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Haus der Geschichte Baden-Württemberg - zwei neue Angebote zum Jahrestag des Umsturzversuchs gegen das NS-Regime

Zum Jahrestag des Umsturzversuchs gegen das NS-Regime macht das Haus der Geschichte zwei neue Angebote. Mit dem Buch zur jüngsten Stauffenberg-Gedächtnisvorlesung und einem virtuellen Ausstellungsrundgang wird an die Verschwörer vom 20. Juli 1944 erinnert.

Buch über Josef Wirmer

Mit Josef Wirmer, einem Widerstandskämpfer vom 20. Juli 1944, hat sich sein Sohn Anton Wirmer bei der Stauffenberg-Gedächtnisvorlesung 2019 beschäftigt. Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg hat den Vortrag nun als Buch herausgebracht: "Die Wiederherstellung der Herrschaft des Rechts".

Josef Wirmer war eine beeindruckende Gestalt des zivilen Widerstandes. Er wurde früh zu einem Gegner Hitlers und seiner Politik. Als Rechtsanwalt und Zentrumspolitiker knüpfte er schon in den 1930er-Jahren Kontakte zu kirchlichen Kreisen und oppositionellen Gewerkschaftsvertretern. Er vermittelte später vielfach zwischen verschiedenen Widerstandskreisen. In einer neuen Regierung war er als Justizminister vorgesehen. Nach den Jahren der Unrechtsherrschaft und schrecklicher Verbrechen sah er seine primäre Aufgabe in der Wiederherstellung der Herrschaft des Rechts. 1944 wurde Josef Wirmer hingerichtet.

Jedes Jahr gibt es eine Stauffenberg-Gedächtnisvorlesung im Weißen Saal des Neuen Schlosses in Stuttgart. Sie dient der Erinnerung an den Widerstand des 20. Juli 1944 und findet an einem Tag rund um den 15. November statt, dem Geburtstag des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg.

Das Buch hat 42 Seiten und kostet 7,90 Euro. Es kann online bestellt werden unter: https://www.hdgbw.de/das-museum/publikationen/shop/#sgv.

 

Attentat Stauffenberg

Mit "Attentat Stauffenberg" stellt das Haus der Geschichte eine aktuelle Sonderausstellung als virtuellen Rundgang ins Netz. Dort kann erkundet werden, warum der Offizier Claus Graf Stauffenberg vor 76 Jahren das bekannte Attentat auf Adolf Hitler verübte und damit sein Leben riskierte. Die Sonderschau zeigt zudem, mit welchem Hass das NS-Regime nach dem 20. Juli 1944 die Familie des Hitler-Attentäters verfolgte und was Sippenhaft für sie bedeutete. Mit authentischen Objekten und ihren Geschichten greift die Ausstellung zahlreiche Aspekte der bis heute umstrittenen Deutung Stauffenbergs auf.