Die 'Ndrangheta ist überall

Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung Stuttgart

Regierungspräsidium Stuttgart

Stadtbibliothek Stuttgart

LKA Stuttgart

 

Der studentische Antimafia-Verein Cortocircuito (Norditalien) berichtet

         

Donnerstag, 23.11.2017, 18.30, Max-Bense-Saal der Stadtbibliothek Stuttgart, Mailänder Platz 1, 70173 Stuttgart

 

Referenten:

Elia Minari, Jurastudent (Universität Bologna) Vereinsvorsitzender

Francesca Montinari, Studentin (Internationale Beziehungen, Universität Turin), Präsidentin

Wolfgang Rahm, Kriminalhauptkommissar IOK (Italienische Organisierte Kriminalität), LKA Stuttgart

Übersetzung: Lara Baier, Dortmund – Moderation: N.N.

Fotos: Matteo Manfri, Jurastudent (Universität Bologna)

Moderation: N.N.

 

Das `Ndrangheta- Massaker von Duisburg vor 10 Jahren schreckte die deutsche Öffentlichkeit auf: Die `Ndrangheta ist auch in Deutschland aktiv? Bald darauf kehrte wieder Ruhe ein. Die Mafia ist nämlich auf Unsichtbarkeit bedacht. Nur so kann der weit verbreitete Glaube, die Mafia sei doch nur ein Problem Süditaliens, in Italien und Deutschland aufrecht erhalten werden.

Auch in der italienischen Region Emilia-Romagna glaubte man jahrelang, immun gegen die Infiltration durch die Mafia zu sein. Dass dies eine irrige Annahme war, stellten einige Studenten der Universität Reggio Emilia schon in ihrer Schulzeit fest (2009), und zwar in ihrer Stamm-Diskothek. Sie gründeten zunächst eine digitale Schülerzeitung, in der sie über ihre Nachforschungen berichteten. An der Universität gründeten sie einen Antimafia-Verein und begannen mit Video-Umfragen in der Bevölkerung. Der Ort Brescello weckte ihr Interesse, denn dort lebt ein Boss der Familie Grande Aracri, in dritter Instanz verurteilt wegen Zugehörigkeit zur `Ndrangheta. Das Interview mit dem Bürgermeister* von Brescello, der diesen Mann als nett, gut erzogen, bescheiden und anständig bezeichnete, weckte das Interesse der nationalen Medien in Italien - Ergebnis: Auflösung der Stadtregierung von Brescello wegen Infiltration durch die Mafia und Rücktritt des Bürgermeisters. Im Oktober 2015 wurde ein Ausschnitt des Videos in der Eröffnungssitzung des Prozesses Aemilia gezeigt. Es handelt sich dabei um den ersten Maxi-Prozess (mehr als 200 Angeklagte) gegen eine Mafia in Nord-Italien. Das Video wurde schließlich zu den Prozess-Akten genommen.

In der Stadtbibliothek stellen die Studenten ihre Arbeit vor.

 https://mafiafilm.correctiv.org/die-mafia-in-deutschland/

 

*Das Interview mit dem Bürgermeister:

https://www.youtube.com/watch?v=VMIelSH5EF8

 

Eine Anmeldung ist erforderlich unter: karten.stadtbibliothek@stuttgart.de oder telefonisch unter 0711 216-96527

Eintritt: € 6,-

ermäßigt (Schüler): € 4,-                                                                                      

Der Eintritt dient der Deckung der Unkosten.

 

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