Imperialismus und Erster Weltkrieg - europäisches Machtstreben und Epochenwende

Im Feld und an der Heimatfront

Ort/Region

Kurzbeschreibung

Mannheim "Hier hört alles Denken und alle Vernunft auf." - Fritz Blum - Ein Mannheimer Abiturient im Ersten Weltkrieg

 

Fritz Blum im Kriegsjahr 1916

Fritz Blum im Kriegsjahr 1916

Im ersten Teil des Moduls setzen sich die Lernenden in einer Quellenarbeit mit ausgewählten Feldpostbriefen auseinander, die der im April 1916 mit 18 Jahren einberufene Mannheimer Abiturient Fritz Blum an seine Familie geschrieben hat. Anhand dieser Textquellen lernen die Schülerinnen und Schüler exemplarisch die dramatischen Auswirkungen des Ersten Weltkrieges auf Soldaten und deren Angehörige kennen. Im zweiten Teil des Moduls geht es um ein Massenphänomen und um das höchstwahrscheinlich intensivste Kriegsgefühl in der Heimat: Die Trauer um viel zu jung verstorbene Familienangehörige. Anhand von Texten und Bildern aus dem Buch, das sein Vater Dr. Friedrich Blum nach dem frühen Tod seines Sohnes über Fritz geschrieben hat, erarbeiten sich die Lernenden die Hintergründe seines Todes und ergründen gleichzeitig die besondere Form des Umgangs der Familie Blum mit dem Verlust und der Trauerbewältigung.    

Hardheim Im Großen Krieg: Hardheimer Bürger im Ersten Weltkrieg

Acht Menschen aus Hardheim, deren Lebensweg durch den Ersten Weltkrieg entscheidend geprägt wurde

Acht Menschen aus Hardheim, deren Lebensweg durch den Ersten Weltkrieg entscheidend geprägt wurde

Im ersten Teil des Moduls schlüpfen die Lernenden in die Rolle von Historikern und setzen sich in einer Quellenarbeit mit Fotografien und Bildpostkarten (Feldpostkarten) kritisch auseinander. Dabei erkennen sie, dass diese Bildmedien wichtige Instrumente der „Propagandamaschine“ waren.
Im zweiten Teil des Moduls nehmen die Schülerinnen und Schüler die Funktion von Ausstellungsmachern ein und setzen sich mit biographischen Zeugnissen von Menschen aus Hardheim kritisch auseinander. Ziel ist es, ein Verständnis zu schaffen, welche Auswirkungen der Krieg auf die Bewohner einer kleinen Landgemeinde sowohl an der Heimatfront als auch an der Front hatte.
Konstanz Der Erste Weltkrieg am Bodensee ganz weit weg?

Im Alltagsleben vieler Familien: Kaisertreue und Militarismus

Grundlage des Moduls sind Text- und Bildquellen sowie eine Darstellung; Methoden- und Reflexionskompetenz (Leitfrage!) stehen im Vordergrund. Bei den Textquellen handelt es sich um Kriegstagebücher von Konstanzerinnen und Konstanzern, die das Leben an der West- und Ostfront sowie den Alltag in Konstanz beschreiben; auch Kriegsgedichte und –lieder vom Bodensee sollen analysiert werden.

Schwieberdingen Der Krieg in der Heimat Kriegserleben der Soldaten

„200 m vor dem Feind“
Der Schwieberdinger Gustav Rothacker

Die Schülerinnen und Schüler schlüpfen in die Rolle eines Ausstellungsleiters und setzen sich mit Ortsarchivalien und biographischen Zeugnissen über den Ersten Weltkrieg aus Schwieberdingen kritisch auseinander.
Aus den Materialien konzipieren sie eine „Museumsausstellung“, die sie anschließend in einer „Museumsführung“ präsentieren.
Die Schülerinnen und Schüler untersuchen die Materialien quellenkritisch und erkennen Feldpostbriefe, Leichenpredigten und Kriegsnotiztagebücher als zeithistorische Dokumente, die kontextbedingte Ansichten zum Krieg sowie Propaganda widerspiegeln können.

Schwäbisch Gmünd Alltag an der Front und an der Heimatfront - Lernen an Stationen (Schwäbisch Gmünd im 1. Weltkrieg)

Feldpostkarte 1914

Feldpostkarte 1914

Beeinflusst vom nationalistischen Denken auf allen Seiten stürzte der Erste Weltkrieg den europäischen Kontinent ins Verderben.
Anhand von Kriegspostkarten und Todesanzeigen und einer Kriegschronik von der Heimatfront, sowie den tatsächlichen Lebensmittelrationen im Hungerjahr 1917 und dem Schicksal von Verwundeten soll den Schülerinnen und Schülern durch entdeckendes Lernen an Stationen verdeutlicht werden, wohin die Geisteshaltung des Kaiserreiches führte und welche Opfer sie von der Bevölkerung abverlangte.

Pforzheim Alltag im Ersten Weltkrieg: Materialschlacht und Heimatfront

Blindgänger in Flandern, ein Denkmal für Bombenopfer in Stuttgart

Materialschlacht und Heimatfront - wie erlebten Soldaten und Zivilisten den Ersten Weltkrieg, wie wirkte sich der Krieg auf ihren Alltag aus, welche unterschiedlichen Seiten hatte dieser Alltag?
Die erste Doppelstunde thematisiert die Kriegserfahrungen deutscher Soldaten an der Westfront auf der Basis der Briefe Hermann Föllers aus der Nähe von Pforzheim. Die zweite Doppelstunde beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Krieges auf den Alltag von Zivilisten anhand von Artikeln und Anzeigen in der Freiburger Zeitung.
 Offenburg Zwei Gesichter des Krieges - 1. Landsturm-Infanterie-Bataillon Offenburg

 

Gruppenbild des 1. Landsturm-Infanterie-Bataillons Offenburg (1916)

Anhand des vorliegenden Moduls lässt sich die Visualität des Ersten Weltkrieges am Beispiel soldatischer Amateurfotografien des 1. Landsturm-Infanterie-Bataillons Offenburg sowie offizieller Bildpropaganda untersuchen und miteinander vergleichen.

Die zweite Doppelstunde hinterfragt kritisch den Stellenwert von Bildern als propagandistische Waffen im Kontext der industrialisierten Kriegsführung. Dabei werden die Konstruktionsmechanismen von visueller Propaganda sowie deren Wirkungsabsichten analysiert.

 


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