Viele verdienen ihr täglich Brot in der Automobilindustrie und in den Kfz-Service-Betrieben - auf der anderen Seite kommen viele Menschen bei Verkehrsunfällen zu Schaden.

Deutsche Verkehrswacht und Bundesverband der Motorradfahrer vereinbaren Maßnahmen gegen Motorradunfälle

In einem ausführlichen Meinungsaustausch zwischen DVW-Präsident Kurt Bodewig (MdB) und BVDM-Vorstandsmitglied Christian Könitzer wurden die Ursachen von Motorradunfällen erörtert und gemeinsame Maßnahmen zur Unfallprävention vereinbart. Insbesondere soll das Angebot zu Beginn der kommenden Saison verstärkt werden. „Gegen die erschreckend hohe Zahl der Motorradunfälle sehen wir sehen uns in die Pflicht genommen, geeignete Maßnahmen insbesondere im Verhaltensbereich zu entwickeln", sagt Kurt Bodewig, DVW-Präsident.

Haben Maßnahmen gegen Motorradunfälle vereinbart v.l.: Kurt Bodewig (MdB), Präsident der Deutschen Verkehrswacht (DVW)und Christian Könitzer, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Motorradfahrer (BVDM)

Folgendes Programm zur Reduzierung von Motorradunfällen ist vorgesehen:

1. Aufklärungs- und Erziehungsmaßnahmen

Da rund zwei Drittel aller Unfälle durch Missachtung der Vorfahrt des Zweirades durch andere Verkehrsteilnehmer verursacht werden, soll eine wirksame Verkehrssicherheitsarbeit einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen und ein partnerschaftlicheres Verhalten aller Verkehrsteilnehmer fördern. Zudem müssen insbesondere Motorradfahrer über Gefahren und Risiken aufgeklärt werden, auch mit Hilfe von Motorrad-Simulatoren.

2. Sicherheitstrainings für Motorradfahrer

Überwiegend nehmen solche Fahrer an freiwilligen Sicherheitstrainings (SHT) teil, die eine Teilnahme aufgrund ihres ohnehin höheren Sicherheitbewusstseins eigentlich gar nicht nötig hätten. Durch Schaffung von Anreizen, z.B. kraftfahrzeugsteuerliche Vergünstigungen, nach Teilnahme an einem SHT und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema SHT sollen noch mehr Motorradfahrer für die Teilnahme an SHT gewonnen werden.

3. Straßensicherheit

Bitumen: Bitumen wird häufig für großflächige Ausbesserungsarbeiten an Fahrbahnoberflächen verwendet. Nasses Bitumen und auch höhere Temperaturen verringern jedoch den Haftreibungswert, der mit der Griffigkeit von Glatteis vergleichbar ist. Der Einsatz von Bitumen bei der Fahrbahnausbesserung ist daher zu vermeiden. Zudem ist auf die strikte Einhaltung der technischen Regelwerke zur Griffigkeit zu achten.

Fahrbahnmarkierungen: Insbesondere bei Regen vermindern herkömmliche Fahrbahnmarkierungen die Bodenhaftung beim Überfahren erheblich. Abhilfe schafft der Einsatz von neuartigem Markierungsmaterial oder das Aufrauhen von Fahrbahnmarkierungen.

Unterfahrschutz: Verunfallte Motorradfahrer schlittern oft unkontrolliert über die Fahrbahn und geraten mit dem Befestigungspfosten der Leitplanken in Kontakt, die sehr scharfe Kanten aufweisen. Gefährliche Kurven sind durch Leitplanken-Unterfahrschutz-Systeme zu entschärfen.

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Verantwortlich für den Inhalt: Verbandsdirektor Michael Hartje