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Des Volkes Stimme sichtbar gemacht - Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Bürgerprojekte, Proteste, Verfassungen: Der Partizipationskalender www.des-volkes-stimme.de sammelte binnen 400 Tagen weit über 100 baden-württembergische Geschichten aus 200 Jahren und ist nun abgeschlossen.

Exakt 400 Tage nach dem Start ist das Online-Projekt www.des-volkes-stimme.de fertiggestellt. Mehr als 130 Kalendereinträge beleuchten multimedial, wie sich die Beteiligung der Bevölkerung in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft von den Verfassungen bis zu heutigen Initiativen entwickelt hat. Das Gemeinschaftsprojekt der Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung im Staatsministerium und des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg widmet sich den Geschichten und Schicksalen im Kampf um Partizipation von 1818 bis heute. Der vorerst letzte Beitrag dreht sich morgen um die württembergische Verfassung, die am 25. September 200 Jahre alt wird. Das erste Kalenderblatt ging am 200. Geburtstag der badischen Verfassung am 22. August 2018 online.

„Das Projekt zeigt, welche Beweggründe die Bürgerinnen und Bürger haben, sich zu engagieren und einzumischen“, betont Staatsrätin Gisela Erler. „Es ist uns gelungen, einen Überblick über die Vielfalt und Tradition der Bürgerbeteiligung zu geben und dauerhaft sichtbar zu machen. Ich hoffe, dass es viele Menschen motiviert, sich politisch und gesellschaftlich einzubringen.“

Die Direktorin des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg, Prof. Dr. Paula-Lutum-Lenger, sagt: „Die Beiträge machen deutlich, wie intensiv mutige Badener und Württemberger immer wieder von den Herrschenden Teilhabe einforderten – und dass auch in der heutigen Demokratie mehr Einsatz benötigt wird als ein Kreuzchen am Wahltag.“

Die 133 multimedialen Beiträge mit unterschiedlichsten Themen – von der Aktionswoche Waldsterben bis zur zweiten Volksabstimmung über Baden – können auf www.des-volkes-stimme.de nach Monat, Thema oder Epoche sortiert und abgerufen werden. Bedeutendes wie die erste Rede einer Frau vor einem deutschen Parlament 1919 in Karlsruhe findet sich ebenso wie Verblüffendes, etwa der Vagabundenkongress auf dem Stuttgarter Killesberg im selben Jahr mit 500 Teilnehmern. Die markanten Daten zur Partizipation im Südwesten handeln von Bürgerbegehren, Homohochzeiten und Schülerstreiks, von Grundrechten, Straßenbahnern und aufrechten Demokraten in dunklen Zeiten.

Über 180.000 Mal wurden die Kalendereinträge von den Nutzerinnen und Nutzern der Sozialen Medien des Hauses der Geschichte und der Projektwebsite bislang wahrgenommen. Der Blog soll künftig in unregelmäßigen Abständen um Daten erweitert werden.