Methoden der Textarbeit

Die Erschließung von Texten stellt Schülerinnen und Schüler oft vor große Herausforderungen. Um so wichtiger ist es, das methodische Vorgehen so zu gestalten, dass den Lernenden der Zugang erleichtert wird, ohne dass der inhaltliche Anspruch sinkt.
Ausgehend von den Grundannahmen der empirischen Leseforschung und der philosophischen Hermeneutik, bietet sich bei der Arbeit mit Texten grundsätzlich ein methodischer Dreischritt an:


1. Aktivierung themenbezogenen Vorwissens (Vor-Entwurf)

2. Texterarbeitung (im engeren Sinn) (Text-Verstehen)

3. Vertiefung, Problematisieren, Beurteilung des Textverständnisses

 

Der Philosophiedidaktiker Martens spricht in diesem Kontext vom "Dialogischen Modell der Textarbeit": Der Lernende erarbeitet in er ersten Phase, der "Explikation" seines Vorwissens, eine Problemstellung/Leitfrage. In der zweiten Phase der "Expertenanhörung" untersucht der Lernende, welche Problemlösung/Antwort ein Text gibt. In der dritten Phase der "Realisierung des Dialogs mit Experten" setzt der Lernende die Aussagen des Textes in Beziehung zu seinem eigenen Vorwissen und bezieht seine Erkenntnisse abschließend auf die Problemstellung/Leitfrage. Auf dieser Grundlage ist der Lernende nun in der Lage, sich ein eigenes, besser begründetes Urteil zu bilden.


Das Material gibt einen strukturierten und erläuternden Überblick über bewährte Verfahren der Textarbeit. Es orientiert sich dabei an dem - oben beschriebenen - Dreischritt der Texterschließung: Explikation von Vorwissen - Textanalyse - Bewertung und Reflexion der erarbeiteten Inhalte.