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Lesestart 1–2–3 fördert Vorlesen und Erzählen mit kleinen Kindern

Pressemitteilung
Bundesministerium für Bildung und Forschung und Stiftung Lesen setzen größtes bundesweites Leseförderprogramm zur frühen Bildung fort / Eltern erhalten Sets bei U-Untersuchungen / Bundesbildungsministerin Karliczek übergibt erste Sets in Ibbenbüren
 
Ibbenbüren/Mainz, 21.11.2019. Frühes Vorlesen und Erzählen fördert die sprachliche Entwicklung von Kindern. Eltern mit Kindern ab einem Jahr können bereits spielerisch erste Bücher und Bilder betrachten, dazu erzählen und schaffen damit eine wichtige Grundlage für den späteren Bildungsweg. Darauf macht das Programm „Lesestart 1–2–3“ aufmerksam. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und von der Stiftung Lesen durchgeführt.
 
Bundesbildungsministerin Anja Karliczek zum Start der neuen Programmphase: „Gut lesen zu können, ist ein Schlüssel, sich die Welt zu eröffnen. Lesen fördert die Entwicklung unserer Kinder. Darum ist es so wichtig, schon in den jüngsten Jahren die Freude am Lesen zu wecken. Lesen macht glücklich und ist eine Grundkompetenz für ein erfolgreiches Erwachsenenleben. Eltern können durch regelmäßiges Vorlesen und durch gemeinsames Lesen mit ihren Kindern bereits in den ersten Lebensjahren das Lesen fördern und den Weg für eine gute Bildung bereiten. Genau hier setzt mein Haus an und ermöglicht das bundesweite Leseförderprogramm Lesestart 1–2–3.“
 
Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer Stiftung Lesen, ergänzt: „Vorlesen mit kleinen Kindern ist viel mehr als nur einen Text vorzulesen, wie auch die aktuelle Vorlesestudie zeigt. Wir wollen Eltern animieren, mit ihren einjährigen Kindern schon gemeinsam Bilderbücher anzusehen, Lieder vorzusingen und mit ihnen zu erzählen. Unsere Erfahrungen und Forschung zeigen, dass regelmäßige Buchgeschenke genau der richtige Weg sind, um Eltern zum Vorlesen im Familienalltag zu motivieren. Dafür brauchen wir hierzulande mehr solcher Initiativen.“
 
Die aktuellen Lesestart-Sets enthalten je ein altersgerechtes Buch sowie eine Info-Broschüre in deutscher Sprache mit Tipps für die Eltern, die auch in Türkisch, Rumänisch, Englisch, und Arabisch verfasst ist. Die Broschüre orientiert sich an den Bedürfnissen von Eltern mit kleinen Kindern und ist darüber hinaus in leicht verständlicher Sprache aufbereitet, um ein möglichst großes Publikum anzusprechen. Online steht sie in vielen weiteren Sprachen zum Download zur Verfügung. Über ein öffentliches Ausschreibungsverfahren wurden fünf Lesestart-Buchtitel als Sondereditionen mit diversen Verlagen entwickelt. Die Inhalte der Bilderbücher greifen erste Alltagssituationen im Leben der kleinen Kinder auf. 
 
Ihr erstes persönliches Lesestart-Set erhalten die Familien mit einjährigen Kindern bei der U6-Untersuchung in ihrer teilnehmenden Kinder- und Jugendarztpraxis. Das zweite Set gibt es ab Winter 2020 für zweijährige Kinder bei der U7-Untersuchung ebenfalls in teilnehmenden Kinder- und Jugendarztpraxen. Das dritte Set für dreijährige Kinder überreichen dann die teilnehmenden Bibliotheken ab Winter 2021. 
 
Über die gesamte Programmlaufzeit von acht Jahren werden an drei Geburtskohorten über 4 Mio. Lesestart-Sets an Familien mit Kindern im Alter von einem bis drei Jahren ausgegeben. Damit können über 50 Prozent der Eltern eines Jahrgangs erste Vorleseimpulse erhalten.
 
In Ibbenbüren wurden heute die ersten Sets mit der Bundesbildungsministerin in einer Kinderarztpraxis an Eltern ausgegeben. Dr. Daniel Bunse sagte: „Zu uns kommen die Eltern, um zu erfahren, wie sich ihr Kind im ersten Lebensjahr aus gesundheitlicher Sicht entwickelt. In diesem Zeitraum lernen Kinder unglaublich viel und dazu sollte auch die Neugier auf Sprache gehören. Lesestart 1–2–3 bietet dafür ganz zentrale Impulse und die Materialien geben wir in unserer Praxis sehr gerne an die Eltern weiter.“
 
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) und auch die Bibliotheksverbände und Bibliotheksfachstellen unterstützen mit ihren zahlreichen Bibliotheken das neue Programm.  Mit anderen Institutionen und Akteuren der aufsuchenden Familienarbeit steht die Stiftung Lesen zudem im ständigen Austausch und profitiert von lokalen und sozialen Erfahrungen, die in das Lesestart-Programm einfließen. Darüber hinaus wird das Programm wissenschaftlich begleitet und laufend evaluiert.
 
Weitere Informationen finden Eltern und Interessierte hier: www.lesestart.de 

Pressebild: (c) Stiftung Lesen/BMBF/Tessa Thesing
Abgebildete Personen: Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen Dr. Jörg F. Maas (2. v.l.), Bundesbildungsminsterin Anja Karliczek (5. v.l.), Dr. Daniel Bunse (2. v.r.) gemeinsam mit jungen Familien
 
Es fängt mit Lesen an: Lesen ist die zentrale Voraussetzung für Bildung, beruflichen Erfolg, Integration und zukunftsfähige gesellschaftliche Entwicklung. Die Stiftung Lesen führt in enger Zusammenarbeit mit Bundes- und Landesministerien, wissenschaftlichen Einrichtungen, Stiftungen, Verbänden und Unternehmen bundesweite Programme, Kampagnen, Forschungs- und Modellprojekte durch, zum Beispiel den Bundesweiten Vorlesetag im November. Die Stiftung Lesen steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und wird von zahlreichen prominenten Lesebotschaftern unterstützt: www.stiftunglesen.de
 
Kontakt:
Franziska Hedrich, PR-Managerin
Kommunikation
Römerwall 40, 55131 Mainz
Tel: 06131 / 2 88 90-28
 
 
 
 
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