis der Diskussion ist die Feststellung, dass ein wirklich bilingual erteilter Sachfachunterricht höhere Ansprüche an Planungs- und Durchführungskompetenz der Lehrkräfte stellt als einsprachig erteilter Unterricht.

Noch vor dem Abendessen stellte die kurz zuvor gewählte Vorsitzende der neu gegründeten A.F.S.E.L.A. (Association Française des Sections Européennes en Langue Allemande), die neue Organisation vor, die sozusagen als Partnerorganisation der Arbeitsgemeinschaft in Zukunft in Frankreich ähnliche Aktivitäten entfalten wird wie die AG Franz Biling in Deutschland.

Nachdem die Küche der EAO erneut ihre Vorzüglichkeit unter Beweis gestellt hatte, erwartete ein einmaliges Vergnügen die Teilnehmenden: Serge Gainsbourg en allemand, ein musikalischer Leckerbissen, vorgetragen vom Monsieur Chanson des Saarländischen Rundfunks, Gerd Heger, in Begleitung des genialen Gitarristen Guido Allgaier.

Der Donnerstag startete mit einem Impulsvortrag von Stéphanie Bruel und Dagmar Osterloh über Nachhaltigkeit und die Umsetzung der Begrifflichkeit im Unterricht. Es wurde deutlich, dass développement durable in Frankreichs Bildungswesen stärker verankert ist als in Deutschland und dass es sogar eine zuständige inspection générale dafür gibt.

Im Anschluss begann die Arbeit in ateliers, animiert von Dagmar Osterloh, Maik Böing, Falk Rosenkranz und Alexander Schröer. Je nach fachlichem Schwerpunkt der Teilnehmenden wurden Themenbereiche aus Geographie, Geschichte und Sozialkunde bearbeitet mit dem Ziel, aus dem reichhaltigen Fundus an Material konkrete Hilfestellungen für den Unterricht zu erarbeiten.

Robert Valentin von der Französischen Botschaft stellte am Nachmittag vor, welche Programme die französische Seite in Deutschland zurzeit unterstützt und warb für eine Mitwirkung und Teilnahme. Leider wird Monsieur Valentin Mitte des Jahres aus dem Dienst ausscheiden, so dass ein verlässlicher Partner und Unterstützer der AG Franz Biling nicht mehr zur Verfügung stehen wird.

Am Freitag stellte Chloé Berthon vom DFJW Formen der Projektpädagogik vor, die vom DFJW unterstützt werden. So manch wertvoller Impuls wurde hier gegeben und Möglichkeiten der Unterstützung und Finanzierung aufgezeigt.

Im Rahmen der Evaluation sprachen sich die Teilnehmenden für Sèvres oder Paris als nächsten Veranstaltungsort für die Fortbildung 2013 aus sowie für Berlin im Jahre 2014. Die Thematik 2013 wird wahrscheinlich an die Projektpädagogik anknüpfen, zumal das Jubiläumsjahr des Deutsch-Französischen Vertrags dazu herausfordert.

Mit den Worten des Dankes an alle Teilnehmenden für die engagierte Mitarbeit schlossen die Veranstalter die diesjährige Fortbildung am späten Nachmittag.

Paul Palmen, (paul.palmen@t-online.de),
Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Gymnasien mit zweisprachig deutsch-französischem Zug in Deutschland



 


Netzwerk: "Grand Corps Malade - Poetry Slam - Dichterwettstreit: gemeinsam mehrsprachig dichten - ein deutsch-französischer Schüler-Slam"

Grand Corps Malade - Saint Denis
Quelle: youtube.com

Vom 29.2.12 bis 8.3.12 war die 10b des Berliner Romain-Rolland-Gymnasiums auf Austausch mit der Partnerschule Lycée Jeanne d'Arc in Clermont-Ferrand. Schnell darauf folgte der Gegenbesuch der Franzosen vom 11.-22.3.12

Neben dem üblichen Austauschprogramm fand der diesjährige Austausch im Rahmen des Projektenetzwerks, gefördert vom DFJW, unter dem Titel "Grand Corps Malade - Poetry Slam - Dichterwettstreit: gemeinsam mehrsprachig dichten - ein deutsch-französischer Schüler-Slam" statt.

Ziele des Projekts waren es, den sprachlichen, inhaltlichen und kulturellen Dialog über gemeinsame Texte anzuregen, die Schüler zu Sprachexperimenten in der Mutter- und Partnersprache zu animieren, den Schülern eine Form der Literatur nahezubringen, die lebendig ist und ermöglicht dadurch Interesse, Motivation und Begeisterung zu wecken, Kooperationsfähigkeit zwischen Menschen mit verschiedenen Muttersprachen und unterschiedlicher kultureller Prägung zu fördern und das Schreiben, Überarbeiten, Einstudieren und wirkungsvolle Vortragen eigener Texte in der Mutter- und Zielsprache zu üben. Es sollten insbesondere die Kompetenzen Schreiben und Sprechen sowie die Sprachmittlung gefördert werden.

Als die Franzosen in Deutschland waren, sind wir als ganze Gruppe zur Einstimmung auf das eigene Projekt zu einem Poetry Slam gegangen, der regelmäßig einmal im Monat im Café Laika in Neukölln stattfindet.

Ken Yamamoto - Beginnen wir mit Schreibmaschinen
Quelle: youtube.com

Josefine Berkholz - Schiller ist tot
Quelle: youtube.com

Kern unseres Projekts waren zwei komplette Tage, an denen die Deutschen und die Franzosen an einem sogenannten Slam-Workshop teilnahmen und dieses Projekt mit einem gemeinsamen Schülerslam abschlossen.
Dieser Workshop wurde von den beiden Slam-Poeten Josefine Berkholz und Ken Yamamoto geleitet. Josy ist (noch) Abiturientin am Romain-Rolland-Gymnasium und schon auf sehr vielen Bühnen in ganz Deutschland aufgetreten. Sie gilt als großes Nachwuchstalent unter den Slammern und überzeugt nicht nur durch geistreiche und sprachlich toll ausgearbeitete Texte, sondern auch durch eine unglaublich mutige und überzeugende Bühnenpräsenz - sie spielt mit ihrer Stimme, unterstützt das Gesagte durch gekonnte Gestik und hat eine große Ausstrahlung. Ken veranstaltet schon seit Jahren Workshops für Schüler v.a. in Brennpunktschulen. Er gewinnt mit einer beneidenswerten Leichtigkeit die Aufmerksamkeit und die Sympathie der Jugendlichen und gehört schon seit vielen Jahren der Slam-Szene an.
Beide sprechen nahezu perfekt Französisch und waren deshalb hervorragend für diesen Workshop geeignet, da sie fast simultan zwischen den beiden Sprachen hin- und herwechseln konnten.

Zuerst kamen die beiden Workshop-Leiter mit den Schülern über Dichtung, Funktion von Literatur und Poesie, Bühnenpräsenz sowie Slam-Video-Clips ins Gespräch. Anschließend sammelten sie am Flipchart mögliche Themen, zu denen man Texte verfassen könnte. Zwischendurch gab es immer kleine Aufwärmübungen, die spielerisch auf den Auftritt auf der Bühne und die vielfältige Benutzung und Wirkung der eigenen Stimme und des eigenen Körpers vorbereiten/aufmerksam machen sollten.

Am Nachmittag des ersten Workshop-Tags wurden dann "Mannschaften/équipes" gebildet, die aus 2-5 deutschen und französischen Schülern bestehen sollten. Diese gemischte Gruppenaufteilung wurde von etlichen Gruppen tatsächlich hervorragend bis zum Schluss durchgehalten, einige haben aber offenbar im Verlauf des zweiten Workshop-Tags gemerkt, dass sie lieber in monolingualen Gruppen arbeiten möchten.

In etlichen Gruppen hat die Auseinandersetzung mit den Partnern, mit der fremden und der eigenen Sprache und Kultur, die Kommunikationsfähigkeit und das Arbeiten im Team sehr gut geklappt, wie man auch an den wirklich beeindruckenden Ergebnissen im Schüler-Slam sehen konnte.

Der zweite Workshop-Tag war v.a. nachmittags geprägt von Performance-Übungen. Alle Gruppen hatten die Möglichkeit, ihre eigenen Texte auf der Bühne auszuprobieren. Das musste natürlich parallel verlaufen, da die 15 Gruppen nicht gleichzeitig die Bühne nutzen konnten. Demnach haben die anderen jeweils weiter an ihren Texten gearbeitet, während einige auf der Bühne mit Mikros übten.

Der Schüler-Slam fand am Abend des zweiten Workshop-Tages in der Aula des Romain-Rolland-Gymnasiums statt, zahlreiche Eltern, wir Lehrer und auch Freunde der Schüler waren gekommen, sodass einiger Mut dazugehörte, die eigenen Texte vor etwa 100 Zuschauern zu präsentieren.
Die beiden Slam-Poeten Josefine Berkholz und Ken Yamamoto leiteten bilingual und abwechslungsreich durch den gesamten Abend.

Die entstandenen Auftritte zeigten, dass die meisten Gruppen sich sehr intensiv mit ihren Texten/Ideen auseinandergesetzt und hervorragend zusammengearbeitet hatten. Neben lustigen Beiträgen gab es auch ernste, tiefgehende Themen. Schön war v.a., dass mehrere Teams den Austausch zwischen den Ländern Deutschland und Frankreich (Klischees, Verschiedenheiten, Gemeinsamkeiten etc.) aufgegriffen haben. Eine Gruppe, die aus zwei deutschen und zwei französischen Mädchen bestand und genau diese Thematik auf sehr witzige und zugleich nahegehende Art und Weise behandelte, gewann den Poetry Slam. Diese Gruppe hat auch den Aspekt der Zweisprachigkeit gut eingebaut und aufgenommen.

Die anwesenden Gäste sowie auch wir Lehrer waren sehr beeindruckt davon, was für tolle Texte die SchülerInnen in so kurzer Zeit geschrieben haben. Dieser Abschluss des Projekts war ein echter Erfolg und voll gelungen!

Der Siegertext Baguette, fromage, Tour Eiffel - Brandenburger Tor, Wurst, Brezel von Johanna Ritter, Christine Götz, Mathilde Conrath, Jeanne Lefort - Berlin, Clermont-Ferrand

Cosima Kießling, Lehrerin am Romain-Rolland-Gymnasium (Reinickendorf), cosimakiessling@googlemail.com



 


Ausstellungswoche Erbfeinde - Erbfreunde am Friedrich-Schiller-Gymnasium in Marbach am Neckar anlässlich des Deutsch-Französischen Tages am 22. Januar

Nachkriegszeit

Text der Karikatur: Das schwarze Gespenst. Hüben und Drüben. Als ein Mittel die Völker militärfromm zu machen, und in ihnen die Steuerzahl-Lust zu erwecken.
Quelle: Kladderadatsch 22 (1869), Nr. 28, S. 214.

Anlässlich des Deutsch-Französischen Tages am 22. Januar, fand am Friedrich-Schiller-Gymnasium eine deutsch-französische Woche mit einer Ausstellung und verschiedenen Vorträgen statt. Die Ausstellung Erbfeinde - Erbfreunde des Deutsch-Französischen Instituts Ludwigsburg stand im Foyer allen Schülerinnen und Schülern, sowie der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Während der Ausstellungswoche haben unter anderem Schülerinnen und Schüler der neunten Klasse im Rahmen des Gemeinschaftskundeunterrichts aktiv mit der Ausstellung gearbeitet.
Anhand der aktuellen Berichterstattung in den Medien, wurde zunächst die Rolle Frankreichs und Deutschland diskutiert: Auf politischer und wirtschaftlicher Ebene sind Deutschland und Frankreich heute einander die wichtigsten Partner und als Motor der Europäischen Union nicht mehr wegzudenken. Doch der Weg bis dahin war nicht einfach. Wie es trotz der wechselvollen Geschichte beider Länder zum heutigen Verhältnis kommen konnte, erlernen die Schülerinnen und Schüler anhand der Ausstellung.
Der Erwerb des fachlichen Wissens ist dabei fächerübergreifend angelegt. Die fachliche Kompetenz ist eng an die personal-soziale und methodische Kompetenz gekoppelt.

Zu Beginn der Einheit steht die Analyse deutscher und französischer Medien, die jeweils den Blick auf das Nachbarland darstellen. Beispielhaft wäre hier die Analyse des Titelbildes einer Deutschland Spezialausgabe von Le Point No. 1968 vom 3. Juni 2010 oder die Umfrage über Deutschland und die Deutschen in Frankreich zu nennen. (vgl. http://www.stern.de/panorama/umfrage-unter-franzosen-deutsche-sind-streng-und-diszipliniert-1777145.html)
Da nicht alle Schüler Französisch lernen, bietet es sich an, an dieser Stelle auch auf kulturelle Unterschiede z.B. in der Art und Weise der Begrüßung einzugehen. Dazu eignet sich ein Artikel der Wochenzeitung Die Zeit über das Begrüßungsküsschen. (http://www.zeit.de/2010/08/Gesellschaft-08)
Anhand aktueller Berichterstattung in den Medien und Meinungsumfragen erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler so ein aktuelles Bild der Deutsch-Französischen Beziehungen.

Dass Städtepartnerschaften, Partnerschulen und regelmäßige Schüleraustausche beider Länder keine Selbstverständlichkeit sind, wird den Schülern durch die Rede des ehemaligen französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle 1962 in Ludwigsburg verdeutlicht.
Nur in diesem Kontext können die Lernenden die historische Entwicklung seit Ende des Zweiten Weltkriegs bis heute verstehen.

Die Ausstellung Erbfeinde-Erbfreunde bietet die Möglichkeit, die Deutsch-Französischen Beziehungen besser zu verstehen und gerade auch für Schülerinnen und Schüler, die nicht Französisch lernen, die Wichtigkeit unseres Nachbarlandes richtig einschätzen zu lernen.
Authentische Dokumente, Bilder, Karikaturen und erläuternde Texte stellen die Beziehung der Partnerländer anschaulich dar und verdeutlichen die historische und gesellschaftliche Situation beider Länder.

Mit ihrem methodischen Können, was die Auswertung von Texten, Grafiken und Karikaturen betrifft, sollen die Schülerinnen und Schüler sich die Inhalte der Ausstellung weitgehend selbst erarbeiten. Die Lehrkraft tritt als Ansprechpartner in den Hintergrund.

Freundschaftsbarometer

Das von den Schülern erarbeitete Freundschaftsbarometer.
Photo: Vanessa Greiff

Die Leitfrage, die die Schülerinnen und Schüler durch die Ausstellung hindurch begleitet ist: Wie wird die Beziehung zwischen Deutschland und Frankreich dargestellt?
Zu Beginn der Arbeit an der Ausstellung steht die arbeitsteilige Analyse der Dokumente und Texte. Die Lernenden analysieren in Kleingruppen jeweils einen bereits farblich markierten Zeitabschnitt. Dabei arbeiten sie je drei wichtige Schlüsselbegriffe des entsprechenden Zeitabschnitts heraus.
Anschließend präsentieren die Kleingruppen ihre Ergebnisse der Klasse. Sie berichten dabei nicht nur über den Inhalt, sondern erläutern die gewählten Schlüsselbegriffe und bewerten diese auf einer Skala Erbfeinde - Erbfreunde. Die Zuordnung der jeweiligen Schlüsselbegriffe ergibt so ein Freundschaftsbarometer der Jahre 1870/71 bis heute.

In einer vertiefenden Arbeitsphase erstellen die Schülerinnen und Schüler Standbilder zu den einzelnen Zeitabschnitten, die die Beziehungen interpretierend darstellen.
Mit dieser Methode wird ihnen besonders klar, was es heißt: die Länder stehen in freundschaftlicher oder feindseliger Beziehung zueinander. Darüber hinaus prägen sich die Inhalte, die mit dieser Ausstellung vermittelt wurden, über das eigene Handeln und Umsetzen besonders nachhaltig ein.

Bis zum Küsschen ist es ein steiniger Weg. Artikel aus der Marbacher Zeitung vom 27.01.2012 zur Deutsch-Französischen Woche am Schiller-Gymnasium, Marbach.

Vanessa Greiff, greiff.fsg-marbach@gmx.de, Lehrerin für Deutsch, Französisch und Gemeinschaftskunde am Friedrich-Schiller-Gymnasium in Marbach

Weitere Informationen zu dieser Ausstellung finden Sie unter http://www.dfi.de/de/Projekte/projekte_ausstellung.shtml.





Große Auszeichnung für Zeitungsartikel

Schüler aus Kehl und Sarreguemines erhalten in Berlin Preis vom Deutsch-französischen Jugendwerk im Rahmen des Wettbewerbs "Jugend und Europa - Schüler machen Zeitung" - "Les jeunes écrivent l'Europe"

Gruppe Preisträger Gruppe Preisträger

Wolfgang Dörck, Henrik Buchelet und Leonie Achin vom Einstein-Gymnasium und Lysiane Kiefer, Tiziana Nardon, Joana Hein und Mark Chapman vom Lycée Jean-de-Pange in Sarreguemines
Quelle: Wolfgang Dörck

Wolfgang Dörck, Henrik Buchelet und Leonie Achin vom Einstein-Gymnasium und Tiziana Nardon, Mark Chapman, Joana Hein und Lysiane Kiefer, vom Lycée Jean-de-Pange in Sarreguemines bei der Preisverleihung
Quelle: Wolfgang Dörck

Preisverleihung in Berlin - ein hochrangiges Ereignis

Fünf Tage Berlin mit spannendem Programm und einer Preisverleihung im Auditorium der am Brandenburger Tor gelegenen Französischen Botschaft in Anwesenheit des französischen Botschafters in Deutschland, Maurice Gourdault-Montagne, der Generalsekretärin des DFJW sowie der saarländischen Ministerpräsidentin und Beauftragten für die deutsch-französischen Kulturbeziehungen mit anschließendem Essen im Restaurant "Cum Laude" in der Nähe der Humboldt-Universität. Das war ein hochrangiges Ereignis für das fünfköpfige Team aus Sarreguemines und Kehl, das mit dem Zeitungsartikel "Vom Skatspiel zu Huckepack" (Kehler Zeitung, 29. Juni 2011) den zweiten Preis der Sekundarstufe gewonnen hat. Der Huckepack-Artikel war einer von insgesamt vier Artikeln, den 20 Schüler aus Kehl und Sarreguemines in gemischten Kleingruppen zum Thema "Soziales Europa" verfasst hatten.

Berlin-Programm

Insgesamt waren 31 Schüler und 13 Lehrer aus Deutschland und Frankreich nach Berlin zur Preisverleihung eingeladen worden. Ein Schwerpunkt des Programms war eine Stadtführung unter dem Gesichtspunkt "Zeitungswesen und Medien in Berlin", ausgehend von den Verlagsgebäuden der Springer-Presse und der TAZ in der Rudi-Dutschke-Straße bis hin zu Europas zweitgrößten Druckerei in Berlin-Spandau. Ein anderer Programmpunkt war ein Work-Shop zum Thema Zivilcourage. Dazu erarbeiteten die Schüler unter Leitung von Berliner Künstlern eine Choreographie, die sie eindrucksvoll auf der Bühne im Auditorium der Botschaft vorführten.

Kommentar der Jury

Was gefiel der Jury an der Arbeit unserer Preisträger beim Wettbewerb "Jugend und Europa - Schüler machen Zeitung"? Es ist, so vermerken sie, "ein origineller und sehr gut konstruierter Artikel. Die Übergänge zwischen der allgemeinen Thematik - Kinderarmut - und den Berichten der Verantwortlichen des Vereins sind sehr gut gelungen. Die Jury lobt die Titelwahl und würdigt durch diesen Preis den Einsatz der Schüler, der geradezu greifbar wird bei der Lektüre des Artikels." Bravo an unsere Redakteure Leonie Achin und Henrik Buchelet vom Einstein-Gymnasium und Mark Chapman, Joana Hein und Tiziana Nardone vom Lycée Jean-de-Pange in Sarreguemines!

Projektbegleitung

Unser Zeitungsprojekt in Kehl und in Sarreguemines wurde übrigens begleitet von den Lehrern Wolfgang Dörck (Einstein-Gymnasium) und Lysiane Kiefer (Lycée Jean-de-Pange, Sarreguemines). Die Redaktionsarbeit wurde fachlich unterstützt von den Journalisten Jürgen Lorey (Kehler Zeitung) und Estelle Fernandez (Le Républicain Lorrain in Sarreguemines).

Der prämierte Artikel "Vom Skatspiel zu «Huckepack» - Das Ehrenamts-Projekt hilft armen Kindern in Kehl / Die Initiative ist auf Spendengelder angewiesen" ist am Mittwoch, den 29. Juni 2011 in der Kehler Zeitung erschienen und kann Dank der freundlichen Genehmigung der Kehler Zeitung hier eingesehen werden.

Wolfgang Dörck, (gout.doerck@t-online.de), Lehrer am Einstein-Gymnasium in Kehl

 


 


Gründung und Arbeit des Frankreichforum Hessen e. V.
Kultur, Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft

Die Gründung des Frankreichforums Hessen ( www.frankreichforumhessen.de) Ende letzten Jahres ist ein zentrales Ergebnis des Comenius Regio - Projekts zur Lehrerbildung mit Beteiligten aus Bildungs -Verwaltungseinrichtungen in Hessen und der Lorraine (Region Kassel und Nancy).

Die Zusammenarbeit, die in diesem Projekt im Sommer 2012 abgeschlossen wird, soll langfristig erhalten bleiben und nachhaltig die Kooperation zwischen diesen beiden Regionen vertiefen sowie modellhaft dazu führen, mit anderen französischen Regionen kooperative Strukturen auch über den Bildungsbereich hinaus zum Beispiel auch auf kulturellem und wirtschaftlichem Gebiet zu entwickeln.

Dieses Ziel erscheint besonders vor dem Hintergrund der aktuellen ökonomischen Krise wichtig, da diese die Verständigungsprobleme mit den wirtschaftlich schwächeren europäischen Südländern verstärkt und die friedens- und finanzpolitisch für das Exportland Deutschland und seinem wichtigsten Handelspartner Frankreich so bedeutende Gemeinschaftswährung elementar gefährdet.

Es stellt sich mit dem neuen französischen Staatspräsidenten um so mehr die Frage wie eine allgemeine, parteiübergreifende Akzeptanz der krisenerprobten deutsch-französischen Partnerschaft erhöht werden kann vor dem Hintergrund des Elysee-Vertrages von 1963, der Einführung der gemeinsamen Währung 2002 und der vor zwei Jahren beschlossenen deutsch-französischen Agenda 2020 zur gemeinsamen Bewältigung von Herausforderungen vor allem im Bereich Wirtschaft, Energie, Bildung und Sicherheitspolitik.

Frankreichforen könnten hierbei eine wichtige Multiplikatorenrolle spielen und die Chancen einer solchen Partnerschaft breiteren Bevölkerungskreisen bewusst machen.

In diesem Sinne bemüht sich das Frankreichforum Hessen darum, ein möglichst breit gefächertes Kultur- und Bildungsprogramm anzubieten, das vor allem auch den zivilgesellschaftlichen Bereich im Blick hat und bei dem ebenso informelle Gesprächskreise in gemütlicher Runde ihren Platz haben.

Programm 2012

Aus dem auf der Homepage des Frankreichforums dargestellten Programm sollen stellvertretend zwei Veranstaltungen beschrieben werden, die vor allem für den Bereich "Interkultureller Französischunterricht und Exkursionsdidaktik" von Bedeutung sein können.

Es handelt sich um die Fahrt vom 19. - 22. April 2012 in das 18. Arrondissement von Paris mit dem Thema "Buttes - Montmartre: Auf den Spuren von Künstlern, Stadtentwicklung und Gentrifizierung" und um die im Rahmen des Comeniusprojekt organisierte Lehrerfortbildung in der Lorraine vom 22. - 28. April 2012.

Buttes-Monmartre
Photo: Paul Leuck

Gruppe Preisträger

Die Lehrergruppe im Gespräch mit dem Künstler C. Locatelli
Photo: Paul Leuck

Der erste Besuchstag war von besonderem Interesse für Kunst- und Kulturschaffende mit dem Besuch der größten Künstlerstadt Europas "Montmartre-aux-Artistes" im Stadtviertel "Les Grandes Carrières". Hier arbeiten in einer Cité fast 200 professionelle Künstler (Musiker, Maler, Fotografen, Filmschaffende ...) in ihren von der Stadt Paris zur Miete angebotenen Ateliers. Viele öffnen ihre Räume und präsentieren ihre Arbeit an "Tagen der offenen Tür" jeweils im Oktober, andere stellen ihre Arbeit nach vereinbarten Terminen vor wie der Maler und Objektkünstler Claudio Locatelli, mit dem wir über Vermarktungsbedingungen künstlerischer Arbeiten Fachgespräche führen konnten. Als Gegenleistung können wir ihm gemäß dem Selbstverständnis des Frankreichforums nach Einladung zur diesjährigen dreimonatigen internationalen Kunstausstellung in Kassel (Documenta) Kontakte zu hier ansässigen internationalen Galerien herstellen.

Der der Kunst gewidmete Besuchstag endete mit der Teilnahme am internationalen Fotobuchfestival. Das Fotobuchfestival findet in der Regel jährlich in Kassel statt, ist aber in diesem Jahr wegen der internationalen Kunstausstellung Documenta in Kassel mit seinem Angebot von Fachvorträgen international bedeutender Fotojournalisten und historischen sowie zeitgenössischen Fotobüchern von internationalen Fotokünstlern nach Paris verlegt worden. Der Ort des Festivals ist passend gewählt worden und auch für Lehrkräfte, die eine Paris-Montmartrereise planen von besonderer Bedeutung. Es handelt sich um ein von der Stadt Paris errichtetes Medienzentrum (6, impasse de la Défense, 75018 Paris, www.le-bal.fr), das Angebote für schulische Medienerziehung macht und damit eine pädagogische Plattform für die kritische Auseinandersetzung mit den Bilderfluten unserer Zeit schaffen will gemäß dem Motto: "former des "citoyens-regardeurs" et faire comprendre aux jeunes comment les images se font et ce qui conditionne notre regard sur elles".

Der zweite Teil der Montmartre-Exkursion war mit der Ausrichtung auf die Stadtteilentwicklung und Gentrifizierung im legendären Quartier Goutte d'Or soziologisch ausgerichtet.

Gruppe Preisträger Gruppe Preisträger

Rundgang im gentrifizierten Teil von Goutte d'Or
Photo: Paul Leuck

Gespräch im Stadtteilzentrum "Echomusée" von Goutte d'Or
Photo: Paul Leuck

Dieses nicht zuletzt durch Aristide Bruants berühmtes Lied "A la Goutt' d'Or" und Zolas Roman "L'Assommoir" bekannt gewordene multikulturelle Stadtviertel mit seinem Einwandereranteil von 36 %, weiträumig ausgeführter Sanierung mit dem Effekt der Verdrängung der ärmeren Bevölkerung, zählt nach wie vor zu den "zones urbaines sensibles" und zieht gleichwohl mit seinen zwei großen Moscheen und den beiden zentral-und nordafrikanischen Märkten "Dejean" und "Barbès" viele Besucher anderer Stadtteile von Paris an. (Vgl. DeuFraMat: Deutschland und Frankreich auf dem Weg in ein neues Europa, "Monparnasse, Belleville und Goutte d'Or, Stadterneuerung und die Folgen", www.deuframat.de).

Als weitere Grundlage zur Vorbereitung auf das Studium dieses Stadtteils diente eine vergleichende Studie aus dem Jahre 2007: "Leben im Quartier, Wahrnehmung und Repräsentanz der Bewohnerinnen und Bewohner der Quartiere Goutte d'Or, 18. Arrondissement und Langstrasse, Zürich, Kreis 4." ( www.zweimalzwei.ch/files/download/vergleichende-analyse-leben-im-quartier.pdf)

Diese Studie ist nicht zuletzt durch die Arbeit des Stadtteilzentrums "Salle Saint Bruno" in Verbindung mit dem "Echomusée de la Goutte d'Or" (echomusee@yahoo.fr) entstanden, in dem unsere Exkursionsgruppe sich in ausführlichen Gesprächen mit dem Gründer der Einrichtung und langjährigen kritischen Kommentator der "Stadtteilsanierung", Jean-Marc Bombeau, ein praktisches Bild von den Auswirkungen der Gentrifizierung als "Eingriff in die Seele dieses legendären Wohn-und Arbeitsquartiers" machen konnte.

Den Abschluss dieses Stadtteilstudiums bildete eine mehrstündige Führung zum Abgleich dieses Bildes und der erarbeiteten Informationen auf den Spuren der Verelendung im 19. Jahrhundert mit der Besichtigung der Place de l'Assommoir, dem Ort eines ehemaligen Waschhauses und der von Zola hier eindrucksvoll angesiedelten Kampfszene zweier Frauen als Symbol des sozialen Niedergangs. Der zentrale Aspekt der Verelendung mit der Trunksucht als "Totengräber" wird durch Zolas Titelgebung deutlich, die die Parallele zu unserer Zeit mit der Drogensucht aufdrängt, die an viele Orten in Goutte d'Or durch die Dealerszene sichtbar wird (vgl. auch Studie "Leben im Quartier").

Die qualifizierte und sehr empfehlenswerte Führung durch das Viertel wurde durch die alternative Tourismusorganisation "Ça se visite" ( www.ca-se-visite.fr) durchgeführt, die als Mitglied in der Association pour le Tourisme Equitable et Solidaire in ausgesuchten Pariser Stadtteilen thematisch orientierte und von jeweiligen Fachleuten geleitete Stadtrundgänge anbietet.

Fortbildung für Französischlehrkräfte in der Lorraine

Die im Rahmen des ComeniusRegio - Projekts durchgeführte Fortbildung in der Partnerregion Lorraine ist als Pilotprojekt für zukünftige Veranstaltungen zu sehen, die dann vom Frankreichforum Hessen organisiert werden. Die Finanzierung wurde weitgehend mit Comenius-Mitteln und der großzügigen Unterstützung unserer Partnerorganisation, dem CRDP de Lorraine, bestritten, so dass die Lehrkräfte nur einen kleinen Eigenanteil beizusteuern hatten.

Im Folgenden sollen die Veranstaltungen in Kürze beschrieben werden, die von allgemeinem Fortbildungsinteresse für Französischlehrkräfte in der Lorraine sein können. Die Gesamtdarstellung dieser Fortbildungsveranstaltung erscheint im Comenius-Abschlussbericht und im Jahresbericht des Zentrums für Lehrerbildung der Universität Kassel (Projektpartner) Ende dieses Jahres.

Das CRDP kann Vortragsveranstaltungen vermitteln, die eine grundlegende Einführung in die Sozialgeschichte der Lorraine beinhalten mit der Bergbautradition und den Schwierigkeiten der Umstrukturierung und deren politischen Auswirkungen nach der Stilllegung der Minen in den letzten Jahrzehnten (vgl. u. a. Ergebnisse des 1. Wahlgangs der diesjährigen Präsidentschaftswahlen mit sehr hohen FN-Anteilen).

Wir konnten von einem hervorragenden Vortrag mit dem Titel: "Quelle histoire socio-économique de la Lorraine depuis la première révolution industrielle ?" von Annabelle Soudière und einem anschließendem ausführlichen Gedankenaustausch profitieren.

In diesem sozialhistorischen Kontext konnten wir mit der Besichtigung der "Site du Musée de la Mine" und des "Musée du Carreau Wendel" in der Nähe von Metz das ehemalige Bergbauzentrum der Lorraine kennen lernen. Diese in Form eines Science - Centers nachgebaute Anlage des Kohleabbaus unter Tage mit einem grandiosen technischen originalen Maschinenpark, ausführlichen Erklärungen u. a. von ehemaligen Bergleuten und museumspädagogischer Unterstützung ist für Klassenexkursionen bestens geeignet.

Gruppe Preisträger Gruppe Preisträger

In der Mediathek des Robert Schuman-Hauses
Photos: Paul Leuck

In diesem Zusammenhang sei - in einem anderen thematischen Kontext - die Besichtigung des Robert Schuman-Hauses in Scy-Chazelles zu empfehlen. Es ist von Metz mit dem Linienbus schnell zu erreichen und stellt bei einer Klassenfahrt mit dem Thema "Deutsch-Französische Geschichte und Aussöhnung" zusammen mit der "sichtbaren" Geschichte der Stadt Metz einen unerlässlichen Baustein dar. Dem ehemaligen Wohnhaus von Robert Schuman und jetzigen Museum ist ein neu errichtetes umfangreiche Medienzentrum mit Bibliothek und Buchhandlung angegliedert, das zusammen mit dem museumspädagogischen Dienst ein hervorragendes Bildungsangebot darstellt.

Ein weiteres spannendes Angebot für unsere Französischlehrkräfte war die Begegnung mit der bekannten französischen Jugendbuchautorin Marie Despléchin im Rahmen des Eté du Livre in Metz, die auf Einladung des IUFM de Lorraine aus ihren Büchern las, Einblicke in ihre Schreibprozesse gab und einen spannenden Gedankenaustausch mit Studentinnen des IUFM und unseren Lehrkräften vornahm.

Gruppe Preisträger Gruppe Preisträger

Im Arbeitszimmer Robert Schumans
Photo: Paul Leuck

Die Autorin Marie Despléchin im Gespräch mit Lehrern
Photo: Paul Leuck

Diese Veranstaltung wurde zusammen mit der Jugendbuchhandlung Le Préau (le-preau@wanadou.fr), 11-13, rue Taison, 5700 Metz, organisiert, die mit einem hervorragenden Angebot von im Französischunterricht einzusetzenden Jugendbüchern und sehr guten Lieferbedingungen auch für den deutschsprachigen Raum eine ideale Bezugsadresse darstellt.

Paul Leuck, p.leuck@gmx.de, Studiendirektor, Fachleiter für Französisch am Studienseminar für Gymnasien bis 2009, seit 2008 Lehrbeauftragter an der Universität Kassel für bilingualen Unterricht, Initiator und Mitarbeiter der Comenius Regio-Projektgruppe


 


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Hier finden Sie in Form einer kommentierten Bibliographie Hinweise auf unterrichtsgeeignete Lehr- und Lernmittel für den bilingualen Sachfachunterricht in der Zielsprache Französisch.