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hard (heart) to reach - Salesianer Don Boscos laden zu einem Symposium ein

Sie leben verwahrlost oder gar auf der Straße. Ohne Schulabschluss. Ohne Berufsperspektiven. Staatliche und gesellschaftliche Institutionen erreichen sie nicht. Sie verschwinden aus der allgemeinen Wahrnehmung und tauchen oft erst in eskalierenden Situationen wie Langzeitarbeitslosigkeit, Wohnungslosigkeit, Drogensucht und Kriminalität wieder auf. Für Deutschland liegt die Zahl der 14-25-Jährigen, die sich weder in Beschäftigung, Schule oder Ausbildung befinden, bei rund 480.000 (Eurostat 2019). Präventiv und mit Blick auf ihre Wiedereingliederung bedarf es nachhaltiger Konzepte.

Darüber und über mögliche Perspektiven in der Arbeit mit schwer erreichbaren jungen Menschen wollen die Salesianer Don Boscos ins Gespräch kommen und laden am Donnerstag, 28. Oktober 2021, von 10:00 bis 16:00 Uhr zu einem Symposium nach München ein. Einen Impulsvortrag wird u.a. die bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, Carolina Trautner, halten.
 
Die Salesianer Don Boscos arbeiten in mittlerweile sieben Einrichtungen in Deutschland mit der Zielgruppe entkoppelter junger Menschen. Erfahrungen aus dieser Arbeit und daraus resultierende Handlungsaufforderungen fließen in das Symposium ein. Neben den Einblicken in Empirie und Praxis diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Gesellschaft, Wissenschaft und Praxis darüber, welche (präventiven) Voraussetzungen geschaffen werden müssen, um eine nachhaltige und erfolgreiche Wiedereingliederung schwer erreichbarer junger Menschen zu gewährleisten.
„Die Lebenssituation und die Problemlagen dieser Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind so unterschiedlich, dass auch ihre Betreuung stark individualisierte Konzepte erfordert. Sie sprengen derzeit häufig schlichtweg die Logik unserer bestehenden Systeme“, erklärt Pater Christian Vahlhaus, Provinzialvikar der Salesianer Don Boscos und zuständig für die 26 Einrichtungen seines Ordens in Deutschland.
 
Die Sorge um benachteiligte junge Menschen ist seit jeher Kernaufgabe und Kernkompetenz der Salesianer Don Boscos. Don Bosco selbst kümmerte sich im Turin des 19. Jahrhunderts um die allein gelassenen und vernachlässigten jungen Menschen seiner Heimatstadt. In seiner Nachfolge arbeiten heute weltweit die Salesianer Don Boscos und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um jungen Menschen am Rande wieder einen Zugang zur Gesellschaft zu ermöglichen.
Pater Christian Vahlhaus: „Wir dürfen diese Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen nicht abschreiben. Wir dürfen nicht hinnehmen, dass sie erst durch Arbeitslosen- oder Kriminalitätsstatistiken sichtbar werden. Und egal, mit welchen Einschränkungen oder Belastungen sie den Weg ins Leben finden müssen: Alle haben ohne Ausnahme ein Recht auf Begleitung, Bildung und Förderung. Dafür treten wir ein. Es ist Zeit, zu handeln.“
 
Informationen zur Veranstaltung, zum Programm und den geplanten Workshops finden man unter www.donbosco.de/symposium. Hier gelangen Sie auch zu einem Anmeldeformular.