16.10.2019

International Business Management mit Frankreich-Schwerpunkt

Quoi de neuf - Nouvelles du bilingue - 1/2019

International Business Management
mit Frankreich-Schwerpunkt (DFH-gefördert)

Der Fachbereich Wirtschaft der Fachhochschule Dortmund bietet AbiBac-Absolventen und frankophilen (Fach-) Abiturienten einen attraktiven international ausgerichteten dreisprachigen Bachelor-Studiengang mit Unterstützung durch die Deutsch-Französische Hochschule an. Mit dem B.A. "International Business Management" haben wir einen stark nachgefragten vierjährigen Studiengang (240 ECTS) mit Doppelabschluss im Programm. Es handelt sich um einen kultur- und wirtschaftsraumbezogenen Studiengang mit zwei integrierten Studiensemestern in Frankreich plus einem Auslandspraxissemester. Unsere Partnerhochschulen sind die renommierte École supérieure des sciences économiques et commerciales (ESSEC Business School) in Cergy-Pontoise nahe Paris, die La Rochelle Business School an der französischen Atlantikküste und die École supérieure de commerce de Pau im äußersten Südwesten Frankreichs. Mit der La Rochelle Business School sowie mit der ESSEC Business School in Cergy-Pontoise besteht ein Kooperationsvertrag mit der Deutsch-Französischen Hochschule, was neben einer attraktiven Mobilitätsbeihilfe noch zahlreiche weitere Vorteile mit sich bringt (s. www.dfh-ufa.org und www.fh-dortmund.de/dfh).

Der Studienablauf gestaltet sich wie folgt: Nach den ersten vier Semestern in Dortmund folgen zwei Semester an der Partnerhochschule, daran schließt sich ein internationales Praxissemester von fünf Monaten an. Das letzte Studiensemester wird in Dortmund einschließlich der Abschlussarbeit (Thesis) absolviert. Die verliehenen Titel sind der "Bachelor of Arts - International Business Management" der FH Dortmund sowie der Titel der jeweiligen Partnerhochschule. Der Studiengang ist durch AQAS akkreditiert. Ein Großteil der Vorlesungen findet in englischer Sprache statt und wird von internationalen Studierenden aus der ganzen Welt besucht. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Vermittlung interkultureller Kompetenzen: bspw. werden in deutsch-französischen Teams spannende interkulturelle Projekte in Angriff genommen wie Interkulturelles Event-Management, Interkulturelles Personalmanagement oder Intercultural Writing. Darüber hinaus werden in Kooperation mit der Hogeschool van Amsterdam zusammen mit Studierenden aus aller Welt internationale Cross-Border-Projects in Amsterdam durchgeführt.

Es besteht ebenfalls die Möglichkeit im Studiengang B.A. "International Business Management" ohne Doppelabschluss drei verschiedene Zielländer für den Auslandsaufenthalt auszuwählen, so kann z.B. ein Semester in New York, ein Semester in Kanada und das Praktikum in China absolviert werden. Darüber hinaus bieten wir einen dreijährigen B.A. "International Business“ (180 ECTS) mit einem integrierten Auslandssemester. Neben der ESSEC, der La Rochelle Business School und der École supérieure de commerce de Pau können in diesen beiden Studiengängen auch unsere Partnerhochschulen in Straßburg (EM Business School Strasbourg), in Paris (Université 13), auf den Antillen (Université des Antilles mit Standorten in Guadeloupe und Martinique) und in der französischsprachigen Schweiz (Haute école de gestion de Genève) besucht werden.

Sprachanfänger im Französischen sind ebenfalls herzlich willkommen, denn es besteht die Möglichkeit, im Rahmen eines Brückenkurses am Anfang des Studiums die notwendigen Französisch-Kenntnisse zu erwerben Die Sprachausbildung erfolgt in allen Bachelor-Studiengängen in mind. zwei Fremdsprachen (Englisch sowie Französisch oder Spanisch).


Erfahrungsbericht – Excelia Group, La Rochelle

Freizeitaktivitäten
Die Studentin Estelle Maas am Hafen von La Rochelle. - Quelle: Estelle Maas

Dass ich auf die DFH gestoßen bin, war bei mir eine rein zufällige Sache. Anlass dafür war meine Langeweile im Französischunterricht, damals vor jetzt schon 8 Jahren. Ich wackelte auf meinem Stuhl herum und betrachtete die Poster an der Wand, die meine Lehrer dort aufzuhängen und auszutauschen pflegten. Und dann war dort dieses DFH Poster: Frankreich und Deutschland nebeneinander, mit jeweils einigen eingezeichneten Punkten. Unbewusst wanderten meine Augen direkt an die Atlantikküste Frankreichs, wo ich seit meiner Kindheit immer meine Sommerurlaube verbrachte. Und tatsächlich entdeckte ich dort La Rochelle. Ich blickte also hinüber „nach Deutschland“ um zu sehen, wo der „Partnerpunkt“ eingezeichnet war: Dortmund! Somit wusste ich also, dass ich nach meinem Abitur International Business Double Degree an der Fachhochschule Dortmund und der Excelia Group La Rochelle studieren würde – in Kooperation mit der DFH.

Und so kam es dann auch. Die ersten vier Semester verbrachte ich im Ruhrgebiet, getrieben von der Vorfreude auf La Rochelle. Ich würde also auch diese allseits bekannte Erasmus-Erfahrung machen. Wie wahrscheinlich viele andere, hatte auch ich den Film „L’auberge espagnole“ gesehen und es graute mir ein wenig vor dem ganzen Papierkram, der wohl vor dem Auslandsaufenthalt auf mich zukommen sollte. Ich wartete jedoch vergeblich darauf. Im Endeffekt war alles ganz einfach und ich selbst musste mich um fast nichts kümmern! In La Rochelle bekam ich ausreichend finanzielle Unterstützung, was daran lag, dass ich das Erasmusstipendium mit dem der DFH kombinieren konnte! Ein großer Vorteil, den man als DFH-Student genießen kann!

Meine Zeit in La Rochelle war voller toller und unvergesslicher Eindrücke, Erfahrungen, Freundschaften und Erlebnisse! Die Zeit ging viel zu schnell vorbei. Doch das sollte es noch nicht gewesen sein: es stand das Auslandspraktikum an!

Da die DFH mich auch weiterhin unterstützte, konnte ich in Frankreich bleiben, und zwar in einem etwas entfernteren Frankreich: ich lebte und arbeitete für 6 Monate auf der Martinique in der Karibik. Ohne die DFH, wäre mir das finanziell definitiv nicht möglich gewesen und ich bin sehr dankbar über die Möglichkeiten, die mir der Double Degree Studiengang an der FH Dortmund und die DFH gegeben haben!

Dass die Auslandsaufenthalte eine unendlich bereichernde Erfahrung für mich waren und Lust auf mehr gemacht haben muss ich wahrscheinlich nicht noch extra erwähnen!

Ich möchte jedoch jedem ans Herz legen, falls er sich für Frankreich interessiert, sich bei der DFH über passende Studiengänge zu informieren. Ich meine, Auslandserfahrung und zwei internationale Abschlüsse auf einem Schlag, wen interessiert das schon nicht?


Erfahrungsbericht – ESSEC Business School, Cergy-Pontoise

Freizeitaktivitäten
Die Studentin Kristin auf dem Campus von Cergy-Pontoise. - Quelle: Kristin

Die ESSEC Business School ist eine in Frankreich sehr hoch angesehene private Universität. Dabei werden Programme in den Bereichen „Auslandssemester“ und „Double Degree“ angeboten, die sich in der Kurswahl sowie in der Dauer unterscheiden.
Die Hochschule liegt zentral in der Stadt Cergy Pontoise, sodass der Fußweg von dem Hauptbahnhof (RER) nur wenige Gehminuten betragen. Außerdem befinden sich Busse, Parkplätze usw. in unmittelbarer Nähe. Mein Weg zur Hochschule betrug jedoch nur 10 Minuten zu Fuß, sodass ich die erwähnten öffentlichen Verkehrsmittel nicht in Erwägung ziehen musste.

„Melt“ ist eine Studentenorganisation, die sich um Austauschstudierende kümmert. Anfangs wird eine Facebookgruppe erstellt, die es einfach macht andere Studenten kennenzulernen.
Außerdem werden dadurch auch viele Angebote bekannt gegeben. Zu Beginn wurde eine Bootstour über die Seine in Paris gemacht und anschließen ein Picknick vor dem Eiffelturm, sodass schnell weitere Kontakte geknüpft werden konnten.
Auch Bartouren in Paris und International Dinners, bei denen jeder landesübliche Spezialitäten mitgebracht hat, waren gerade zu Beginn sehr hilfreich.
Die ESSEC verfügt über ein Fitnessstudio das kostenlos genutzt werden kann. Außerdem werden dort verschiedenste Kurse angeboten, von Boxen über Standardtänze und normale Fitnesskurse.
„Melt“ bietet auch viele Partys an - jeweils in der ESSEC oder aber in Paris. Dafür kann man gut die Nachtbusse nehmen, die zwischen Cergy und Paris Saint-Lazar fahren, oder aber es werden Shuttlebusse angeboten, die einen einfachen Transfer ermöglichen.

Insbesondere der Kontakt zu Banken und der CAF, der nötig war, um alle Formalitäten abzuschließen hat meinem Französischniveau sehr geholfen. Dadurch eignet man sich ein größeres Fachvokabular an, und traut sich insgesamt mehr französisch zu sprechen.
Die ESSEC bietet beispielsweise das Programm „Tandem“ an. Dabei treffen sich Deutsche und Franzosen, die über Deutschkenntnisse verfügen, um jeweils eine halbe Stunde auf Deutsch und eine weitere halbe Stunde auf Französisch zu kommunizieren.

Mein Fazit

Der Auslandsaufenthalt an der ESSEC Business School war ein sehr wichtiger Bestandteil meines Studiums, den ich nicht missen möchte.
Ich konnte einerseits meine Sprachkenntnisse verbessern, sowie mich andererseits persönlich weiterentwickeln und eine neue Kultur kennenlernen.
Daher empfehle ich jedem ein Auslandssemester an dieser Universität zu absolvieren. Außerdem konnte ich viele neue Bekanntschaften weltweit schließen und eine unvergessliche Zeit erleben.


Weitere Informationen

Fachhochschule Dortmund - University of Applied Sciences and Arts
Dr. Ramona Schröpf
Programmbeauftragte der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH)
Länderbeauftragte Frankreich
ramona.schroepf@fh-dortmund.de

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