Interkulturelles Unterrichtsmaterial für den Französischunterricht

 

 

Quoi de neuf 2020 - L’Europe chez nous

Quoi de neuf ? Nouvelles du bilingue 2020

L’Europe chez nous. Projet interculturel de création du matériel didactique

Interkulturelles Unterrichtsmaterial für den Französischunterricht: Ideen und Eindrücke von Dresdner und Prager Studierenden

Im Seminar der Französischdidaktik der Technischen Universität Dresden (mit Kristian Raum) "Im Mittelpunkt der Mensch. Auf dem Weg zum Französischlehrbuch der Zukunft" erstellten Dresdner und Prager Studierende Material für den Französischunterricht. Ziel war es, Interkulturelles Lernen mithilfe (trans-)nationaler Phänomene aus der deutsch-tschechischen Grenzregion anzuregen – abseits gängiger Stereotypen, um dem Nachbarland näher zu kommen.

Die Studierenden erstellten kreative Arbeitsblätter und didaktische Materialien, u.a. zu folgenden Themen:

  • Festivals in der Region
  • deutsch-tschechische Erinnerungsorte in Grenznähe
  • Nationalpark Böhmisch-Sächsische Schweiz
  • das symbolträchtige Objekt Brücke (Augustusbrücke in Dresden / Karlsbrücke in Prag)
  • Weihnachtstraditionen in beiden Ländern
  • Demonstrationskultur in Dresden und Prag
  • „der blaue Zug“ (EC) von Prag über Dresden nach Hamburg

Europe chez nous

Unterrichtsmaterial zum Thema "Brücke", dass die Studentinnen Martha Peschel und Maxi Bräuer gemeinsam erarbeitet haben. Beide würden sich über Feedback zu Ihrem Material freuen, Sie erreichen sie über maxi.braeuer@mailbox.tu-dresden.de.

Es liegt vielleicht nicht auf den ersten Blick nahe, warum (inter-)kulturelle Phänomene der deutsch-tschechischen Grenzregion dem Erlernen der französischen Sprache dienlich sein sollen. Doch allein schon die Dresdner und Prager Studierenden haben gemerkt, dass der eigene persönliche Bezug zu den ausgewählten (inter-)kulturellen Phänomenen ganz neue Diskussionspotentiale bietet - und problemlos eine Grundlage für den Vergleich mit dem Zielland Frankreich bildet. Wer hätte gedacht, dass die Thematisierung der Proteste gegen PEGIDA in Dresden sowie der Proteste in Prag 2019 zum Diskutieren anregt, ob tatsächlich nur Frankreich eine typische Protestkultur ist! Viele neue Aspekte des interkulturellen Lernens kamen zum Tragen. Wie kann sprach- und kulturübergreifenden Unterricht gestaltet werden? Wie kann die Aktualität interkultureller Themen im Unterricht gesichert werden? Welche Themen eignen sich (nicht)? Und dass Französisch wunderbar als Brückensprache genutzt werden, haben die tschechische und deutsche Seite schnell gemerkt.

Gedankt sei der Initiative der beiden betreuenden Hochschullehrer Kristian Raum und Tomaš Klinka, die gleich zu Beginn der Online-Lehre aufgrund der Corona-Pandemie im April 2020 auf virtuelle Treffen und digitalen Austausch setzten. Eigentlich suspekt, dass zu Zeiten geschlossener Grenzen und Homeoffice die Studierenden viel mehr interkulturellen Austausch genießen konnten als in einem „normalen“ Semester. Wir haben also auch bezüglich digitaler Lernformen sehr viel dazugelernt. Kooperationen in interkulturellen Teams bringen viele Eindrücke, Erfahrungen und Ergebnisse mit sich, die wir gern vertiefen wollen. An einigen Fragen arbeiten wir weiter: Wie kann sprach- und kulturübergreifendes Lernen gelingen? Wie können wir lokale Bezüge nutzen, um interkulturelle Reflexion anzuregen? Welche Rolle kann das Französische dabei tatsächlich spielen? In welchem Rahmen kann historisch-politische Bildung erfolgen?

Gemeinsam erarbeitet wurde anschließend ein Kriterienraster zur Einschätzung des selbst erarbeiteten Materials, um den Mitstudierenden ein durchdachtes Feedback geben zu können. Dennoch freuen wir uns weiterhin über Feedback zu unseren Materialien und ebenfalls zu aufgeworfenen Fragen, gern an: Julia.Grossmann2@mailbox.tu-dresden.de

 


 

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